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Ghost Rider - Spirit Of Vengeance

Originaltitel: Ghost Rider

Herstellungsland:USA, Vereinigte Arabische Emirate (2011)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Action, Comicverfilmung, Fantasy,
Thriller
Alternativtitel:Marvel's Ghost Rider 2
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,80 (21 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Einige Jahre sind vergangen seit der ehemalige Stuntman Johnny Blaze (Nicolas Cage) den Pakt mit dem Teufel geschlossen hat und als Ghost Rider auf dem Motorrad durch die Nacht jagte. Er lebt mittlerweile in selbstauferlegter Isolation in Ost-Europa, seine übernatürlichen und unkontrollierbaren Fähigkeiten sind ihm längst zum Fluch geworden. Doch dann bittet ihn ein Klosterorden um Hilfe. Der zehnjährige Danny wird von finsteren Mächten verfolgt, denn er soll dem Teufel zu einem menschlichen Körper verhelfen. Um ihn und die gesamte Welt zu beschützen, muss Blaze erneut seine Verwandlung in den Ghost Rider zulassen... (Universum Film)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von argamae:

Der reinen Vervollständigung meiner Sammlung von Comic-Verfilmungen wegen habe ich mir vor geraumer Zeit ziemlich günstig die 2011 erschienene Fortsetzung von GHOST RIDER zugelegt. Nun habe ich mich mal hingesetzt, um ihn zu konsumieren. Dafür habe ich dann drei Anläufe gebraucht (zweimal bin ich eingeschlafen). Und zwar nicht von ungefähr.

Johnny Blaze (Nicolas Cage) lebt ein zurückgezogenes Leben, steckt in ihm doch ein Feuerdämon, der jederzeit ausbrechen und ihn in den "Ghostrider" verwandeln kann - den leibhaftigen Rächer der Hölle. Das verdankt er einem Pakt mit dem Teufel, auf den in GHOSTRIDER eingegangen wird. Das war es aber auch schon mit Referenzen auf den Erstling, denn Spirit of Vengeance orientiert sich nicht sonderlich an seinem Vorgänger, ignoriert ihn eigentlich komplett. Dem Himmel sei's geklagt - er ignoriert neben seinen Wurzeln auch so ziemlich jede Tugend eines guten Films.

Die Story ist platt wie die ausgelatschten Wartezimmer vorm Fegefeuer (wer ihn sich tatsächlich geben will, der sei gewarnt: SPOILERS ahead): der Teufel will sich eine Frischzellenkur verpassen, dafür bedarf es eines vom Schicksal auserkorenen Gefässes (jugendlicher Sohn einer Zigeunerin - oh, böses Wort, dafür komme ich hoffentlich nicht in die Hölle), und schickt Uzi-tragende Schmierchargen los, um ihn zu entführen. Blah blah, Mutter entkommt mit Sohn aus Hightech-Kloster, blah blah, Wanderprediger will helfen und holt mit dem Versprechen auf Annullierung seines Paktes den Ghostrider ins Boot, blah blah, Junge wird trotzdem entführt, blah blah, Ghostrider vermöbelt ein paar Schergen und befreit Sohn, blah blah, Teufel levelt Schergen auf und entführt Sohn zurück, blah blah, Ghostrider mischt Bösewichte wieder auf... ach, ich erspare mir den Rest.

Wenngleich SPIRIT OF VENGEANCE mehr Action bietet als der trashige (aber dadurch auch unterhaltsamere) Vorgänger, bleiben die Schauwerte aus. Dabei sind die SFX des Riders selbst durchaus solide bis sehenswert, auch dessen Feuerstuhl ist amtlich animiert. Aber alles zusammen ist so lieblos - die Kulissen wirken oft billig und geradezu langweilig (praktischerweise hat man die Story gleich nach Osteuropa verlegt, damit es dann inhaltlich passt), die wenigen szenarischen Höhepunkte (Tagebau-Bagger, Höhlenstadt, Amphitheater-Ruine) werden optisch überhaupt nicht ausgereizt. Die im Grundtenor düstere Story ist auch nicht ein einziges Mal entsprechend inszeniert, es fehlen bei der Action die Härten (die imho angebracht wären, aber dann hätte man den Film nicht ab 12 [!] freigeben können). Und letztendlich gesellen sich die sparsamen Schauspielleistungen und das bewährte Overacting von Herrn Cage dazu, was den Film gurkig abrundet. Dabei sind die Nebenrollen noch am sympathischsten besetzt, Idris Elba ("Mandela - der lange Weg zur Freiheit") etwa oder Ciarán Hinds ("Die Frau in Schwarz", "John Carter - Zwischen zwei Welten") spielen ansehnlich und zumindest Herr Elba darf seiner Figur sowas wie Facetten verleihen.

Am Ende trägt der Film Marvels finsteren Helden endgültig zu Grabe und es fehlt dem Treiben über Hölle und Teufel etwas, daß bitter nötig gewesen wäre: eine Seele.

3/10
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Kommentare

13.07.2015 19:35 Uhr - cecil b
2x
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Schön verspielt geschrieben, und somit einem Nichts von Film um etwas Kreativität beschert.

14.07.2015 08:57 Uhr - JasonXtreme
2x
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Teil 1 war noch ok seinerzeit, den hier habe ich mir direkt gespart... die alten Comics haben halt doch mehr Drive und Flair, und Cages Frisur ist durch nichts zu entschulden! :D Gut geschrieben

14.07.2015 18:53 Uhr - Argamae
1x
User-Level von Argamae 4
Erfahrungspunkte von Argamae 276
Danke schön für eure Kritik! Teil 1 gefiel mir tatsächlich besser als ich aufgrund negativer Vorabkritik ("guck' dir den bloß nicht an!") erwartet hätte.

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