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Resident Evil: Afterlife

Herstellungsland:Deutschland, Großbritannien, Frankreich (2010)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Horror, Science-Fiction
Alternativtitel:Biohazard: Afterlife
Biohazard 4
Resident Evil 4
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,13 (96 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

In einer von einem Virus befallenen Welt, der seine Opfer in Untote verwandelt, setzt Alice (Milla Jovovich) ihre Reise fort, um Überlebende zu finden und in Sicherheit zu bringen. Ihr tödlicher Kampf gegen die Umbrella Corp. erreicht einen neuen Höhepunkt, bei dem Alice jedoch unerwartete Hilfe von einem alten Freund bekommt. Ein neuer Anführer verspricht ihr und ihren Schützlingen eine sichere Zuflucht vor den Untoten und führt sie nach Los Angeles. Doch als sie die Stadt erreichen, ist diese bereits von Tausenden von Untoten überannt, sodass Alice und ihr Team im Begriff sind, in eine tödliche Falle zu tappen... (Constantin Film)

eine kritik von s.k.:
Die "Resident-Evil"-Reihe ist wohl DER Inbegriff für Survival-Horror-Games mit absolutem Kult-Status, und der Name dieser Marke ist in Spielerkreisen mindestens genauso geläufig wie der knuffige Jump'n Run-Klempner Mario oder die sexy Grabräuberin Lara Croft.
Nun ist es mit Verfilmungen von Videospielen immer so ne Sache:
Besitzt schon das Original-Spiel eine starke Story-Grundlage, so kann (ich betone: KANN, muss aber nicht) der Schritt Richtung Kinoleinwand durchaus glücken und sogar weiter ausgedehnt werden. In welcher Breite dies möglich ist hängt vom Stoff und Setting des Spiels ab. Falls es aber eher ein Titel ist, der auf ein schnörkelloses und möglichst einfaches Spielprinzip setzt und dessen Story nur sekundäres Beiwerk darstellt, kann allein der Versuch einer Adaption schon fehlschlagen. Das erklärt auch die niederschmetternde Bilanz solcher Filme: Die Masse Solcher hat kaum den Hauch einer Chance, die Kinobesucher für sich zu gewinnen. Ausnahmen wie "Tomb Raider" bestätigen dies.

"Resident Evil" (oder kurz RE) dagegen ist schon ein Phänomen für sich. Das Ziel der Spiele war und ist bis heute schlicht und einfach der Kampf ums nackte Überleben. Gegen blutdürstige Zombies oder andere grauenhafte Kreaturen, mit allen verfügbaren Waffen. Dementsprechend brutal und überaus blutig auch das Szenario, doch gerade dafür ist diese Spielreihe ja auch so bekannt. Die bedrohliche Atmosphäre, zahlreiche Schockeffekte und die filmische Inszenierung (das erste RE setzte noch auf echte Real-Szenen auf B-Movie-Niveau, ehe diese in den Fortsetzungen durch qualitativ hochwertige CGI-Sequenzen ersetzt wurden), das sind die großen Stärken der RE-Spiele. Die darauf beruhende Erfolgsgeschichte dieser Marke währt nun fast 15 Jahre.

Wie bereits angedeutet besitzt RE im Grunde genommen keine bahnbrechende Geschichte, und Zombie-Filme gibt es nun wahrlich nicht wenige. Doch im Laufe der Jahre hat sich RE zu der bis dato erfolgreichsten und langlebigsten Filmreihe entwickelt, die auf ein Spiele-Franchise basiert. Trotz oder gerade wegen des alles andere als anspruchsvollen oder künstlerisch wertvollen Inhalts. Und das, obwohl Filme und Spiele abgesehen von vereinzelnten Charakteren, der bösen Umbrella Coorporation und nicht zu vergessen den Untoten nicht viel gemeinsam haben.
Atmosphäre ? Nö. Wird durch unpassende Techno-/Heavy-Metall-Stücke jäh zerstört.
Spannung ? Fehlanzeige ! Die knallige Action bestimmt das Geschehen.
Eigenständigkeit ? Von wegen. Man bedient sich ungeniert an anderen Filmen und anderen Genren.

Und der finanzielle Erfolg reisst auch beim nunmehr vierten Teil nicht ab.

"Resident Evil - Afterlife" knüpft direkt an das Ende von "Resident Evil - Extinction" an. Der T-Virus hat fast die ganze Welt befallen, überall sind die Untoten im Umlauf. Die Klone von Alice (Milla Jovovich) erobern das Hauptquartier der Umbrella Corporation in Tokio, jedoch kann Umbrella-Mitglied Albert Wesker per Flugzeug flüchten und die Basis per Selbstzerstörung vernichten. Eine kurze Konfrontation mit der echten Alice endet damit, dass Wesker sie von ihrer T-Virus-Infektion befreit und gleichzeitig ihre übermenschlichen Kräfte raubt. Das Flugzeug stürzt ab, Alice überlebt.
Von nun an muss sie sich wieder als normaler Mensch durchschlagen. Ein Funkspruch erregt ihre Aufmerksamkeit, da die Stimme dahinter von einem Ort namens Arcadia" spricht, wo es scheinbar keine Kontamination und ausreichen Nahrung für alle Überlebenden geben soll. So macht sich Alice auf die Suche nach diesem Hort der Sicherheit und trifft dabei auf andere Überlebende. Und wo Überlebende sind, sind auch die Untoten nicht weit enfernt...

Wer bereits die ersten drei Abenteuer kennt, wird auch hier nicht viel Neues entdecken. Die Struktur der Handlung ist stets die Gleiche geblieben: Eine Handvoll Menschen, von Zombiehorden umgeben, sucht einen Weg ins rettende Ziel. Dass die Gruppe dabei stetig kleiner wird, ist hierbei ungeschriebenes Genre-Gesetz ;).
Die Story glänzt nicht gerade mit interessanten Einfällen oder ausgeklügelten Wendungen, der eigentliche Horror an sich, den man von den Spielen so mochte, bleibt (wie immer) auf der Strecke und wird durch stylische Hochglanz-Action ersetzt. Haufenweise eingestreute Bullet-Time- und Zeitlupen-Sequenzen (diesmal in 3D) erstrecken sich in den action-betonten Abschnitten, während die Darsteller in ruhigen Momenten nur ihr Pflichtprogramm an Schauspielleistung erfüllen. Für Game-Fans gibt es neben Claire Redfield - die schon in "Extinction" ihren ersten Auftritt hatte - auch ihre brüderliche Hälfte Chris (gespielt von "Prison Break"-Star Wentworth Miller) und ein paar neue Zombie-Arten aus den Original-Spielen zu sehen. Netter Bonus, aber für den Plot nicht elementar wichtig.

Da das 3D-Feature (für mich gesehen) keinen Einfluß auf die insgesamte Qualität eines Films hat (dieser Effekt hat auch Filme wie "Avatar" nicht besser gemacht), lasse ich diesen Aspekt bewusst außen vor und beschränke mich auf den eigentlichen Filminhalt:
Das Niveau (wenn es denn solches bei RE überhaupt gibt) von "Afterlife" ist verglichen mit den Vorgängern unverändert geblieben, soll heissen: Nicht richtig begeisternd, aber auch nicht total enttäuschend. Ein durchschnittlicher und effektreicher Hochglanz-B-Movie, der so ziemlich die gleichen Erwartungen befriedigt, die schon mit RE 1-3 gedeckt wurden. Für mich als Nicht-Fan - aber Spiele-Kenner - vollkommen okay. Ein solider Action-Horror-Streifen, mit starker Betonung auf Action. Nicht mehr und nicht weniger.

05/10
5/10
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