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S.K.
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Eintrag: 13.11.2012

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The Amazing Spider-Man

Herstellungsland:USA (2012)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Fantasy
Alternativtitel:Amazing Spider-Man 3D, The
Amazing Spider-Man Reboot, The

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,48 (35 Stimmen) Details
inhalt:
THE AMAZING SPIDER-MAN™ erzählt die Geschichte von Peter Parker, einem High School Schüler und Außenseiter, der als kleiner Junge von seinen Eltern verlassen worden ist und seitdem von seinem Onkel Ben und Tante May aufgezogen wird. Wie die meisten Teenager, versucht Peter herauszufinden, wer er ist und wie er zu der Person geworden ist, die er heute ist. Außerdem findet er seine erste High School Liebe, Gwen Stacy. Gemeinsam kämpfen die beiden um Liebe, Hingabe und Geheimnisse. Als Peter einen mysteriösen Aktenkoffer entdeckt, der einst seinem Vater gehört hat, fängt er damit an, Nachforschungen anzustellen, weil er verstehen will, warum seine Eltern damals so plötzlich verschwunden sind. Seine Recherchen führen ihn direkt zu Oscorp und dem Labor von Dr. Curt Connors, dem ehemaligen Partner seines Vaters. Nachdem Spider-Man sich auf einen Kollisionskurs mit Connors Alter Ego The Lizard begeben hat, muss Peter einige lebensverändernde Entscheidungen treffen, wie er seine Kräfte einsetzt. Und er formt sein Schicksal, ein Held zu sein.
eine kritik von s.k.:
Ich möchte keinen Hehl draus machen, darum spreche ich es gleich offen aus:
Ich war, nachdem die erste Meldung die Runde um den Globus machte, nicht wirklich von dem Vorhaben Sonys angetan, unseren liebsten Spinnenmann nach einer erfolgreichen wie sehr guten Raimi-Trilogie innerhalb kürzester Zeit zu rebooten. Im Gegenteil, in mir baute sich mehr und mehr eine ablehnende Haltung auf, denn erstens fand ich es schlimm, wie das Spidey-Franchise derart schnell wieder zur sicheren Geldanlage für Hollywood-Bosse degradiert wurde, und zweites hat man der vorherigen Reihe gar nicht die Chance gegeben, in Würde zu altern. Ich meine: Nach 10 Jahren des Raimi-Erstlings zurück auf Null ?! Ich glaub es hackt ! Ich hoffe das wird kein neuer Trend, der auf andere Comichelden übergreifen wird, denn ich brauche/will nach jeder jungen, abgeschlossenen Trilogie von Batman und Co. keinen schnell hinterher gekurbelten Neustart. Das Tot-Wirtschaften unserer Superhelden muss auch mal ein Ende haben…
So, den Frust über die amerikanische Filmindustrie habe ich mir von der Seele geredet, nun zurück zum eigentlichen Film.
Ich kann „The Amazing Spider-Man“ nicht nachsagen, dass er mies ausgefallen ist. Absolut nicht, er ist sogar besser als erwartet, dennoch (im Vergleich zu Raimis Version) schlechter als erhofft. Das unfreiwillig Komische daran ist: Es liegt nicht an der Handlung, auch wenn die erste Hälfte wie 1:1 vom Spider-Man 2002 übernommen wirkt und Neues gänzlich ausspart. Es liegt nicht an der Nebenbesetzung, denn bis auf Sally Field hat man eine gute Darstellerwahl getroffen. Und es scheitert auch nicht an der Präsentation, denn die Action, die Effekte und der leicht abgewandelte Stil könnten hochwertiger nicht sein.
Nein, das Einzige womit ich mich nicht vollends anfreunden kann, ist ausgerechnet Peter Parker aka Spider-Man selbst.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich habe mit dem neuen Spinnerich so meine Schwierigkeiten, die ich während des Filmkonsums einfach nicht ignorieren konnte. Raimis Spidey war mir durchweg lieber. Sein Peter Parker war wesentlich zurückhaltender, schüchterner, unsicherer. Er zeigte die Mut eines Löwen, litt aber auch unter der Belastung seiner Doppelidentität, und er hatte mit familiären wie privaten Problemen zu kämpfen. Kurzum: Ein sympathischer Verlierer, mit dem ich mich jederzeit identifizieren konnte.
Mit dem neuen Parker kann ich nicht so viel anfangen. Ein zu sehr auf cool gewollter Grinsekasper, dem häufiger ein dummer Spruch über die Lippen fährt, teilweise gar etwas großmäulig bis arrogant handelt, nachdem er sich seiner neuen Kräfte bewusst ist, und sich selbst stark überschätzt. Vor allem, wie leichtfertig er mit der Geheimhaltung seines anderen Ichs umgeht, in Gegenwart seines Love Interest damit glatt rumprahlt... Hatte jeden Moment darauf gewartet, dass er eine Egomanen-Show a la Tony Stark abzieht und in einem Fernseh-Interview groß rausbrüllt:“ICH BIN SPIDER-MAN !“.
Wo ist die Bescheidenheit und Ausgeprägtheit seiner Außenseiterrolle hin, die Ramis freundliche Spinne aus der Nachbarschaft ausmachte ? Spider-Man 2012 war mir da etwas zu großkotzig, die plötzliche Solidarität der Menschen zum Finale zu stark aufgedrückt.
Mir ist durchaus bewusst, dass es mehrere Comic-Vorlagen zum Spinnerich gibt. „Spider-Man“, „The Amazing Spider-Man“, „Die Spinne“, und wie sich nicht alle heissen. Verschiedene Comic-Zeichner / -Autoren haben ihre eigene Interpretation zu Papier gebracht, daher ist die Existenz des neuen Spider-Man an sich auch gerechtfertigt, nur hätte dieser sich noch ein wenig mehr Zeit lassen können. Es fällt mir sehr schwer, vom ursprünglichen Peter Parker/Spider-Man, auf den sich gerade Raimis Filme stark anlehnten, loszulassen, und so war es vorauszusehen, dass die neueste Adaption bei mir keine Begeisterungsstürme auslösen würde.

Wechseln wir nun von der fiktiven Figur zum realen Akteur.
Der Neue (Andrew Garfield) gibt sich solide, hat eine athletisch-drahtige Figur, und kann in einigen Momenten sein vorhandenes Potential andeuten, es gelingt ihm aber nicht eine Sekunde seinem Vorgänger Tobey Maguire zu übertreffen, weil letzterer weitaus eindrucksvoller, emotionaler und entfesselter spielen konnte. Vielleicht ist aber auch nur die Neuauslegung seines Alter Ego, die ihn etwas schlechter wirken lässt. Wer weiss, wenn seine Figur in der kommenden Fortsetzung weiter ausgearbeitet wird, könnte er mich wider Erwarten überzeugen. Im Moment halte ich ihn für akzeptabel, zum „amazing“ fehlt aber noch ein gutes Stück.
Bei den restlichen Darstellern möchte ich mich kürzer fassen:
Emma Stone – eine hübsche und schlagfertige Gwen Stacy, doch verglichen mit MJ zu simpel charakterisiert.
Martin Sheen – nicht besser, aber auch nicht schlechter als Cliff Robertson. Ich mag beide Typen des lieben Onkel Ben.
Sally Field – totale Fehlbesetzung. Hat nicht ansatzweise den mütterlichen Charme von Rosemary Harris. Auch war das „familiäre Band“ zwischen ihr und Filmsohn Maguire wesentlich ausgeprägter.
Rhys Ifans – die für mich dickste Überraschung überhaupt. Der Mann, den man mehr mit schmierigen Typen wie in „Notting Hill“ verbindet, glänzt in der Rolle des Dr. Connors als Wissenschaftler und Gutmensch, dessen ehrenwerte Ziele denen Spider-Mans nicht widersprechen. Wegen seines durch Selbstversuch gezeugten bösen Ichs - den Lizard – und des inneren Kampfes, bei dem er mehr die Kontrolle über sich verliert, weist er eine ähnlich tragische Tiefe auf wie seinerzeit Doc Ock, den besten Gegenspieler der alten Spider-Man-Trilogie.

Man sieht: Die Besetzung ist gut, aber nicht makellos. Garfield und Field werden kaum ausgetauscht werden, das verlange ich auch gar nicht, aber für das nächste Sequel werden beide verstärkt Überzeugungsarbeit leisten müssen.

Eines muss ich aber zugeben: Lasse ich den Cast außen vor, gefällt mir der Rest ausgesprochen gut. Nicht alles, aber das Meiste.
Die Actionszenen sind pompös-zackig inszeniert, bieten Schmackes satt und halten den Adrenalinspiegel schön oben. Besonders der Final-Kampf auf dem Wolkenkratzer ist derart spannend geraten, dass ich mich an den grandiosen Fight zwischen Spidey und Doc Ock auf der rasenden U-Bahn erinnert fühlte. In diesem Punkt hat man zum Glück nichts verlernt.
Die visuellen Effekte sind so hochwertig wie sie sein sollen und stehen denen der Vorgänger-Filme in nichts nach. Über den abgewandelten Spidey-Anzug mit mehr Blau- als Rot-Anteilen könnte man unterschiedlicher Ansicht sein (mir sagte Tobey Kluft mehr zu), aber das ist eine pure Geschmacksfrage. Die Spinnfäden, die nicht genetischen Ursprungs sind, sondern durch Parkers zusammengestaltete Apparaturen entstehen, decken sich mit den meisten Comics und bereiten mir daher keine Kopfschmerzen, weil damit automatisch Parkers alte Achillesferse (die es bei Raimi nicht gab) in den Film gefunden hat.
Trotz über zwei Stunden Netto-Spielzeit haben sich keinerlei Längen bemerkbar gemacht, dafür ein Lob an die Regie.

Eine weitere und letzte Enttäuschung aber war der Soundtrack, der zudem noch von einem alten Hasen wie James Horner stammt. Es gelingt ihm partout nicht, ein ähnlich eindringliches, trauriges wie heroisches Thema zu zelebrieren, wie es sein genialer Kollege Danny Elfman verstand. Abgesehen von einigen Stücken, die die Kämpfe gut antreiben (man achte auf die Musik im Menu, denn genau die meine ich), hat die Begleitmusik keine besonders starken Momente, und wenn ich meinen Ohren trauen darf, glaube ich gar, dass ich Teile davon schon in anderen Filmen gehört habe, in denen er ebenfalls den Dirigentenstab schwang.
Danny, I miss you !

Fazit:
Habe den Film wohl anfangs zu negativ vorverurteilt, denn er mag alles sein, nur eben nicht schlecht. Seine Schwierigkeit besteht eher darin, alte Spider-Man-Fans vom Neuen zu bekehren, und genau das wird ihm nicht zwangsläufig gelingen, man sieht es ja bereits an mir. Darum will ich keine Garantie darauf geben, dass er gerade Anhänger der Raimi-Reihe für sich gewinnen wird, denn der neue Spidey ist nicht mit dem Alten gleichzusetzen.
Mein Rat: Ausleihen, anschauen, persönlichen Eindruck davon machen. Wenn er gefällt, ist es gut; wenn nicht, hat man wenigstens unterhaltsame wie effektreiche Comic-Kost bekommen. Schwankte ich zwischen 5 bis 7 Sternen, entlohne ihn ich letztendlich mit sieben, alles darunter erachte ich nicht für fair.
7/10
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