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Eintrag: 30.06.2015

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1984

(Nineteen Eighty-Four)
Herstellungsland:Großbritannien (1984)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Science-Fiction

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,97 (21 Stimmen) Details
inhalt:
Im totalitären Staat Ozeanien lebt der kleine Angestellte Winston Smith ein erbärmliches Leben unter den alles überwachenden Augen des "Großen Bruders". Sein Leben nimmt eine verhängnisvolle Wendung, als er eine verbotene Liebesaffäre beginnt: Smith wird des Gedankenverbrechens angeklagt. Im berüchtigten "Ministerium für Liebe" sorgt der zynische Funktionär O'Brien für die "Rehabilitation" des Rebellen, indem er die totale Kontrolle über Smiths Gedanken gewinnt - und seine Seele vernichtet.
eine kritik von nocutsplease:

Im Bereich der dystopischen Weltliteratur gibt es drei Autoren, an denen mal wohl keinesfalls vorbeikommt, sofern man sich für jene Thematik interessiert: Ray Bradbury (Fahrenheit 451), Aldous Huxley (Schöne neue Welt) und George Orwell (1984). Gerade das letztere Werk beinhaltet die wohl düsterste und deprimierendste Zukunftsvision, die diesbezüglich bislang verfasst wurde.


In 1984, dessen Handlung in eben jenem Jahr spielt, wurde die Welt nach einem jahrelangen Atomkrieg in drei große Staaten aufgeteilt, die sich in einem stetigen Kampf mit- und gegeneinander befinden: Ozeanien, Eurasien und Ostasien. In Ozeanien, dem auch das Territorium des ehemaligen Großbritanniens angehört, herrscht die Diktatur der Partei des Englischen Sozialismus, an deren absoluter Spitze der Große Bruder steht, eine gottgleich glorifizierte Führerfigur, deren Gesicht auf unzähligen Plakaten abgebildet zu sehen ist, die aber niemand persönlich als Mensch aus Fleisch und Blut zu kennen scheint. Die Ministerien für Wahrheit, Liebe, Frieden und Überfluss steuern im Auftrag der Partei das komplette staatliche Geschehen, bewirken aber genau das Gegenteil dessen was ihre Namen suggerieren und arbeiten somit daran, die Gesellschaft in allen Belangen des Lebens komplett auf die totale Unterwerfung gegenüber der Partei zu trimmen. In sämtlichen Gebäuden, einschließlich der Wohnungen, zeichnen riesige Teleschirme alles Sichtbare sowie Geräusche oberhalb der Lautstärke eines Flüsterns auf, um jegliche Aktivität, die sich gegen den Staat richten könnte - und sei es auch nur schlaftrunkenes Gemurmel - zu registrieren und die Verdächtigen mithilfe der sogenannten Gedankenpolizei dem sofortigen Tod, einer charakterzerstörenden Umerziehung oder dem jahrelangen Arbeitslager zuzuführen. Durch die totale Überwachung sind jegliche menschliche Beziehungen in ihren Grundfesten zerstört und die Bürger werden von frühester Jugend an den Lehren der Parteidoktrin unterzogen. Kinder verraten angestachelt von fanatischer Ideologie ihre Eltern und in gewaltigen Schauprozessen werden Kriegsgefangene öffentlich hingerichtet. Niemand ist davor sicher, plötzlich und unerwartet als Gedankenverbrecher verhaftet und auf Nimmerwiedersehen beseitigt zu werden. Winston Smith, ein in London lebendes Mitglied des äußeren Parteisegments, arbeitet im Minsterium für Wahrheit und ist als einer von vielen dafür zuständig Zeitungsmeldungen umzuschreiben, damit sowohl die Ereignisse der Vergangenheit als auch die der Gegenwart vollkommen konform mit den Regeln der Partei werden bzw. es auch bleiben und somit letztlich der Lauf der Geschichte und dadurch auch die Zukunft umfassend kontrolliert werden kann. Nach und nach entdeckt Winston jedoch, dass in ihm alles andere als ein systemkonformer Bürger steckt und sein Wunsch zur Rebellion wird immer stärker...


George Orwells Roman entstand in den Jahren 1946 bis 1948, als er sich - als jahrzehntelanger Tuberkulosepatient entgegen den ärztlichen Weisungen - auf der sturmumtosten schottischen Insel Jura aufhielt. Damals hatte die Welt gerade die Bedrohung durch den Nationalsozialismus überwunden und sah sich mit dem Stalinismus einer neuen Gefahr ausgesetzt. 1984 fängt die Zukunftsängste und Nachkriegswehen jener Zeit ein und bündelt sie in einem gewaltigen Gleichnis über die Gefahren eines totalitären Systems, das sich selbst ausdrücklich von den Nationalsozialisten, den Kommunisten und den mittelalterlichen Inquisitoren distanziert, obwohl es sich sämtlichen Elementen dieser Regimeformen bedient. Als Sohn eines in Bengal tätigen Kolonialbeamten wurde Orwell von Beginn an mit den Schattenseiten des Imperialismus konfrontiert und wandte sich als nach außen hin typisches Mitglied der britischen Oberschicht früh dem Sozialismus zu. Nachdem er sich aus idealistischen Gründen am Spanischen Bürgerkrieg beteiligte und verwundet heimkehrte, erlangte er u.a. auch von den Säuberungsaktionen des Kommunismus Kenntnis. Im Folgenden entwickelte sich Orwell zu einem wahren Gegner jeglicher totalitärer Systeme und zugleich einem großen Sympathisanten für die benachteiligten Gesellschaftsschichten, dessen  politische Orientierung sich schlussendlich nirgendwo eindeutig zuordnen lässt. Die durchweg pessimistische, deprimierende und hoffnungslose Perspektive von 1984 erklärt sich wahrscheinlich zum Teil auch dadurch, dass Orwell - krankheitsbedingt inzwischen bettlägerig geworden -  bereits den Tod vor Augen hatte, als er sein Werk beendete. Den überragenden literarischen Erfolg als eines der bedeutendsten Bücher des 20. Jahrhunderts sowie die (allesamt britischen) Verfilmungen seines Romans erlebte der Schriftsteller nicht mehr, da er bereits 1950 starb.   


Im Jahr 1954 wurde 1984 erstmals von Rudolph Cartier als TV-Produktion verfilmt. Zwei Jahre später folgte dann unter der Regie von Michael Anderson (Flucht ins 23. Jahrhundert, Orca, der Killerwal, 1957 Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Regie für In 80 Tagen um die Welt) ein Kinofilm, dem jedoch angelastet wird, dass er Orwells Vorlage zu frei umsetzt. Die bislang bekannteste und vorlagentreuste Verfilmung entstand in jenem Jahr, das sich mit dem Titel gleicht. Auf dem Regiestuhl und in der Funktion des Drehbuchautors zeichnete dieses Mal Michael Radford (Die letzten Tage in Kenya, Der Kaufmann von Venedig, 1996 Oscar-Nominierung für Der Postmann in den Kategorien Beste Regie und Bestes adaptiertes Drehbuch) verantwortlich.


Inhaltlich bewegt sich diese Verfilmung überaus nahe an Orwells literarischer Vorlage. Trotz einer (bei Literaturverfilmungen unvermeidlichen) Reduktion des Handlungsumfangs und vereinzelter Anpassungen im zeitlichen Ablauf wurden bei der Reproduktion sämtlicher Schlüsselszenen und entscheidender Dialoge alle notwendigen Details bedacht, wodurch die Botschaft des Romans sehr gut vermittelt wird. Das gesamte trostlose Szenario, welches ein extremes Potenzial besitzt, zutiefst zu deprimieren und mit Hoffnungslosigkeit zu erfüllen, findet somit seinen Weg zum Zuschauer, der eine Geschichte erleben darf, die zwar nicht eine Minute lang unterhält, aber während der man jeden einzelnen Moment froh ist, nicht unter jenen geschilderten Umständen leben zu müssen. Dementsprechend wirkt das Gesehene auch noch lange nach und regt stark zum Nachdenken an. Als einzigen Kritikpunkt könnte man der filmischen Story vorwerfen, dass sie den Zuschauern, die den Roman nicht kennen, manche Dinge unerklärt lässt. Allerdings sehe ich das nicht als Nachteil an, da die Geschichte nicht nur in ihrem Produktionsland einen hohen Bekanntheitsgrad aufweist, vielerorts zum Schulstoff gehört und selbst derjenige, der das Buch nicht gelesen hat, wird sich nach Sichtung des Films mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu berufen fühlen, dies umgehend nachzuholen und damit die verbliebenen Lücken schließt.


Darstellerisch bietet 1984 mit John Hurt (Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, Rob Roy, 1979 Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller in 12 Uhr nachts - Midnight Express und 1981 als Bester Hauptdarsteller in Der Elefantenmensch) die ideale Besetzung für den Charakter des Winston Smith, einen körperlich angeschlagenen, unscheinbaren Enddreißiger. Hurt gelingt es hier wahrhaft herausragend ein schlichtes, nahezu bemitleidenswertes Erscheinungsbild mit großem schauspielerischen Talent zu vereinen. Diese Rolle hätte man unmöglich mit einem physisch imposanten Heldendarsteller besetzen können, ohne enorm an Glaubwürdigkeit einzubüßen. Richard Burton (insgesamt siebenfach für den Oscar nominiert, u.a. für Becket, Der Spion, der aus der Kälte kam, Equus - Blinde Pferde) verkörpert den Parteifunktionär O'Brien und sein nahezu apathisches Mienenspiel passt perfekt zu jenem undurchsichtigen Charakter, von dem Winston nicht weiß, ob er als Freund oder Freund einzuordnen ist, bevor er sich aus eigenen Stücken offenbart. Hierbei handelt es sich zudem um Burtons letzte Filmrolle, da er noch vor der Veröffentlichung verstarb. Suzanna Hamilton (Jenseits von Afrika) spielt Julia, eine junge Frau, von der Winston eingangs glaubt, dass sie der Geheimpolizei angehören könnte. Auch ihr Erscheinungsbild kommt der im Roman geschilderten Beschreibung überaus nahe. In weiteren Nebenrollen trifft man noch auf Cyril Cusack (Fahrenheit 451, In einem fernen Land, Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle) und Gregor Fisher (TV-Serie The Baldy Man, Tatsächlich...Liebe). Insgesamt verkörpern und übermitteln die Darsteller ziemlich detailgetreu die Schilderungen der literarischen Vorlage, wodurch es diesbezüglich nichts zu kritisieren gibt und alle Leistungen auf einem hohen Niveau rangieren.


Auf audiovisueller Ebene wurde Orwells zutiefst verstörende Zukunftsversion mittels eines Budgets von rund drei Millionen britischen Pfund ebenfalls einwandfrei umgesetzt. Die Kulisse eines grauen, schäbigen, teilweise verfallenen, durchweg verdreckten sowie trostlosen Londons vermittelt nicht zuletzt dank der herausragenden Kameraarbeit von Roger Deakins (insgesamt zwölffach für den Oscar nominiert, u.a. für Die Verurteilten, Fargo, No Country for Old Men, James Bond 007 - Skyfall) eine bedrückende Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Da 1984 abseits der Teleschirme keine sonderlich technisch entwickelte, sondern eher eine verarmte, heruntergewirtschaftete und auf dem Existenzminimum gehaltene Gesellschaft modelliert, waren auch keinerlei futuristisch anmutenden Kulissen notwendig. In punkto Requisiten und Kostümen hat man keine Mühen gescheut, um möglichst vielen Details aus der Vorlage gerecht zu werden. Das Handlungsgeschehen wird gelegentlich durch Winstons Gedankengänge in Form von gesprochenen Monologe aus dem Off heraus begleitet. Die überaus eindringliche, düstere und stets melancholische Filmmusik von Dominic Muldowney (Betrug, Bloody Sunday, TV-Filmreihe Die Scharfschützen) rundet das überaus bedrückende Filmerlebnis auf perfekte Weise ab.


Fazit: Diese Verfilmung von 1984 stellt eine überaus detailgetreue und schauspielerisch sowie inszenatorisch perfekte Umsetzung von Orwells Romanvorlage dar. Sowohl der Handlungsverlauf, die allgemeine Botschaft als auch die unglaublich düstere und geradezu hoffnungsvernichtende Atmosphäre des Buches finden direkt ihren Weg zum Zuschauer und nehmen ihn geradezu gefangen. Dadurch, dass dieser Film keinen einzigen Moment lang Unterhaltung oder Spaß bietet, sondern durchweg ungeschönt und trostlos daherkommt, wodurch man selbst eine intensive Mischung aus Faszination und Leid verspürt, macht er somit alles richtig. 1984 ist zweifellos eines jener cineastischen Meisterwerke, die man einfach kennen sollte und daher spreche ich eine ganz klare Empfehlung aus.              

10/10
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Kommentare

30.06.2015 21:39 Uhr - leichenwurm
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Klassiker. Punkt. Mehr Worte brauch ich an der Stelle gar nicht verschwenden, denn deinem Review ist nichts hinzu zu fügen... Deine Reviews sind und bleiben eine klasse für sich, NoCutsPlease. Immer wieder eine Freude sie zu lesen... ;-)

30.06.2015 21:46 Uhr - Tom Cody
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Großartige Rezension zu einer herausragenden Verfilmung eines DER Klassikers der SF-Literatur.
Ein unbequemer, verstörender und auch deprimierender Film, der aber auch wichtig ist und wo die Vorlage bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren - sondern an Brisanz sogar eher noch dazu gewonnen hat.

30.06.2015 21:59 Uhr - NoCutsPlease
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Vielen Dank für das prompte Feedback, Leute!

Freut mich, dass euch mein bislang längstes Review - wobei der Titel locker noch den doppelten und dreifachen Umfang hergeben würde - entsprechend gefallen hat und ihr den Film ebenso sehr schätzt.

Dies wäre übrigens die ideale Kurzfassung meiner Kritik:

30.06.2015 21:46 Uhr schrieb Tom Cody
Ein unbequemer, verstörender und auch deprimierender Film, der aber auch wichtig ist und wo die Vorlage bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren - sondern an Brisanz sogar eher noch dazu gewonnen hat.


Und ansonsten schon einmal danke an jeden, der es bis hierhin durch meinen Hundertzeiler geschafft hat! ;-)

30.06.2015 23:12 Uhr - Kable Tillman
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Als allererstes: Grandiose Filmwahl! Ich war nach deinem Kommentar, dass dein nächstes Review ein "10 von 10"-Kandidat ist, wirklich gespannt, aber umso mehr erstaunt, dass du nicht nur diesen inhaltlichen Koloss dir herausgesucht hast (und bravourös gemeistert hast), sondern das er bisher noch keine Filmkritik auf Schnittberichte.com hatte. Da haben wohl so einige sich schlussendlich nicht an den überaus komplexen Stoff herangewagt. Das "1984" nicht alles haarklein erzählt, ist m.M.n. sogar eine der Stärken des Films (die Gründe dafür erklärst du passend in deinem Review) und gleichzeitig eine längst vergessene Tugend. Die Christopher Nolans von heute erklären fast pausenlos jede Kleinigkeit ihrer Geschichte, so dass es geradezu einer Aufmerksamkeitsübung gleicht, deren Filme zu sehen. Und konnte man nach "Inception" und Co. diskutieren? Nicht wirklich, außer man hat tatsächlich die mit einem Neon-Pfeil ausgewiesenen Pointen nicht verstanden. Da lob ich mir einen Winding Refn, der seinen Protagonisten den Mund verbietet und die Bilder auf seinen Zuschauer wirken lässt, die ganz nach Gusto vollkommen anders wirken können. Das ist Filmkunst! Und "1984" ist ebenso Filmkunst, aber auf eine lehrreiche und beunruhigende Art und Weise. In gewissen Punkten unseres Lebens (NSA-Überwachung...) sind wir schon nicht mehr so weit entfernt von dieser Dystopie, von den vielen totalitären Systemen dieser Welt ganz zu schweigen.

01.07.2015 08:05 Uhr - NoCutsPlease
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Vielen Dank, Kable!
Ich war ebenfalls überrascht, dass es bislang noch kein Review gab. "Fahrenheit 451" hat ja z.B. schon mehrere.

Die Story ist mehr oder weniger zeitlos und von der Grundproblematik wird sie wohl nie an Aktualität verlieren.

Hinsichtlich Nolan stimme ich zu. Es werden zwar stets großartige Geschichten erzählt, aber dafür dem Zuschauer auch alles mundgerecht serviert.

01.07.2015 08:31 Uhr - deNiro
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Klasse, schön beschrieben und kompetent rübergebracht!

Hätte mir evtl. noch einen Bezug zu aktuellen Ereignissen, und die Beschreibung des Einflusses des Filmes auf andere Werke, gewünscht. Is aber jammern auf hohen Niveau, wir sind ja hier auch nicht bei "wünsch dir was";))

01.07.2015 09:55 Uhr - Kable Tillman
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Also grundsätzlich ließe sich problemlos ein mehrseitiger Aufsatz zu "1984" schreiben, eine Seite allein dafür, wie sträflich unterschätzt der Film ist. Keine einzige Oscar-Nominierung, dabei hätte "1984" die Trophäen für beste Kameraarbeit, bester Hauptdarsteller und schlussendlich bester Film mehr als verdient.

01.07.2015 10:33 Uhr - NoCutsPlease
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Danke für das tolle Feedback! :-)

In der Tat wären der aktuelle Bezug sowie der Einfluss auf andere Werke noch das i-Tüpfelchen, allerdings wollte ich den Text auch nicht überlang werden lassen, es steckt ja jetzt schon der Umfang von drei "normalen" Reviews drin (auch wenn der Film 1000+ Zeilen verdient hätte). Und ansonsten hat ja jeder mehr oder weniger die aktuellen Probleme auf dem Schirm, da habe ich dann lieber noch auf ein paar Hintergrundinfos über Orwell beigefügt, die wohl eher weniger im bisherigen Fokus lagen.

Ansonsten kann ich Kable zustimmen, dieser Film hatte wahrlich die Oscarschwemme verdient. 1985 lag bloß das Auge eher auf "Amadeus", F. Murray Abraham und "Killing Fields".

01.07.2015 11:56 Uhr - bueschel61
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Eine 1a Rezension zu einem Meisterwerk der Filmgeschichte.
Hat Spaß gemacht sich durch deinen Hundertzeiler "durchzuarbeiten".Gespickt mit vielen
interessanten Informationen,die man als "normaler Filmkonsument" nicht auf den Schirm hat.Danke dafür. ;-)

01.07.2015 12:41 Uhr - NoCutsPlease
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Thanks, bueschel!

01.07.2015 11:56 Uhr schrieb bueschel61
Gespickt mit vielen interessanten Informationen, die man als "normaler Filmkonsument" nicht auf den Schirm hat.Danke dafür. ;-)


Bitte, immer wieder gerne. :-)

01.07.2015 10:33 Uhr schrieb NoCutsPlease

Ansonsten kann ich Kable zustimmen, dieser Film hatte wahrlich die Oscarschwemme verdient.


Fiese Autokorrektur! Da sollte HÄTTE stehen.

02.07.2015 11:14 Uhr - cecil b
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Big Brother is watching you!

And I love to 'watch' your Reviews!

Sprachlich und vom Aufbau her wieder auf höchstem Niveau! Deine Beschreibung von Orwelles Biographie und dessen Einfluss auf sein Werk ist wunderbar schlüssig und kompakt! Auch die Beschreibung der audiovisuellen Ebene, und warum diese so kongenial ist, trifft es wunderbar auf den Punkt. Deine Entscheidung, das große Review im Zaum zu halten, indem du die Aktualität der Thematik weniger besprichst, ist nachvollziehbar, und macht das Review nicht weniger großartig. Es ist manchmal schwer, die Schwerpunkte eines Reviews für jeden nachvollziehbar zu setzen, so geht es wohl jedem Autor mal so. Ich hätte mit ein Paar Sätzen die Aktualität allgemein angesprochen, und hätte dadurch einen Roman geschrieben, der zusätzlich dadurch, dass ich vermutlich auch schreibverliebt die Inszenierung analysiert hätte, definitiv kein 'besseres' Review gewesen wäre, sondern vielleicht ein zu langes.




02.07.2015 15:35 Uhr - NICOTERO
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WOUW! Super Review zu einem Klassiker…zu einer Perle…zu einem absoluten Meisterwerk des Kinos. Und aktueller denn je….

02.07.2015 17:09 Uhr - NoCutsPlease
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Ein großes Danke auch an euch!

Es ist sehr schön, dass so viele den Film in diesem gebührenden Umfang zu schätzen wissen.

02.07.2015 11:14 Uhr schrieb cecil b
Es ist manchmal schwer, die Schwerpunkte eines Reviews für jeden nachvollziehbar zu setzen, so geht es wohl jedem Autor mal so.


Das stimmt, da jeder für sich selbst andere Schwerpunkte setzt. Bei mir liegen diese bekannterweise vorwiegend auf den sachlichen Hintergrundinfos und das kommt glücklicherweise gut an bei den Lesern.

Übrigens finde ich es auch sehr erfreulich, dass trotz des bisherigen Umfang immer noch ein Mehr an Text auf große Akzeptanz gestoßen wäre. Glücklicherweise ist der Kreis derer, die sich "von zu langen Kritiken genervt fühlen" gering.

Ja cecil, bei dir würde es wohl wahrlich ein XXXXL-Review voller Interpretationen und Details werden, aber ich bin mir sicher, dass dies wie gewohnt einer interessanten Kritik nicht im Weg stehen würde.

02.07.2015 17:42 Uhr - NICOTERO
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Absolut Cecil: Leg los mit dem Kommentar! Würde mich freuen zu lesen. Nur durch Eure großartigen Arbeiten würdigt man den vollumfänglichen Rahmen dieses Werkes. Toll!

03.07.2015 15:43 Uhr - NoCutsPlease
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Sicher wird cecil (oder vielleicht auch ein anderer Verfasser) früher oder später noch mal eine weitere Kritik zu "1984" schreiben. Ich würde das sehr begrüßen!

Die selbst auferlegte Prämisse, lediglich jungfräuliche Titel zu rezensieren, gibt es ja soweit ich weiß nur bei mir. ;-) Also sind Nachfolgereviews von anderen Autoren nicht ausgeschlossen.

05.12.2017 12:44 Uhr - Horace Pinker
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Ein wahres Monsterreview welches umfassend und detailliert Vorlage, filmimmanente Aspekte und historische Hintergründe aufzeigt und zudem wie immer klasse geschrieben ist. Von 1984 kenne ich bisher nur den Roman setze jetzt aber auch die Verfilmung weit oben auf meine Watch List.

05.12.2017 15:45 Uhr - NoCutsPlease
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Vielen Dank H.P.!
Ein Monsterwerk verlangt nun einmal nach einem Monsterreview. :)
Den Roman zu kennen, ist auf jeden Fall von Vorteil, denn dann sind die Zusammenhänge viel besser zu erkennen.
Der Film ist zweifellos ein absolut deprimierender Runterzieher, genau wie das Buch! Und für dieses perfekt eingefangene Flair kann es meiner Meinung nach nur die volle Punktzahl geben.

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