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Hatchet

Herstellungsland:USA (2006)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Splatter
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,56 (151 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Als Ben seinen Kumpel Marcus bei ihrem New Orleans-Besuch überredet, eine „Haunted Swamp Tour“ mitzumachen, ahnen beide noch nicht, dass die Legende von Serienkiller Victor Crowley ganz und gar der Wahrheit entspricht. Mit ihrem Boot sind sie im Sumpf gestrandet und müssen nun einen Weg zurückfinden. Doch der schrecklich entstellte Massenmörder lauert schon mit seiner Axt und schlägt sich damit buchstäblich durch die jungen frischen Opfer. Eine Spur aus Blut und Körperteilen zieht sich durch das Dickicht, und Ben und Marcus müssen einen Weg finden, Victor Crowley zu stoppen, bevor sie Futter für die Alligatoren werden... (Sunfilm)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von argamae:

Was preist das Cover doch alles an: KEIN REMAKE. KEINE FORTSETZUNG. NICHT NACH EINER JAPANISCHEN VORLAGE. Und dann spielen auch noch Robert Englund ("Freddy" aus Nightmare on Elm Street), Kane Hodder (Jason Vorhees aus den Folgeteilen von Freitag, der 13.) und Tony Todd ("Candyman") mit!

Prima, denke ich mir, und lege das Scheibchen selbsternannten "old school American Horrors" in den DVD-Player.

Es folgen (zum Glück nur) 81 Minuten echte Grütze, bei der man sich schon nach den ersten 10 Minuten heimlich denkt: ach, wär's doch ein Remake, eine Fortsetzung oder nach einer japanischen Vorlage! Soviel amerikanische Originalität haut selbst dem schnauzbärtigsten Südstaatler den Patriotismus aus der Mütze. Er ist mies gespielt, hat schlechte Effekte, lächerliche Masken, strunzdämliche Protagonisten, nicht mal den Hauch von Logik oder Story - ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Am besten mit sowas wie einer Inhaltsangabe (inkl. Spoiler, aber den Film wollt ihr eh nicht sehen, vertraut mir)...

Im Film zieht's 'ne Horde grenzdebiler Vergnügungssüchtiger (beziehungsgeschüttelter Teenager, sprücheklopfender Kumpel selbigen Teenagers, geheimnisvoller weiblicher Teenager, zwei lobotomierte Tittenmäuse nebst schmierigem "Porno-Regisseur" und grinsendes Seniorenpärchen), auf eine "Grusel-Bootstour" eines windigen, japanisch-stämmigen (!) Teenagers durch die Sümpfe vor New Orleans. Der Typ hat von seiner Sightseeing-Geschäftsidee aber genausoviel Ahnung wie vom Bootfahren - nämlich Null - und setzt das Ding nach allerlei dämlichem Gequatsche über Sumpfgeister und Konsorten auf einen Felsen. Natürlich setzt der obligatorische Regen nebst Blitz und Donner ein und alle Fahrgäste retten sich vor Witterung und Alligatoren auf ein mitten in der Nacht ständig von unsichtbaren Lichtquellen erleuchtetes Eiland. Und da lebt - Oh Schreck, oh Graus - ein ebenso deformierter wie hirnloser Hinterwäldler, der ständig alle Leute abmurkst, die sich seiner Hütte nähern (was erklärt, wieso niemand die Chance hat, ihn mal liebzuhaben). Dabei bedient er sich allerlei Gerätschaften, wie dem namensgebenden Beil, einer Flex oder auch seinen schwieligen Händen. Und so werden die Dummbratzen nach und nach zerhackt, zerquetscht und zerrissen, während sie ständig im Kreis laufen und demnach in Richtung Hütte zurück flüchten - nur um dann, als nur noch die erträglicheren Charaktere übrig sind, einen plötzlichen Ortswechsel vorzunehmen (sie finden ruckizucki doch einen Weg direkt auf einen alten Friedhof!), um dem gebeutelten Publikum mal Abwechslung zu bescheren. Doch die entpuppt sich, wie alles im Film, auch nur als Mogelpackung, denn ganz nach Drehbuchbelieben taucht der mordlüsterne Hackfressen-Kalle immer genau wieder da auf, wohin die bedauernswerten Darsteller entfleuchen wollen. Und wo ihnen dann doch noch eine Idee kommt, Mettgesicht gepflegt aus dem Script zu radieren, hat der vorausschauende Drehbuchschreiber jedoch einen Kugelschreiber benutzt - und so müssen sie am Ende allesamt entleben und der Gesichtsmatraze die letzte Kamera-Einstellung überlassen.

An diesem Machwerk ist aber auch gar nichts "originell". Amerika, was ist nur aus deiner glorreichen Horror-Zeit geworden? Wie titelt der MTV-Werbetext auf dem Cover? "Das Publikum vergießt Tränen vor Angst - und vor Lachen". Teilweise stimmt das, nur das es die Angst war, noch eine Minute länger ertragen zu müssen. Und dann vor Lachen, als es endlich überstanden war. Aber hey! Da spielten doch Horror-Ikonen-Darsteller mit! Ja, aber Englund und Todd haben nur zwei, drei Sätze in Nebenrollen. Vermutlich hatten die den Braten beim Lesen des Drehbuchs schon gerochen... Kane Hodder traf es härter - er mußte Fassaden-Ede spielen. Aber so hat man ihn genau wie in seiner Rolle als Jason Vorhees wenigstens nicht erkannt.

Und was passiert mit Enddarmausscheidungen wie dieser, wenn man Geld für Gastrollen mit Genre-Größen ausgibt und das Ganze richtig "hyped"?
Richtig, es gibt Fortsetzungen...  :P

2/10
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Kommentare

17.07.2015 16:24 Uhr - NoCutsPlease
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Das Review schließt nahtlos an deine bisherigen sehr gelungenen Werke an!

Ich fand "Hatchet" nicht ganz so vernichtend schlecht, aber alles in allem doch ziemlich enttäuschend.
Die etablierten Horrordarsteller Todd und Englund tauchen in Rollen von eher geringer Bedeutung nur für ein paar Momente auf, was aber auch ehrlich gesagt fast schon zu erwarten war. Was mir aber wirklich auf die Nerven ging, war dieses hyperaktive Gezappel von Crowley und die total hektisch wirkenden Splatterszenen. Oldschool war das nicht, sondern eher Newcrap!
5/10 Hackfressenkiller meinerseits.

17.07.2015 19:10 Uhr - Frank the Tank85
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Ein sehr guter, neuer Schreiber hier.
Schöner Verriss. Obwohl ich den ersten Teil noch recht unterhaltsam fand. Teil 2 und vor allem Teil 3 hust....
Weiter so

17.07.2015 19:34 Uhr - JasonXtreme
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Ganz so mies fand ich den auch nicht, aber über 4 oder 5 kommt er bei mir nicht raus. Liegt ganz stark am nervfaktor der Opfer, und am absolut mies-einfallslosen Design von Crowley...

18.07.2015 00:24 Uhr - Egill-Skallagrímsson
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Kann mich der Bewertung auch keinesfalls anschließen. Fande Hatchet 1 und 2 ziemlich unterhaltsam. Teil 3 kenne ich noch nicht. 6,5/10 wäre meien Bewertung für Teil 1. Und ich bin nicht noch nicht einmal so ein großer Splatter-Fan.

18.07.2015 11:07 Uhr - cecil b
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Ein schöner Veriss, und ich finde dass die Argumente schlüssig sind!
Dass man die Ansprüche bei einem Film dieser Art nicht so weit nah oben setzten sollte, und etwas genrefreundlicher sein sollte, sehe ich auch so, aber für mich ist die Kritik trotzdem schlüssig.
Als Horrorfan fühle ich mich auch machmal verarscht, weil Produzenten oft denken, dass sie einfach immer die gleichen Knöpfe drücken können, so als Horrorfans keine Ansprüche hätten.

18.07.2015 11:25 Uhr - bueschel61
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Da schreibt mir doch glatt einer aus der Seele.Mein Respekt geht an Argamae,das er/sie es geschafft hat diesen Film bis zum Ende zu schauen.Kann mir vorstellen,das der Reflex,auf die Stoptaste zu drücken,mehr als einmal aufgekommen ist.
Ein gut geschriebener Veriss der zu lesen richtig Spaß gemacht hat. ;-)

19.07.2015 10:40 Uhr - Gorno
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Aua, das tut weh :P Ich mag die Hatcher Reihe sehr. Witzig, blutig und typisch oldschool. Der erste bekommt locker eine 8/10 von mir.

20.07.2015 18:13 Uhr - leichenwurm
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Ich fand die "Hatchet"-Filme auch überaus spassig. Schöne over-the-top Splatterszenen, die beinahe allesamt in beeindruckender Make up - Effekte Arbeit realisiert wurden. Crowley geht als Filmkiller voll in Ordnung und bei dem ganzen unernst der in den bisherigen Teilen zelebriert wird, nehme ich es auch mit den wirklich hohlen Charakteren nicht so genau. Hier gehts schlichtweg nur um den puren Spass am Gekreische und am Geschmodder. Die Stars sind eh die reissende Latexhaut und das sprudelnde Kunstblut... ;-)

21.07.2015 00:36 Uhr - Rastafarei punk
Über Handlung und schauspieler braucht man nicht streiten für Fans ist die reihe (uncut) klar zu empfehlen

14.05.2016 22:06 Uhr - Tommy83
Also 2 Punkte ist echt hart da haben ja die größten Trash Asylumwerke mehr Punkte auf Schnittberichte.com :-) gut, jeder hat halt seine Meinung. Effekte-sehr gut, Story-hmm ist halt ne Horrorkomödie. Ich fand man konnte lachen also auch recht gut. 7-8 Punkte hat der Victor verdient (so auch die unterhaltsamen Fortsetzungen-uncut-natürlich).

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