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Red Dead Redemption: Undead Nightmare

Herstellungsland:USA (2010)
Standard-Freigabe:USK 18
Alternativtitel:Red Dead Redemption: Albtraum der lebenden Toten
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,00 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Der Albtraum, der mit dem Undead Nightmare Paket über die Welt von Red Dead Redemption hereinbricht, beinhaltet eine brandneue Einzelspieler-Kampagne, in der John Marston versucht, ein Heilmittel gegen eine hochgradig ansteckende Seuche zu finden, die Menschen zu Untoten macht und sich rasend schnell im Grenzland verbreitet. Zusätzlich zu diesem Einzelspieler-Abenteuer bietet das Undead Nightmare Paket außerdem einen nagelneuen Mehrspieler-Modus sowie weitere neue Gameplay-Elemente, Waffen, untote Tiere und Fabelwesen.
eine kritik von jim:
Titel: Red Dead Redemption: Undead Nightmare
Genre: 3rd Person Shooter, Adventure
Plattform: PS3

USK Freigabe: ab 18
Eigene Empfehlung: ab 18

~BRAAA~INS~
Nachdem John Marston endlich seine Familie aus den Fängen der Regierung zurück bekommen hat, sollte sich alles zum Guten wenden. Doch die abendliche Idylle wird zerstört als Uncle nach einem vermeindlichen Trinkgelage zurück nach Hause kommt und offensichtlich nicht mehr Herr seiner Sinne und schwer verwundet ist. Er greift und John und Abigail an und als er Johns Frau die Kehle durchbeißt, greift dieser zur Schrotflinte. Von dem Krach geweckt stürmt auch Jack, Johns Sohn, nach draußen, nur um von seiner Mutter ebenfalls gebissen zu werden. Noch ehe er es sich versieht sind Frau und Kind wie von Sinnen und er fesselt sie erst einmal und sperrt sie ein. John beschließt nach Blackwater zu reiten um einen Arzt zu finden, doch als er dort ankommt traut er seinen Augen nicht. Die Stadt ist verwüstet, Menschen gibt es nur noch wenige. Irgendwas hat die Toten dazu gebracht wieder aufzuerstehen... und sie sind hungrig.

~And STAY dead~
Prinzipiell spielt sich Undead Nightmare wie auch schon das Hauptprogramm. Man hat von Anfang an das voll ausgebildete "Dead Eye"-Meter, ist allerdings nahezu aller Waffen die man einst hatte beraubt. Jedoch kann man sich seine Waffen über ganz New Austin wieder zurückholen. Nicht durch Shops, oh nein. Die Wirtschaft ist zum Teufel gegangen und Geld gibt es gar nicht mehr. Generell gibt es keinen Handel mehr. Waffen verdient ihr euch durch Quests und Städterettungen. Wenn ihr das erste Mal in einer Stadt ankommt ist diese unter Belagerung der lebenden Toten. Ihr müsst eine bestimmte Anzahl Zombies töten um sie zu retten. Danach gilt sie als "gereinigt", aber die Zombies werden gelegentlich wieder kommen und man sollte der Stadt dann zur Hilfe eilen, weil sie sonst überrannt wird. Die Zeitabstände zwischen denen eine Stadt aber angegriffen wird sind sehr angenehm gewählt worden und man muss nicht ständig Quests oder Aufgaben unterbrechen, um Städte zu retten. Da der Handel nicht mehr existiert ist das wertvollste was ihr finden könnt Munition geworden und das Spiel führt auch ein paar neue Waffen ein. So gibt es zum Beispiel ein Gewehr, dass ihr mit Leichenteilen laden könnt und somit lohnt es sich generell die Zombies zu durchsuchen, nachdem sie endgültig tot sind. Vor allem ist auf Zombies zu achten, welche Munitionsgürtel tragen - von ihnen erhält man Munition für die regulären Waffen. Darüber hinaus kann man in jeder Stadt verstreute Kisten mit Munition finden.
RDR:UN geht den weg der neumodischen Zombies. Das heißt das es nicht nur hirnlose, langsam wankende Gestalten sind, sondern sie auch teilweise auf den Spieler zugerannt kommen und es mehrere Typen von Zombie gibt. Die normalen Zombies versuchen einfach nur Schaden durch Schläge. Dann gibt es Zombies die Gift spucken, Zombies die John zu Boden tacklen (der Spieler nimmt auch Schaden wenn er am Boden liegt - zu Boden fallen kann also ein Todesurteil sein) oder Zombies die wahnsinnig schnell sind und auf allen vieren kriechen. Das was Undead Nightmare jedoch sehr viel schwieriger macht als das Hauptspiel ist die Tatsache, das quasi nur drei Wege gibt die Zombies zu töten. Da wäre zum einen Feuer. Die "Fire Bottles" kennt der geneigte Spieler des Hauptprogramms ja noch, Undead Nightmare führt dazu noc heine neue Waffe ein: die Fackel. Dies ist eine Nahkampfwaffe welche nach ausreichend Treffern die Zombies entflammt und damit auf längere Sicht töten kann. Bei den Horden an Zombies mit denen man es manchmal zu tun hat ist Nahkampf aber sicherer Selbstmord und Fire Bottles sind rar. Die zweite Option ist das in die Luft sprengen mittels Dynamit oder einem Gewehr, dass Explosivgeschosse verschießt. Aber auch bei diesen beiden Waffen gilt das die Munition eher rar gesäht ist und man es sich besser einteilen sollte. Der probateste Weg ist der gute alte Kopfschuss, welches auch jedes Mal mit dem zerplatzen des Zombieskopfes quittiert wird. Dies ist mit jeder Schusswaffe möglich und vor allem wenn das "Dead Eye" leer ist, wird man merken, wie schwer es doch sein kann den Kopf eines Zombies zu treffen, der auf allen Vieren herum hüpft. Schüsse in den Körper können die untoten Horden zwar zu Boden schleudern, aber sie stehen wieder auf. Genauso wie normale NPCs, welche von Zombies getötet werden, nach wenigen Sekunden zu lebenden Toten werden die John ans Gehirn wollen. Seth hat einen ganz besonderen Auftritt bekommen, welcher wohl jedem ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern dürfte.

Was das Storytelling angeht hat sich wenig getan. Man kriegt kleine Quests oder Hinweise, was gegen die Untotenplage helfen könnte, aber wirklich wissen tut niemand etwas. Allerdings ist die Story bei weitem nicht mehr so treibend und spannend in Szene gesetzt, wie es noch im Hauptspiel der Fall war. Der Druck den man konstant im Nacken hatte, da John seine Familie über alles geht, ist einfach nicht mehr da und es gibt dieses Mal auch keine schleimigen Regierungsbeamten mehr, welche keine Chance ungenutzt lassen, um John zu verhöhnen. Es gibt wiedersehen mit allen größeren und auch kleinren Charakteren aus dem Hauptspiel und Rockstar ging hier einen mutigen Weg, denn viele von ihnen enden als Zombies, die man endgültig zur Hölle schicken muss, wenn man sich schützen will. Doch auch die Fauna ist von der Seuche nicht unbetroffen und Zombiebären oder -berglöwen sind so tödlich wie immer. Eine Besonderheit stellen hier die Zombiepferde (!) darf. John kann ein solches Fangen und zu seinem festen Pferd machen. Der Vorteil ist das sie quasi unbegrenzt Stamina haben - der Nachteil ist das sie jedoch nicht immer gehorchen. Man muss ständig gegensteuern um eine halbwegs gerade Spur zu halten. Auch kann John sich die vier Pferde der apokalyptischen Reiter zu Eigen machen, alle mit ihren eigenen Fähigkeiten. "Krieg" steht zum BEispiel in Flammen und entzündet Zombies, wenn man sie mit dem Pferd rammt.

Generell gibt es wieder viel zu tun, zu sehen und zu erledigen und die Zombiefizierung des wilden Westens hat interessante Folgen auf jeden Ort, den man im Hauptspiel schon gesehen hat.

~Believe me you cynical bastard!~
Optisch hat sich im Vergleich zum Hauptspiel nichts getan und die Engine leidet unter den selben Schwächen und Stärken wie bereits bekannt. Die Zombiefizierung des wilden Westens ist Rockstar jedoch wirklich hervorragend gelungen und die untoten Kreaturen, ob Mensch oder Tier, sehen teilweise faszinierend aus. Huren denen das halbe Gesicht verfaul ist, Berglöwen denen die Rippen aus verwesten Brustkorb ragen und Pferde, de einem ihr Innerstes offenbaren... es gibt einiges zu sehen. Dazu gibt es sogar noch ein paar neue Wesen, wie zum Beispiel den Sasquatsch oder sogar, man höre und staune, ein EINHORN.Dafür brauchen Texturen immer noch gelegentlich ein-zwei Sekunden bis sie geladen sind und manche Gegenstände poppen einfach so auf.

Auch was den Sound angeht hat sich nichts getan. Die Synchrosprecher leisten sehr saubere Arbeit und die Zombies klingen garstig schön. Musikalische Untermalung gibt es nur sporadisch, aber sie ist passend zur Situation und dem Setting gewählt und die Waffen die ordentlich Rumms haben, klingen auch danach.


Fazit
"Undead Nightmare" ist ein interessantes Add-On, da es zwei Genres miteinander vermischt, die nicht typischerweise zusammen gehören. Dieser Mix ist aber gut gelungen und diejenigen die RDR schon gerne gespielt haben und nun eine neue Herausforderung suchen, ist Undead Nightmare genau das Richtige. Die Zombies sind eine wesentlich größere Bedrohung als die Räuberbanden aus dem Hauptspiel und das man sie nur mit bestimmten Dingen töten kann, macht die Sache teilweise schon richtig schwer. Dafür wird man aber mit dem Gefühl beohnt das man des öfteren das Gefühl hat tatsächlich einen KAMPF hinter sich zu haben - und nicht nur ein Abschlachten von Feinden. Undead Nightmare macht nichts grundlegendes verkehrt und hat zwar keine Hand voll Dollar, aber eine Hand voll gut umgesetzter Ideen.
8 von 10 Kopfschüssen
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