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Evil Dead - Die Saat des Bösen

Originaltitel: The Resurrected

Herstellungsland:USA (1992)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Alternativtitel:Shatterbrain
Resurrected - Die Saat des Bösen, The
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,18 (11 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Claire Ward beauftragt den Privatdetektiv John March mit einem recht mysteriösen Fall, der sich um ihren Ehemann dreht: Der Wissenschaftler führt abgeschottet vor der Außenwelt bizarre Experimente durch. Unklar ist auch, wieso dieser sich immer zur Nacht Tierkadaver und Tierblut liefern lässt. March geht der Sache nach und spürt Ward in einem alten, abgelegenen Haus auf. Dort offenbart sich schreckliches; Ward's Urahn war Alchemist und mit dem Satan im Bunde und imstande, den Tod zu besiegen. Und dieses dämonische Wissen macht sich nun bei Dr. Ward breit. Die Hölle manifestiert sich auf Erden. ()

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von roderich:

The Ressurected (auf Deutsch irreführend "Evil Dead - Die Saat des Bösen" genannt) aus dem Jahre 1991 ist eine Verfilmung einer der längeren (und in meinen Augen besten) H.P. Lovecraft Geschichten: Der Fall Charles Dexter Ward. Vermutlich primär aus Budgetgründen wurde die Handlung in die Moderne versetzt, aber das tut der Geschichte eigentlich keinen Abbruch.

Hauptänderung zum Buch ist die Einführung einer Ehefrau Wards, die Angst hat, ihren Mann zu verlieren und versucht, hinter sein düsteres Geheimnis zu kommen, sowie als eigentlicher Handlungsträger und Erzähler ein Privatdetektiv namens John March, den sie beauftragt, ihr zu helfen. Anfangs wirkt der Film aus heutiger Sicht etwas trashig, was vor allem an der eher schrillen und nicht so recht zur übrigen Atmosphäre passenden frühen 90er-Jahre Optik von Marchs in einer modernen Stadt (Providence) liegenden Büro und dessen eher schrulligen Mitarbeitern liegt. Aber sobald sich die Protagonisten aufmachen, Ward in seinem neuen Domizil am Stadtrand, einem gruseligen alten Gebäude mit SEHR langer Vergangenheit, zu besuchen und zur Rede zu stellen, wird der Film richtig gruselig.

Das liegt vor allem an dem Darsteller von Charles Dexter Ward, dem (aus heutiger Sicht) einzigen großen Star des Filmes Chris Sarandon, den die meisten von uns natürlich als Obervampir aus Fright Night kennen. Wer die Geschichte kennt weiss, dass Ward nicht immer Ward ist und der... andere Ward ist einfach Spitze! Aus der Zeit gefallen, aber zielstrebig und total böse, eine perfekte Darstellung!

Im Laufe der Handlung wird es natürlich auch zunehmend gruselig und irgendwann beginnen die Special Effects-Meister ihr Können darzubieten. Man wird nicht enttäuscht! Zunächst sorgt eine grässlich zugerichtet Leiche dafür, uns daran zu erinnern, dass wir uns in der Blütezeit der handmade Horrorfilme befinden. Dann wird es richtig derb mit einer auch atmosphärisch unheimlich dicht inszenierten Rückblende ins 17. Jahrhundert und einer wirklich sensationell schrecklichen Mißgestalt, bevor es dann im unheimlichen Höhepunkt des Filmes zu einer Expedition in ein unterirdisches Gangsystem geht, das der extrem gruseligen Literaturvorlage in nichts nachsteht. Was sich auch auf die dort "lebenden" Bewohner bzw Insassen bezieht, darunter ein weiteres sensationelles Monster.

Das eigentliche Finale spielt dann Lovecraft-typisch in einer Irrenanstalt, ist aber etwas wirr und einigen der Effekte  sieht man das Alter dann schon sehr an (siehe Hellraiser-"Lasereffekte").

Die drei Hauptdarsteller machen ihre Sache gut, ein paar Nebenfiguren sind eher mittelmäßig (semi-comical sidekick...). Regisseur Dan O'Bannon, der wohl während der Dreharbeiten wegen seiner chronischen Erkrankung nicht immer fit war und später den Film am liebsten noch mal gedreht hätte, hat seine Sache trotzdem gut gemacht und für mich ist das die werkgetreueste Lovecraft-Verfilmung (die Fan-Projekte mal außen vor gelassen), die ich kenne, trotz der ganzen Änderungen. Insbesondere ist sie nicht so grell-bunt wie From Beyond oder die Re-Animator-Streifen. Sobald Providence verlassen wird und wir uns "Wards" Unterschlupf nähern, mit Regen und herbstlicher, freudloser Stimmung, einem entstellten seltsamen Helfer, Andeutungen furchtbarer Geheimnisse steigt die gut inszenierte Spannung und wird im Keller dann später auf die Spitze getrieben.

Nicht ganz perfekt, aber richtig gut und unterhaltsam, also allemal eine Empfehlung wert. Ich hatte mir nach der Ankündigung hier die OFDb Filmworks-Fassung (Collectors Edition Nr.2) mit einer echt tollen und gruseligen Box gegönnt und bin alles andere als enttäuscht. Sehr schöner Horrorfilm.

8/10
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Kommentare

16.09.2015 14:12 Uhr - JasonXtreme
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Klingt cool, gut geschrieben :D kenne ich noch nicht, aber ich mag Sarandon sehr gerne - und der kommt auf die Liste!

16.09.2015 18:22 Uhr - Insanity667
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Schön geschrieben, macht echt Lust auf den Film obwohl der deutsche Titel mich in der Form eigentlich nicht wirklich hinterm Busch vorgelockt hätte. Der originale jedoch spricht einen da schon eher an und ich meine sogar, dass der mir irgendwie was sagt. Ist vorgemerkt, danke! ;)

17.09.2015 07:30 Uhr - Marty Wan Kinobi
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Tolle Review, die mir wirklich Lust auf den Streifen gemacht hat. Im Gegensatz zu einem gewissen Megaphon Gröler, steht dieser H.P. (Howard Philips und nicht Hans-Peter) für wohlige Spannung, die einem auch noch heute vollends zu packen vermag und sich deshalb auch sehr gut als Vorlage für Filme und Videospiele eignet.

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