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Harbinger Down

Herstellungsland:USA (2014)
Genre:Horror, Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,76 (17 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Eine Gruppe Studenten hat eine Passage auf dem Fischkutter HARBINGER gebucht, um die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Wale zu erforschen. Während der Expedition finden die jungen Forscher ein altes Wrackteil im Eis und nehmen es mit an Bord. Schnell stellt sich heraus, dass es sich hierbei um die Trümmer eines sowjetischen Raumschiffs handelt – offenbar wurden darin Experimente mit biologischen Organismen durchgeführt. Diese tauen nun auf und mutieren innerhalb kürzester Zeit. Captain Graff (Lance Henriksen), seine Crew und die Studenten müssen sich einem Kampf um Leben und Tod stellen... (splendid film)

eine kritik von fat_jack:

Eine interessante Geschichte steckt hinter Harbinger Down.

Die Kollegen Alec Gillis und Tom Woodruff Jr. Und ihre Firma ADI wurden für die Arbeit an den Effekten zu dem Prequel von The Thing beauftragt.
Diese Arbeiten wurden dann jedoch kurz vor knapp durch CGI Effekte ersetzt. Gillis und Woodruff, vermutlich alles andere als amüsiert darüber, riefen eine Kickstarter Kampagne ins Leben, um sich Ihren eigenen Film zu finanzieren, welcher ausschliesslich mit handgemachten Effekten entstehen soll.
Die Kampange hat gute 380.000 Doller eingenommen und als Ergebnis gibt es nun Harbinger Down zu begutachten. An diesem Punkt tun sich dann ein paar Fragen auf. Kann ein Projekt wie Harbinger Down als Film funktionieren, wenn die Idee dahinter sich nur um Effekte dreht und diese im Vordergrund stehen sollen? Kann jemand wie Gillis, der bisher lediglich in punkto Effekte Erfahrungen sammeln konnte, überhaupt einen brauchbaren Film entstehen lassen?
Alles in allem ist Harbinger Down aus meiner Sicht sehr widersprüchlich und dennoch sehenswert.

Fangen wir bei den Sachen an, die am schnellsten abgearbeitet sind. Story? Brauch man nichts mehr zu sagen. Hat man schon oft gesehen. War aber auch im Vorfeld klar. Das und das der Fokus ja bekanntermaßen auf anderen Sachen liegen soll. Darum wollen wir mit diesem Punkt mal nicht zu hart ins Gericht gehen.

Schauspieler? Das Zugpferd, Lance Henriksen macht seine Sache ordentlich und es ist schön, ihn mal wieder in einer ordentlichen Rolle zu sehen. Alles andere im Cast kann nicht weiter in den Vordergrund treten, ohne dabei jedoch von Totalausfällen besiedelt zu sein. Die Charaktere an sich sind nicht frei der genretypischen Klischees, aber sie sind einem auch nicht gänzlich Schnuppe. Keine Slicks, aber ein Hauch von Profil. Zumindest bei manchen. Soweit so gut.

Kommen wir nun aber zum Wesentlichen. Den Effekten. Und da fängt bei mir der Widerspruch schon an. Ich bin kein Fan von Filmen, die nur von ihren Effekten leben und sonst nichts zu bieten haben. Bestes Beispiel: Alles was nach SAW 1 kam. Grauenhaft!
Erstaunlicherweise sind von den groß angekündigten Effekten dann aber gar nicht so viele vorhanden, wie man bei der ganzen Entstehungsgeschichte hätte erwarten können. Das dürfte vermutlich dem schmalen Budget zuzuschreiben sein. Wenn dann aber doch mal Monsteraction vor die Linse kommt, so sieht das wirklich sehr gut aus.

Im Gegenzug kann man es Harbinger Down positiv anrechnen, dass er nicht alles mit Monstereffekten vollklatscht. So bleiben die Effekte und die Monster doch eine stetige Bedrohung, die man aber nicht ständig vor der Linse hat und sie dann, wenn sie mal in Erscheinung treten, gleich noch eine Ecke gruseliger und furchteinflössender sind. In bester Tradition von Jaws oder auch Alien. (Freunde des Weißen Hais dürfen sich auf ein kleines Schmankerl freuen. Mehr sei hier noch nicht verraten^^)

Was bleibt ist ein etwas widersprüchlicher, guter Monsterfilm, der sich gerne etwas mehr seinen groß angekündigten Effekten hätte widmen können. Das hätte dann auch die ein oder andere Schwachstelle im Cast im Verborgenen gelassen.
Nichtsdestotrotz kann man sich Harbinger Down bedenkenlos anschauen. Besonders wenn man auf ältere Monsterschinken steht.

Eine schöne, kleine Hommage an alte Zeiten und Effekte, welche durchaus ihre Vorzüge hat. Wenn das heutzutage mal nichts ist…

7/10

7/10
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Kommentare

25.08.2015 14:50 Uhr - deNiro
1x
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Kurz und knackig!
Versteh aber nicht warum du auf der einen Seite Filme mit überproportional vielen Effekteinsatz nicht magst, auf der anderen Seite kritisierst du aber die wohl dosierten Effekte im Film?

25.08.2015 15:16 Uhr - fat_jacK
User-Level von fat_jacK 3
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Daran hab ich selber auch noch zu nagen^^
Wie ich bereits sagte, widersprüchlich...

Ich denke hier in diesem Fall wären ein paar mehr Effekte durchaus sinnig gewesen, aufgrund der Vorgeschichte etc.
Andererseits wird das ganze so nicht tot geritten und so bleiben die wohl dosierten Effekte klar das Highlight des Films.

Aber in Anbetracht dessen wie Harbinger Down entstanden ist und dem damit verbundenen, schmalen Budget, macht der Film seine Sache mehr als ordentlich.

25.08.2015 21:02 Uhr - deNiro
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Na gut;)

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