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The Darkness 2

Herstellungsland:Kanada (2012)
Standard-Freigabe:USK Keine Jugendfreigabe
Alternativtitel:The Darkness II
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,71 (41 Stimmen) Details
inhalt:
2 Jahre sind für Mafioso Jackie Estacado vergangen seit den Erlebnissen aus Teil 1. Er hat sich zum Don der Franchetti-Familie gemausert und hat inzwischen gelernt die Dunkelheit in sich zu kontrollieren. Nur der gewaltvolle Tod seiner großen Liebe Jenny macht ihm noch zu schaffen. Nach einem Anschlag auf sein Leben jedoch, muss er erneut die Kräfte nutzen die er eigentlich so verabscheut und zugleich doch liebt. Denn eine mysteriöse Sekte versucht Jackie die Dunkelheit abspenstig zu machen. Zudem muss er herausfinden was von alldem wirklich passiert, und was die Darkness versucht ihm vorzugaukeln.
eine kritik von jim:
Titel: The Darkness II
System: PC
Genre: First Person Shooter
Beendet: 16.10.2012

~Finally... I FEED!!~
Jackie Estacado hats nicht leicht. Da wohnt ihm eine uralte Macht in Form von manifester Finsternis - die Darkness - inne und was hat es ihm gebracht? Eine tote Freundin. Viel Zeit sich zu erholen hat Jackie allerdings nicht. In einem Restaurant verübt eine unbekannte Gang einen Anschlag auf ihn und seine gesamte Familie. Jackie entkommt nur knapp mit dem Leben, aber immerhin haben sie eine Spur: ein Krüppel soll die Truppe angeführt haben. Von dort an schießt sich Jackie durch unzählige Mobster um der Sache auf den Grund zu gehen und findet schnell es heraus das es gar nicht um ihn geht. Es geht um die Darkness welche Jackie um den Anschlag zu überleben wieder freilassen musste, denn auf sie haben es die Schergen unter Victor Valente abgesehen. Die Welt ist nicht groß genug für Beide. Und was hat es mit diesen Träumen auf sich in denen Jackie in einer Irrenanstalt ist und man ihm klarmachen will, das die Darkness und all das Ganze gar nicht echt ist?

~You DARE to defy ME?!~
Das Gameplay von "The Darkness II" ist so simpel wie es eigentlich kaum heut zu Tage noch üblich ist: geh von A nach B und mach alles zwischen diesen Punkten tot was nicht tot ist, wenn du ankommst. Die Level möchte man schon beinahe als schlauchartig bezeichnen so linear ist das Design. Schelcht ist das nicht unbedingt und in der Regel sind die Level schon so designed, dass man genügend "Auslauf" für bequeme Schießereien hat. Jackie stehen einige Schießeisen zur Verfügung von denen er ständig drei Stück tragen kann (Granaten gibt es nicht): zwei "kleine" Waffen ala Pistole oder SMG und eine "große" Waffe wie ein Maschinengewehr oder eine Schrotflinte. Die Auswahl ist nichrt all zu groß, aber tauglich und wie heut zu Tage üblich ist auch das zielen über Kimme und Korn möglich. Jackie kann alle kleinen Waffen aber auch beidhändig benutzen. Eine Pistole und eine Uzi gleichzeitig? Kein Problem. Der Krux daran liegt nur daran das damit das zielen über Kimme nicht mehr möglich ist. Zwar wird eine Waffe nach kurzer Benutzung automatisch "fokussiert", im Falle der Fälle auch beide wenn man parallel feuert, aber dies ist dennoch nicht so genau. Effektiv ist das beidhändige Schießen die meiste Zeit über eher schädlich als nützlich.
Neben den Schusswaffen steht Jackie aber natürlich auch noch die Darkness zur Verfügung. Wie schon in Teil 1 gibt es konstant zwei niedliche kleine Tentakel im Bild. Mit denen kann man peitschen, Gegenstände aufnehmen und werfen oder Finisher ausführen. Wenn ein Gegner geschwächt ist sieht man sein Herz aufleuchten. Wenn man im reichhaltigen Skill Tree die entsprechenden vier Fertigkeiten gekauft hat gibt es vier verschiedene Finisher die u.A. Health regenerieren oder Munition einbringen. XP für Skills bekommt man mit jedem Kill den man tätigt, die Art des Kills entscheidet allerdings darüber wie viel. Ein normaler Kill bringt z.B. 10 XP, ein Kopfschuss hingegen 20. Außerdem kann man ein paar eher schlecht als recht versteckte Schätze finden, welche jeweils 300 XP einbringen. Darüber hinaus gibt es den grandiosen Darkling - eine Art Imp, welcher Jackie begleitet und dabei hilft Gegner zu erledigen. Die Konversationen mit ihm sind ein absoluter Schmaus, was auch an dem britischen Akzent des Kleinen liegt. Doch weder der Darkling noch die Darkness selbst können im Licht funktionieren und so kommt es das man immer wieder Lampen kaputtschießen muss/sollte und Gegner mit tragbaren Scheinwerfern als Erste fallen sollten. Was das Spiel dabei allerdings als "Licht" definiert ist sehr großzügig. Oft trifft man auf Lichter die einen nicht beefinlussen und nicht zerstörbar sind (indiziert durch ein Verbotsschild wenn man auf sie zielt) und selbst mannsgroße Feuer scheint der finstere Geist ohne Mühe wegzustecken - aber wehe euch ihr steht mit einem Fuß im Scheinwerfer eines Autos. Dann verschwimmt eure Sicht, wird schwarz-weiß, ihr seid verwundbarer und könnt keinerlei Darkness Fertigkeiten einsetzen.
Alles in allem ist das Gameplay sehr simpel. Es gibt zwei Instanzen wo man den Darkling steuert und ein klein wenig stealth-ig vorgehen muss, aber davon abgesehen gibt es hier keine Überraschungen. Im Gegenteil, es läuft sogar alles ziemlich nach Schema F ab. Wer abwechslungsreiches Gameplay und viele verschiedene Elemten will ist hier eiskalt falsch. Das was man hat funktioniert aber alles ziemlich gut.

Leider krankt das Spiel ein wenig auf dem storytechnischen Bereich, böse Zungen würden vom Tie-In-Syndrom sprechen. Sämtliche Figuren bleiben absoluten eindimensional und selbst wenn man jede mögliche Konversation wahrnimmt - von denen es nicht all zu viel zwischen den Leveln in Jackies Haus zu absolvieren gibt - ändert sich das nicht. Als Spieler bekommt man den Eindruck das man eine Geschichte und Charaktere erzählt bekommt, die ansich viel mehr sind. Es kommt einfach das Gefühl auf das etwas fehlt, so als würde man das nötige Hintergrundwissen missen, wenn man nicht die Comics kennt. Für Spieler die die Comics eben nicht kennen ist das natürlich extrem bitter, Kenner können darüber vermutlich wohl eher hinwegsehen, da sie die nötigen Lücken schließen können. Dennoch lässt es einen am Ende ein klitzekleines wenig unbefriedigt zurück.
Ein weiteres großes Manko ist der Umfang. Zwar gibt es einen Coop und New Game+ Modus, der Storymodus selbst ist jedoch gerade mal ungefähr sechs Stunden lang. Für einen Vollpreistitel ist eine absolute Frechheit die auch der Coop Modus mit einer eigenen, kleinen Story nicht wieder wettmacht. Eine weitere Diskrepanz gibt es bei 1-2 Stellen in der Schwierigkeit. So kann es durchaus passieren das man fast das gesamte Spiel über nicht stirbt, aber zwei spezielle Stellen dafür sorgen können das man frustriert den Controller in die Ecke feuern möchte (besser verdienende Spieler dürfen dies gerne tun, es wäre angebracht).


~Jackieee~... protect the Darkness~
Optisch geht "The Darkness II" einen Weg der eigentlich für Detailarmut steht: Cel-Shading. Dennoch hat man es hier geschafft die Charaktere wunderbar comichaft aussehen zu lassen - bzw. das ganze Spiel - ohne das es "simpel" wirkt. Charaktere haben Falten, das "Innere" der Gegner die man zerfetzt ist detailliert. SO sieht gute Cel-Shading Grafik aus. Natürlich muss auch hier die Optik mit den Limitationen des Shadings leben, aber während des Spiels sieht die Grafik einfach nur schön aus. Es ist kein Frostbyte 2, aber es ist einfach angenehm-ansehnlich für die Augen. In den ruhigeren Momenten im Spiel und den Videosequenzen jedoch wirkt die Optik ein wenig arg platt. Hier hätte ein wenig polish sehr gut getan damit es durchgängig hübsch ist. Doch es sieht nicht alles toll aus: die Charaktervielfalt ist erschreckend gering (es gibt nur wenige Stellen wo man mehrere NPCs sieht, aber bei diesen sieht man nur eine kleine Hand voll Modelle sich ständig wiederholen - es ist das Jahr 2012, Leute! Wenn ein SNES RPG mehr verschiedene NPCs auf einen Bildschirm bringt als ein Spiel heut zu Tage läuft einfach etwas verkehrt) und auch die Animationen wirken nicht immer ganz sauber. Besonders bei den Finishers wäre mehr weniger gewesen. Aufgrund ihres Nutzens sollte - oder muss - man sie natürlich entsprechend häufig nutzen. Das es aber auch hier nur sehrw enige verschiedene Finisher gibt sorgt dafür das die Animationen schnell langweilig werden. Und erneut gilt: es läuft etwas verkehrt wenn es langweilt, das ein erwachsener Mann bei lebendigem Leibe von zwei Tentakeln manifstierter Schwärze entzwei gerissen wird.

Der Sound ist durchgängig okay. Waffen machen ordentlich Bumm-Bumm, Gegner schreien und rufen sich Befehle zu und das Voicte Acting ist durchgängig gut, wenn auch auf Seiten der Mafiosi SEHR Klischee. Aber die Stimmen aller wichtigen Charaktere wirken gut und überzeugend. Eine Goldmedaille geht aber definitiv an den Darkling. Mit seinem britischen Akzent und den kecken Sprüchen dürfte er wohl vielen Spielern ans Herz wachsen und die Dialoge zwischen ihm und Jackie sind, wie schon erwähnt, einfach köstlich. Den absoluten Platinpreis für ruinierte Kehlköpfe geht aber an Mike Patton, Sprecher der Darkness selbst. Es ist zum Zeitpunkt des Schreibens unbekannt wie viele RAsierklingen Patton am Stück für seinen Job schlucken musste, aber er soll wissen das es das definitiv wert war.

Steuern lässt sich Jackie sehr bequem. Die übliche WASD-Steuerung kommt hier zum tragen, kriechen oder springen muss man so gut wie nie und nahezu jede andere Aktion läuft über die Maus. Das zeigt aber auch: wirklich viele Aktionen hat der gute Jackie einfach nicht drauf. Das kann als positiv oder negativ ansehen wer will.


Fazit
~You doom yourself~
Mehr wäre hier definitiv besser gewesen. Ein wenig mehr polish für die Grafik, ein wenig mehr Zeit um die Geschichte zu erzählen, ein wenig mehr Story um sie zu spielen. "The Darkness II" ist ein guter Shooter der jedem Freund sinnloser Ballereien und ein wenig "ultraviolence" viel Freude bereiten wird - aber eben nur solange es dauert. Und das ist nicht sehr lange. Wer den Titel günstig kriegen kann und für einen kurzen Spaß zu haben ist, soll zuschlagen. Wer aber abwechslungsreiches Gameplay, eine tiefe Story und vielfältige Charaktere will lässt "The Darkness II" besser im Regal stehen. Hier gibt es reine Simpekost und einen ganzen Arsch voll Dunkelheit.
7/10
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