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The Dead

Herstellungsland:Großbritannien (2010)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,90 (10 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Brian Murphy ist als Söldner in Afrika gestrandet. Nach einem Flugzeugabsturz findet er sich inmitten eines Landes voller Zombies wieder. Er will das Land so schnell wie möglich verlassen, doch ohne Hilfe kann es ihm nicht gelingen. (Edel)

eine kritik von chazzer:
Wer kennt das nicht, man legt unbefangen einen Film ein und erwartet nichts großes um dann mehr als positiv überrascht zu werden. So geschehen bei The Dead, denn dieser britische Zombiefilm ist in meinen Augen ein überraschend guter Titel. Fangen wir aber bei der Story an, diese ist schnell erzählt. Lt. Brian Murphy überlebt einen Flugzeugabsturz vor der Küste Afrikas und versucht von dem Kontinent zu verschwinden. Leichter gesagt als getan denn aus nicht näher erklärter Ursache wandeln die Toten auf der Erde und haben wie immer Hunger auf warmes Menschenfleisch. Sicher, auf den ersten Blick reißt die Geschichte keine Bäume aus und erfindet das Rad nicht neu aber warum etwas neues erfinden wenn man altbekanntes gut darstellen kann? Denn The Dead lebt vor allem durch seine starke Bildsprache. So wirklich viel gesprochen wird im gesamten Film im Gegensatz zu anderen Genrevertretern eigentlich nicht. Vielmehr hat man es hier mit wahren Survival Horror zu tun. Der Tot ist immer präsent ob nun die Sterblichkeit der Menschen oder aber die Zombies selbst. Dadurch bekommt der Film eine ausgesprochen bedrohliche Atmosphäre. Die afrikanische Savanne bietet angesichts der vorherrschenden Situation nicht viel Schutz und ist somit genauso ungeeignet für einen Rückzug wie eine Großstadt. Brian trifft auf seiner Suche nach einem Ausweg Sgt. Daniel Dembele einen einheimischen Soldaten der seinen Sohn sucht welcher von Soldaten aus seinem Heimatdorf gerettet wurde. Allerdings gestaltet sich die Suche als ausgesprochen schwierig. Neben den Untoten ist das Auto der beiden im bemitleidenswerten Zustand. Aufgrund dieser Umstände ist The Dead ein Film der mit den Ängsten der Zuschauer spielt. Hat das Auto noch genug Benzin? Wie komme ich an Wasser? Mir persönlich sind einige Fragen im Kopf herumgespukt. Das Was wäre wenn?, ist immer ein entscheidender Punkt der hier nicht außer acht gelassen wurde. Auch begeben sich die Figuren immer in Grenzsituationen. Etwa als Brian auf eine gebissene Frau nebst Baby trifft. Wie entscheidet er sich? Lässt er sie zurück? Rettet er sie? Erlöst er die Mutter? Wie man sieht, stellt man sich als Zuschauer immer eine Frage. Genau das macht rückblickend den Film zu etwas besonderen. Helden mit übermenschlichen Fähigkeiten gibt’s hier nicht. Genau deshalb ist The Dead ein greifbarerer Titel der den Figuren Tiefe verleiht und diese menschlicher macht als andere Vertreter im Zombiegenre. Nur wenigen Titeln ist das bisher gelungen. Kommen wir aber zu den Fragen die sich Freunde des Genres sicherlich immer stellen und die den Kauf nachhaltig beeinflussen. Zuerst das Make-Up, hier ist The Dead ausgesprochen spartanisch. Klar, hin und wieder gibt es richtig gute Masken zu bewundern die echt fies aussehen. Größtenteils haben die meisten Zombies „nur“ Kontaktlinsen. Meiner Meinung nach ist das allerdings nicht dem Filmgenuss abträglich. Denn der langsame schlurfende Gang und das minimalistische Make-Up erinnern unweigerlich an Romeros Dawn of the Dead. Hier kann man sich bestimmt streiten was die Optik betrifft. Mir hat es gefallenen. Die zweite Frage betrifft den Gewaltgrad. Ist The Dead brutal? Hier kann ich Entwarnung geben, es geht blutig zu. Die Effekte sind teils CGI teils handgemacht, sehen aber nicht so schlecht aus wie befürchtet. Allerdings wirkt die Gewalt nicht Selbstzweckhaft. Der Wechsel zwischen Zeigefreudigkeit und Tötungen im Off sind nicht nur geschickt sondern auch passend, ja sogar notwendig wie ich persönlich finde. Manche Szenen wirken auch so schon drastisch genug. Mit The Dead bekommt man einen wirklich tollen Titel geliefert der nicht nur durch seine Ernsthaftigkeit sondern auch durch seine Optik (hier gibt es richtig schöne Landschaftsaufnahmen zu bewundern) und ruhigen Erzählweise besticht. Sicherlich werden sich bei diesen Film die Geister scheiden denn die genannten Stärken sind nicht jedermanns Geschmack. Wer sich noch Unsicher ist sollte sich den Titel erst einmal leihen. Wer mal Lust auf was Ernstes hat und das Genre ohnehin liebt macht hier nichts falsch. Meine Empfehlung ist übrigens die Limited 2-Disc Edition. Diese beinhaltet auch den Film Die Revolte der Zombies von 1936. Hiermit kann man seine Sammlung um ein schönes Stück erweitern.
9/10
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Kommentare

09.12.2014 18:41 Uhr - Dr. Jones
Also unter der Vielzahl von Zombiestreifen ist dieser hier wirklich ein Ausnahmefilm seines Genres . Kann in allen Punkten deiner sehr gut geschriebenen Review. recht geben .

Obwohl ich nicht zu der Fraktion gehöre die immer gleich nach dem Original schreien muß ich in dem Fall ganz klar sagen das die gesamte Atmosphäre des Films in der Original Fassung spürbar besser rüberkommt . Die deutsche Tonabmischung und auch die Wahl der Sprecher ist hier nicht so gut gelungen .

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