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A Lizard in a Woman's Skin

(Originaltitel: Una lucertola con la pelle di donna)
Herstellungsland:Frankreich, Italien (1971)
Genre:Krimi, Thriller
Alternativtitel:Carole
Una Lagartija con piel de mujer
Salopes vont en enfer, Les
Schizoid
Le Venin de la peur
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,83 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Carol Hammond wird jede Nacht von Alpträumen geplagt, die sich um ihre sexuell freizügige und skrupellose Nachbarin drehen. Eines Nachts träumt sie davon die Frau brutal zu ermorden und nachdem ihre Leiche am nächsten Tag mit den selben Verletzungen die sich Carol vorstellte gefunden wird gilt sie als Tatverdächtige. Ist Carol tatsächlich eine Mörderin oder ist jemand anderes dafür verantwortlich?
eine kritik von angertainment:

Es geht weiter mit verschollenen Werken des vielseitigen Regisseurs Lucio Fulci. Vielen eher bekannt durch Horrorklassiker wie "Das Haus an der Friedhofsmauer" oder "Ein Zombie hing am Glockenseil" hat der "Godfather of Gore" aber auch andere Genrepfade betreten als den Horror. Western wie Silbersattel oder auch Django - sein Gesangbuch war der Colt, einem Film mit Franco Nero der sogar noch vor dem ersten Django gedreht wurde, sind ebenfalls von Herrn Fulci inszeniert worden und haben ihre eigenen Fans. In den 70er Jahren hatte aber ein italienisches Genre besondere Beliebtheit, der Giallo oder auch der verwandte Polizieschi. Viele grosse Regisseure wie Mario Bava, Sergio Martino, Umberto Lenzi und natürlich Dario Argento haben hier eindrucksvolle Fussspuren hinterlassen. Die Gialli eines Lucio Fulci sind hierzulande aber leider noch relativ unbekannt und haben teilweise auch keine deutsche Synchronfassung erhalten.
Lizard in a Woman's Skin oder auch Schizoid stellt hier keine Ausnahme dar und so konnte ich den Film nur in englisch auftreiben und betrachten.

Die junge Carol hat Nacht für Nacht immer wieder die gleichen Visionen. Sie träumt davon sich mit Ihrer freigeistigen Nachbarin sexuell zu vergnügen. Der Traum wird immer konfuser und geht jedes Mal ein Stück weiter. Sie traut sich ihrem Psychiater an und erzählt ihm, dass sie am Ende des Traumes plötzlich die Nachbarin ersticht. Eines Morgens wird die Nachbarin dann tot aufgefunden und ist an Stichwunden erlegen. Carol macht sich nun Vorwürfe und Sorgen, alle Indizien weisen auf Sie. Doch wer verfolgt sie immer aus dem Hintergrund, was haben die Familienmitglieder zu verheimlichen und wieso ist der Mord überhaupt so ähnlich wie im Traum passiert? Ein Verwirrspiel beginnt und der Psychiater sowie der Vater versuchen ihre Unschuld zu beweisen.

Was hier geboten wird, ist Giallo per Definition! Sleazy, blutig und spannend! Neben den stilsicheren Kameraspielereien, mit dunklen Passagen, verborgenen Figuren im Hintergrund, vielen Verdächtigen und surrealen Traumsequenzen gibt es fantastische musikalische Untermalung von Ennio Morricone, welcher hier Musikregie durch niemand geringeren als Bruno Nicolai erhält. Die Hauptdarstellerin Florina Bolkan hat später wieder mit Fulci zusammengearbeitet, spielte sie in "Don't torture a Duckling" die geschändete Dorfhexe, kann aber hier in einer viel tieferen Rolle brillieren. Ihren Bruder spielt Jean Sorel, welcher auch zuvor schon unter den Regieanweisungen von Herrn Fulci in "Nackt über Leichen" zu sehen war, un darf hier einen undurchsichtigen, aber besorgten Bruder mimen. Die Inszenierung ist spannend, gespickt mit kleinen surrealen Sequenzen und zwischendurch bekommt man sowohl beim Mord selbst als auch zwischenzeitlich ein paar Fulci'sche Gore-Effekte geboten und darf unter anderem bei einer Irrfahrt durch eine Anstalt am Leib geöffnete lebende Hunde sehen. Figuren verschwinden im Dunkel und teilweise sieht man im Bild nichts als die Person im schwarzen Hintergrund oder man bekommt Close-Ups von Stichwaffen etc. Hier zeigt Herr Fulci dass er seine Hausaufgaben gemacht hat und es kommen auch keine grossen Längen auf, woran "Duckling" meiner Meinung nach gekrankt war.
Gute und spannende Unterhaltung, auf jeden Fall für Giallo-Freunde eine klare Empfehlung!

8/10
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