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Annabelle

Herstellungsland:USA (2014)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,45 (29 Stimmen) Details
inhalt:
Vor „Conjuring – Die Heimsuchung“ war Annabelle!
Das Spin-Off zum erfolgreichen Schocker erzählt die Vorgeschichte der Horror-Puppe, die schon in Conjuring das Blut in den Adern gefrieren ließ.
Die Puppe verfügt über unheimliche Mächte und existiert auch in Wahrheit. Sie wird in einem Museum des Okkulten in Connecticut unter Verschluss gehalten – ihr einziger Besucher ist ein Geistlicher, der sie alle zwei Wochen segnet. Vergebens…in Annabelle entwickelt die Puppe ein brutales Eigenleben.
John Form hat das perfekte Geschenk für seine schwangere Frau Mia gefunden – eine schöne, seltene Puppe im Vintage-Stil, bekleidet mit einem schneeweißen Hochzeitskleid. Aber Mias Freude an Annabelle hält nicht lange an. In einer schrecklichen Nacht dringen Mitglieder eines satanischen Kultes in ihr Haus ein und greifen das Paar an. Terror und Blutspritzer sind nicht das einzige, das sie zurücklassen. Die Satanisten beschwören ein Wesen, das so viel bösartiger ist als alles, was sie selbst tun und das sich ein teuflisches Medium sucht … Annabelle.
eine kritik von angertainment:

Ja, The Conjuring war ein sehr guter Film und natürlich war es klar dass hier noch ein wenig die Cash-Cow gemolken wird. Während der Wartezeit auf ein richtiges Sequel war es da umso interessanter, dass ein Spin-Off zur unheimlichen Puppe Annabelle angekündigt wurde. Neben der eigentlichen Haupthandlung war die dämonische Puppe immerhin ein genialer Nebenaspekt und hat auch das Interesse geweckt, mehr über Sie zu erfahren. Dann gab es im Netz einen richtigen Hype um den "Puppenfilm", alte Bekannte wie Chucky, die Demonic Toys und Bezüge bzw. Gerüchte um angeblich reale Geschichten von besessenen Puppen in aller Welt waren überall zu lesen.

Der Conjuring-Regisseur James Wan, welcher unter anderem auch für Insidious und den ersten SAW verantwortlich ist, überliess seine Figur und den Regiestuhl in diesem Fall aber dem Kameramann John Leonetti, welcher bei The Conjuring auch an Board und somit nicht artfremd war. Ob es vielleicht damit zu tun hat, dass der eher unbekanntere DEAD SILENCE von James Wan ein grosser finanzieller Flop war, und auch hier eine dämonische Puppe die Hauptfigur spielte, sei mal dahin gestellt. In den letzten Jahren hat James Wan mehrfach bewiesen, dass er ein gutes Händchen für Horror hat und wird auch wieder bei Conjuring 2 beteiligt sein.

Die Story zeigt hier ein junges Paar, welches in Erwartung von einem Baby ist. Eines Nachts werden sie von Unbekannten überfallen und können so gerade noch von der Polizei gerettet werden. Die nächtlichen Besucher stellen sich im Nachhinein als Mitglieder einer satanistischen Sekte heraus. Doch das Grauen scheint noch nicht vorbei zu sein, so ist offenbar eine Figur aus der Puppensammlung nun von einer bösen Macht besessen. Eine Weile nach der Entbindung sind sie nun umgezogen um den Schrecken aus dem alten Haus hinter sich zu lassen und haben auch die alte Puppe weggeworfen, doch die Puppe ist plötzlich in einem der Umzugskartons. Die seltsamen Vorfälle scheinen immer bedrohlicher zu werden.

Um es kurz zu machen, der Film hat mir nicht gefallen und ist weit entfernt von der Qualität eines Conjuring. Angefangen bei den beiden Hauptdarstellern, welche sehr aufgesetzt wirken und diese nicht einen Funken Zuneigung vermitteln, obwohl sie ein achso-glückliches Paar spielen. Die wichtigste Figur ist ohne Frage die Ehefrau/Mutter des Babys, welche in vielen Szenen alleine darstellt. Ich kann ihre Mimik nicht ganz degradieren aber es ist ein Mix aus unsicheren Spiel, Blödheit und Langeweile. Ich habe mich wirklich gefragt, ob es hier keine andere Darstellerin gab, welche zumindest den Anspruch hat etwas Persönlichkeit zu vermitteln oder Angst hat, nicht diese ausdruckslose Laiendarstellerin mit zu Viel Screentime. Hinzu kommen noch die geklauten Elemente anderer Film und nichts Neuem, so pendeln die Szenen stark zwischen Rosemary's Baby, Amityville und Insidious. Die genannten Filme machen aber alles besser und dienen wirklich nur als Sprungbrett, denn beispielweise der schwarze grinsende Dämon erinnert ohne Frage an die Kreatur aus Insidious  und das ein Priester kommt um die Menschen von der bösen Puppe zu befreien gab es erst sehr ähnlich in Curse of Chucky, nur hier konnte dieser konsequenterweise auch nicht mehr über die böse Macht reden. Sämtliche Szenen mit der Titelfigur Annabelle sind mega langweilig und die Puppe bewegt sich nicht ein Stück, gut das kann auch funktionieren aber hier bekommt man einfach den Eindruck das es auch eine verfluchte Stehlampe hätte sein können, und nicht die sowieso schon seltsam aussehende Puppe. (Anmerkung: Ja, ich weiss das es auch einen Amityville Film mit Stehlampe gibt, selbst der war besser)

Das war wohl nix und man kann hier wirklich nur hoffen, das der Regisseur Leonetti für sein nächstes Projekt ein besseres Drehbuch und einen besseren Cast bekommt, denn optisch gesehen ist alles okay und ein paar klitzekkleine Gruselmomente kommen auch auf, aber insgesamt zu wenig.

4/10
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Kommentare

13.01.2015 11:28 Uhr - leichenwurm
1x
DB-Helfer
User-Level von leichenwurm 5
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Ich war auch eher enttäuscht von diesem "Spin-Off". Er hatte eine einzige wirklich gelungene Sequenz (die mit einem Fahrstuhl, einem Keller, einem Babywagen und einem Treppenhaus zu tun hat ;-)) zur ungefähren Mitte der Laufzeit. Aber insgesamt stimme ich dir und deinem Review zu...

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