SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Predator Hunting Grounds · Lass die Jagd beginnen · ab 38,99 € bei gameware Assassins Creed Valhalla · Schreibe deine eigene Wikingersaga · ab 58,99 € bei gameware

Freitag der 13. - Todesfalle Manhattan

(Originaltitel: Friday the 13th Part VIII: Jason Takes Manhattan)
Herstellungsland:USA, Kanada (1989)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Alternativtitel:Ashes to Ashes
Friday the 13th Part 8: Jason in N.Y.
Freitag der 13., Teil 8
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,26 (118 Stimmen) Details
inhalt:
Durch einen Anker wird eine Stromleitung im Crystal Lake beschädigt. Die darauf folgenden Stromstöße erwecken Jason zu neuem Leben. Ein Pärchen, das in einem Boot am See eine Liebesnacht verbringt, fällt Jason als Erstes zum Opfer. Am nächsten Tag reist Jason mit einer Schulklasse auf einem Ausflugsdampfer nach New York und dezimiert die Fahrgäste nach bestem Können. Aber auch die kleine Gruppe, die Manhattan lebend erreicht, ist dadurch keineswegs in Sicherheit...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                      FREITAG, DER 13. VIII – TODESFALLE MANHATTAN

1988 war ein ziemlich durchwachsenes Jahr für die Freitag, Der 13. – Serie gewesen. Freitag, Der 13. VII – Jason Im Blutrausch war unter enormem Druck entstanden und von der MPAA ordentlich in die Mangel genommen worden. Obwohl der Streifen es dennoch an die Spitze der Kinocharts geschafft hatte, blieb er weit hinter früheren Erfolgen zurück.Trotzdem war Freitag, Der 13. immer noch eine populäre Marke. Jeder der Filme hatte Gewinn gemacht und es gab immer noch ein Stammpublikum, auf das man zählen konnte und es war klar, dass man nach sieben Filmen nicht schon wieder einen Camper – Streifen drehen konnte; die Serie brauchte etwas Neues, Frisches.

Das galt z. B. für den Regisseur. Obwohl man John Carl Buechler versprochen hatte, auch die nächsten Freitag, Der 13. – Filme drehen zu dürfen, überlegte man es sich später anders und engagierte stattdessen Rob Hedden.Hedden wollte einen Freitag, Der 13. drehen, der dem Publikum einerseits das gab, was es erwartete, andererseits aber auch etwas Frisches bot. Also fragte Hedden, ob er Jason vom Crystal Lake entfernen und an einem anderen Ort morden lassen könnte. Frank Mancuso jr. war sofort Feuer und Flamme und dachte an New York, womit er gleichzeitig den Titel des Films erfand: Jason Takes Manhattan. Allerdings spielt der Großteil des Films auf dem Kreuzfahrtschiff, das Jason und seine Opfer nach New York bringt, weshalb der Filmtitel schon etwas irreführend ist. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass Rob Hedden ein Budget von nur vier Millionen Dollar zur Verfügung stand. Dreharbeiten am Empire State Building oder im World Trade Center waren deshalb nicht möglich. So reichte das Geld nur für einen kurzen Dreh am Times Square. Freitag, Der 13. VIII ist ein echtes Novum innerhalb der Serie. Zum ersten Mal wurde Jason Voorhees von ein und demselben Schauspieler gespielt: Kane Hodder.

In Freitag, Der 13. VIII – Todesfalle Manhattan fährt eine Schulklasse mit einem Schiff vom Crystal Lake nach New York. Was niemand an Bord weiß: An Bord befindet sich ein blinder Passagier mit Eishockeymaske – Jason Voorhees (Kane Hodder). Dieser metzelt im Verlauf der Kreuzfahrt einen Teenager nach dem anderen nieder, bis eine recht überschaubare Gruppe über bleibt, die sich ans Festland von New York rettet. Aber Jason gibt nicht auf und verfolgt seine Opfer durch die Straßenschluchten des Big Apple …

Auch wenn Regisseur & Drehbuchautor Rob Hedden und die Produzenten bei Paramount Pictures dachten, Freitag, Der 13. VIII sei etwas völlig Neues, bietet der Film in den ersten beiden Dritteln nichts, was man nicht schon in den Vorgängern gesehen hat, nur eben auf einem Schiff. Es gibt, wie bereits siebenmal, jede Menge dumme Teenager, die nichts als Sex und Drogen im Kopf haben, und deshalb über die Klinge springen müssen. Selbst der hartnäckigste Fan der Serie muss sich eingestehen, dass sich die Freitag, Der 13. – Masche abgenutzt hat.Gelang es den meisten von Heddens Vorgängern noch, die üblichen Serienzutaten spannend aufzubereiten, regieren im achten Teil Routine und teilweise sogar Langeweile. Rob Hedden präsentiert zwar zahlreiche Morde, die in der Ursprungsfassung sicherlich ziemlich spektakulär waren, nun aber mitunter etwas zahnlos wirken. Außerdem werden sie teilweise spannungsarm vorbereitet.Auch die Effekte sind schon besser gewesen. Völlig peinlich wirkt die Szene, in der Jason einen der Darsteller mit einem Fausthieb enthauptet, da sie äußerst stümperhaft gemacht ist. Außerdem musste der Film zugunsten eines R-Ratings mal wieder drastisch gekürzt werden, weshalb von den Effekten nicht viel übrig blieb.

Ein weiterer Minuspunkt ist die Abwesenheit von Haus – und Hof – Komponist Harry Manfredini. Seine Musik war ein wichtiges Trademark der Serie, die einen großen Anteil an der Atmosphäre der Filme hatte. Die Musik von Fred Mollin wirkt dagegen etwas austauschbar.

Freitag, Der 13. VIII ist zusammen mit dem fünften Teil die schwächste Episode der Serie. Trotzdem enthält der Streifen noch einige unterhaltsame Szenen. Regisseur und Drehbuchautor Rob Hedden hat trotz allem einige witzige Momente eingebaut, wie z. B. die Szene, in der Jason ein paar Punks zu Tode erschreckt. Ein weiterer witziger Aspekt ist die Tatsache, dass der Machetenmörder in New York nur ein Psychopath unter vielen ist und in einer Stadt voller Junkies, Prostituierter und Verbrechern kaum auffällt. Zum Finale des Films kommt sogar doch noch Spannung auf, aber trotzdem kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass Freitag, Der 13. VIII ein eher unspektakuläres Slashermovie ist. Wäre das Budget hoch genug gewesen, um Jason an prominentere Schauplätze zu schicken,  hätte man einen versierteren Regisseur gewählt und hätte die MPAA die Finger von dem Film gelassen, hätte der Film ein Highlight sein können …

Freitag, Der 13. VIII startete in 1683 Kinos und spielte am Startwochenende 6,2 Millionen Dollar ein – ein weiterer Tiefpunkt im Lauf der Serie. Letztendlich spielte der Film in den USA ca. 14 Millionen Dollar ein, womit der achte Teil zum bis dahin größten Flop in der Geschichte der Serie geriet. Zwar war der Film immer noch recht erfolgreich, da er ja nur vier Millionen Dollar gekostet hatte, aber an den Erfolg der ersten vier Tage konnte man wieder einmal nicht anknüpfen.

 5-6/10 

 

 

6/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Stirb
Punisher77
7/10
Reindeer
Punisher77
8/10
Night
Punisher77
7/10
die neuesten reviews
Ashfall
sonyericssohn
6/10
Trabbi
crank15neun
4/10
Best
crank15neun
5/10
Troll
crank15neun
2/10
Stirb
Kaiser Soze
9/10

Kommentare

21.10.2014 17:31 Uhr - WEBOLA
Sehr verrissener Streifen, aber ich find ihn gut! Der Film hat alles was man von einem "Freitag der 13." erwartet. Nur halt ohne dichte Wälder und Camp Crystal Lake. Schiffahoi Jason! Viel besser als Jason im Raumschiff!

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)