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Eat the Rich

Herstellungsland:Großbritannien (1987)
Genre:Komödie, Parodie
Alternativtitel:Eat the Rich - The Cannibal Comedy
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,80 (5 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Alex (Lanah Pellay) verliert seinen Job im Nobelrestaurant Bastards und fällt fortan zügig durch die Maschen des sozialen Systems. Also sucht er sich ein paar Mitstreiter, um – unterstützt von ein paar sowjetischen Spionen – einen Angriff auf das System zu starten. Gleichzeitig kämpf der ungehobelte Innenminister Nosh (Nosher Powell) um seine Wiederwahl. Die beiden Protagonisten treffen sich schließlich im Restaurant Eat the Rich, in dem Alex und seine Mannen mittlerweile Menschenfleisch servieren. ()

eine kritik von roderich:

Eat the Rich ist eine derbe, um genau zu sein RICHTIG DERBE britische lower-class-Komödie. Die Hauptfigur, ein androgynes, betont „schwuchtelig“ auftretendes Mannweib namens Alex verliert ihren/seinen Job in einem Nobelrestaurant, das den äußerst subtilen Namen „Bastard’s“ trägt und geht danach auf einen selbstmörderischen Rachetrip, der sich gegen das gesamte „Establishment“, wie etwa sie Sozialfürsorge richtet.

Als Gegenspieler lernen wir den - von dem prollig aussehenden Stuntman Nosher Paul saulustig gespielten - Innenminister des Landes nebst entzückender Gattin kennen und begegnen diversen anderen grob gezeichneten Charakteren. Einer davon wird von Lemmy verkörpert, der mit seiner Band Motörhead das passende Titelstück und den Soundtrack beigesteuert hat. Einen Intimfeind aus dem Restaurant verkörpert Sean Chapmann, den Schnittberichtelesern bestens als „Onkel“ Frank aus Hellraiser I und II bekannt. Auch sonst gibt es den einen oder anderen Gaststar zu bewundern.

Nach etlichen Irrungen und Wirrungen, in denen u.a. Gegner des Innenministers Alex’ wutgesteuerte Kampagne zu instrumentalisieren versuchen, findet der Film seinen Schluss- und Höhepunkt im zurückeroberten Nobelrestaurant, das unsere Helden allerdings in  „Eat the Rich“ umbenannt haben, was hier durchaus wörtlich zu nehmen ist (da die Inhaltsangabe hier das auch verrät kennzeichne ich das mal nicht als Spoiler).

Das alles ist, wie schon der schrille Titel verrät, grell und mit einer Lust an Geschmacklosigkeiten, Schocks und Polemik inszeniert. Die Reichen(™) sind alle scheisse und würden sich lieber selber auffressen als den Armen(™) etwas abzugeben ist so in etwa die „Message“. Trotz dieser daumendick auf’s Brot geschmierten Botschaft ist aber die ganze Zeit erkennbar, dass nichts von alledem so richtig ernst zu nehmen ist, dh beide Seiten sind eigentlich gleich blöd.

Eat the Rich war trotz der vielen Stars offenbar nicht allzu teuer. Stimmung und Botschaft stimmen überein, aber wir haben hier eine echten B-Film vor uns ohne höheren Kunstanspruch, eine Art linker Allmachtsfantasie, noch dazu über 25 Jahre alt.

Für mich zu einem kleinen Klassiker wird der Film durch die völlig durchgedrehte Figur des Innenministers, der „Nosh“ heisst und manchmal eine Baseballcap mit dieser Aufschrift trägt und dazu noch von jemandem namens Nosher Paul - zeitweise nur in Unterhose - als selbstgerechte Urgewalt verkörpert wird. Diese Type allein ist es auf jeden Fall wert, sich den Film mal reinzuschieben und in geselliger Runde mit ein paar Bier macht das ganze dann gleich noch mal extra so viel Spass. 

8/10
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