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The Expendables

Herstellungsland:USA (2010)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Abenteuer, Action, Thriller
Alternativtitel:Expendables
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,01 (223 Stimmen) Details
inhalt:
Barney Ross (Sylvester Stallone) ist der Anführer der härtesten Söldner-Truppe der Welt: The Expendables. Ihr Leben ist der Kampf. Und dabei vertrauen sie niemandem – nur sich selbst. Lee Christmas (Jason Statham), der ehemalige SAS-Messerexperte, Yin Yang (Jet Li), der Nahkampfspezialist, Hale Caesar (Terry Crews), der Feuerwaffenspezialist, Toll Road (Randy Couture), der Sprengstoffexperte, und der Scharfschütze Gunnar Jensen (Dolph Lundgren) bekommen den Auftrag, sich in ein südamerikanisches Land einzuschleusen, um den dort herrschenden, korrupten Diktator zu eliminieren. Für die ausgebildeten Krieger eigentlich keine große Herausforderung. Doch schon bald stellt sich heraus, dass ihr Auftraggeber ein doppeltes Spiel spielt. Die „Expendables“ geraten zwischen alle Fronten und werden mitten im Kampfgeschehen plötzlich von Jägern zu Gejagten.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von dimetrodon12:

Review: The Expendables

 

Mit Sylvester Stallones „The Expendables“ wurde uns der größte Actionfilm versprochen, der nie in den 80ern rauskam. Mit einem Cast aus vielen alten (oder alternden) Actionstars und einem kra­chendem Finale mit hohen Bodycount geht der Film auf jeden Fall schon mal in die richtige Rich­tung. Leider schafft es „The Expendables“ nicht der Film zu sein, der er werden wollte.

Es wird die Geschichte von Barney Ross und seiner Söldnertruppe, den Expendables, erzählt. Sie werden angeheuert wenn die Kacke am Dampfen ist. Das ist sie im Fall vom diktatorischen Insel­staat Vilena definitiv. Genau hier soll das Team für den mysteriösen Mr. Church den Diktator Gene­ral Garza ausschalten. Das ganze ist allerdings lediglich ein Teil des Auftrages. Wie sich herausstellt bekommt Garza tatkräftige Unterstützung von dem ehemaligen CIA-Agenten Munroe, der die Insel als Drogenplantage nutzt. Nach einem Verräter im Team und der Entführung der (hübschen) Kon­taktdame auf Vilena wird die Sache für Barney und seine Kollegen zu einer privaten Angelegenheit.

Die Story von „The Expendables“ strotzt vor Klischees und vorhersehbaren Wendungen. Aber das ist vollkommen in Ordnung. Viele Actionfilme aus den 80er Jahren waren schließlich genau so. Man hätte sich zwar durchaus mehr Gedanken um eine spannendere Situation machen können, aber es sei dem Film vergeben. Was leider überhaupt nicht in die Story passt, sind einige Szenen, die uns über das private Leben von Lee Christmas (Jason Statham) berichten. Die ganze Geschichte um sei­ne Freundin (inkl. Fremdgehen und schlagendem neuen Freund) wird vollkommen Fehl am Platz und bringt uns Christmas auch nicht näher. Ansonsten muss man am Anfang etwas Geduld mitbrin­gen. Nach der Eröffnungsszene bleibt der Film vorerst ruhig. Highlight des Anfangs ist die Szene, wo Stallone, Schwarzenegger und Willis aufeinandertreffen. Die ist leider nur sehr kurz und mehr sieht man von den anderen beiden Actionikonen im Film auch nicht. Hat man aber die erste halbe Stunde überstanden geht es mit immer größeren Schritten auf das Finale zu. Die Leichen auf Vilena fangen an sich zu stapeln und dann kommt auch noch der große Showdown. Fast das gesamte letzte Drittel des Film ist eine riesige Schlacht, in der sich die Expendables gegen hunderte von feindli­chen Soldaten behaupten müssen. Spätestens hier kommt richtig Fahrt auf. Leider schafft auch das große Finale es nicht, den Zuschauer über die Schwächen des Films hinweg schauen zu lassen.

Mit Schwächen meine ich hier ganz klar die wirklich grottig-unterirdischen CGI-Effekte. Wenn man schon eine Hommage an das 80er Jahre Actionkino dreht, dann sollte man doch auf CGI ver­zichten, oder es wenigstens nur dezent anwenden........ oder wenigstens gutes CGI benutzen. „The Expendables“ macht aber nichts davon. Alles, von Blutspritzern (von denen es reichlich gibt) über Explosionen bis hin zu den brennenden Trümmern des Schlachtfeldes, sieht wirklich unter aller Sau aus. Dabei sind die Effekte leider so schlecht, dass sie immer ins Auge stechen und von einigen, sonst großartigen, Actionszenen ablenken.

Jetzt muss ich aber auch nochmal auf die Schauspieler zu sprechen kommen. Stallone präsentierte im Trailer und auf Postern einen großartigen Cast: Neben sich selbst soll man Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Mickey Rourke, Bruce Willis und sogar Arnold Schwarzenegger zu Gesicht be­kommen. Das tut man auch, aber das ist es auch meistens. Man sieht sie sitzend oder stehend. Fer­tig. Schwarzenegger und Willis haben lediglich ein kleines Cameo am Anfang des Films. Und Rour­ke kommt auch grade mal in einer handvoll Szenen vor. Und das gefährlichste was er macht, ist ein Messer auf eine Zielscheibe werfen. Wir bekommen stattdessen viel von Stallone, Statham und Li zu sehen. Ihre Charaktere sind zwar sehr klischeehaft und bleiben im Film platt und weitgehend un­interessant (solange sie grade keine Waffe zur Hand haben, oder halt ihre Hand als Waffe benutzen). Damit die drei aber im Finale nicht so alleine dastehen hat man schnell noch zwei Rollen für den Kampfsportler Randy Couture und den ehemaligen American Football Player Terry Crews einge­baut. In „The Expendables“ bleiben die Beiden durchgehend expendable. Erst mit dem zweiten Teil der Reihe werden ihre Rollen etwas ausgebaut.

Alles in allem ist „The Expendables“ ein fast durchgehend unterhaltsamer Film mit besonders viel Action. Die kann leider nicht über die üblen Effekte und Klischees hinwegtäuschen. Von dem ver­sprochenem 80er Jahre Actionfilm ist also leider nicht viel übergeblieben außer ein Rumpf an dem die Actionlaster der neuen Jahrtausends heften geblieben sind. Was der Film wirklich gebraucht hät­te, wären all die alten Actionstars, die mitten im Feuergefecht Sprüche klopfen. Aber Moment mal, genau das bekommt man beim zweiten Teil der Reihe. Wegen seinem hohen Unterhaltungswert (be­sonders im Finale) und der Kirchenszene gebe ich „The Expendables“ eine durchschnittliche Wer­tung von 6/10 Punkten.

6/10
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Kommentare

21.06.2015 13:49 Uhr - NoCutsPlease
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Ein sehr interessantes und gut begründetes Review!
Zugegeben der CGI-Overkill ist wahrlich nicht gerade 80er-like, aber die Idee so viele langjährige Actionhelden in einem Film zu vereinen ist allein schon ein großer Pluspunkt. Unterm Strich unterhält er mMn auf gutem Niveau.

21.06.2015 14:27 Uhr - Mynan
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Super Review, und die Begründung kann ich auch nachvollziehen. Ich selber würde dem Film wohl 8 Punkte geben. Gestört haben mich zwar auch die offensichtlichen und teils schlechten CGI-Effekte und die teils lächerlich wenige Screentime einiger Charaktere; auf der Habenseite stehen jedoch für mich ein hoher Unterhaltungswert und der Nostalgiefaktor, der beeindruckende Cast und allein schon die Grundidee, die von Stallone hier verwirklicht wurde und uns die Möglichkeit beschert hat, einen solchen Film mit den Helden unserer Jugend nochmal im Kino zu sehen. Auch wenn ich hierfür wohl Prügel beziehen werde, aber mir gefällt die Ernsthaftigkeit von Teil 1 sogar einen Tick besser als der etwas zu gewollt komisch-schnodderige Teil 2. Aber damit gehöre ich sicherlich einer Minderheit an. Wie bereits gesagt, tolles Review, danke für die Mühe; das Lesen hat Spaß gemacht.

21.06.2015 18:22 Uhr - leichenwurm
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Solides Review, wobei ich viele der von dir (zurecht) angesprochenen Kritikpunkte nicht so schwer gewichten würde...! Des Weiteren empfinde ich die allgegenwärtige Behauptung, dass "The Expendables" eine Hommage an die 80ger Jahre darstellen, als grosses Missverständniss. Stallone, Schwarzenegger, Lundgren, Willis und Jet Li in Verbindung mit Jason Statham repräsentieren im ersten Teil doch gleich mehrere Generationen von Action-Helden. Ich empfinde die Filme eher als Hommage an das Action - Genre im Allgemeinen. .. ;-)

22.06.2015 17:13 Uhr - Dimetrodon12
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Ich gebe zu, dass der Film für seinen Unterhaltungswert und die Idee durchaus 7 vielleicht sogar 8 Punkte verdient hätte. Meine Wertung ist einfach durch meine Enttäuschung korrumpiert. Ich hab halt die von mir beschriebene Hommage an die 80er Actionkracher erwartet. Dafür waren aber die Effekte zu mies, viele Rollen zu kurz und richtig tolle One-Liner gab es auch nicht. Für mich ist der zweite Teil der deutlich bessere Film, weil er viele Dinge die mich am Ersten gestört haben anders (mMn besser) macht. Ich hoofe trotzdem, dass mein Review gut zu lesen ist und meine Meinung über den Film sichtbar darstellt.

22.06.2015 18:55 Uhr - leichenwurm
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Ja klar auf jeden Fall ist das Review gut zu lesen und man hört die Enttäuschung deinerseits auch gut raus... ;-) ! Und ich denke du bist nicht der Einzige der seine riesigen Erwartungen die diesen Film ja nun begleitet haben nicht oder zumindest nicht komplett erfüllt sieht. Meine Erwartungen hat er erfüllt, weshalb ich ihn mit ner sehr guten 8 mit Tendenz zur 9 bewerten würde ;-)

24.06.2015 08:40 Uhr - FordFairlane
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Ohja seine Enttäusch über die Auftritte der Stars liest man deutlich heraus. Besinders bei Arnie, Bruce und Mickey. Der Film selber hat mir ziemlich gut gefallen, tolle Action und der Cast aller erste Sahne. Der Zweite ist aber deutlich besser in Sachen Action, One-Liner, Cast-Screentime und Gags.

Trotzdem schönes Review

The Expendables I - 8 von 10
The Expendables II - 9,5 von 10
The Expendables III - 7 von 10

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