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FPS: First Person Shooter

Herstellungsland:Deutschland (2014)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Amateurfilm, Horror, Splatter
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,54 (13 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Linda, die schwangere Freundin des psychisch labilen Helden wird von einem skrupellosen Wissenschaftler gefangen genommen. Der hat ein hochansteckendes Zombie-Virus entfesselt, das bereits weite Teile des Landes verseucht hat. Um sie zu retten, muss der Held sich durch eine alte, verrottete Klinik voll mit bereits Infizierten kämpfen. Doch er hat nicht viel Zeit, bei Sonnenuntergang wird das gesamte Gebiet von der Regierung bereinigt . (KSM)

eine kritik von chazzer:

I live... AGAIN!

Nachdem ich den Trailer hier auf der Hauptseite gesehen hatte war mir klar das der Film unbedingt in die Sammlung muss. Denn nicht nur die Perspektive hat mich angesprochen sondern auch der ranzige Look und vorallem die Stimme, worauf ich später nocheinmal zurückkommen werde.

AAhhh... much better!
Die Story ist schnell erzählt. Held (etwas verrückt mit Hang zur Gewalt) will Freundin (schwanger) aus der Overlook Klinik befreien in der es nach missglückten Experimenten von Untoten und anderen Gesindel nur so wimmelt.

Eat shit and die!
Die ersten Bilder in FPS entspringen einem typischen Computerbildschirm. In pixeliges Eingabefeld werden Befehle getippt und das Spiel oder besser gesagt der Film beginnt. Nach einer kurzen Einführung welche ebenfalls im gleichen grafischen Stil präsentiert wird wechselt der Film in die Egoperspektive und somit in den richtigen Film. Dort wird nocheinmal kurz auf die Story eingegangen und nachdem unser Held den Eingang zur Klinik gefunden hat wird dieser hinterrücks niedergeschlagen und findet sich wenig später an einen Heizkörper gebunden wieder...

Lucky you, killed by the best!
Nachdem die ersten paar Minuten vergangen sind fallen dem geneigten Zuschauer sicherlich etliche Dinge auf. Markige Oneliner gehen Hand in Hand mit einem herben pixeligen und überzogenen Gewaltgrad. Besonders die Sprüche sind nicht nur einen Hommage an den einen oder anderen Film sondern auch an das Shootergenre selbst. Aber es kommt noch besser man konnte tatsächlich Stephan Weyte (seines Zeichens u.a. Sprecher von Caleb aus Blood und Blood II) verpflichten! Deshalb mein Tip, unbedingt auf englisch schauen! Zur Not gibt es ja noch deutsche Untertitel. Besonders für Kenner des Shootergenres ist das hören dieser kratzigen und markanten Stimme sicherlich ein Genuss.

But I like my hands bloody.
Zugegeben auch in FPS ist nicht alles Gold was glänzt. Stand der Trailer für mich noch für schnelle Aktion mit kranken Ideen ist das Endprodukt dann doch nicht ganz so schnell wie ich es mir gewünscht hätte. Denn besonders am Anfang wäre etwas mehr Tempo nicht ganz unwichtig gewesen. So aber streift unser Held durch viele leere Zimmer und sammelt Schlüssel (so wie es Shooterkenner unzählige male getan haben) und findet Briefe und Tagebucheinträge die das Bild um die Vorgänge in der Klinik vervollständigen. Nach und nach fügt sich das Bild zusammen und unser Held kommt in den Genuss von zahlreichen Waffen und deren Benutzung. Untermalt wird das ganze wie schon oben erwähnt mit etlichen zynischen Onelinern. Aber auch der Bodycount bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück. Gerade bei dem Titel wäre etwas mehr besser gewesen. Gegenstimmen würden behaupten das dieser am Ende steigt allerdings zählt für mich der am PC erstellte Part nicht wirklich und ist in meinen Augen nichts als Füllmaterial.

Rest in pieces...
Im Laufe des Film steht unser Held Zombies gegenüber. Zwar auch Menschen und ein zwei anderen Wesen aber in erster Linie untoten Fleischfressern. Davon gibt es zwei Sorten. Den Standard Zombie und noch eine Clownvariante der versucht unseren Held nach einer Auseinandersetzung mit seinem Darm zu fangen. Besonders letzterer war ein echt coole Idee. Vom Make-Up her gibt’s nicht zu bemängeln. Dass das Blut dieses mal fast nur aus dem PC stammt passt dieses mal und ist im Gesamtbild einfach stimmig.

Gonna rip 'em a new one.
Lohnt sich ein Kauf von FPS? Die Frage ist nicht gerade leicht zu beantworten. Für mich persönlich ist dieser Amateurstreifen mit schlanken 75 Minuten Laufzeit nicht nur ein netter Genrefilm sondern auch ein Verneigung vor den Shootern der 90er Jahre. Zumal der Film mit zahlreichen liebevollen Details glänzt wie einem HUD, Stephan Weyte, markigen Sprüchen und zahlreichen anderen Dingen die die Herzen von Kennern und Fans höher schlagen lassen. Die Defizite in Sachen Tempo und Bodycount gleicht sich dadurch wieder aus.
Wer nocheinmal in die Zeit zurückreisen möchte kann dies mit FPS tun, aber auch Leute die Hotel Inferno (welchen ich im Vergleich sogar schlechter finde) mochten werden hier ihren Spaß haben. Wer ohnehin auch Amateurfilme abfährt kommt um diesen Streifen nicht herum. Der Rest sollte im Vorfeld den Trailer sichten und dann eine Anschaffung in Betracht ziehen. Wer glattgebügelte Unterhaltung sucht die hochwertig aussieht wird hier nicht fündig.

Ich persönlich hoffe das der Film zum Geheimtip mutiert und es einen zweiten Teil geben wird. Die Ansätze waren richtig gut und könnten bei einem Nachfolger verbessert und ausgebaut werden. Verdient hätte es der Film allemal, es gibt wenig deutsche Amateurproduktionen die mich auf anhieb überzeugt haben wie diese hier.

7/10
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Kommentare

26.08.2015 20:22 Uhr - JasonXtreme
1x
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Hmhmmmmmm, das klingt immerhin einiges besser als ich es erwartet habe. Detaillierte Beschreibungen, gut geschrieben, macht Laune zu lesen!

26.08.2015 20:50 Uhr - leichenwurm
1x
DB-Helfer
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Tjaaaa... ich sag es mal so: "FPS" wär nen verdammt cooler Kurzfilm geworden... ! Denn die 75 minuten sind vieeel zu langatmig und ereignislos. Eigentlich ist das ganze schon fast am Thema vorbei. Denn nur in wenigen "First Person Shooter"-Spielen schleicht man gefühlte Ewigkeiten durch leere Gänge um dann ab und zu mal einen einzelnen Gegner ab zu knallen. Vom Ablauf her erinnert es eher an Survival Horror ala "Resident Evil" nur eben aus der Ego Perspektive gefilmt. Klar... das ganze hat Potential und das sich die Schauwerte in grenzen halten ist im Anbetracht der Produktionsbedingungen und des geringen Budgets nur logisch... um so bedauerlicher ist es aber das die Macher sich nicht auf das wesentliche konzentriert haben und einen knalligen 20-Minüter daraus gezaubert haben, der den kernaspekt eines Shooters bedient... das kreative abknallen von Gegnern... und nicht das erergnislose herumschleichen in leeren gängen... ;-)

26.08.2015 23:17 Uhr - Marty Wan Kinobi
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Das Review ist gut geschrieben und hat mich doch dazu verleitet das Ding zu sichten. Leider muss ich leichenwurm recht geben: Das Endprodukt ist leider nicht wirklich abendfüllend. Ich hätte die Hommage zwischen Maniac Mansion (man beachte die Synthy Musik während der Fahrt zum Anwesen), Alone in the Dark und Doom lieber gespielt. Als Film funktioniert das Konzept leider für mich nicht. Ist eher eine gutgemeinte 5 mit viel Nostalgiebonus.

31.08.2015 00:57 Uhr - Topper_Harley
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Gutes Review!
Auch, wenn der Film anscheinend nicht der große Wurf zu sein scheint, habe ich Bock drauf, den bald zu sehen.

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