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Ivan_Danko
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Eintrag: 03.08.2015

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Crying Freeman - Der Sohn des Drachen

(Originaltitel: Crying Freeman)
Herstellungsland:Frankreich, Kanada (1995)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Comicverfilmung, Drama, Martial
Arts, Krimi, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,99 (48 Stimmen) Details
inhalt:
Töpfermeister Yo ist Mitglied des sagenumwobenen Geheimbundes der „Söhne des Drachen“. Als perfekt ausgebildeter und stilvoller Auftragskiller kämpft der Freeman gegen die skrupellose chinesische Mafia. Der Mord am Sohn des Yakuza-Anführers wird zufällig von der Malerin Emu O’Hara beobachtet. Yo muss die Zeugin aus dem Weg räumen, bevor sie seine Identität preisgeben kann. Doch dann unterläuft dem Freeman ein schwer wiegender Fehler...
eine kritik von ivan_danko:

MARTIAL ARTS, POESIE UND BILDERRAUSCH

Ich habe leider keinerlei Beziehung zu asiatischen Comics (Mangas), weswegen ich gleich vorweg erwähne, daß ich mein heutiges Review nur auf den Film an sich beziehen kann, nicht auf die zeichnerischen Vorlagen. Fans von Mangas mögen mir verzeihen, daß ich in diesem Fall leider nicht auf das Originalmaterial eingehen bzw. mit ihm vergleichen kann. 

Im Jahr 1995 drehte der Franzose Christophe Gans, der zuvor nur einen Kurzfilm und einen Beitrag zum Episodenhorror "Necronomicon" abgedreht hatte, die Manga-Realverfilmung

CRYING FREEMAN - DER SOHN DES DRACHEN,

über die ich diesmal schreiben möchte. Auch bis dato gibt es von ihm nicht viele weitere filmische Werke, die bekannten "Silent Hill" und "Pakt der Wölfe" sollten allerdings nicht unerwähnt bleiben, weil auch in ihnen Gans seine Fähigkeit, Filme in überzeugende Bilderfluten zu tauchen, eindrucksvoll unter Beweis stellt. 

Auch "Crying Freeman" ist so ein Beispiel, unzählige Slow-Motion-Sequenzen, detailfreudige, ästhetische Bilder und eine fantastische Kameraarbeit setzen höchst positive Unterschiede zu den heutigen Schnittstakkatos. Hier bietet der Film auch eine schöne Abwechslung zu gängigen Asia- und Martial-Arts-Produktionen, Mythologie und Leiden der Hauptfigur Yo wurden glaubwürdig und in gewisser Weise realistisch dargestellt.

Die Geschichte handelt vom Töpfer Yo, der vom Geheimbund "Söhne des Drachen" als Auftragskiller gegen die chinesische Mafia mißbraucht wird, und dem nach jedem Mord eine Träne aus dem Auge rinnt. Als sich der duch uralte Riten an seine Auftraggeber gebundene Yo in eine Zeugin (Julie Condra) verliebt und sie daraufhin verschont, findet er sich plötzlich zwischen den Fronten wieder.

Marc Dacascos ("Sabotage", "Drive") ist ein hawaiianischer Schauspieler, der aufgrund seiner Kampfqualitäten leider immer wieder auf mal mehr mal weniger durchschnittliche Martial-Arts- und Actionfilme reduziert wird. Dass in ihm durchaus Talent steckt, darf er in "Crying Freeman" sehr überzeugend als Hauptdarsteller beweisen. Die Rolle des stilvollen und ruhigen Killers wider Willen kauft man ihm jederzeit ab, auch seine Wehmut und Trauer überträgt er trotz aller Brutalität und Härte den ganzen Film über auf den Zuseher. Mit dem türkischstämmigen Franzosen Tchéky Karyo ("Nostradamus") und Rae Dawn Chong ("Phantom Kommando"), findet man zwei weitere bekannte Namen in Nebenrollen, wobei vor allem Karyo glaubwürdig agiert, was sicherlich ein Verdienst seiner in zahlreichen Charakterrollen angesammelten Routine ist.

Die Actionsequenzen sind fulminant und rasant geraten, Schießereien, Explosionen, Schwertkämpfe und Martial-Arts-Kämpfe sind zahlreich vorhanden und nahezu perfekt choreographiert. Das Schöne daran ist, dass sie sich vom Anfang bis zum visuell beeindruckenden Finale stetig steigern und immer wieder neue Bilder kreieren, die dem Zuschauer immer etwas Neues bieten. Auch der Härtegrad ist nicht ohne, die Auswirkungen von diversen Schieß- und Schnittwerkzeugen werden ohne großes Wegblenden detailfreudig gezeigt, was den Freund von gepflegter Härte ein fürs andere Mal erfreut mit der Zunge schnalzen lässt. Der Film wurde, vollkommen zurecht, von der FSK ab 18 Jahren freigegeben, leider folgten 2007 und 2013 Indizierungen der ausländischen und deutschen Fassungen, was den Verkauf in Deutschland natürlich deutlich erschwert hat.

Mittlerweile gibt es ungekürzte und zensierte DVD-Fassungen von Kinowelt und Warner, leider ist noch keine High-Definition-Ausgabe erschienen, was aufgrund der Qualität des Films äußerst bedauerlich ist. Meiner Meinung nach ist "Crying Freeman - Der Sohn des Drachen" herausragend sowohl in seiner Umsetzung als auch allgemein auf dem Martial-Arts-Sektor. Miminale Abzüge finde ich nur im Handlungsbereich, die Vorgeschichten von Yo und den anderen Protagonisten hätten ohne weiteres noch etwas weiter ausgeführt werden können. Diese kleinen Lücken werden allerdings durch den eleganten Bilderrausch mehr als ausgeglichen, weshalb ich ohne Zögern 9 von 10 Punkten vergebe.

9/10
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Kommentare

03.08.2015 22:04 Uhr - NoCutsPlease
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Gute Kritik, Ivan! ;-) Ich werde noch zu deinem Stammleser.

04.08.2015 07:47 Uhr - Ivan_Danko
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Danke, freut mich wenns Dir gefällt!

04.08.2015 09:10 Uhr - JasonXtreme
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Jau, da kann man in allen Punkten nur beipflichten! Geiler Film und standesgemäßes Review!

04.08.2015 11:53 Uhr - Argamae
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Ich habe ihn vor geraumer Zeit gesehen und war ebenfalls sehr angetan. Hatte ihn völlig vom Radar verloren, danke für die hiermit zurückgerufene Erinnerung!
Und ein schön zu lesendes Review ist's obendrein!

04.08.2015 13:27 Uhr - Ivan_Danko
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Danke Euch beiden, höchst wahrscheinlich werd ich mich spät abends heute noch mal ranmachen und wieder was Neues schreiben. Bin momentan auch wieder dabei, die fast vergessenen Filme aus meiner Sammlung anzuschauen und bin selbst überrascht, wie gut da manche sind, bei Excessive Force und Crying Freeman war ich jetzt zweimal höchst angetan. Hoffentlich hab ich heute wieder Glück, dann schreib ich danach wieder...

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