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Alien: Die Wiedergeburt

Originaltitel: Alien: Resurrection

Herstellungsland:USA, Frankreich (1997)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Horror, Science-Fiction
Alternativtitel:Alien 4
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,58 (157 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Wissenschaftler des Forschungsraumschiffs Auriga reproduzieren die verstorbene Ellen Ripley (SIGOURNEY WEAVER) aus einem Blutstropfen. Ihr Motiv: Der Klon trägt die Alien-Königin in sich. Mittels Kaiserschnitt trennen die Mediziner das Weltraum?Monster von seiner Leihmutter und lassen es zum Dienste des Militärs heranwachsen. Pure Machtgier leitet die Projekt-Chefs: Sie wollen die perfekte Kampfmaschine heranzüchten. Nachdem eine Truppe Weltraumpiraten menschliche Versuchsobjekte an Bord gebracht hat, brechen die Aliens aus ihrem Hochsicherheitstrakt aus! Bald gibt es nur noch Ripley und die etwas eigenwillige Schmugglerbande auf dem Schiff. Mit vereinten Kräften versuchen sie zum rettenden Piraten-Raumschiff vorzudringen. Doch der Weg dahin ist weit... (20th Century Fox)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von dimetrodon12:

Review: Alien: Resurrrection

 

Am Ende von „Alien 3“ bringt Ripley sich selbst um und nimmt die Alienkönigin gleich mit in den Tod. Damit ist alles vorbei..... oder auch nicht, denn wie es sich für Filmreihen gehört ist noch nicht Schluss wenn Schluss sein sollte. 5 Jahre nach der Veröffentlichung des dritten Teils kam also der vierte (und bis jetzt auch zeitlich gesehen letzte) Film über die Killeraliens raus. Regie führte dies­mal der Franzose Jean-Pierre Jeunet, der später „Die fabelhafte Welt der Amélie“ drehen wird.

„Alien: Resurrection“ spielt ca. 200 Jahre nach Ripleys Tod im dritten Teil. Ripley wird von Mili­tärwissenschaftlern geklont. Der Film erklärt, dass das durch Blutproben die auf Fury-161 gefunden wurden möglich wurde. Nehmen wir jetzt also mal an, dass ihr tatsächlich von Clemens Blut abge­nommen wurde (ohne das der Zuschauer das erfährt), so erklärt das noch lange nicht, warum auch die Alienkönigin in Ripleys Brustkörper mitgeklont werden konnte. Ich bin vielleicht nicht der Bes­te in Biologie gewesen, aber aus Ripleys DNA kann man doch auch nur (!!) Ripley klonen, nicht aber den Fremdkörper, der gar nicht mit ihrem Blut verbunden war. (Falls ich damit falsch liege, bitte klärt mich auf). Nun gut, Ripley und die Alienkönigin sind beide wieder mit am Start für den vierten Teil. Der Rest ist eigentlich ein alter Hut: die gezüchteten Aliens sind nicht ganz so zahm (oder zähmbar) wie sich die Wissenschaftler das erhofft hatten. Viele Leichen später kommt es auf Ripley und eine kleine Gruppe Überlebender an, die Bedrohung durch die Aliens zu stoppen. Natür­lich, wie könnte es auch anders sein, unter Zeitdruck, denn das Raumschiff, auf dem der Film spielt fliegt mit beachtlicher Geschwindigkeit in Richtung Erde.

Die Story von „Alien: Resurrection“ ist leider überhaupt nicht mehr spannend. Wie schon im dritten Teil dient sie nur dem Zweck, eine Kollision zwischen Menschen und Aliens herbeizuführen. Beim dritten Teil wurde das aber wenigstens noch mit einer durchgehend spannenden Inszenierung ge­schafft. Die Geschehnisse in diesem Film lassen den Zuschauer hingegen vollkommen kalt. Ich per­sönlich fand nur eine einzige Stelle im Film wirklich effektiv. Die Überlebenden müssen knapp 30 Meter durch eine geflutete Küche tauchen. Dabei tauchen allerdings auch wieder die Aliens auf. Durch das Wasser wirken die Überlebenden hilfloser als vorher und die kurze Verfolgung durch zwei Aliens wird gut rübergebracht. Leider schädigen die CGI-Effekte, mit denen die Aliens ge­macht wurden, die Szene. Der restliche Film wird eher lustlos erzählt und scheint deutlich stärker auf Gewalt und Ekel zu setzten, als seine Vorgänger.

Noch nicht einmal das Finale, welches in den früheren Filmen die Spannung immer noch weiter hochgetrieben hat, kann hier etwas rumreißen. Es ist eher das Gegenteil der Fall. Die Alienkönigin hat sich, auf Grund einer DNA-Vermischung mit Ripleys DNA (hab ich schon gesagt, dass ich diese DNA Geschichte unglaublich dämlich finde), mal eben eine Gebärmutter wachsen lassen und bringt ein Alien-Mensch-Hybridwesen auf die Welt (oder eher auf das Raumschiff). Der Hybrid setzt sich daraufhin das Ziel Menschen und Aliens gleichermaßen zu töten. Nun beginnt das Finale. Doch wie sonst, wo Ripley unter Zeitdruck noch schnell jemanden retten muss rennt sie einfach nur zu dem Schiff, wo die anderen Überlebenden auf sie warten. Das ganze dauert gefühlte 30 Sekunden. Damit ist natürlich nicht Schluss. Genau wie schon zweimal zuvor schleicht sich ein ungebetener Gast an Bord: der Hybrid. Der wird aber kurzerhand aus dem Fenster gesaugt und gut ist. Das ganze ist tat­sächlich so bescheuert und langweilig wie es klingt.

Wenn ich schon darüber herziehe, was mir an dem Film nicht gefällt, so muss ich auch auf die Cha­raktere zu sprechen kommen. Die bieten leider keine Ausnahme. Die Hälfte von ihnen hat die selbe Funktion wie die Insassen von Fury-161 in „Alien 3“, nämlich ein Ziel für die Aliens. Das sie dabei noch gefühlt doppelt so viel Blut im Körper haben, wie ihre Gegenstücke aus dem dritten Teil hilft ihnen da auch nicht viel weiter. Die wichtigeren Charaktere sind hier die Besatzungsmitglieder der Betty, einem Schmugglerschiff. Sie bleiben im Durchschnitt länger am Leben als die Soldaten. Auch sind sie Ripley Fluchtgefährten. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf Winona Ryders Cha­rakter Call. Sie wird deutlich als Hauptcharakter etabliert und ist in ihrer Funktion der Originalaus­gabe von Ripley sehr ähnlich. Ripley selbst wird in dem Film eher zu einem wichtigen Nebencharakter. Sie scheint nur im Film zu sein, da Ripley in einen „Alien“-Film gehört. Von dieser Position wurde scheinbar ihre Rolle aufgebaut. Gleichzeitig wird Ripley dann benutzt, um die Sto­rylücken zu füllen. Das kann sie auf Grund ihrer neuen Fähigkeiten, die sie durch die Alien-DNA während des Klonprozesses, erhalten hat (wozu ich eigentlich gar nichts mehr sagen möchte......). An dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, dass das Drehbuch aus der Feder vom späteren „Aven­gers“ und „Cabin in the Woods“ Regisseur Joss Whedon stammt. Eine gewisse Ähnlichkeit kann man also durchaus zwischen der Besatzung der Betty und seiner „Firefly“-Crew erkennen. Das die Weltraumcowboys um Mal Reynolds aber deutlich sympathischer und cooler sind als die hier dar­gestellte Bande muss dann aber auch gesagt werden.

Alles in allem ist „Alien: Ressurection“ eine extreme Enttäuschung als vierter Teil der „Alien“-Rei­he. Statt es ruhen zu lassen (oder zumindest die Story um Ripley) wird hier ein Konstrukt aus Ideen und (entschuldigt meine Sprache) einfach nur purem Bullshit gebastelt, das an jeder Stelle gezwun­gen wirkt. Selbst ohne die Verbindung zu den Vorgängern wäre der Film nicht mal im Durchschnitt. Wer seinen glauben an das „Alien“-Franchise verlieren möchte, sollte hier mal reinschauen, wer den lieber behalten möchte kann entweder mit Vorfreude auf Neill Blomkamps „Alien“-Film warten, der zeitlich nach dem Zweiten angesiedelt sein wird und die Nachfolger nicht beachten wird, oder greift zum Controller (Maus/Tastatur geht auch) und holt sich „Alien: Isolation“, ein Survival-Hor­ror Titel, der nach dem ersten Teil spielt und dessen Atmosphäre gekonnt aufleben lässt.

4/10
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Kommentare

01.06.2015 12:42 Uhr - leichenwurm
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Jau... dieser Teil ist eine wirklich herbe Enttäuschung. Schon der visuelle Stil mit seinen knallbunten Farben und den schrägen Kameraperspektiven ging mir komplett gegen den Strich. Ausserdem driftet dieser Teil immer wieder in extrem ärgerliche Albernheiten ab. Einige nett gemeinte Einzelszenen entbehren jeglicher Art von Nachvollziehbarkeit... nicht auszudenken was aus dem Film hätte Werden können wenn tatsächlich David Cronenberg auf dem Regiestuhl hätte Platz nehmen dürfen. Der War nämlich mal als Regisseur im Gespräch....

Edit: ach ja... wegen der DNS-Mischmasch Story: das Alien basiert zumindest in der groben Beschaffenheit seines Körpers auf der DNS seines Wirts. Demnach hat ein Alien das aus einem menschlichen Wirtskörper schlüpft ein humanoides Erscheinungsbild, während es bei einem anderen Wirtskörper andere Erscheinungsformen annimmt (in Teil 3 rennt das Alien ja auf allen vieren da es einen Hund bzw. Eine Kuh (im directors cut) als Wirtskörper benutzt). Demnach ist es innerhalb der Sci-Fi-Filmlogik durchaus möglich dass sich da was vermischt... ;-) ! Als Wirklich gelungen empfinde ich die Handlung deshalb aber auch nicht...

01.06.2015 16:57 Uhr - Dimetrodon12
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Danke, für die DNA-Theorie, daran hatte ich gar nicht gedacht. Das erklärt aber auch den Alien/Predator Hybrid in AvP2. Da könnte man mit etwas Fantasie tatsächlich eine gewisse Logik hinter erkennen.

01.06.2015 17:37 Uhr - leichenwurm
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Ja... ganz genau. Auch wenn "AvP2" komplett versagt, die eine Sache haben sie ganz gut hingekriegt ;-) ! Btw: nimmst du dir die beiden Spin-Offs auch noch vor... also ich meine Reviewtechnisch ?

01.06.2015 17:53 Uhr - Dimetrodon12
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Ja, zumindest hatte ich das noch vor. Ich muss aber noch den ersten AvP-Teil hohlen. Es könnte also noch ein bisschen dauern :D .

01.06.2015 18:36 Uhr - deNiro
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Schönes Review.

Ich mag den 4 Teil sehr gern!

Ich mag den schwarzen Humor, mag den visuellen Stil Jeunet´s (sein neues Werk" Die Karte meiner Träume" ist ebenfalls sehenswert) und vor allem mag ich das Monsterdesign! Der Alien-Mensch- Hybrid gehört für mich zu den gelungensten Monsterkreationen der Filmgeschichte. Absolut geile Tricktechnik!
Ich finde auch den 4. Teil absolut gelungen, aber was weiß ich schon, für mich funktioniert ja auch der 4. Indiana Jones recht gut;))

01.06.2015 19:02 Uhr - cecil b
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Yeap, dat Review is schön. Aber mir gehts da ein wenig wie DeNiro. Teil 4 macht mir Spaß. Der ist sehr blutig, und das Baby ist einfach wunderschön! Wie Doug Bradely dieses bewundert, und von einem schönen Schmetterling spricht, für einen Horrofan herrlich. Im Gegensatz zu den Vorgänger dann aber trashig, stimmt schon.

01.06.2015 19:26 Uhr - leichenwurm
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Das War doch Brad Dourif, also "Chucky" und nicht Doug"Pinhead"Bradley... wenn ich mich recht entsinne ;-) ! Wo ich immer wieder überkoche, dass ist die Szene in der sich ein Opfer der Aliens an den Hinterkopf packt, sich ein Stück Gehirn vor die Nase hält und dieses wirklich vollkommen behämmert anstarrt... der absolute Atmosphärenkiller... ;-) !

01.06.2015 20:06 Uhr - deNiro
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01.06.2015 19:26 Uhr schrieb leichenwurm
Das War doch Brad Dourif, also "Chucky" und nicht Doug"Pinhead"Bradley... wenn ich mich recht entsinne ;-) ! Wo ich immer wieder überkoche, dass ist die Szene in der sich ein Opfer der Aliens an den Hinterkopf packt, sich ein Stück Gehirn vor die Nase hält und dieses wirklich vollkommen behämmert anstarrt... der absolute Atmosphärenkiller... ;-) !


Hahah lustig, genau diese Szene hab ich gefeiert. Das Opfer ist übrigens Dan" Blood Simple" Hedaya, der wieder sein typische schwarzhumorige Ader ausleben darf!
@Cecil
Bei genannter Szene bekomm ich immer wieder Gänsehaut, hui, krieg grad voll Lust auf den Film;))

01.06.2015 22:09 Uhr - leichenwurm
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Oder die Szene mit den Boxhandschuhen..WTF... oder die "Mundgeruch-Sprays" als Schlüsselkartenersatz... was zum Deubel hat son Unfug in nem "Alien"-Film zu suchen... ;-)

PS.: Es gibt Filme da macht das "sich drüber Aufregen" richtig spass... sogar mehr als der eigentliche Film... ;-)

01.06.2015 22:34 Uhr - deNiro
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@leichenwurm

Und wiederum, die angesprochenen Szenen sind in meinen Augen schöne Beispiele für den ganz zaghaften und subtilen Humor Jeunet´s ( schön auch in seinen anderen Filmen zu beobachten) und damit der legitime Stempel den er den Film aufdrücken darf. Ich fand Alien 4 erfrischend anders. Ja, der Film ist anders, darf er aber auch;)
Was übrigens nicht heißt das der Film ohne Fehler wäre.

Und über Humor lässt sich eh vortrefflich streiten;)

02.06.2015 05:42 Uhr - leichenwurm
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@ deNiro: klaro... ich kenne auch viele die den Film gerade deswegen schätzen. Er trifft damit nur leider überhaupt nicht meinen Nerv ;-) ! aber auch abseits des Humors sind einige Szenenabläufe schlichtweg nicht nach zu vollziehen: zb. Die Huckepack- Szene an der Leiter. Anstatt das offensichtlich getötete Alien einfach vom Fuß ab zu schütteln opfert sich besagte Person unnötigerweise selbst (und warum stirbt er überhaupt, wenn er offensichtlich "nur"ins Wasser fällt... ;-) !

02.06.2015 08:03 Uhr - deNiro
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Das ist die Art von Diskussion die wir neulich bei Prometheus kritisch angesprochen hatten;)

Keine Ahnung, vielleicht kann man sich schwer aus dem Griff eines Alien endreisen, vielleicht schüttelt man ein Alien eben nicht einfach so ab, und vielleicht war das Alien dann eben soo schwer das man ertrinkt?
Du siehst, alles eine Frage der Perspektive;) Solche Fragen waren für mich eh nie kriegsentscheidend, hättest du das Thema grad nicht angesprochen, ich hätte wohl auch beim nächsten Sichten nicht darauf geachtet. Ich hab da einfach andere Prioritäten beim schauen.

Da fällt mir die eine Folge von Big Bang Theory ein, in der Amy den Jungs "Jäger des verlorenen Schatzes" versaut indem sie die Aktionen von Indy komplett in Frage stellt und logisch wissenschaftliche Maßstäbe an den Film legt. Ich denke du weißt vorauf ich hinaus will...
Wer ständig versucht rationalen Maßstäbe an einen Science- Fiktion Film anzulegen, versaut sich doch fast jeden Horror, oder Science- Fiktion selbst. Ich bin mir fast sicher das wir ähnliche Diskrepanzen und Ungereimtheiten in einigen Meisterwerken (Alien 1??) finden würden, man muss nur lang genug suchen;))

02.06.2015 09:01 Uhr - leichenwurm
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Klar... alles eine Frage der Perspektive da gebe ich dir recht. In diesem Fall empfinde ich es aber eher als schlampig inszeniert. Ich meine das Alien hängt ganz offensichtlich nur am Fuß, hätte es sich wenigstens mit seinen Krallen im Bein festgekrallt oder ähnliches. Des weiteren hätte man das Ableben besagter Figur zb. mit einer zusätzlichen Einstellung viel klarer herausstellen können. So wie es jetzt ist, fällt er ins Wasser und treibt augenblicklich als lebloser Körper umher... es geht mir ja gar nicht um die penible beachtung sämtlicher physikalischer gesetzte, sondern um die glaubwürdige inszenierung des Szenarios... und die Kausalität der Ereignisse passt hier einfach nicht zusammen. Aber ich gebe zu... bei "Alien 4" werd ich zu so einem gaaanz peniblen Erbsenzähler wie besagte Dame aus der angesprochenen Serie, weil mich der Film grundsätzlich nervt ;-) ! Geht mir bei "Indy 4" übrigens genauso ... ;-D

02.06.2015 09:47 Uhr - deNiro
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Na dann fang ich lieber erst gar nicht an nach Indy 4 zu fragen;)

02.06.2015 09:56 Uhr - leichenwurm
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Och menno... ;-) !

02.06.2015 10:12 Uhr - cecil b
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@leichenwurm HeHe Doug und Brad! Ja, die wurden von einem Autoren mal in seinem Review vertauscht, was für Furore sorgte, und das hat sich offensichtlich bei mir eingebrand! AuaAua, Schande!!!! Brad ist einfach wunderbar!

02.06.2015 11:42 Uhr - leichenwurm
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@cecil: ich bin nur froh das das auch mal anderen passiert... wenn ich da noch an die oberpeinliche Chose in meinem "Sie Leben" Review zurück denke in dem aus Keith David plötzlich Keith RICHARDS wurde... man man man ... ;-)

02.06.2015 15:51 Uhr - cecil b
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@leichenwurm: Ich kann nur sagen, ich weiß was du meinst! Ich danke dir sogar dafür...man man man ... ;)

02.06.2015 19:22 Uhr - Grrrg
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02.06.2015 09:01 Uhr schrieb leichenwurm
Klar... alles eine Frage der Perspektive da gebe ich dir recht. In diesem Fall empfinde ich es aber eher als schlampig inszeniert. Ich meine das Alien hängt ganz offensichtlich nur am Fuß, hätte es sich wenigstens mit seinen Krallen im Bein festgekrallt oder ähnliches. Des weiteren hätte man das Ableben besagter Figur zb. mit einer zusätzlichen Einstellung viel klarer herausstellen können. So wie es jetzt ist, fällt er ins Wasser und treibt augenblicklich als lebloser Körper umher... es geht mir ja gar nicht um die penible beachtung sämtlicher physikalischer gesetzte, sondern um die glaubwürdige inszenierung des Szenarios... und die Kausalität der Ereignisse passt hier einfach nicht zusammen. Aber ich gebe zu... bei "Alien 4" werd ich zu so einem gaaanz peniblen Erbsenzähler wie besagte Dame aus der angesprochenen Serie, weil mich der Film grundsätzlich nervt ;-) ! Geht mir bei "Indy 4" übrigens genauso ... ;-D

Aber bei Prometheus dann nicht ;), aber das kenne ich auch von mir. Manche Filme zünden warum auch immer bei einem nicht und dann findet man in jedem Fehler eine Bestätigung und bei anderen, die etwas in enem anprechen, kann man über sämtliche Löcher großzügig hinwegsehen. Ich mag Alien 4 trotz solcher Widersprüche und auch wenn er ganz anders ist, als die anderen (eigentlich sind alle ja sehr unterschiedlich) gefällt mir der komödiantische Ansatz den die anderen vermissen lassen gut. Zudem ich die anderen Filme von Jeunet sehr gerne mag und er hier den Franchise deutlich seinen Stempel aufgedrückt hat.

02.06.2015 19:39 Uhr - leichenwurm
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@Grrrg: Moment... man muss ja schon unterscheiden was man gerade kritisiert: in diesem Fall ist es die, meiner Meinung nach schlampige inszenierung besagter Beispielszene, die den Ablauf (nicht etwa den Inhalt) komplett sabotiert. Bei "Prometheus" habe ich derlei Formfehler nicht wahrgenommen, da liegt der Knackpunkt dann wieder bei dem Inhalt (war das jetzt verständliuch... ich hoffe ;-)) ! Aber ich gebe dir Recht, Grrrg... "Alien 4" betrachte ich mit arg überkritischen Augen (u.a. weil ich mit Jeunet wenig bis garnix anfangen kann), ich hatte mich damals nach dem endgeilen Kinotrailer (die dort verwendete Musik schiesst mir noch heute manchmal durch den Kopf) total auf den Film gefreut und bin dann Wutschnaubend aus dem Kinosaal marschiert da ich den Film zu keiner Sekunde ernst nehmen konnte/ kann... !

02.06.2015 21:29 Uhr - Grrrg
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Ich hatte schon Formfehler bei Prometheus gemeint, wie zum Beispiel, wie man am Schluss in das Raumschiff kam, wenn man sich hinterher abseilen muss. Und das postoperative Wechselspiel zwischen Zusammenbrechen und Rennen war für mich auch eher ein inhaltlicher Fehler.

02.06.2015 21:59 Uhr - leichenwurm
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Ja klar... ich hatte ja auch in einem Kommentar zu deinem "Prometheus"-Review betont, dass du einige Logikpatzer zurecht kritisch ansprichst. Nur die Kritik an den Verhaltensweisen der Crewmitglieder im Umgang mit dem "Neuentdeckten" hatte ich in frage gestellt, da es, wie gesagt für mich gut ins Konzept des Films passt...

02.06.2015 22:33 Uhr - Grrrg
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Eben, dass meinte ich ja, dass für dich im Fall von Prometheus die Logikpatzer eher vernachlässigbar waren, aber bei Alien 4 nicht, bei mir genau andersrum.

03.06.2015 02:13 Uhr - Major Dutch Schaefer
Super Review, Dimetrodon12.

Ihr (@Dimetrodon12 und leichenwurm) sprecht mir aus der Seele.

Ich war 15 als der Film damals auf Video rauskam und schon damals ein riesiger Alien(s)-Fan. Und seitdem hasse ich den 4ten Alien Teil geradezu.

Da gibt es dermassen viele Punkte, die mir damals wie heute so tierisch gegen den Strich gingen/gehen, daß ich gar nicht weiß wo man anfangen soll.

Kugel um die Ecke schießen
Affige, völlig atypische, übertriebene, pseudogroteske Charaktere (in ner Filmreihe, deren ersten beiden Teile u.a um eine realistische Darstellung der Zukunft/ Chraktere bemüht war. Ne...jetzt "schöner Schmetterling", "Alien knutschen" und so ne Scheisse)
usw.

Aber neben dem comic-haften, aufgesetzten, pseudocoolen Düsterlook kotzt mich vor allem das Ende an. Nicht das (schwache) Finale...das Ende.

-> Man lässt das Raumschiff auf der Erde aufschlagen ! Inklusive Mörderexplosion und vermutlich Millionen von Toten (Special Edition Alternativ Ende Gedöns zählt net).
Wie wär's denn mit dem Saturn, einem Jupitermond oder dem Mars?! Oder der Sonne (dann hätten se auch mehr Zeit gehabt).

Ihr habt es ja schon angesprochen. Bei Filmen, denen man wohlgesonnen ist, schaut man gerne über die Mängel hinweg.

Aber Prometheus ist mir mit all seinen diskussionswürdigen Logiklöchern, millionenfach lieber als Alien 4. UND (!) er war der erste Teil eines Franchises, ergo muss er sich nicht mit (teils grandiosen) Vorgängern messen.
Denn obgleich viele Kritiker es nicht wahrhaben wollen:

Prometheus ist EINE Vorgeschichte im gleichen Universum, nicht DIE Vorgeschichte für Alien. Signifikanter Unterschied.

Des Weiteren ist diese Reihe ja noch lange nicht abgeschlossen. Prometheus bietet sich blöd verhaltende Charaktere UND viele, unbeantwortete, hochinteressante Fragen.
Daß sich Menschen trotz besseren Wissen dennoch saublöd verhalten...da kann ich nur Joe Hallenbeck zitieren: "Das Wasser ist naß, der Himmel ist blau, Menschen verhalten nicht gerade selten saublöd!"

Die essentiellen, offenen Fragen machen den Film aus. Und die haben weiterhin Bestand, auch trotz einer sich beknackt verhaltenden Crew.
Angenommen die hätten sich allesamt clever verhalten und wären dennoch aus Dramaturgie-Gründen wie einst in "Event Horizon" auf "plausiblere" Weise abgenippelt?!

Kommt doch auf's Gleiche raus, die offenen Fragen wären die gleichen geblieben.

Wieso wollten die Ingenieure ihre Schöpfung vernichten? Warum haben die Ingenieure uns das Sternenbild eines Stützpunktes zukommen lassen? Wieso kam anscheinend nie Hilfe von deren Heimatplanet? Was ist in den Kanistern drinnen etc

Fragen, auf die wahrscheinlich noch nichtmal Scott und Co ne Antwort wissen, aber sie bieten einen herrlichen Interpretations-Spielraum. Achtung...Insider-Nerd-Flachwitz...gar eine Inter-Pred-Tation ?! (Ba dum tsss)

( Was interessiert es mich, daß die sich da später abseilen mussten?! Als sie das Schiff betreten haben, war's ja z.B. auch noch net gecrasht. Wie gesagt, wenn man dem Film nicht wohlgesonnen ist ;-) )

Alien 4 steht für mich in punkto verhassten Fortsetzungen auf einer Stufe mit "Die Hard 5" und "Indy 4".

Sorry, meiner Menung nach einfach ein sauschlechter Film. Selbst als Spin-Off nicht zu etragen.

03.06.2015 07:11 Uhr - leichenwurm
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User-Level von leichenwurm 5
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02.06.2015 22:33 Uhr schrieb Grrrg
Eben, dass meinte ich ja, dass für dich im Fall von Prometheus die Logikpatzer eher vernachlässigbar waren, aber bei Alien 4 nicht, bei mir genau andersrum.


Ähm... jo... so kann man es glaub ich zusammen fassen ;-) ! Wobei ich "Alien4" nicht "nur" aufgrund seiner Logikpatzer misslungen finde sondern mir die ganze stilistische Ausrichtung gegen den Strich geht. Aber bevor ich nun wirklich anfange mich zu wiederholen schließe ich mich an der stelle mal den Ausführungen des Majors an... ;-)

03.06.2015 17:33 Uhr - FordFairlane
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Nach dem miesen dritten Teil in dem die Aliens nur schlecht getrickst aus dem Computer gekommen, war der vierte um Längen besser. Tolle Action, nicht schon wieder die gleiche und enige tolle neue Ideen

Mein Favoriten

Alien II - Die Rückkehr - 9 von 10
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Alien - Die Wiedergeburt - 8 von 10
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Alien Vs. Predator2 - 4,5 von 10
Prometheus - 4 von 10
Alien 3 - 3 von 10

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