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Ant-Man

Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,24 (48 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Trickbetrüger Scott Lang (Paul Rudd) besitzt die unglaubliche Fähigkeit, auf winzige Körpergröße zu schrumpfen und gleichzeitig seine Kräfte zu vervielfachen. Gemeinsam mit seinem Mentor Dr. Hank Pym (Michael Douglas) muss Lang das Geheimnis um Pyms einzigartigen Ant-Man-Anzug vor einer gefährlichen Bedrohung beschützen und mithilfe eines spektakulären Raubzugs die Zukunft der ganzen Welt entscheiden. (Walt Disney Studios)

eine kritik von gorno:

Imagine a soldier the size of an insect, the ultimate secret weapon.

Ant-Man

Der neueste Streich aus dem Haus Marvel schafft es in praktisch allen Punkten zu überzeugen. Der Abschluss von Phase Two ist zwar nicht so gross wie die anderen Marvelfilme, aber dennoch etwas ganz besonderes.

Der ehemalige S.H.I.E.L.D. Soldat Hank Pym hatte damals das Pym-Teilchen entdeckt und eine eigene Firma gegründet. Das Pym-Teilchen verkleinert den Abstand zwischen den Atomen und erhöht die Dichte, sodass man auch dank eines speziellen Anzugs auf die Grösse einer Ameise schrumpfen kann und dennoch grosse Kräfte hat. Man könnte damit Supersoldaten erschaffen, doch die Angst davor brachte Hank dazu die Formel unter Verschluss zu halten und deshalb wurde er freigestellt. Einige Jahre später stiehlt der Einbrecher Scott Lang den Anzug aus Pym's Haus, ohne zu ahnen, dass der Einbruch von Hank persönlich geplant wurde, denn er braucht unbedingt seine Hilfe.

Wie schon gesagt ist Ant-Man nicht so gross wie die letzeren Filme von Marvel und setzt einige Schritte zurück. Das bringt eine ganz tolle Abwechslung in die Effektfeuerwerke der vorherigen Kinobesuche und macht den Film für mich zu einer Perle. Natürlich fehlt es beim Ant-Man nicht an guten Effekten, aber der Plot und der Krach wurden runtergeschraubt und die Komik ein grosses Stück aufgedreht. Komödiastisch erinnerte mich der Film leicht an die Guardians of the Galaxy, nur mit einer etwas spezielleren Edgar Wright Note. Nicht so schwarzhumorig wie bei seinen anderen Werken Shaun of the Dead oder Hot Fuzz, aber es bewegt sich alles in der ähnlichen Machart. Der Antagonist möchte dieses Mal nicht wirklich die Welt zerstören, sondern einfach nur die Macht über alles haben. Unser Protagonist ist auch nicht unbedingt daran interessiert die Welt zu retten und konzentriert sich praktisch nur auf das Helfen von Hank Pym und das Wiedersehen mit seiner Tochter.

Ich hatte mich damals schon geärgert, als der Regisseur Edgar Wright durch den weniger berühmten Peyton Reed ausgetauscht wurde. Ich kannte ausser dem Ja-Sager noch nichts von ihm und konnte mir dadurch auch keinen Marvelfilm in seinen Händen vorstellen. Von Edgar Wright bin ich dagegen ein riesiger Fan und nach seinem The World's End war ich mir sicher, dass Ant-Man wirklich bombastisch werden würde. Zum Glück wurde sein Drehbuch behalten und Peyton Reed konnte mich mit seiner Machart ebenfalls ziemlich überraschen. Wright's Drehbuch wurde sehr gut in Szene gesetzt, denn die Action war für mich perfekt inszeniert, die Situationskomik super aufgefangen und die Sprüche angenehm verteilt. Der Film wirkt zu keiner Minute übertrieben und langatmig, auch wenn der Anfang ein wenig Anlauf braucht. Das bereitet uns aber alles nur auf das grandiose und witzige Finale vor, bei welchem der Bösewicht erst gegen Ende in seinen Yellow Suit schlüpft. Der Schlusskampf fällt zwar kürzer aus als vorerst erhofft, der Film bleibt dadurch aber seiner Schiene treu und wirkt keine Sekunde zu überfüllt oder unnötig mit grossen Explosionen aufgezwungen. Sehr positiv fand ich auch, dass zwischen der ganzen Komik und der Action die Gefühle nicht vergessen wurde. Vor allem geht es da nicht nur um Scott und seine Tochter, sondern vor allem auch um Hank und dessen Tochter Hope.

Die Darsteller in dieser extrem spassigen Superheldenverfilmung machen vieles aus. Paul Rudd als kleiner grosser Held stiehlt sogar Grössen wie Michael Douglas die Show. Er war mir vor diesem Film genau wie der Regisseur wirklich kein Begriff, konnte mich mit seiner sympathischen Art aber ebenso sehr überzeugen. Neben ihm und Michael Douglas als Hank Pym, steht noch Evangeline Lilly aus der genialen Serie Lost und Werken wie Real Steel und The Hurt Locker als Hank's Tochter Hope an ihrer Seite. Der Antagonist wird von Corey Stoll verkörpert, welchen ich auch noch nicht wirklich auf dem Schirm hatte und nur als Nebenfigur in zum Beispiel Non-Stop oder Das Bourne Vermächtnis kannte. Er war ebenfalls sehr gut in seiner Rolle, doch die drei Amigos Michael Peña (FuryEnd of Watch), David Dastmalchian (PrisonersThe Dark Knight) und der Rapper T.I (Der Knastcoach) waren in Sachen Situationskomik einfach der Brüller und zogen für einige Momente die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Vor allem die "Jemand den ich kenne, der jemanden kennt..." Erklärungen mit Synchro waren ein Highlight. Natürlich darf man Judy Greer nicht vergessen, welche in die Rolle von Scott's Frau Maggie schlüpft. Wie auch in Jurrasic World, spielt sie in letzter Zeit fast überall mit, kann aber immer ihr Talent beweisen. Nicht nur, dass von den Avengers einige Male gesprochen wird, wir bekommen auch noch ein nettes Cameo vom Falcoon Antohny Mackie, sowie John Slattery als Howard Stark und Hayley Atwell als Peggy Carter zu sehen.
 

Second chances don't come around all that often. I suggest you take a really close look at it. This is your chance to earn that look in your daughter's eyes, to become the hero that she already thinks you are.
 

Fazit- Ant-Man ist ein Mainstreamfilm, welcher sich dennoch irgendwie mit seinem Ablauf vom Mainstream fern halltet. Wie sein Titelheld ist der Film ganz klein und dennoch ziemlich gross. Er ist etwas, was dem Marveluniversum auf jeden Fall sehr gut tut und wie damals der erste Iron Man Film sehr stark heraus sticht. Abgesehen davon, dass man sich leicht an den serieähnlichen Ablauf gewöhnen muss, hat man mit Ant-Man definitiv alles richtig gemacht. Sie schaffen es sogar, dass man sich nicht nur auf die ganz grossen Sachen konzentriert und sogar mit einer Ameise Mitleid hat. Kleiner Film, aber ganz grosses Kino, welches definitiv mindestens 9.5/10 Punkten verdient. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf die kommenden Abenteuer vom Ant-Man und auf seinen Auftritt in Civil War. Übrigens bekommt man bei diesem Werk nicht nur die übliche Post-Credit Szene vom Marvle spendiert, sondern auch eine Pre-Credit Szene. Also auf jeden Fall bis zum Ende sitzen bleiben. 

10/10
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Kommentare

26.07.2015 17:08 Uhr - deNiro
1x
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Sehr schön, für mich eines deiner besten! Da scheint uns ja tatsächlich mal ein etwas ungewohnter Marvel Held unterhalten zu wollen, ich bin gespannt!
P.S. kleine Anmerkung, soll das Wort "Komödiastisch" oder doch eher "komödiantisch" heißen?;))

27.07.2015 06:40 Uhr - NoCutsPlease
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Interessantes Review zu einem Titel, über den ich in zwei, drei Jahren vielleicht auch mitreden kann. ;-)
Du hast da wirklich ein paar sehr gelungene Formulierungen drin, aber auch so manches Wort, das es eigentlich gar nicht gibt. :-)

27.07.2015 09:01 Uhr - Angertainment
1x
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Dafür das du letzt angekündigt hast deine Arbeit hier etwas zurückzuschrauben ist das ziemlich üppig geworden.
Danke für den Tip, hätte den sonst vermutlich ausgelassen aber deiner Meinung kann man vertrauen.

27.07.2015 14:25 Uhr - FordFairlane
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Liest sich sehr gut und man merkt das du gerade mit diesem Marvelfilm deine Freude hattest.

27.07.2015 20:43 Uhr - markymarco
2x
Stimme ich absolut überein! Hatte selten so viel Spass im Kino.
Zur Abwechslung mal keine Transformers-artige Weltraumschlacht, sondern ein auf dem Boden gebliebener Film in ganz anderen Dimensionen.
Bin zugegeben nicht der größte "Avengers" (als Gruppe) Fan, aber diverse Einzelfilme sind einfach klasse; mit an erster Stelle für mich nun dieser hier.

Ergänzen muss ich aber noch, dass man den Film in 3D gesehen haben MUSS!!!
Die Ameisenperspektiven sehen dadurch einfach gigantisch aus; hatte teilweise regelrecht Herzklopfen!

Auch von mir gäbe es die volle Punktzahl

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