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Brain Slasher

Originaltitel: Mindwarp

Herstellungsland:USA (1992)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Science-Fiction, Splatter,
Thriller
Alternativtitel:Brainslasher
Dream System
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,19 (30 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Die Zukunft des 21. Jahrhunderts nach der nuklearen Katastrophe.
Nur wenige Menschen leben abgeschirmt von der Aussenweilt in sterilen Wohncontainern.
Gefühle und Informationen sind nur eine Illusion maschinellen Ursprungs.
Als eine Bewohnerin urplötzlich das echte Leben kennen lernen will flieht sie aus dem was sie ihr Zuhause nannte hinaus in die verwüstete Wirklichkeit.

Doch die ist alles andere als unbewohnt... ()

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von frank the tank85:

Das amerikanische Kultmagazin "Fangoria", welches sich seit über 35 (!) Jahren mit dem phantastischen Film befasst, bedarf sicher keiner weitern Vorstellung. Anfang der 90er brachte man unter dem Namen "Fangoria Films", 3 eigenständige Filme auf den Markt. Der 1990 erschienene "Mindwarp", der hierzulande (un)bekannt ist unter dem Titel "Brain Slasher", ist der erste Titel, der unter der Regie von Steve Barnett (Hat sich schon quer durch alle Genre gearbeitet, Emmanuelle 5 1984, Scanner Cop 2 1995). Es folgten 1991 der Vampirfilm "Children of the Night" und 1992 Severed Thies (The Thing - Gene ausser Kontrolle).

Die Erde ist atomar verstrahlt und ein leben an der Oberfläche so gut wie nicht mehr möglich. Ein Teil der Bevölkerung lebt, angeschlossen durch einen Stecker im Nacken, in einer Art Traumwelt, in der man sein kann, wer oder was man will und das Leben führen kann, das man für sich erhofft. Judy (Marta Alicia, hiernach Abstieg zur Dauer-Nebenrolle in zig Serien wie CSI, NYPD Blue...) reicht das nicht mehr. Sie will richtig leben, wird verbannt, und schlägt sich fortan mit Dover (Bruce Campbell, Evil Dead 1-3 ), einer der wenigen Menschen die ausserhalb der Traumwelt überlebt haben, durchs Ödland. Diese machen aber bald Bekanntschaft mit den "Kriechern". Mutierte Kanibalen die unter der Erdoberfläche hausen, angeführt von dem "Seer" (Angus Scrimm, Phantasm 1-4). Dover wird versklavt, doch mit Judy hat der Seer grösseres vor...

Mit Brain Slasher ging Fangoria Films den Weg des geringsten Wiederstands. Eine kurze und knappe Story, nur 6 Schauspieler deren Gesicht man sieht, wirklich gut gemachte Masken und ein paar sehr schöne und teils krude Splatterszenen. Desweiteren würde man Brain Slasher wohl auch keine Beachtung schenken, hätte man nicht das viert-berühmteste Kinn der Welt, Bruce Campbell, und den  "grossen Mann" Angus Scrimm an Bord. Ich weiss mir nicht zu helfen, aber beim jungen Bruce hab ich zwangsläufig Ash vor Augen. Ich meine, Campbell gibt hier zwar eine solide Arbeit, sein Charakter wirkt sympathisch, aber man wartet irgendwie ständig das er gleich die Kettensäge auspackt und mit einem lässigen "Grooveyy" die Kanibalen niedermäht. Passiert natürlich leider nicht. Angus Scrimm tritt erst recht spät in das Geschehen ein, ist aber der Höhepunkt des Films und spielt den Rest vom klitzekleinen Cast gehörig an die Wand.

Man sieht den Sets schon an, das der Film eine, nennen wir es mal, "günstige" Produktion ist, immerhin kostete der Streifen nur knapp unter 1 Million Dollar. Das Ödland sieht schon recht nach Schotterplatz denn verwüstete Ruinenlandschaft aus, denn es gibt einfach nichts weit und breit ausser Schotter und (grauem) Sand. Die Unterwelt ist teilweise so dunkel gehalten, das man nichts erkennt, und es fast schon eine Wohltat für die Augen ist, wenn der Ort des Geschehens mal in hellere Gefilde wechselt. Auch wurden in manchen Räumen in der Unterwelt einfach jede Menge weisse Laken aufgehängt, so als ob Kanibalenmutti da ihre Bettwäsche zum trocknen aufhängt. Warum weiss nur der Seer. So kommt natürlich auch keine Stimmung oder gar Atmosphäre auf. Und ich hab das Teil auch nur auf meiner 14 oder 15 Jahren alten VHS von X-Video, die sich da noch X-Rated nannten, und das macht es irgendwelche Details zu erkennen, auch nicht gerade leichter... :(

Brot und Butter des Films sind natürlich die Masken und Effekte. Und hier hat sich Fangoria nicht lumpen lassen, da sich das Magazin grösstenteils ja auch mit Effekten befasst, und die fast schon legendäre Effektschmiede KNB Group (From Beyound, Bloodnight, Nightmare on Elmstreet 5 und und und) Hand anlegen lassen. Die Kanibalen (Keine Endzeit ohne mutierte Kanibalen) sehen wirklich mitgenommen aus. Natürlich sollte man hier keine Vergleiche zwischen den Kanibalen aus "The Hills have Eyes" ziehen, die sich optisch noch einen Rest Menschlichkeit bewahrt haben. Diese Kameraden hier sehen aus wie wahre Monster, mit aufgequollenen Körpern, die meist an irgendwelchen Extremitäten nagen und Holzfällerhemden tragen. Leider erkennt man durch die miese Quali auch hier nur sehr wenig Details, die aber ganz sicher vorhanden sind. Hier hat KNB aber wohl "vergessen", die Hände und Arme zu schminken, diese sehen nämlich bei allen noch verdammt unmutiert aus ;-)

Die Splattereffekte sind ab der zweiten Hälfte doch recht zahlreich. Es wird ausgeweidet, Augen ausgerissen, aufgespiest, geschreddert und eine Hommage an die berühmte Fleischerhakenszene in "Texas Chainsaw Massacre" gibt es zu bewundern. Leider ist auch das alles nicht sonderlich gut zu erkennen, der Dunkelheit und der Quali geschuldet (die übrings bei der Dragon DVD auch nicht viel besser sein soll). Eine Schande, wenn man bedenkt was die Jungs von KNB draufhaben.

Fazit: Man sollte nicht mit allzu grossen Erwartungen an einen Fangoriafilm herangehen. Es sind halt Filme von Fans, für Fans. Bei Brain Slasher darf man, budgetbedingt, keine umwerfenden Kulissen oder eine grosse Story erwarten. Hier will das Effektverliebte Magazin dem geneigten Splatterfan der End 80er das präsentieren, was er sehen will, nämlich hübsche Masken und Splatter. Und das bekommt er auch. Das davon in den deutschen Fassungen durch Schnitte oder miese Quali nicht viel zu sehen, sondern mehr zu erahnen ist, kann man dem Film natürlich nicht ankreiden. Es gibt 2 gut aufgelegte Horrorlegenden, eine hübsche Frau die in Not ist und Menschenfressende Mutanten. Trashfan was willst du mehr? Für die jüngere Generation wahrscheinlich nix, für die ältere Garde auf jeden Fall eine Sichtung wert.

Ich vergebe wirklich solide 6 bis 6,5 von 10

Härte: 5    Atmosphäre: 4    Splatter: 6

 

 

 

 

 

 

6/10
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Kommentare

27.02.2015 20:44 Uhr - leichenwurm
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Verdammte Axt... den hab ich bis heute noch nie zu Gesicht bekommen... ärgerlich, denn der interessiert mich eigentlich schon seit... hm... mal rechnen... och bestimmt so 20 Jahren... ;-))) !!! Aber irgendwie hab ich es nie gebacken gekriegt mir den mal in einer brauchbaren VÖ zu zu legen... hmmm.... nach deinem sehr lesenswerten Review muss ich meine "To- Do" Liste mal wieder auf den neuesten stand bringen... ;-)) !!!

27.02.2015 23:16 Uhr - NICOTERO
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Was heisst hier "fast schon"? KNB IST eine legendäre Effektschmiede:)
Ansonsten gutes Review eines amüsanten Filmes.

27.02.2015 23:58 Uhr - Frank the Tank85
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Danke euch :)
Ja hast ja recht, KNB is schon legendär ;-)

28.02.2015 11:00 Uhr - cecil b
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Moderator
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Schönes Review!!!! Ich glaube, der Film könnte mir echt Spaß machen!

28.02.2015 14:15 Uhr - Insanity667
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Hui, Hut ab Kollege Frank! :)

28.02.2015 19:45 Uhr - Gorno
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Das Cover verfolgt mich seit Jahren schon, bin aber nie dazu gekommen mir den Film zu besorgen. Interessiert mich nach dieser klasse Kritik jetzt noch mehr ;)

03.03.2015 00:42 Uhr - Major Dutch Schaefer
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Ich fass' es net...

Wie oft sind wir in der alten Videothek an diesem Cover vorbeigelaufen und haben uns über den Filmtitel amüsiert.

Der nächste Trashabend kommt bestimmt :)

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