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Kable Tillman
Level 12
XP 2.176
Eintrag: 28.10.2014

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Iron Man 2

Herstellungsland:USA (2010)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Science-Fiction
Alternativtitel:Iron Man II

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,96 (43 Stimmen) Details
inhalt:
Die Story vom zweiten Teil knüpft nahtlos an den Erstling an. Nun, da die ganze Welt weiß, dass Milliardär und Erfinder Tony Stark (Robert Downey Jr.) der gepanzerte Superheld Iron Man ist, wird er von Regierung, Presse und der Öffentlichkeit dazu gedrängt, seine Technologie militärischen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Stark befürchtet jedoch, sie könnte in die falschen Hände geraten und weigert sich, die Geheimnisse seiner Iron Man-Rüstung zu enthüllen. Mit Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) und James „Rhodey“ Rhodes (Don Cheadle) an seiner Seite formt Stark neue Bündnisse und tritt fremden, mächtigen Kräften entgegen, die den Frieden und die Stabilität der Welt gefährden.
eine kritik von kable tillman:

Der stahlharte Kerl wird ausgepeitscht

Anmerkung: Wertungsanpassung nach dem 2015er-System.

Was wie ein bizarrer Erwachsenenfilm klingt ist nur der Titel für mein Review zu "Iron Man 2". Dieser 200.000.000$ teure Nachfolger des Kinohits von 2008 kam ungeschnitten mit einer FSK-12 Freigabe nach Deutschland und spielt hauptsächlich nur 6 Monate nach den Ereignissen von Teil 1. Der Multimillionen-Blockbuster "Iron Man 2" beschäftigt sich mit so elementare Fragen wie: Wie geht es Tony Stark eigentlich so? Wie schlägt sich der wortgewandte Philanthrop bei einer Gerichtsanhörung? Wieso wurde Terrence Howard durch Don Cheadle ersetzt? Wieso wurde Garry "ich-kann-mein-Botox-Gesicht-nicht-mehr-bewegen" Shandling gecastet? Wie oft kann Tony Stark mit einem Audi R8 herumfahren, bis es als Product-Placement auffällt? Und wieso startet der Film in Moskau?

Zu Beginn ein Throwback: In einer versifften Wohnung im Herzen von Russlands verschneiter Hauptstadt pflegt ein geheimnisvoller, vernarbter Mann (Mickey Rourke) seinen todkranken, ans Bett gefesselten Vater. In einer kleinen Flimmerkiste im dunklen Raum läuft gerade die Pressekonferenz vom Ende von "Iron Man", wo ein gewisser Tony Stark (wieder Robert Downey Jr.) seine Identität als "Iron Man" vor geschockten Presseleuten preisgibt. Der alte Mann im Bett stirbt und sein Sohn bricht in Tränen aus. Was der Zuschauer und Tony noch nicht wissen ist, dass er dem verstorbenem Unbekanntem dankbar sein müsste für dessen Arbeit vor über 40 Jahren. Was Pepper Potts noch nicht weiß ist, dass Tony Stark zusehends durch den Palladium-Kern in seiner Brust vergiftet und einen langsamen, qualvollen Tod sterben wird. Und was Ivan Vanko, so heißt der geheimnisvolle Russe vom Filmanfang, noch nicht weiß ist, dass Peitschen nur halb so effektive Waffen sind wie er glaubt. 

Der Fehler aus der Hölle für wirklich jeden Film ist es, wenn die Handlung absolut keinen Sinn macht. "Iron Man 2" macht diesen Fehler. In der ersten Hälfte des Films passieren andauernd seltsame Dinge, alles ist nebulös, ungeklärt und steuert auf eine Katastrophe zu, doch dann taucht überraschend eine Figur auf, beantwortet ungefragt alle wichtigen Fragen, stößt sowohl Tony Stark als auch den Zuschauer vor den Kopf und verschwindet. Was zum Henker sollte das? Wieso habe ich mir dann überhaupt diese erste Stunde angesehen, wenn sie von einer Reihe von schalen Gags, 2 bis 3 guten Actionszenen und einem Mindestmaß an Figurenentwicklung abgesehen kaum Relevanz für den weiteren Handlungsverlauf hat? Wieso redet Tony Stark im kompletten Film mehr mit dem allwissendem Erklärbär unter den Überraschungsgästen, der eigentlich nicht mehr als einen Cameo (so wie im ersten Teil) verdient hätte, als mit beiden Bösewichten zusammen? Es existiert überhaupt keine Spannung zwischen Iron Man und seinen Rivalen. Dafür ist fast jede Figur ein sagenhaft guter Hacker, der 20 Zeichen lange Passwörter in 2 Sekunden knackt und sich in ihm vollkommen unbekannten und gesicherten Betriebssystemen im Handumdrehen zurechtfindet, ergänzt mit lapidaren Kommentaren wie "Software Scheiße!". Allgemein sind die Dialoge mindestens ein Level schlechter als die aus "Iron Man", die Wortgefechte zwischen Tony Stark und Pepper Potts eingeschlossen. Lange Rede, kurzer Sinn: Das Drehbuch ist eine einzige Blamage.

Kommen wir nun zu den Schokoladenseiten von "Iron Man 2". Die Schauspieler leisten zweifelsfrei einen tollen Job.  Robert Downey Jr. nimmt einen komplett mit, auch wenn seine Figur nach wie vor zwischen Sympathieträger und arrogantem Selbstdarsteller balanciert. Aber auch diese narzisstische, diese überhebliche Seite des Tony Stark lernt man zusehends zu schätzen, weil sie so ungewohnt anders heraussticht aus dem Pool der strahlenden und makellosen Superhelden Marke Captain America und Thor. Die Motivation von Ivan Vanko ist nachvollziehbar (Rache) und eine Reihe von schrägen Einfällen und Dialogen ("Wo ist mein Fugel?") machen aus ihm auch eine charakteristische, kantige Figur, doch leider steckte da noch weitaus mehr Potenzial drin. Genauso vernachlässigt wird ebenfalls Tony Starks persönlicher Rivale Justin Hammer, sehr amüsant verkörpert von Sam Rockwell, der zwar viel sagen darf, aber wenig spürbare Gefahr ausstrahlt. Es ist von Anfang an absolut vorhersehbar, dass der Kerl, egal was er anpackt, keinen Erfolg haben wird. Das ein so unfähiger Dilettant wie er überhaupt in der Welt von "Iron Man" ein erfolgreicher Waffenproduzent ist lässt einen Bauklötze staunen. Immerhin sind Happy Hogan (Regisseur Jon Jon Favreau), James 'Rhodey' Rhodes (besser als Terrence Howard: Don Cheadle) und Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) immer noch treue Begleiter sowie enge Freunde von Tony Stark und sorgen auch vereinzelt für Lacher. Mindestens genauso erfolgreich wie sie ist Tonys künstliche Intelligenz Jarvis, die seit "Iron Man" einiges dazu gelernt hat. Vor allem die absurd detaillierten, interaktiven und mit der Umgebung interagierenden Hologramme (!) dürften auch auf Jahrzehnte nicht umzusetzen sein. Ebenfalls neu dazu gekommen ist Natalie Rushman (heiß: Scarlett Johansson), die jedoch ein interessantes Geheimnis besitzt, welches ich an der Stelle selbstverständlich nicht verraten werde. Nur so viel: Die Actionszenen mit ihr sind nicht nur aufgrund der hübschen Scarlett Johansson echte Hingucker.

Wo wir gerade bei den Actionszenen sind: Die sind gewohnt gut. Das erste Zusammentreffen zwischen Tony Stark und Whiplash auf der Rennstrecke in Monaco ist atemberaubend und der hervorragend getrickste Zerstörungsreigen ein Fest für Actionfilmfans. Auch das Duell Iron Man gegen War Machine bietet einige Eyecatcher und ist durch den dynamisch zwischen verschiedenen Songs wechselnden Score eines der Highlights des Films. Das Finale lässt dann nochmal viele (digitalen) Feuerbälle toben und Drohnen explodieren, doch von den Socken kann den Zuschauer das nach gut 100 Minuten durchwachsenem Filmerlebnis nicht mehr hauen. Als Abschluss des Spektakels funktioniert die Materialschlacht jedoch zufriedenstellend. Ansonsten gibt es leider nicht viel zu sehen. Vor allem die, die sich vom Sequel noch mehr Iron-Man-Action versprochen haben, schauen enttäuscht in die Röhre. Dafür kommen Fans von AC/DC auf ihre Kosten, insbesondere wenn sie die Soundtrack-CD des Films erwerben, die vollständig aus Songs der Band besteht.

Übrigens ist "Iron Man 2" ohne Abspann auf die Sekunde exakt genauso lang wie "Iron Man". Kurios, doch nur eine unbedeutende Randnotiz eines Films, der einem aufgrund des lausigen Drehbuchs und des verschenktem Potenzials wesentlich weniger Freude bereiten konnte als sein Vorgänger. Zu viel liebloses Plastik, wo eigentlich eisenharte Spannung sein sollte. Oder mit einem Wort: enttäuschend. Ein großer Erfolg an den Kinokassen war "Iron Man 2" dennoch, weshalb im Frühjahr 2013 "Iron Man 3" in den bundesdeutschen Lichtspielhäusern anlief. Kommen wir nun zur Wertung.

Qualitätswertung: 5 von 10 Punkten
Unterhaltungswertung: 7 von 10 Punkten
Gesamtwertung: 6 von 10 Punkten

Und ich besorge mir dann mal eine Peitsche, um mich selbst anspornend an die Filmkritik zu "Iron Man 3" zu machen.

Bis zum nächsten Review! 

Hochachtungsvoll euer Kable

 

.

 

.

 

.

 

Ach ja, in der Post-Credit-Szene sieht man einen bekannten Gegenstand aus den Comics. In der Wüste.

To be continued.

6/10
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Kommentare

28.10.2014 21:17 Uhr - sonyericssohn
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Wann hast du dich denn letztendlich entschieden mal gute Kritiken zu schreiben ? Aus dir wird noch was.


Der Berufsfrotzler hat gesprochen ;-)

28.10.2014 21:27 Uhr - Gorno
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Und da ises ja :D

Wieder einmal super Arbeit geleistet, aber ausnahmsweise sind wir uns nicht wirklich gleicher Meinung. Ich fand den Film wesentlich besser als von dir beschrieben.


28.10.2014 23:00 Uhr - Tom Cody
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Hui. Harsche Worte für „Iron Man 2“, die aber leider zutreffen. Als Fortsetzung des brillant geschriebenen und perfekt getimten ersten Teils landet dieser Film hier, nach einem gelungenen Absprung leider mit einem dicken Bauchklatscher im Wasser (um mal eine Metapher zu verwenden)
Auch wenn der erste Film mit „Iron Monger“ einen nicht sonderlich originellen Antagonisten hatte (ähnlich wie „Abomination“bei Hulk nur ein absurd überhöhtes Spiegelbild des Protagonisten), so hat das Sequel doch einige Längen, fällt insbesondere in der mittleren Stunde stark ab und die Dialoge sind, wie du schon ganz richtig bemerkt hast, längst nicht mehr so witzig und sarkastisch wie im 1. Teil.
Terrence Howard war, soweit ich gelesen habe, nicht mehr dabei, weil er sich von Robert Downey Jr. ausgebootet fühlte. Oder um den Mann selbst zu Wort kommen zu lassen: “ "It turns out that the person I helped become Iron Man … when it was time to re-up for the second one took the money that was supposed to go to me and pushed me out.". Tja, Hollywood ist wohl immer noch ein Haifischbecken.
Die beste Frage ist allerdings: Warum, um Himmels Willen, GARRY SHANDLING??? So war dieser Senator nur eine lächerliche Witzfigur, die nicht den Hauch einer Chance gegen Stark hatte. Hätte man da nicht einen Schauspieler mit Charisma finden können, der zudem ein kleines bisschen bedrohlicher gewirkt hätte (auch in Anbetracht, dass der Senator in „Captain America-The Winter Soldier“ ebenfalls auftauchte)????
BTW: Die Kritik ist natürlich wieder ein Volltreffer.

29.10.2014 20:22 Uhr - cecil b
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Einfach Top, dein Review !

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