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ParamedicGrimey
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Eintrag: 10.02.2015

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Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)

(Originaltitel: Birdman or (The Unexpected Virtue of Ignorance))
Herstellungsland:USA (2014)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Drama, Komödie
Alternativtitel:Birdman

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,89 (18 Stimmen) Details
inhalt:
In Alejandro G. Iñárritus schwarzer Komödie BIRDMAN erhofft sich Riggan Thomson (Michael Keaton) durch seine Inszenierung eines ambitionierten neuen Theaterstücks am Broadway, neben anderen Dingen, vor allem eine Wiederbelebung seiner dahin siechenden Karriere. Zwar handelt es sich um ein ausgesprochen tollkühnes Unterfangen - doch der frühere Kino-Superheld hegt größte Hoffnungen, dass dieses kreative Wagnis ihn als Künstler legitimiert und jedermann, auch ihm selbst, beweist, dass er kein abgehalfterter Hollywood-Star ist.

Doch während die Premiere des Stücks unaufhaltsam näher rückt, wird Riggans Hauptdarsteller durch einen verrückten Unfall bei den Proben verletzt und muss schnell ersetzt werden. Auf den Vorschlag von Hauptdarstellerin Lesley (Naomi Watts) und auf das Drängen seines besten Freundes und Produzenten Jake (Zach Galifianakis) hin engagiert Riggan widerwillig Mike Shiner (Edward Norton) - ein unberechenbarer Typ, aber eine Garantie für viele Ticketverkäufe und begeisterte Kritiken. Bei der Vorbereitung auf sein Bühnendebüt muss er sich nicht nur mit seiner Freundin, Co-Star Laura (Andrea Riseborough), und seiner frisch aus der Entzugsklinik kommenden Tochter und Assistentin Sam (Emma Stone) auseinandersetzen, sondern auch mit seiner Ex-Gattin Sylvia (Amy Ryan), die gelegentlich vorbeischaut, um die Dinge in ihrem Sinn zu richten.
eine kritik von paramedicgrimey:

Dieser „Birdman“ hat also 9 Oscarnominierungen bekommen. Michael Keaton bekam einen Golden Globe für seine Darstellung, dazu gabs noch einen fürs Drehbuch. Oha. Hab zwar vorher schon mal was von dem Film gehört, aber so richtig aufm Schirm hatte ich ihn nicht. Meine To-watch-Liste ist lang, er hat darauf aber keinen Platz gefunden. Bisher. Bei den Kritiken, Auszeichnungen und Nominierungen werde ich ihn mir aber wohl mal ansehen müssen. Er läuft erst vier Tage nach dem offiziellen Deutschlandrelease an. Und dann nur im Kunstkino? Was soll das?! Ist der so „anders“? Nichts gegen Kunstfilme, aber in Kunstkinos gehen meist nur Spießer, Möchtegern-Anspruchsvolle oder Filmstudenten. Letzten Endes war es eine Mischung aus allen dreien. Ein Kino in dem man die Toilette nur über den Saal erreicht, wo sich dort nur ein Waschbecken für Herren- und Damenklo zusammen befindet und sich die junge Frau, die mit mir zeitgleich auf der Toilette befand nicht die Hände nach dem Geschäft gewaschen hat. Nicht mal dieses Alibi-die-Hände-für-ne-Sekunde-drunter-halten…… was tue ich mir nur an? Die Leinwand gefühlt kleiner als mein Fernseher, Dolby 0.2 und Sitze die unter Schwarzlicht aufleuchten wie ein Weihnachtsbaum. Bitte lieber Film, sei du wenigstens gut zu mir.

Meine Befürchtungen und der latente Ekel verfliegen innerhalb weniger Minuten. Ich bin komplett im Film. Warum das so ist, erkläre ich später.

Die Geschichte handelt von Riggan Thompson (Michael Keaton), der drei Filme lang „Birdman“ war und jetzt verzweifelt versucht, an diese vergangenen Erfolge anzuknüpfen, indem er ein Theaterstück inszeniert und selbst eine Rolle darin übernimmt. Als ihm kurz vor der Premiere ein Darsteller ausfällt, heuert er den erfolgreichen und äußerst exzentrischen Schauspieler Mike Shiner (Edward Norton) an. Doch dieser verdrängt Riggan immer weiter und macht sich zudem noch an Riggans Tochter Sam (Emma Stone) heran, welche ihm bei der Produktion hilft und kurz zuvor aus der Entzugsklinik entlassen wurde. Doch das größte Problem scheint „Birdman“ zu sein, der immer noch in Riggans Kopf herumtobt und versucht ihn in gewisse Bahnen zu lenken….

Das alles klingt recht simpel, wird allerdings durch die geniale Charakterzeichnung, die witzigen und dramatischen Situationen perfekt ausgefüllt. Dass Keaton, der Darsteller aus den zwei genialen Batman-Filmen, der im wahren Leben nach seinem Weggang aus der Superhelden-Produktion, ebenso in ein Loch fiel, wie Riggan, betont den satirischen Aspekt, bis es schmerzt.

Sämtliche Darsteller, allen voran Keaton, Norton und Stone (allesamt Oscar-nominiert) liefern geniale Performances ab. Sie sind vollkommen in ihrer Rolle drin. Keaton ist das perfekte psychische Wrack, Norton so arrogant und eigensinnig, wie man sich einen Star nur vorstellen mag und Stone spielt die labile Tochter in Perfektion. Auch die restlichen Darsteller wie Zach Galifianakis als Riggans Agent und Naomi Watts als Darstellerin und Shiners Geliebte sind erstklassig.

Was sofort ins Auge sticht ist die geniale Kameraarbeit von Emmanuel Lubezki, der ja letztes Jahr endlich den Oscar nach zig Nominierungen für den kongenialen „Gravity“ bekam. Nicht zu vergessen, seine lange Kamerafahrt bei „Children of Men“, welche eine meiner absoluten Lieblings-Filmszenen darstellt. Genau diese langen Kamerafahrten sind das Thema bei „Birdman“. Bis auf 3-4 erkennbare Stellen suggeriert der Film nämlich, dass er aus einer Kamerafahrt bestünde. Ähnlichkeiten zu Hitchcocks „Cocktail für eine Leiche“ drängen sich auf. Die Kamera umkreist die Darsteller, folgt ihnen, man hat das Gefühl, man würde neben dem Geschehen herlaufen. Man ist mittendrin, vollkommen ohne 3D. Wahnsinn! Auch wenn ich Roger Deakins dieses Jahr endlich mal den Kamera-Oscar gönnen würde, so liefert Lubezki hier eine atemberaubende Leistung ab, die ihm definitiv den zweiten Oscar einbringen wird. Eine solche Inszenierung ist natürlich nicht ohne eine perfekte Regie möglich. Alejandro G. Iñárritu liefert neben dem tollen Drehbuch also ebenso eine bahnbrechende Regie ab, wobei ich nach Biutiful und Babel nie etwas Schlechtes erwartet habe. Beide Bereiche wurden ebenso Oscar-nominiert. Genauso wie die Produktion an sich. Ein würdiger Kandidat. Desweiteren wurden Tonmischung und Tonschnitt nominiert. Und das vollkommen zu Recht. Die Abmischung suggeriert immer ein Mittendrin-Gefühl (man meint sogar, „Birdman“ würde zu einem selbst im Kopf sprechen), während alle Geräusche authentisch und lebensecht klingen. Die Zusammenarbeit von Ton und Kamera ist vorbildlich. Man ist im Film. Was will man mehr?

Der Trailer zum Film war schon witzig, auch wenn ich ihn als unglücklich betrachte, da der Film nie zu einem Actionfilm mutiert, wie der Trailer es suggeriert. Durchgeknallt und ungewöhnlich ist er aber genauso. Tolle Darsteller, tolle Inszenierung, tolle Technik – nur halt irgendwie anders als man es erwartet. Diesen Film wird sicher nicht jeder mögen. Ich liebe ihn. Und Keaton. Auch ohne Maske.

 

Abgedrehte 10/10 Punkte

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Kommentare

10.02.2015 21:34 Uhr - Entertainmentz
DB-Helfer
User-Level von Entertainmentz 8
Erfahrungspunkte von Entertainmentz 930
Tolle Kritik. Bin zu 100% Deiner Meinung!

11.02.2015 19:30 Uhr - ParamedicGrimey
DB-Helfer
User-Level von ParamedicGrimey 4
Erfahrungspunkte von ParamedicGrimey 232
Danke!

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