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Punisher77
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Eintrag: 19.05.2015

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The Texas Chainsaw Massacre - The Beginning

(Originaltitel: The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning)
Herstellungsland:USA (2006)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,61 (209 Stimmen) Details
inhalt:
Ein Baby erblickt das Licht der Welt. Doch das Licht ist finster, die Welt so schmutzig wie grausam und überlässt das Kind seinem Schicksal. Die schräge Hewitt-Familie nimmt den Sprössling auf und erzieht ihn im Sinne ihrer ganz eigenen Familientradition. Erlebe wie alles begann, wie Sheriff Hewitt zum Freund und Helfer wurde und wo Leatherface den souveränen Umgang mit der Kettensäge gelernt hat.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

             THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE - THE BEGINNING

Michael Bay´s Texas Chainsaw Massacre, das Remake von Tobe Hoopers Horrorklassiker, der hierzulande unter dem Titel Blutgericht In Texas vertrieben wurde, läutete zusammen mit Wrong Turn eine Welle von Horrorfilmen ein, die sich an den düsteren und blutigen Klassikern der 70er und 80er Jahren orientierten. Da das knapp neun Millionen Dollar teure Remake weltweit über 120 Millionen einspielte, war ein weiterer Kettensägenfilm nur eine Frage der Zeit. Und so sollte dem Remake ein Prequel folgen - man spekulierte darauf, dass es weltweit genug Fans geben würde, die sich fragten, wie Leatherface zu seiner Kettensäge gekommen war, warum sein Gesicht so verunstaltet war, wie der sadistische Hoyt Sheriff wurde etc.

Das von Regisseur Jonathan Liebesman (Der Fluch Von Darkness Falls) inszenierte und - abgesehen vom unverwüstlichen R. Lee Ermey (Full Metal Jacket, Michael Bay´s Texas Chainsaw Massacre) - mit weitgehend unbekannten (Jung)Darstellern besetzte Prequel beginnt im Jahr 1939 mit Leatherfaces Geburt und befördert uns nach der Creditsequenz ins Jahr 1968. Eric (Matt Boomer) und sein Bruder Dean (Taylor Handley) müssen bald nach Vietnam und verbringen ihre letzten Tage als Zivilisten mit ihren Freundinnen Chrissie (Jordana Brewster) und Bailey (Diora Bird). Als sie nach Texas fahren, geraten sie in die Fänge des psychopathischen Sheriffs Hoyt (R. Lee Ermey) und seiner geistesgestörten Sippe. Da  dessen Familie seit der Schließung der örtlichen Fleischfabrik von Tier - auf Menschenfleisch umgeschaltet hat, unternimmt der Schlachter Leatherface (Spielt die Rolle zum zweiten Mal: Andrew Bryniarski) an den vier Twens seine ersten Schnippelversuche und bedient dabei erstmals die Kettensäge...

Die Idee eines Prequels klingt reizvoll, doch teilweise beschleicht den Zuschauer das Gefühl, dass die Chancen, die ein solches Projekt bietet, hier nicht vollständig genutzt wurden. Sicher, das Prequel verrät das eine oder andere Geheimnis, z.B. wie der Schlachter Charlie zu Sheriff Hoyt wird, aber das sind Kleinigkeiten, die quasi "im Vorbeigehen" abgehakt werden. Ein Blick in Leatherfaces Kindheit, die während der Creditsequenz mit ein paar Texteinblendungen abgefrühstückt wird, wäre für die Fans sicherlich reizvoll gewesen und hätte sicherlich einige Erklärungen geliefert, warum aus ihm das kettensägenschwingende Monster wurde.

Stattdessen bietet Liebesman das, was auch Tobe Hoopers Original und Marcus Nispels Remake gezeigt haben: Das Jagen, Quälen und Töten von Twens in einer unwirtlichen Gegend. Aber das macht er verdammt gut! Wurde dem Remake immer wieder seine Hochglanzoptik vorgeworfen, so wirkt The Texas Chainsaw Massacre - The Beginning wesentlich rauer und verfügt über eine dunkle, gnadenlose Atmosphäre, die durch die unheilschwangere Musik und die düsteren Kulissen des Films unterstrichen wird. Die Produktionsdesigner haben alle Register ihres Könnens gezogen und Leatherface einen Folterkeller gebaut, der der Fantasie eines Geisteskranken entsprungen zu sein scheint.

Die erbarmungslose Stimmung des Films schlägt sich auch in den zahlreichen Gewaltszenen des Films nieder, von denen die "Liegestützen - Sequenz" trotz ihrer Härte noch zu den "harmloseren" Teilen des Films gehört. Da die Macher des Films wussten, dass sie einiges an Effekten aufbieten mussten, um mit konkurrierenden Schlachtplatten wie Hostel, dem The Hills Have Eyes - Remake oder den Saw - Filmen mithalten zu können, übergab man die Arbeit an den Make Up - und Spezialeffekten an die berühmte KNB FX Group, die hier mal wieder ganze Arbeit geleistet hat. The Texas Chainsaw Massacre - The Beginning ist ein verdammt blutiger Streifen geworden, der, sowohl in der ungekürzten R-Rated - als auch in der Unrated - Fassung, auf die sich dieses Review bezieht, alle anderen TCM - Filme in den Schatten stellt. In keinem anderen Teil der Reihe ist die Kettensäge so oft zum Einsatz gekommen wie hier. Der bedauernswerte Eric wird auf Leatherfaces Schlachtbank aber nicht nur mit der Kettensäge malträtiert, sondern bekommt auch noch die Beine mit einem Hammer zetrümmert etc. The Texas Chainsaw Massacre - The Beginning ist verdammt harte Kost! Allerdings nicht in der deutschen Fassung, die gravierende Kürzungen (sowohl im Kino als auch auf DVD) über sich ergehen lassen musste. Auf die Zensurgeschichte des Films möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, da sie auf dieser Seite hervorragend dokumentiert wird.

Während es sich bei den Opfern (mal wieder) um austauschbare Jungdarsteller handelt, die kaum Eindruck hinterlassen, läuft der grandiose R. Lee Ermey wieder zu großer Form auf. Allein wegen ihm sollte man den Film gesehen haben. Und auch Andrew Bryniarski wirkt in der Rolle des Leatherface bedrohlich wie eh und je.

The Texas Chainsaw Massacre - The Beginning ist ein Brett von einem Horrorfilm: packend, spannend und brachial. Allerdings gibt es kleine Abzüge in der B-Note, da sich der Film - dafür, dass er ein Prequel sein will - inhaltlich kaum vom Remake unterscheidet. Vielleicht war es gerade dieses Manko, dass dafür sorgte, dass der Film nur 50 Millionen Dollar einspielte. Bei einem Budget von 16 Millionen Dollar ist das natürlich kein schlechtes Ergebnis, aber verglichen mit dem Remake ist dieses Ergebnis enttäuschend. Dennoch ist Liebesmans TCM - Streifen ein sehenswerter Horrorstreifen, der für mich zu den besten Genrebeiträgen der 2000er Jahre gehört.

                                                                                                                                                  8-9/10

 

 

9/10
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Kommentare

19.05.2015 23:17 Uhr - NoCutsPlease
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Ein rundum gelungenes Review!
Es ist zwar schon ein paar Jahre her, dass ich den Film gesehen habe, aber aus der Erinnerung heraus kann ich dir nirgends widersprechen.

Vor allem die dreckige und brutale Atmosphäre zeichnet den Film besonders aus und wie du es erwähnst, steht der inhaltliche Einblick in die Vorgeschichte deutlich hinter der anvisierten und gelungenen Schockwirkung an.

20.05.2015 00:33 Uhr - Fratze
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Jupp, das unterschreib ich so, hast du sehr gelungen dargelegt ^^ Dieser Teil ist m.E. aus der gesamten Reihe der brutalste, böseste und beste, ein richtig echtes "massacre"!

20.05.2015 09:45 Uhr - deNiro
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Schön die Stärken und Schwächen ausformuliert! Klasse!

20.05.2015 10:04 Uhr - leichenwurm
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Oh ja... endlich gibt's in einem "Texas Chainsaw Massacre"-Film auch mal ein Chainsaw Massacre ;-)) ! Obwohl mir die niederträchtige schmutzfilm-atmosphäre des Originalfilms hier deutlich gefehlt hat. Man merkt halt in jeder Sekunde das dieser Film im Endeffekt eine hochglanzproduktion im Schmutzmantel ist, während der Originalfilm gerade aus seiner billigen machart eine Tugend machte und die kreierte Atmosphäre direkt aus den beschränkten Mitteln entstehen konnte. Nichtsdestotrotz ein sehr starkes Review zu einem wirklich herben "TCM"-Film... ;-)

20.05.2015 10:04 Uhr - leichenwurm
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Sorry Doppelpost.

20.05.2015 12:13 Uhr - JasonXtreme
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Super, schließe mich da völligst an! Das Teil war klasse!

22.05.2015 15:16 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank, Leute!

Die Schmutzfilmatmosphäre des ersten Teils bleibt auch hier unerreicht, das stimmt.
Aber das Original ist auch von 1974, da haben selbst Filme mit `nem höheren Budget wie "Der Exorzist", "Taxi Driver" oder "French Connection" einen erdigeren, dunkleren Look, wie man ihn heue kaum noch, bzw. nicht mehr findet.

Aber wir sind nun mal über vierzig Jahre weiter und die aktuellen Filme, die mehr auf "Hochglanz" getrimmt sind (Was ich nicht immer schlecht finde - das TCM-Remake von 2003 finde ich trotzdem gut), sind nunmal genauso Kinder ihrer Zeit wie die Klassiker. So sehen Filme heute nun mal aus, was aber nicht bedeutet, dass das immer gut ist...

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