SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Resident Evil Village · Survival Horror wie nie zuvor · ab 59,99 € bei gameware Elden Ring · Erhebt Euch · ab 57,99 € bei gameware

Zombie Invasion War

Originaltitel: Rise of the Zombies

Herstellungsland:USA (2012)
Genre:Horror
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,56 (9 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Nach einer weltweiten, rätselhaften Virusinfektion wird auch San Francisco von einer riesigen Horde Zombies überrannt. Einer kleinen Gruppe Überlebender gelingt jedoch die Flucht. Sie wollen nach Alcatraz, da sie hoffen, in dem Hochsicherheitsgefängnis geschützt zu sein. Doch nur eine schwangere Frau erreicht letztendlich das Gefängnis. Dort trifft sie auf eine weitere Gruppe Überlebender. Zu ihrem Unglück stellen sie alsbald fest, dass die Zombies sogar schwimmen können und nun das Gefängnis belagern. Währenddessen verbreitet sich die Nachricht, dass ein Wissenschaftler ein Heilmittel für die Infizierten in einer nahegelegenen Universität gefunden hätte. Da dies ihre letzte Überlebenschance zu sein scheint, macht sich die Gruppe auf den gefährlichen Weg dorthin … (Great Movies)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von chazzer:

The Asylum dürfte mittlerweile jedem Filmfreund geläufig sein. Das Studio welches halbgare, trashige Filme und dreiste Rip-Offs zu großen Hollywood Filmen auf den Markt wirft hat durch seine gradlinige „Politik“ schon für allerlei aufsehen gesorgt. Mit Rise of the Zombies gibt es hier einen weiteren Vertreter des Studios hier im Thread. Wie zu erwarten startet der Film mit schlechten CGI Einsatz. Denn nicht nur die Special Effects kommen aus dem PC sondern auch ein Großteil der Zombies welche überfahren werden. Doch statt hier mit Holzhammer Trash glänzen zu wollen ist kommt der Film doch recht Ernst daher. Was schon für einen Asylum Film etwas zu bedeuten hat. So seltsam also die ersten paar Minuten auch anmuten, eine Schwangere überlebt einen Autounfall als einzige als sie vor den Zombies flüchten, so ergibt dieser Nebenstrang im Bezug auch einen Charakter doch wieder Sinn.

Kommen wir aber zur eigentlichen Geschichte. Eine Gruppe überlebender hat es nach Alcatraz geschafft. Via Internet bekommen sie Wind von einem Professor welcher angeblich die Lösung für das Zombie-Problem gefunden hat, allerdings nur anhand eines Testaffen. Eine Gruppe von Überlebenden will sich auf die Suche nach dem besagten Wissenschaftler machen und kommt sich so mit anderen Überlebenden in die Haare. Der Streit wird allerdings schnell beigelegt als Zombies den Strand erreichen und das Gefängnis überrennen. Eine Handvoll Überlebender begibt sich auf die Reise zum Festland. Ein Arzt welcher ebenfalls auf Alcatraz zugegen war verweilt dort weiterhin um seiner mittlerweile infizierten Tochter zu helfen. Die Überlebenden welche das Festland erreicht haben teilen sich indes auf. Während eine Gruppe den Professor sucht, wollen die anderen einen Evakuierungspunkt aufsuchen und den anderen Hilfe zukommen lassen...

Im groben ist das die Geschichte um welche es sich dreht. Kurzum, es gibt Storytechnisch nichts neues. Allerdings, und das ist für einen Asylum Film schon wieder etwas besonderes, man versucht Dramatik und Charaktertiefe mit ins Spiel zu bringen. Zwar gelingt letzteres nur bedingt aber die Idee das einewie sich später herausstellt, Schwangere ein gerade neugeborenes Zombie-Baby zertritt und hier Handeln hinterfragt ist schon ungewöhnlich. Auch die daraus resultierenden persönlichen Entscheidungen verleihen dem ganzen einen ganz anderen Anstrich. Wie schon Anfangs erwähnt gibt es in diesem Film keinen Holzhammer Trash wie in Zombie Apocalypse (Stichwort: Säbelzahntiger) und das obwohl Nick Lyon auch hier Regie führte. Etwas arg daneben sind bestimmte Übergänge. Denn in zwei Szenen wird die Dramatik, welche aufkommt, einfach durch unsachgemäßen Einsatz von Zombies welche aus dem Nichts zu kommen scheinen sowie durch potthässliches CGI zunichte gemacht. Trotzdem ist der Film für Asylum Verhältnisse eine ziemliche Steigerung.

Den Cast möchte ich auch noch kurz ansprechen denn wie schon in Zombie Apocalypse gibt es hier ein paar bekannte Namen. Zunächst sei Danny Trejo genannt, kennt jeder und fast jeder mag ihn. Wird seltsamerweise hier als Zugpferd benutzt um den Leuten den Film schmackhaft zu machen. Das wäre ja in Ordnung nur geht er schon im ersten Drittel drauf. In weiteren Rollen sind Ethan Suplee (American History X), Mariel Hemingway und Chad Lindberg zu sehen. Insgesamt machen alle ihre Sache sehr gut und Totalausfälle gibt’s nicht.

Doch wie sieht es mit den Zombies aus? Die Verhalten sich wie eh und je. Dumm, langsam und gierig auf Menschenfleisch. Die Masken gehen hierbei in Ordnung und die Bewegungen sind wie gewohnt klassisch (langsam und schlurfend). Also alles perfekt? Nein, denn wie der aufmerksame Leser schon erkannt hat wie kommen die Untoten an den Strand der Gefängnisinsel? Diese Frage wird leider nicht beantwortet. :-/ Hier nach Logik zu suchen ist zwar absurd und Filme wie Land of the Dead, Survival of the Dead oder Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies thematisieren die Untoten welche am Grund von Gewässern ihr Dasein führen doch wird sich in Rise of the Zombies das Leben sich etwas zu leicht gemacht um eine Bedrohung selbst auf Inseln aufkommen zu lassen.

Der Gewaltgrad im Film selbst ist schon ganz ordentlich, auch wenn die meisten Zombies via CGI Kopfschuss erledigt werden gibt es doch den einen oder anderen handgemachten Effekt zu bestaunen welcher auch ganz ordentlich aussieht. Der Bodycount selbst ist auch nicht niedrig ausgefallen.

Ist Rise of the Zombies eine Anschaffung wert? Um diese Frage zu beantworten sollte man sich über folgendes im klaren sein:
1.)Es ist ein Asylum Film.

2.)Der Einsatz von schlechten CGI Effekten ist nicht niedrig.

Außerdem sollte man sich noch folgende Frage stellen:

Muss ich jeden Zombiefilm besitzen? :D

Für Genresammler einen Blick wert sowie für Kenner von Zombie Apocalypse. Wer einen Zombiesnack sehen will kann ebenfalls das Bier kalt stellen. Wer auf günstige Zombieunterhaltung nicht steht oder wer allgemein keine Filme von The Asylum mag sollte hier einen großen Bogen drum machen.

7/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
die neuesten reviews
Red
TheMovieStar
7/10
Bounty
TheMovieStar
7/10
Big
cecil b
10/10
One
Ghostfacelooker
Todeskandidaten,
TheMovieStar
3/10
Evil
dicker Hund
7/10

Kommentare

09.03.2015 01:35 Uhr - Samsu83
User-Level von Samsu83 2
Erfahrungspunkte von Samsu83 91
Hm, interessant, den in der Tat grauenhaften "Abraham Lincoln vs. Zombies" hast Du berechtigt nur 3 Punkte gegeben, aber den fast noch schlechteren "Zombie Invasion War" fandest Du gelungen? Aber über Filmgeschmäcker lässt sich bekanntlich streiten.

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)