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Kable Tillman
Level 12
XP 2.183
Eintrag: 04.02.2015

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RoboCop

Herstellungsland:USA (1987)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Krimi, Science-Fiction
Alternativtitel:RoboCop - Das Gesetz in der Zukunft

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,47 (265 Stimmen) Details
inhalt:
Im Detroit der nahen Zukunft regiert das Verbrechen. Die Polizei scheint machtlos, und die von Detroits mächtigstem Konzern, OCP, geplanten Roboter-Polizisten sind noch Zukunftsmusik. Da wird der Cop Alex Murphy brutal ermordet. Die Gelegenheit für die Wissenschaftler: Aus Murphy wird Robocop - halb Mensch, halb Maschine. In einem stahlharten Roboterkörper und mit High-Tech-Waffen ausgerüstet, nimmt er den Kampf für Recht und Gerechtigkeit auf. Es dauert nicht lange, und Detroits Straßen sind wieder sicher. Doch Robocop ist nur scheinbar unverwundbar. Im Innern noch immer ein Mensch, quälen ihn Erinnerungsfetzen: Nachts träumt er immer wieder seinen eigenen Tod. Der Kämpfer für Recht und Ordnung wird zum Rächer...
eine kritik von kable tillman:

Tot oder lebendig

Anmerkung: Wertungsanpassung nach dem 2015er-System.

Für mein 150. Review (Applaus! Applaus!! Applaus!!!) befasse ich mich mit einem unbestrittenem Kultfilm, welcher das Science-Fiction sowie Action-Genre maßgeblich geprägt hat und auf der Leinwand Geschichte schrieb: Paul Verhoevens "RoboCop" von 1987. Dieser mit einem Budget von gerade mal 13.000.000$ entstandene Sci-Fi-Thriller kombiniert blutig brutale Action des 80er Jahre Kinos mit Gesellschaftskritik, zynischem Humor und einem der großen Themen jener Dekade, nämlich der autonomen Robotertechnik. Aktuell kocht das Thema wieder auf und Film um Film (u.a. "Autómata", "The Machine", "Ex Machina", "Chappie", "Vice", "Terminator 5: Genisys" und natürlich das "Robocop" Remake aus 2014 selbst) findet seinen Weg in die Kinos oder Videotheken. Doch hier und jetzt soll es um die Legende gehen. Um den RoboCop.

Automobilstadt Detroit in naher Zukunft: Ein schmierig in Richtung des Zuschauers grinsender Anchorman wünscht "Alles Gute Frank!". Doch Frank Frederickson verstirbt. Sein Nachfolger: Officer Alex J. Murphy (Peter Weller). Bei einem seiner ersten Einsätze im neuen Revier leistet er sich einen Kampf gegen den Cop-Killer Clarence J. Boddicker (Kurtwood Smith) und seiner Halunkenbande. Officer Murphy ereilt jedoch das gleiche Schicksal wie Frank Frederickson und statt Clarence festzunehmen, wird er durch dessen Hand hingerichtet. Doch das ist nicht das Ende von Murphys Geschichte. Er wird zum ersten Probanden für ein revolutionäres Projekt von OCP Entwickler Bob Morton (Miguel Ferrer). Er wird die Zukunft der Strafverfolgung. Er wird RoboCop.  

Das ist das Superheldenkino der 1980er Jahre. Wir haben einen Mann, der das Gesetz in seine eigene Hand nimmt, gewissermaßen dazu sogar bestimmt ist, von den Rechtschaffenen verehrt wird und sein Privatleben mit seiner Berufung nicht unter einen Hut bringen mag. Zugegeben, letzteres liegt an dem Faktum, dass RoboCop eine Maschine ist und keine Gefühle haben sollte. Eigentlich jedenfalls. Eine ergreifende Szene im Haus von Alex J. Murphy, welche von zurückkehrenden Erinnerungen in einem zum Vekauf stehenden Eigenheim geprägt ist, beeindruckt durch exzellente Inszenierung fernab von kitschigen Bildern. Im Kontrast dazu steht die bitterböse Geschichte rund um Machtkämpfe bei OCP, um den hoffnungslosen Krieg der Polizei gegen Clarence J. Boddicker und seine Bande sowie dem Aufstieg eines tragischen Helden. Immerzu überzeugend präsentiert sich die Darstellerriege rund um Nancy Allen ("Carrie"), Ronny Cox ("Total Recall - Die totale Erinnerung "), Miguel Ferrer ("Iron Man 3"), Kurtwood Smith ("Rambo III") und Hauptdarsteller Peter Weller. Die Handlung von "RoboCop" ist clever, spannend, geistreich und erlaubt sich immer wieder gesellschafts- und politsatirische Spitzen. 

Dick Jones: "Sie haben mit Ihrer komischen Erfindung diese Firma beleidigt. Ich hatte mit der Armee schon einen Kaufvertrag für ED-209, ein laufendes Programm, mit Ersatzteillieferung für 25 Jahre. Wen interessiert es da schon, ob das Ding funktioniert?"

Kommen wir nun zur technischen Umsetzung von Edward Neumeiers und Michael Miners Konzeption. Paul Verhoeven durfte im Auftrag von Orion Pictures, welche zuvor bereits mit "Terminator" einen weltweiten Erfolg im Sci-Fi-Action-Genre verbuchen konnten, "RoboCop" drehen. Aus heutiger Sicht mögen die Stop-Motion Effekte des ED-209 angestaubt, gar veraltet sein, ihren Charme haben sie nicht verloren. Immer noch erstklassig sind die wundervollen Matte Paintings dieser übersehenen Künstler des Filmbusiness. Die so entstandene OCP-Zentrale: bedrohlich und zugleich beeindruckend. Das Detroit der Zukunft macht einen durchgehend glaubhaften Eindruck und was noch viel wichtiger ist, es ist atmosphärisch dicht und packend umgesetzt worden. Dabei besticht vor allem der grandiose Score von Basil Poledouris ("Conan, der Barbar ", "Jagd auf Roter Oktober"). Das RoboCop Theme, ein orchestraler Ohrwurm der Extraklasse, hinterlässt jedesmal eine ehrfürchtige Gänsehaut beim Zuschauer. Und als wäre das nicht schon genug cineastische Augenweide für eine Produktion, pumpt Verhoeven stetig neues Adrenalin in die Venen der Filmfans durch Actionszenen der Superlative, deren unfassbare Härte zwischen Kloß im Hals verursachender Brutalität und dunkelschwarzem Humor schwankt. Ein sensationelles Feuerwerk an Action und inszenatorischer Perfektion, welches bis heute nachhallt. Das ist "RoboCop"!

RoboCop: "Tot oder lebend, du kommst mit mir."

Für meine Schreiberlingwenigkeit ist "RoboCop" nichts anderes als der beste Film von Paul Verhoeven. Kaum zu fassen, dass er sich erst durch seine Frau zu diesem Projekt überreden lassen musste. Ursprünglich war auch "RoboCop", wie einige andere Filmklassiker Verhoevens, hierzulande indiziert. Im Dezember 2013 durfte der Sci-Fi-Thriller endlich diese unrühmliche Liste verlassen und erhielt in seiner Neuprüfung keine Jugendfreigabe (FSK-18), auch für den Unrated Directors Cut. Damals wie heute ist "RoboCop" nicht frei von harschen Kritikern seiner Gewaltdarstellung, doch seinen Status als unbestrittener Meilenstein des Actionkinos spricht ihm niemand ab. Und einer meiner Lieblingsfilme ist "RoboCop" sowieso. Halb Sci-Fi-Vision, halb Gesellschaftssatire, 100% perfekter Actionfilm. Kommen wir nun zur Wertung.

Qualitätswertung: 10 von 10 Punkten
Unterhaltungswertung: 10 von 10 Punkten
Gesamtwertung: 10 von 10 Punkten 

Ob auch ich bald durch einen RoboCineast ersetzt werde?

Bis zum nächsten Review!

Hochachtungsvoll euer Kable  

10/10
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Kommentare

05.02.2015 00:12 Uhr - Clemens
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Ich fasse mich kurz: einer der besten Filme aller Zeiten. Story, Regie, Ideen, Maske, Action, Spannung, Darsteller (Clarence Boddicker ist der gemeinste, garstigste, skrupelloseste Bösewicht der Filmgeschichte) - alles oberste Qualitätsware. Es geht meiner Ansicht nach nicht besser. Danke, Herr Verhoeven! Und danke, Kable, für ein gewohnt starkes Review!

05.02.2015 00:40 Uhr - cecil b
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Applaus! Applaus!! Applaus!!! :)

05.02.2015 02:50 Uhr - Tom Cody
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Ich glaub', das kauf' ich für 'nen Dollar!
Ein wirklich hervorragendes Jubiläums-Review (Gratulation, Kable), welches Paul Verhoeven's Meilenstein vollauf gerecht wird!

Der einzig wahre ROBOCOP rockt auch heute noch ganz gewaltig und die Besetzung passt bis in die letzte Nebenrolle. Und hat man je eine abscheulichere Gang als Clarence, Emil, Leon und Co. gesehen?
Der erste Auftritt von "ED-209" ("Er hat das Fallen der Waffe nicht gehört") lässt einem immer noch die Kinnlade herunterklappen.
Nicht viele Filme sind so klare 10-Punkte-Kandidaten wie "ROBOCOP".

Die EINZIGE Szene, wo die Effekte nicht so toll aussehen, ist die beim Todessturz von xxxxxxxx (falls es jemanden gibt, der diesen Film tatsächlich NICHT kennen sollte). Die Arme sind einfach viel zu lang und die ganze Einstellung wirkt sehr künstlich. Dies ist aber auch der einzige, klitzekleine Makel in einem ansonsten rasanten, witzigen, ultra-brutalen (kurz: perfekten) Action-SciFi- Hybriden.

"NUKEM -get them before they get you!
Another quality game from Butler Brothers!"

POP-QUIZ: Wo im Film ist Paul Verhoeven zu sehen?!?!

05.02.2015 04:26 Uhr - Bruce Banner
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05.02.2015 02:50 Uhr schrieb Tom Cody

POP-QUIZ: Wo im Film ist Paul Verhoeven zu sehen?!?!

In der Szene im Club.
Murphy hat im wahrsten Sinne des Wortes "Balls of Steel". ;-)
Und direkt nachdem Leon Nash mit eben diesen äußerst schmerzhafte Bekanntschaft gemacht hat, ist Verhoeven zu sehen. (>der schreiende Hippie mit Brille)

05.02.2015 06:30 Uhr - Gorno
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Hervorragend! Klasse Film, top Review! Alles da und wie gewohnt super geschrieben ;)

05.02.2015 08:31 Uhr - Tom Cody
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05.02.2015 04:26 Uhr schrieb Bruce Banner
05.02.2015 02:50 Uhr schrieb Tom Cody

POP-QUIZ: Wo im Film ist Paul Verhoeven zu sehen?!?!

In der Szene im Club.
Murphy hat im wahrsten Sinne des Wortes "Balls of Steel". ;-)
Und direkt nachdem Leon Nash mit eben diesen äußerst schmerzhafte Bekanntschaft gemacht hat, ist Verhoeven zu sehen. (>der schreiende Hippie mit Brille)

Treffer. Das ging ja fix (und dann auch noch um diese Uhrzeit)... ;-)

05.02.2015 11:19 Uhr - bueschel61
7x
Glückwunsch zu deiner 150. Review. Applaus! Applaus! Applaus! :-)
Toll geschriebene Review die es auf den Punkt bringt und sich mit meiner
Meinung zu 100 Prozent deckt.Die Scheibe liegt immer noch regelmäßig
im Player.
Auch von mir 10/10 Punkte.
PS : Ich besuche diese Seite mittlerweile schon seit einigen Jahren und hab
es endlich geschafft mich vor kurzen anzumelden.:-)
Ich möchte mich auf diesem Wege bei ALLEN bedanken die hier soviel
Zeit,Fleiß & Liebe investieren und mich davor bewahren meine wenige Kohle
für geschnittenen Müll aus dem Fenster zu werfen.DANKE. :-)))
LG
bueschel61

05.02.2015 13:40 Uhr - leichenwurm
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Sehr gutes Review Kable und auch von mir Glückwunsch zum 150. Review... ;-)) . Der Film ist natürlich eine Granate und ein Glasklarer Kultfilm. Verhoevens Klassiker platzt ja geradezu vor Subtext und funktioniert dabei sogar gleich auf drei (!!!) Ebenen. Zum einen als hammerharter Sci- Fi- Action Kracher, der eine recht simple Rachestory konsequent und unterhaltsam runter reißt. Zum anderen gleichzeitig als bissige Satire auf den Raubtier Kapitalismus der Großgeldlandschaft. Und in dritter Instanz ist er sogar eine beinahe groteske Parodie auf das Action- Kino der damaligen Zeit und seinen Mechanismen. In der Blütezeit des „harten“ oder „reaktionären“ Actionfilms entstanden, nimmt „Robocop“ dieses Genre gleichzeitig konsequent unter Feuer und hält ihm einen bizarren Spiegel vor. Das geht schon bei der Besetzung der Hauptrolle los. Denn inmitten der ganzen Kampfmaschienen der Marke Schwarzenegger, Stallone, Lundgren usw. usf., die ihre gestählten Körper gleich mitbrachten und somit eine ganz andere Körperlichkeit im Action Genre etablierten, setzt man uns hier den schmächtigen Peter Weller vor die Nase der im Vergleich zu eben genannten Muskelbergen wie ein Strich in der Landschaft wirkt. Er soll es also mit den Bösen Buben aufnehmen… nene… so nicht. Erst muss sein Körper „gestählt“ werden… sprichwörtlich… also wird sein schmächtiger Körper in einer bis heute beispiellos brutalen Szene zerstört und durch einen maschinellen ersetzt… er wird zur „Kampfmaschine“ im Wortsinne. Die Figur „Robocop“ kann also als böser Kommentar zum typischen, muskelbepackten Actionfilmhelden der damaligen Dekade gelesen werden, die ihre Gestählten Körper bis ins lächerliche aufpumpten und somit, wenn man es mal böse formuliert, „deformieren“ und ihre offensichtliche Menschlichkeit für ihren gestählten Körper opfern. Aber nicht nur Körperlich war der Typische Actionheld der damaligen Zeit bis ins „übermenschliche“ durchtrainiert und aufgepumpt. Auch emotional wurde in den meisten Fällen einfach auf Eiseskälte gesetzt, die sich ausschließlich der Profession seine Gegner zu töten verschrieb. Für Emotionen, oder gar eine Seele war da kein Platz. Bei „Robocop“ sieht’s aber anders aus, denn ausgerechnet eine sprichwörtliche Kampfmaschiene, versucht sich in ihrem Inneren genau die Menschlichkeit zu bewahren, die andere Actionhelden erst abgeben müssen bevor sie überhaupt Helden sein können. Die Figur „Robocop“ entlarvt dabei also die damalige Vorstellung an den muskelbepackten, waffenstarrenden, gnadenlosen unverwundbaren Supersoldaten-/Polizisten-/Cia- Agenten- wasauchimmer als eine pervertierte, die Menschlichkeit deformierende Allmachtsphantasie. Nicht umsonst lässt die Szene im Showdown, in der Robocop durch eine Pfütze stampft, Assoziationen zu einer verzerrten Jesus- Figur die quasi „über das Wasser wandelt“ zu, die gleichzeitig die Frage stellt… „SO stellt ihr euch also euren Erlöser vor ???“ ... aber... oh mann... eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben... find den Film nur einfach Mördergeil, da gehen schon mal die Pferde mit einem durch... ;-))) . Also nochmal... ein sehr gutes Review zu einem Hammerfilm... die Wertung von 10 von 10 müsste man eigentlich nach oben korrigieren... wenns denn ginge ;-)) !!!

05.02.2015 15:00 Uhr - deNiro
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Schönes Review, Glückwunsch!;)

@leichenwurm

Ja, die Metamorphose oder auch "Geburt" von Murphys neuem Körper ist ein starkes und zentrales Thema in Verhoevens Klassiker. Nicht zufällig wird die offensichtliche franckensteinsche Verwandlung ausgewählt um Murphys Kampf mit seinem neuen Ich und der daraus resultierenden Wirkung auf seine Umwelt zu verdeutlichen

05.02.2015 15:24 Uhr - Tom Cody
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05.02.2015 13:40 Uhr schrieb leichenwurm
Denn inmitten der ganzen Kampfmaschienen der Marke Schwarzenegger, Stallone, Lundgren usw. usf., die ihre gestählten Körper gleich mitbrachten und somit eine ganz andere Körperlichkeit im Action Genre etablierten, setzt man uns hier den schmächtigen Peter Weller vor die Nase der im Vergleich zu eben genannten Muskelbergen wie ein Strich in der Landschaft wirkt. Er soll es also mit den Bösen Buben aufnehmen… nene… so nicht. Erst muss sein Körper „gestählt“ werden… sprichwörtlich… also wird sein schmächtiger Körper in einer bis heute beispiellos brutalen Szene zerstört und durch einen maschinellen ersetzt… er wird zur „Kampfmaschine“ im Wortsinne. Die Figur „Robocop“ kann also als böser Kommentar zum typischen, muskelbepackten Actionfilmhelden der damaligen Dekade gelesen werden, die ihre Gestählten Körper bis ins lächerliche aufpumpten und somit, wenn man es mal böse formuliert, „deformieren“


Ich meine auch irgendwann mal gelesen zu haben, dass die Besetzung mit Peter Weller zudem ganz praktische Gründe hatte. Nachdem Verhoeven und die Produzenten erst Leute wie Schwarzenegger oder Rutger Hauer favorisierten, stellte sich die Frage wie man so einen Typ in der ohnehin schon wuchtig wirkenden, nichtsdestotrotz sehr engen Rüstung unterbringen sollte.
Da war der schmächtigere Peter Weller wortwörtlich "passender". Und mit seinem etwas eingefallenen Gesicht auch perfekt dazu geeignet, den "frisch Verstorbenen" zu verkörpern und gleichzeitig das nötige Pathos zu vermitteln.

05.02.2015 17:34 Uhr - Bruce Banner
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05.02.2015 08:31 Uhr schrieb Tom Cody
05.02.2015 04:26 Uhr schrieb Bruce Banner
05.02.2015 02:50 Uhr schrieb Tom Cody

POP-QUIZ: Wo im Film ist Paul Verhoeven zu sehen?!?!

In der Szene im Club.
Murphy hat im wahrsten Sinne des Wortes "Balls of Steel". ;-)
Und direkt nachdem Leon Nash mit eben diesen äußerst schmerzhafte Bekanntschaft gemacht hat, ist Verhoeven zu sehen. (>der schreiende Hippie mit Brille)

Treffer. Das ging ja fix (und dann auch noch um diese Uhrzeit)... ;-)

;-) Hab während einer kleinen Sitzung die sehr witzigen Reviews vom ententrainer gelesen. Und dabei dieses wieder mal famose Review von Kable entdeckt

06.02.2015 12:21 Uhr - leichenwurm
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05.02.2015 15:24 Uhr schrieb Tom Cody
Ich meine auch irgendwann mal gelesen zu haben, dass die Besetzung mit Peter Weller zudem ganz praktische Gründe hatte. Nachdem Verhoeven und die Produzenten erst Leute wie Schwarzenegger oder Rutger Hauer favorisierten, stellte sich die Frage wie man so einen Typ in der ohnehin schon wuchtig wirkenden, nichtsdestotrotz sehr engen Rüstung unterbringen sollte.
Da war der schmächtigere Peter Weller wortwörtlich "passender". Und mit seinem etwas eingefallenen Gesicht auch perfekt dazu geeignet, den "frisch Verstorbenen" zu verkörpern und gleichzeitig das nötige Pathos zu vermitteln.


Jau das hab ich auch schon mal gelesen... is schon witzig, was so ein "Besetzungs- Kompromiss" für zusätzlichen Subtext sorgen kann... ;-)) !!! Aber auch die inszenierung der Actionszenen spielt so ihre spielchen mit den damaligen Mechanismen der Actionszenen. Schon die schlichte Tatsache dass Robocop sich genauso stoisch durch sein Gegnerfeuer bewegt wie es "Rambo" oder "John Matrix" taten, diese jedoch nichtmal ansatzweise ernsthaft verletzt wurden, da sämtliche Gegner einfach zu doof zum treffen waren, bei "Robocop" hingegen treffen die Gegner ihr Ziel ausnahmsweise mal, jedoch spielt diese Tatsache keine Rolle, da die Kugeln einfach abprallen usw... ;-)) Auch die Brutalität dieses Films greift den Trend der eben damals im Actionkino allgegenwärtig war auf, übersteigert ihn bis ins absurde und entlarvt dabei den Wunsch des damaligen Action- Publikums nach "Vigilanten" die in zeiten beispiellos hoher Kriminalitätsraten mal so richtg unter dem ganzen Gesocks aufräumen müssten...nicht wegsperren, kein prozess, einfach knallhart umlegen. Aber ich schweife schon wieder ab... ;-))

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