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Kable Tillman
Level 12
XP 2.183
Eintrag: 26.05.2015

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Wolf Creek

Herstellungsland:Australien (2005)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,28 (87 Stimmen) Details
inhalt:
Kristy, Ben und Liz - drei junge Leute an der sonnigen Westküste Australiens. Mit vollen Rucksäcken, viel Enthusiasmus und einem halbwegs fahrtüchtigen Ford Kombi starten sie in den Urlaub ihres Lebens: drei Wochen Outback-Tour im Wolf Creek Nationalpark. Der beginnt mit Sommerhitze, Abenteuer und Romantik, bis eines abends das Auto nicht mehr anspringt. Die drei richten sich schon für eine dunkle Nacht ein, als Mick auftaucht. Der schrulllige Mann bietet an, sie mit seinem Truck abzuschleppen und am nächsten Tag ihr Auto zu reparieren. Doch bei Sonnenaufgang wird klar, dass Mick sie nicht gehen lassen will. Niemals wieder...
eine kritik von kable tillman:

Kopf am Stiel

30.000 Menschen werden in Australien jedes Jahr als vermisst gemeldet. 90% von ihnen werden innerhalb eines Monats gefunden. Einige jedoch nie. "Wolf Creek" erzählt ihre Geschichte. Dieser Anfang meines aktuellen "Fright Night Reviews" erinnert euch an die Kultserie "Law & Order", stimmts? Das ist natürlich von mir so gewollt, aber womöglich auch die Intention von Regisseur Greg McLean, dessen authentisch anmutender, nur 1.000.000$ teurer Horrorfilm von 2005 fortfolgend von mir besprochen wird. "Wolf Creek" wirft dem Zuschauer anfangs die oben stehenden Fakten an den Kopf und verkauft ihm seine nervenaufreibende Story als "basierend auf wahren Begebenheiten". Alles Quatsch, denn McLean hat einige australische Mordserien in einen Topf geworfen und daraus das Drehbuch von "Wolf Creek" gebraut. Wohl bekomms!

Die jungen Freunde Liz (Cassandra Magrath), Kristy (Kestie Morassi) und Ben (Nathan Phillips) planen einen mehrwöchigen Trip durch Australien. Eines ihrer Ziele ist der "Wolfe Creek Crater", der zweitgrößte Meteoritenkrater mit Rückständen auf der Erde. Klingt verdächtig langweilig nach Friede, Freude, Eierkuchen meint ihr? Weit gefehlt, denn den drei Freunden vergeht der Spaß, als ihre Uhren stehen bleiben und ihr Auto nicht mehr anspringt. Glücklicherweise treffen sie Nachts auf den freundlichen Einsiedler Mick Taylor (John Jarratt), der ihnen ihren Wagen sogar kostenlos reparieren will. Doch auch im Outback Australiens gibt es nichts umsonst, wie die drei alsbald am eigenen Leib erfahren werden.

Der durchschnittliche (Haha, Wortwitz!) Slasher-Fan wird sich angesichts eines mickrigen Body Counts sowie der über 40 Minuten langen Einführung der Protagonisten ein wenig wie im falschen Film vorkommen. Auch wenn "Wolf Creek" einen psychopathischen Killer mit markigem Hintergrund sowie liebesfreudige Teens aufweist, ist er im Herzen eher ein Backwood-Terrorfilm (nur ohne Wood) mit Anleihen aus dem Torture-Porn-Genre. Also ein bisschen wie "The Texas Chainsaw Massacre". Die Gewaltdarstellungen in "Wolf Creek" sind ebenfalls auf ähnlichem Level wie beim Horrorfilm-Klassiker von 1974: Nicht besonders explizit, aber wirkungsvoll. Hierzulande bekam "Wolf Creek" in seiner in puncto Gewalt ungekürzten R-Rated-Kinofassung die FSK ab 18 Freigabe. Später erschien ungeprüft noch die Unrated-Fassung, die zwei Handlungsszenen mehr bietet.  

Grundsolide präsentieren sich Inszenierung und Drehbuch von Greg McLean sowie die Kameraarbeit von Will Gibson. Die anfangs harmonische Stimmung wird immer düsterer, desto weiter es ins australische Outback geht und schlägt geradezu abrupt in Tiefschwarz über. Die zweite Hälfte des bis dahin zwar nett gemeinten, doch recht langatmigen Films bietet hochspannendes, Haken schlagendes sowie Sessellehnen in Mitleidenschaft ziehendes Genrekino mit einem Bösewicht, dessen Ersteindruck kaum sympathischer hätte ausfallen können. Der kauzige Zeitgenosse, der im O-Ton dank lustigem Akzent für Schmunzler sorgt, wird zum diabolischen Psychopathen, der scheinbar grundlos tötet. Durchgehend überzeugend sind die Schauspielleistungen von Cassandra Magrath, Kestie Morassi ("Der Fluch von Darkness Falls"), Nathan Phillips ("Snakes on a Plane") und John Jarratt ("Rogue - Im falschen Revier"), auch wenn ihre Figuren bisweilen arg leichtsinnig zwischen tough und unglaubwürdig balancieren. Zu ernst sollte man "Wolf Creek" also nicht nehmen, denn sonst entgeht einem die dichte Atmosphäre der zweiten Hälfte und einer der fiesesten Filmbösewichte der letzten Jahre. Und Letzteren sollten Horrorfilm-Fans ganz sicher nicht verpassen. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass "Wolf Creek" eine kleine B-Movie-Perle ist, bei der A wie Atmosphäre noch vor B wie Brutalität steht. Kommen wir nun zur Wertung. 

Qualitätswertung: 6 von 10 Punkten
Unterhaltungswertung: 8 von 10 Punkten
Gesamtwertung: 7 von 10 Punkten 

Und ich halte mich fern vom Wolf Creek und betrachte ihn lieber via Google Earth.  

Bis zum nächsten Review!

Hochachtungsvoll euer Kable

7/10
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Kommentare

26.05.2015 08:41 Uhr - JasonXtreme
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Besser kann mans nicht ausdrücken :) gute Rezi Kable, wie zu erwarten war :)

26.05.2015 08:47 Uhr - NoCutsPlease
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Schließe mich an, eine sehr gute Kritik und die Wertung trifft es auf den Punkt!

26.05.2015 11:02 Uhr - Gorno
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Komplett meine Meinung. Wie immer toll geschrieben ;)

26.05.2015 18:27 Uhr - cecil b
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Wieder sehr pointiert und klar rezensiert!

"Wohl bekomms!": Dein Review ist sehr bekömmlich. ;)

Mich hat der Film nicht begeistern können, im Gegensatz zu vielen anderen. Deine Wertung finde ich aber nachvollziehbar, da Wolf Creek natürlich mehr als das Mittelmaß bietet.

26.05.2015 21:22 Uhr - Tom Cody
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G'day!
Sehr gute Kritik zum Horrorfilm aus "Down Under".
Eigentlich merkwürdig, dass der Streifen nicht so unbedingt zu meinen Favoriten zählt. Klar, John Jarrat ist großartig, aber so richtig begeistern konnte mich "Wolf Creek" nicht.
Deine Argumentation und Bewertung ist aber sehr schlüssig und zumindest nachvollziehbar.
Very good indeed, mate.

27.05.2015 19:30 Uhr - Captian Wow
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Gute Kritik. Hatte den damals im Kino gesehen und war auch sehr positiv überrascht über Charakterzeichnung und Handlungsverlauf.
Ärgert mich trotzdem "nur" die Kinofassung zu haben.

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