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Der Komet

(Originaltitel: Night of the Comet)
Herstellungsland:USA (1984)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Science-Fiction
Alternativtitel:Deadly Impact - Komet des Todes
Komet - Der Tod kommt aus dem All, Der
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,67 (9 Stimmen) Details
inhalt:
Die Erde gerät in den Schweif eines Kometen, der das letzte Mal an der Erde vorüber zog, als die Dinosaurier ausstarben. Die junge Regina Belmont (Catherine Mary Stewart) lässt sich dieses optische Spektakel jedoch entgehen. Als sie am nächsten Morgen auf die Straße geht, traut sie ihren Augen kaum. Alle Menschen, die direkt der Strahlung des Kometen ausgesetzt waren, haben sich in kleine Häufchen roter Asche verwandelt. Nur jemand, der in einem komplett von Metall umschlossenen Raum war, ist der Strahlung entgangen. Auch Reggie’s jüngere Schwester Samantha (Kelli Maroney) hat überlebt. Doch dummerweise gibt es auch Überlebende, die weniger Glück hatten. Andere, welche nur indirekt der Strahlung ausgesetzt waren, verfallen zu blutrünstigen Zombies, derer es sich zu wehren gilt. Aber wenn man schon mal zu den anscheinend letzten Überlebenden in L.A. gehört, was bietet sich dann natürlich als erstes an? Eine kostenlose und ausführliche Shopping-Tour! Irgendwann treffen sie auf den indianischen Trucker Hector (Robert Beltran). Zusammen macht man sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden. Und dann gab es doch in der Wüste anscheinend noch diese geheime, unterirdische Militärbasis...
Eine abgefahrene und schräge Mischung aus Horror, Science-fiction und Comedy in einem B-Movie mit Kultstatus!
eine kritik von angertainment:

Ob das jetzt noch als Weihnachtsfilm durchgeht, ist schwer zu sagen. Dennoch spielt die Handlung dieses 80er Jahre B-Movies um die Weinhachtszeit und ist leider viel zu unbekannt. Die veröffentlichung von "Der Komet" hatte es damals wirklich nicht leicht, kam er 1984 ziemlich ungünstig relativ zeitnah mit Blockbuster-Filmen wie Ghostbusters und Indiana Jones in die Kinos und konnte hier einfach nicht mithalten, was den Publikumserfolg ausliess. Der abstruse Mix aus Sci-Fi, Horror und Comedy in einem signifikanten 90er Trashlook war wohl damals eine Schippe zu viel, beziehungsweise zu früh. Im Laufe der Jahre hat sich "Night of the Comet" allerdings dann doch unter Filmfans bewiesen und eine kleine Kultbase aufgebaut.

Die Handlung dreht sich um die leidenschaftliche Videogamerin Regina Bannister (kleine Verbeugung vor Reggie Bannister aus den "Phantasm/Böse-Filmen" nicht ausgeschlossen), welche nach sich entschliesst auf die Sichtung der weltweit angekündigten Kometsichtung zu verzichten und lieber eine Nacht mit ihrem Arbeitskollegen zu verbringen. Am nächsten Morgen muss sie feststellen, dass all Jene, die auf den Strassen waren sich in Staub aufgelöst haben und eine Apokalypse stattgefunden hat. Sie versucht nun ihre Schwester zu retten und die beiden versuchen dann mit dem neu kennengelernten "letzten Mann auf Erden" Freundschaft zu schliessen. Sie sind allerdings nicht die einzigen Überlebenden, es gibt auch noch die verstrahlten Wesen die nicht die volle Dröhnung abbekommen haben.

Was machen Mädels die sich auf der Welt alleine fühlen? Sie gehen ins Einkaufszentrum und sie streiten sich um Männer. Hier kommen dann die bunten Outfits und Rüschenklamotten der 80er besonders zur Geltung, hinzu kommen dann noch die Zombiewesen welche nicht schleichend durch die Gegend laufen sondern durchaus noch ein Bewusstsein haben, allerdings sind sie nun böse und mordlüstern. Um hier nicht in Sinnlosigkeit zu verfallen, wurde dem Script noch eine Armee hinzugedichtet welche hinter allem steckt und die auch nicht davor zurückschreckt kleine Kinder ihrem Plan zu opfern. Spätestens im Shoppingcenter mit der Musikuntermahlung durch "Girls just wanna have Fun" wird die Ironie des Films klar und der ernste Unterton im Zaun gehalten. Wenn dann noch durch die Lautsprecher die Ansage ertönt "Get em Boooooooys" sind hier viele Klischees eingebaut und versprechen eine ordentliche Unterhaltung, wobei ich hier noch mal erwähnen möchte dass sich alles an Weihnachten abspielt.
Poppige Farben, 80er Jahre Synthie-sounds und Zombies in einer gesellschaftskritischen B-Movie-Bombe, hier strahlen nicht nur die Zombies, sondern auch die des Genrefans, denn durch heutige hochwertige Releases werden letztendlich dann den kleinen unbekannten Perlen noch neue Plattformen gegeben.

7/10
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Kommentare

29.12.2014 13:18 Uhr - Dragon50
DB-Helfer
User-Level von Dragon50 12
Erfahrungspunkte von Dragon50 2.040
Jetzt hast du mich neugierig gemacht, doch leider gibt es den nur auf VHS und US-DVD.

29.12.2014 13:39 Uhr - Dr. Jones
Auf YouTube kann man den in guter Qualität und in Deutsch sehen .

29.12.2014 14:22 Uhr - Gorno
DB-Helfer
User-Level von Gorno 13
Erfahrungspunkte von Gorno 2.685
Hoppala.. wird gesichtet, klingt wirklich nett. Super Review.

29.12.2014 19:16 Uhr - Tom Cody
1x
DB-Helfer
User-Level von Tom Cody 20
Erfahrungspunkte von Tom Cody 8.474
"Von Daddy hätten wir Uzis gekriegt!"

Ich liebe diese B-Movie-Perle.
Und Catherine Mary Stewart (WORLD GONE WILD bzw. LOST WORLD - DIE LETZTE KOLONIE, IMMER ÄRGER MIT BERNIE) ist einfach ein Traum.
Man darf zwar von diesem (selbstironischen) Low-Budget Genremix nicht zu viel erwarten, aber diese schräge Kombination unterhält auf jeden Fall sehr gut.

In England gibt es eine sehr schöne Bluray/DVD Kombi von "Arrow" (ca. 14.-£) mit diversen Extras wie Interviews oder Audiokommentaren.

Treffende, gelungene Kritik übrigens!


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