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Halloween: Resurrection

Herstellungsland:USA (2002)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller
Alternativtitel:Halloween 8
Hall8ween
Halloween H2K: Evil Never Dies
Halloween: Homecoming
Halloween: MichaelMyers.com
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,87 (89 Stimmen) Details
inhalt:
Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) steht noch immer unter psychologischer Beobachtung, da sie glaubt, vor Jahren ihren geistesgestörten Bruder und Mörder Michael Myers umgebracht zu haben. Inzwischen gehen im verlassenen und verfallenen Haus des Killers jedoch neue, merkwürdige Dinge vor. 6 junge Studenten lassen sich für das Projekt „Dangertainment” anwerben, um für eine Internet-Aktion spezielle Schockeffekte zu inszenieren. Als ihnen jedoch bewusst wird, dass sie genau in dem Haus mit dem „Tode spielen”, in dem mit Michael Myers einst der blanke Horror regierte, wächst allmählich die blanke Panik.

Denn entgegen allen Meinungen ist Michael Myers nicht tot ... und was anfangs als spaßiges „Grusel-Entertainment” beginnt, wird nun für alle zum albtraumhaften Kampf ums überleben - und ganz Amerika sitzt vor den Bildschirmen und schaut zu ...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von leichenwurm:

Der „Halloween“- erprobte Rick Rosenthal hatte es nicht leicht. Erst wurde er mit der Fortsetzung zu Carpenters Original beauftragt, dass ja eigentlich keine gebraucht hätte, und gut zwei Jahrzehnte später sollte er nun eine Fortsetzung zu einer Filmreihe inszenieren, die bereits als beendet angesehen werden konnte. Denn nach „Halloween H20“ hatte wohl niemand mehr daran gezweifelt, dass Michael Myers nun endgültig unschädlich gemacht wurde. Aber es gibt ja clevere, oder vielmehr dreiste Drehbuchautoren, die immer wieder Lücken finden oder sich ggf. einfach selber welche einreißen, um ein ohnehin schon ausgeschöpftes Thema vollends auszubeuten. Im Falle von „Halloween: Resurrection“ fällt dann die Erklärung, warum auch der Finale Axthieb von Laurie Michael nicht töten konnte dermaßen überkonstruiert und lächerlich aus, dass der Film sich eigentlich gleich in den ersten paar Minuten disqualifiziert. Wobei das Slasher- Szenario zum Anfang in der psychiatrischen Klinik noch das Erträglichste am Film ist. Hier werden Erinnerungen an Teil 2 wach und der Auftakt wurde, zumindest Formal einigermaßen spannend inszeniert. Dabei hat man in der Carpenter- Oldie Box gestöbert und das ganze mit einer aufgepäppelten Version der berühmten „Carpenter Theme“ hinterlegt. Wenn die Grundlage dieser völlig missratenen Fortsetzung nicht so dermaßen miserabel ausgefallen wäre, dann hätte Rick Rosenthal mit seinem Film zumindest in der Eröffnungssequenz Horror- Filmgeschichte schreiben können, denn Michael erreicht hier doch tatsächlich  sein Ziel und Laurie fällt ihm letztendlich doch noch zum Opfer. Wer jetzt aber gleich „SPOPILER“ brüllt, dem sei gesagt, dass es hier immer noch um die Eröffnungsszene, also die ersten ca. 15 Minuten des Films geht. Erst jetzt setzt die eigentliche Story des Films ein und das sprichwörtliche (inszenatorische) Grauen zeigt erst jetzt sein wahres Ausmaß… 

Die Internet- Firma „Dangertainment“ plant eine Reality- Show aus dem berüchtigten Myers Haus ins Internet zu übertragen. Dazu werden ein paar Studenten mit praktischen Webcams ausgerüstet und in das Haus gesperrt. Die Truppe soll das Haus erkunden und sich dabei von Kameras beobachten lassen. Doch was keiner ahnt, Michael hält sich ebenfalls in seiner Brutstätte auf und beginnt nun munter mit der Jagd auf die neugierigen Eindringlinge…

War der Anfang, trotz inhaltlichem Totalausfall, wenigstens noch nach klassischen Horrormustern aufgebaut, wird einem nun eine krude Mischform aus Reality TV und Slasher geboten. Ständig wird zwischen normal fotografierten und wackelnden Web- Cam Bildern hin und her gesprungen, manchmal sogar im Split Screen Verfahren, so dass man 4 (!!!) verschiedene Blickwinkel auf der Leinwand sieht… und damit ganz nebenbei Verwirrung und Orientierungsverlust beim Zuschauer auslöst. Diese Tatsache ist der totale Atmosphären- Killer, da durch den fliegenden Wechsel der verschiedenen Formate ein Aufbau einer funktionierenden Spannungskurve gar nicht erst möglich ist. Ein Anflug von Atmosphäre  kommt nur auf, wenn die Protagonisten ihre Web- Cams abgeschaltet haben, nur leider kommt das viel zu selten vor ! Einige gelungene Einzelszenen, wie zB. die,  in der ein Typ vorm Spiegel steht, und Michael plötzlich durch diesen bricht, oder ein Taschenlampen Lichtstrahl der in totaler Dunkelheit kurz über Michaels weiße Maske streift, lassen kurz erahnen, in welche Richtung sich der Film vielleicht hätte entwickeln können, wenn man auf eine klassische Erzählform zurück gegriffen hätte. Aber leider sind es tatsächlich die hektischen Web- Cam Aufnahmen, die überwiegen.

Also… inhaltlich weiterhin ein Totalausfall, die Optik ist ebenfalls komplett daneben. Wie sieht’s da wohl auf der Darsteller- Seite aus…

Neben den ganzen austauschbaren Opferdarstellern, die allesamt nicht erwähnenswert agieren, versucht der Film mit einem ganz besonderen Pfund zu wuchern. 
Nachdem ja LL Cool J schon in „H20“ auftauchte, der aber wenigstens noch ansatzweise das beherrschte was man Schauspielerei nennt, setzt uns „Resurrection“  doch tatsächlich Busta Rhymes vor die Nase, der natürlich komplett in seiner Rolle als geldgeiler Show- Produzent versagt ! Das wäre jetzt nicht weiter schlimm, könnte man meinen, denn solche Rollen werden in der Regel in Horrorfilmen ja auch recht drastisch abgestraft, doch Fehlanzeige. Seine Rolle ist dermaßen penetrant allgegenwärtig, dass ihm hier sogar so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, dass er in einer lächerlichen „Kung- Fu Szene“ Michael Myers vermöbeln darf! Fremdschämen ist hier vorprogrammiert!

Was bleibt ist eigentlich nur die Tatsache, dass der Film ein wenig an der Gewaltschraube drehen durfte.  Die von Michael begangenen Morde sind die spärlichen Höhepunkte des Films. 

Der Showdown lässt dann noch mal kurz Hoffnung aufflammen, da Rick Rosenthal seine Inszenierung wieder in klassische Bahnen lenkt. Retten kann dieser, mit Sprüchen der Marke: „Ach ja Michael noch viel Spass an Halloween“ gespickte Affentanz dann aber auch nix mehr…

„Halloween: Ressurection“ kann… sollte… was red ich da… MUSS getrost von jedem ignoriert werden. Der Film versagt auf allen Ebenen vollends. Was ich ihm aber wirklich übel nehme ist, dass er im Nachhinein sogar den unglaublich gut gelungenen „H20“ den bitteren Nachgeschmack verpasst hat, doch nicht der krönende Abschluss der „Halloween“- Serie zu sein (es wäre der Perfekte Abschluss gewesen). Mit der alten Serie war nun also nach diesem elenden Rohrkrepierer Schluss… da konnte ein paar Jahre später nur noch ein Remake Abhilfe verschaffen… oder doch nicht?
 

2/10
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Kommentare

15.12.2014 16:29 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
User-Level von sonyericssohn 20
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 8.515
Ein schrecklicher und sterbenslangweiliger Film. Donald Pleasance würde sich um Grabe umdrehen...

15.12.2014 20:53 Uhr - Cobretti
Bin genau deiner meinung. Damals zur entstehungszeit bei nem Kumpel geschaut, in erinnerung sind mir recht blutige Morde und die "Kung Fu" szene geblieben. Ein schöner scheissfilm...

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