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Savaged

Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Action, Horror, Drama
Alternativtitel:Avenged
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,99 (47 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Gequält, vergewaltigt und abgestochen wie ein Stück Vieh - das Leben der hübschen Zoe endet grausam. Brutale Rednecks haben sie überfallen und nachdem sie ihren Spaß mit ihr hatten, verscharren sie Zoe in der Wüste. Dort findet ein Schamane die junge Frau. Er spürt noch einen winzigen Funken Leben in dem zerschlagenen Körper und versucht, sie mit einem heiligen Ritual zurück zu holen. Aber mit Zoe erwacht der Geist eines sehr zornigen Apatschen in ihrem Körper. Der Krieger wurde einst von einem Vorfahren der Rednecks ermordet und brennt nun darauf, im Blut seiner Feinde zu baden. Das Mädchen und der Krieger verbreiten bald nackte Angst. Aber ihre Rache ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn Zoes Körper verwest schnell ... (Ascot Elite)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Hoffentlich springt der alte GTO an. Lange stand dieses Schmuckstück in der Garage und wurde nicht mehr bewegt. Bis auf den Tag an dem die junge Zoe den Schlüssel überreicht bekommt. 

Mit diesem Auto macht sich das junge Mädel auf zu ihrem Freund Dave. Dieser wohnt einige Meilen entfernt...fast am Ende der (amerikanischen) Welt. Ihr Weg führt Zoe durch die staubige Einsamkeit der kalifornischen Wüste in Richtung New Mexico. Und weil ihr Freund immer ein wenig besorgt um seine Süße ist, macht sie wie abgemacht alle Stunde ein Foto mit ihrem Handy und schickt es ihm. Warum sie nicht einfach anruft ? Zoe ist taubstumm. 

Während sie während der Fahrt einen kreisenden Geier knipsen will, übersieht sie beinahe einen verletzten Mann, der mitten auf der Strasse kniet. Als sie aussteigt um sich um ihn zu kümmern wird sie Zeuge einer grausamen Jagd von 5 Hinterwäldlern per Truck auf einen indianisch aussehenden Mann, den sie skrupellos über den Haufen fahren. Und da Zeugen nicht erwünscht sind, entführen die Typen die verängstigte Zoe. Doch damit nicht genug. Nach einer stundenlangen Quälerei durch die Rednecks wird sie wie Vieh entsorgt...verscharrt... Hauptsache man hatte Spass. 

Doch Zoes Körper wird von einem alten Indianer gefunden und ins Leben zurückgeholt. Und ihre Rache wird grausam !

Mancheiner wird nun sagen: "Ja genau, wieder die alte Leier. Kennt man doch schon alles."

Okay, es liest sich wie das berühmt berüchtigte Rape an Revenge Thema. Und die Rückkehrgeschichte a la The Crow wird ebenso verbraten. Doch trotzdem ist der Film anders. 

Regisseur Michael S. Ojeba verfasste auch das Drehbuch zu SAVAGED. Und das schon vor einigen Jahren, weil sich auf Grund der Thematik kein Geldgeber bzw. Produzent fand.  So konnte die Crew anfangs nur das erste Drittel des Film drehen in dem sie selbst Geld zuschossen. Erst 1(!) Jahr später konnte es weitergehen. Und wie es weitergeht ! Ab dem Zeitpunkt als Zoe ihre Rache beginnt, kann sich der Splatterfan zurücklehnen und geniessen. Obwohl manche Effekte etwas unglücklich aussehen (Ausweidung) kommen die anderen extrem blutig und knackig daher. Aber Savaged will kein Splatterfilm sein. Er ist in erster Linie ein Horrordrama mit Goreeffekten. Man leidet einfach mit Zoe mit die nach ihrem Tod und der Wiedergeburt mit sich alleine ist und nur als ein Werkzeug fungiert. 

Während des Films gibt es leider einige Längen in denen die Story totgelabert wird. Mir gefallen aber die kleinen mystischen Szenen. Besonders die Szene mit dem Geist... Wirken ein klein wenig kitschig, aber gleichzeitig auf irgendeine Weise schön. A propos schön. Der Einsatz diverser Farbfilter macht die Stimmung kaputt. Orange mischt sich mit grün und lässt die Gesichter der Darsteller ab und an überlaufen. Überzeugen jedoch kann die Kamera, da sie manche Bilder fast schon pervers künstlerisch erscheinen lässt. Besonders bei den Kills sickert etwas Sam Raimi durch. Wenn man bedenkt welches Budget zur Verfügung stand und dann das Ergebnis begutachtet, ist Ojeba mit SAVAGED ein toller Film gelungen der sich ein wenig vom Einheitsbrei abheben kann. 

 

ses

8/10
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Kommentare

26.10.2014 17:10 Uhr - Gorno
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Hat mir auch ganz nett gefallen, gute Review ;)

26.10.2014 17:25 Uhr - cecil b
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Ich finde auch dass sich die Review auf das Wesentliche konzentriert ! Und locker flockig geschrieben ist sie auch.

26.10.2014 21:37 Uhr - Kable Tillman
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Ich kann dir nur in allen Punkten zustimmen Sony. Die Story ist verrückt, aber cool und die Effekte sind für eine Low-Budget-Produktion wirklich ganz ordentlich. Also ich war von dem Film positiv überrascht. Dein ungezwungener Schreibstil ist auch hier wieder deine Stärke und eine angenehme Auflockerung zwischen all den tödlich ernsten Filmanalysen dieser Seite. Weiter so!

26.10.2014 22:07 Uhr - sonyericssohn
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Dungeon

schlampig gesprochenes Dankeschön

27.10.2014 03:08 Uhr - Tom Cody
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Doch ja, deine Kritik hat mir auch wieder mal gefallen!

Beim Film fasst es der Spruch aus dem "Deadline"-Magazin ["The Crow" meets "I Spit on your Grave"] eigentlich sehr gut zusammen.

Auch dass sich der Film (ich erwähnte es schon mal) nicht wie andere in breit ausgetretenem Voyeurismus suhlt, ist doch mal sehr positiv.
Und bei der Szene, wenn sie am Ende versucht, sich mit mit bloßen Händen selbst--xxxxxxxxxxxxxx--, hatte ich sogar einen leichten Kloß im Hals (Ich bin wohl doch ein Sensibelchen).

Es ist schon irgendwie merkwürdig. In einigen Kommentaren hier (und in Kritiken auf anderen Seiten) wurde der Film teilweise böse abgewatscht. Fast sämtliche Rezensenten HIER geben dem Film aber durchaus achtbare 7 Punkte. Da scheinen wir doch mit unseren Bewertungen ziemlich richtig zu liegen...;-)

30.10.2014 08:14 Uhr - JasonXtreme
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Wer diesen Film derartig abwatscht, wie es vielerorts getan wird, der hat wohl noch nie beschissene Filme gesehen ;)

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