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Night of the Demons 2

Herstellungsland:USA (1994)
Genre:Horror
Alternativtitel:Night of the Demons - Angela's Revenge
Night of the Demons: Angela's Revenge
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,40 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Sechs Jahre nach den Ereignissen des ersten Teiles ist Angelas Schwester Melissa - von allen Maus genannt - verwaist und in einer Katholischen Schule für schwer erziehbare Kinder untergebracht worden. Zu Halloween spielen ihr einige ihrer Mitschüler einen Streich und bringen sie zum alten Hull House. Doch das Böse versteckt sich immer noch in dem Haus...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von frank the tank85:

Another Party - Trick´r Treat, Sucker

1994 lud Angela, die im ersten Teil zur Oberdämonin wurde, erneut zur Party. Wieder an Halloween, wieder im Hull House. Mit einem auf 1,4 Millionen Dollar minimal gestiegenem Budget, lies man die Herrin diesmal auf ein paar Schüler einer kirchlichen Besserungsanstalt los. Diesmal unter der Regie von Brian Trenchard-Smith (Leprechaun 3 u. 4 1994/95).

Ein paar Jahre nach dem blutigen Ereigniss jener Halloweennacht als Angela in die Hölle gefahren ist, machen sich ein paar Schüler eines katholischen Internats erneut zum Hull House auf um dort Halloween zu feiern. Doch diesmal spielen sich die Geschehnisse nicht auf dem Hull Anwesen ab, sondern in dem Internat. Denn Angela hat einen Weg gefunden die unterirdische Wasserader die das Haus umgibt und von Dämonen nicht übertreten werden kann, mit einem Trick zu überqueren.

Es war schon eine mutige Nummer, 6 Jahre nach "Night of the Demons" mit einer Low Budget Fortsetzung zu einem Dämonenfilm zu kommen. Zumal das Original nun auch kein Megaerfolg war und gerade mal 2 Millionen Dollar Gewinn abwarf. 10 Jahre zuvor wäre das absolut kein Problem gewesen, aber 1994 war die Gorequelle der 70er/80er längst versiegt und äusserst unprofitabel. Dämonen, Zombies, Vampire und maskierte Killer gingen lange nicht mehr so rabiat zur Sache wie noch ein paar Jahre zuvor. Und was macht Brian Trenchard? Er packt die Gorekeule aus. Jawoll :-D

Auch wenn der Streifen aus den 90ern stammt, ist er doch eigentlich ein waschechter 80er Jahre Horrorfilm, was 1994 vielleicht schon ein bischen angestaubt wirkte. Hat sich Teil 1 schon nicht sonderlich ernst genommen und einige schwarzhumorige Momente zu bieten gehabt, "verkommt" Teil 2 fast schon zur Splatterkomödie. Und diesmal ist das Wort Splatter auch Programm. Wo Teil 1, uverständlicherweise oft als Splatterfilm betitelt, doch recht blutarm daherkam, gehts hier, vor allem ab der zweiten Hälfte, ordentlich zur Sache. Aber der Reihe nach. Interessant ist hier das man eine kleine Geschichte nach den Geschehnissen des ersten Teils erfährt. Angelas Schwester Melissa, von allen Maus genannt, ist ebenfalls Schülerin des Internats. Sie ist dort, weil ihre Eltern Selbstmord begingen nachdem sie nach Angelas Tod eine Einladung zu einer Halloweenparty bekamen die von Angela unterzeichnet war.

Der Cast kommt hier tatsächlich recht sympathisch rüber. Gut, sehr wahrscheinlich lag noch bei keinem von den Darstellern eine Einladung zur Oscarverleihung im Briefkasten, aber dem Pastor des Internats und Schwester Gloria  (Jennifer Rhodes Slumber Party Massacre 1982) kann man ein gewisses schauspielerisches Talent nicht abstreiten. Allen voran aber mal wieder Angela (Amelia Kinkade). Entweder als heisse Gothik-Prinzessin in Menschengestalt, aber vor allem als Ober-Dämonin brilliert sie in diesem Teil dermaßsen, vor allem im Finale, auf das ich später noch komme, das ich sie in ihrer Rolle fast als weibliches Pendant zu Robert Englund/Freddy Krüger sehen würde. Die restliche Riege der Schüler/Insassen wurde halt aus der 80er Mottenkiste geholt, aber auch hier finde ich gibt es keinen wirklichen Ausfall. Auch sind die Gesichter diesmal nicht gänzlich unbekannt, zumindest eingefleischte Horrorfans dürften das ein oder andere Gesicht schon mal irgendwo geshen haben. Sehr erfreulich, haben die Mädels ín Teil 1 schon nicht mit (ganz) nackten Tatsachen gegeizt, gibt es hier kaum ein Mädchen, das nicht irgendwann mal nackt durchs Bild läuft oder ihren BH und/oder Ihr Höschen auszieht. Internatsschüler müsste man sein... :(

Leider bleibt bei dem Treiben die Atmosphäre fast gänzlich auf der Strecke. Hatte der Erstling noch einen gewissen unheimlichen Gruseltouch, will sich hier einfach keine Gruselstimmung einstellen. Das Hull House wirkt einfach nicht mehr so beklemmend, was zum einen dem Score geschuldet ist, der hier bei weitem nicht so gut und passend eingesetzt ist wie im Original, zum anderen, passiert in dem alten Gemäuer samt Krematorium eigentlich nicht viel und die "Partygäste" haun einfach ab als es ihnen zu unheimlich wird. Zwar ist Night of the Demons 2 eine übertriebene Horrorkomödie, wo man auf Atmosphäre ohnehin nicht allzugrossen Wert legen sollte, doch das wird der Film eigentlich erst so richtig in der zweiten Hälfte. Zumindest im Hull House hätte man sich atmosphärisch vieleicht ein bischen am Vorgänger orientieren können.

Brauchte Night of the Demons ganz schön viel Anlauf bis das erste Blut floss, verliert der Nachfolger keine Zeit und legt sofort los. Danach gilt es zwar auch erstmal wieder eine kurze Durststrecke zu überstehen, aber ab der zweiten Hälfte gehts wirklich rund. Die Masken und Effekte haben sich zu denen aus Teil 1, die schon absolut spitze waren, nochmal gesteigert. Man griff hier erneut auf Effektguru Steve Johnson zurück (Poltergeist 2 1986, Nightmare on Elmstrett 4 1988, The Abyss 1989). Hier wird enthauptet, Extremitäten verstümmelt eine komplette Unetrlippe abgerissen und und und. Eine coole Idee ist der Dämon, der mit seinem Kopf Basketball spielt. Die Dämonen werden hier mit Weihwasser aus Wasserbomben und Super Soakern verätzt und schmelzen schön gorig und schleimig vor sich hin oder zerplatzen. Ich will mich ja nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich könnte mir vorstellen das für 2 gewisse Herren 2 Jahre später die Finalschlacht hier Pate für ihren eigenen Horrorklassiker stand ;-)

Besonders der Finalkampf zwischen Angela und den überlebenden Schülern, und ich übertreibe jetz kein Stück, ist Maskentechnisch mit das beste was ich je in einem Horrorfilm gesehn habe. Angela mutiert hier zu einem Schlangenwesen das derart toll und detailgetreu inszeniert ist, das man wirklich staunen muss. Kein Computer, kein CGI, nicht mal eine Puppe, sondern wirklich nur meisterliche Handwerkskunst. Nicht vergessen, es handelt sich hier immernoch um einen Low-Budget Film. Allein dieses "grässliche" Viech müsste einen Punkt mehr in der Wertung bekommen. Auch Hier ist die Ähnlichkeit zu Santanico Pandemonium nach ihrer Verwandlung unverkennbar. Mit einem Unterschied, das hier das Vieh noch krasser aussieht. Chapeu!

Wer den Film nicht kennt, der Schlangendämon sollte auf jeden Fall mal einen Blick bei Google wert sein oder 10e für die DVD Box ;-)

Fazit: Ja, das hat man nicht oft. Terminator 2 hat es geschafft, der Pate 2 auch, natürlich Hellbound, und Night of the Demons 2 hat es ebenfalls gemeistert. Und zwar das Original in den Schatten zu stellen. Hier hat man mit nur 200.000 Dollar mehr Budget wie noch 6 Jahre zuvor, viel mehr rausgeholt als im Original. Bessere, sympathischere Schauspieler, eine ineressante, kleine Nebenhandlung, mehr nackte Haut und vor allem, mehr Splatter. Die Effekte und vor allem die Masken suchen ihresgleichen und müssen sich vor keinem anderen Horrorfilm verstecken. Eher sollte es umgedreht sein. Was mich ein bischen trübt ist die quasi nicht vorhandene Atmosphäre des verfluchten Hull Anwesens, welche man sicher mit einfachen Mitteln hätte aufbauen können, aber man kann halt für 1,4 Millionen Dollar nicht alles haben.

Härte: 6   Atmosphäre: 3   Splatter: 7   Diesmal vergebe ich noch die Sparte "Masken" : 10

Ich vergebe hier tatsächlich den Pluspunkt für die Masken, womit ich bei stolzen 8/10 für das kleine Dämonenfilmchen bin :-)

 

8/10
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Kommentare

16.03.2015 23:10 Uhr - Inferis
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Hab den nachdem ich deine Review zum ersten Teil gelesen gestern endlich mal geschaut und fand ihn auch ganz gut. Würde dem Streifen aber eher 6-7 Punkte geben, da es nicht sonderlich splattrig zuging und es nachdem ersten "richtigen" Angriff der Dämonen in Sachen Kreativität erst am Ende eine Steigerung gibt, mit der Schlangen Angela. Aber die Damen in dem Film waren wirklich nett anzusehen :)

Oh, und wieder eine tolle Review von dir.

16.03.2015 23:27 Uhr - cecil b
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Ein Spitzenreview! Aus diesem Streifen kann man wohl kaum mehr rausholen!

Aber was den Film angeht, sehe ich das ähnlich wie Inferis.

17.03.2015 05:55 Uhr - Frank the Tank85
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Danke euch.
Der Film ist natürlich eher eine 7. Mit der 8 hab ich auch erst etwas gehadert, aber ich war gut drauf, die Wörter flossen nur so aus den Fingern und dazu kommt noch der Maskenbonus, da dacht ich, ach was solls, ich bin in Spendierlaune ;-)
So gut wird Teil 3 leider nicht davon kommen...

17.03.2015 07:10 Uhr - leichenwurm
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Super Review obwohl ich den Film gar nicht mehr so gut in Erinnerung habe (nicht qualitativ gemeint sonder eher allgemein). Aber bei deiner Erwähnung des Showdowns fiel es mir wie Schuppen von den Augen... das Filmchen ist echt nen cooles Teil und für damalige Verhältnisse ne echt beeindruckende Effekte-Show !!! Ich glaub den muss ich ma wieder aus meiner VHS- Kiste kramen... ;-)

17.03.2015 07:11 Uhr - cecil b
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Auf dein Review zu Teil 3 bin ich auch gespannt! Aber ich weiß jetzt schon, dass es gut wird!

17.03.2015 09:05 Uhr - Frank the Tank85
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@ Leichenwurm
Geil, die VHS mit dem coolen Cover. Auf Kasette macht son Film doch eigentlich noch mehr Spass :)

@cecil
Bitte keine Vorschusslorbeeren, am End geht's in die Hose :-D

17.03.2015 13:28 Uhr - cecil b
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Wollte dir keinen Druck machen. Du machst das schon!

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