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Das Gesetz ist der Tod

(Originaltitel: Messenger of Death)
Herstellungsland:USA (1988)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Avenging Angels
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,20 (5 Stimmen) Details
inhalt:
In einem verschlafenen Städtchen in Colorado geschieht ein grausiges Verbrechen. Und nur ein Mann kann den Täter überführen! Actionheld Charles Bronson spielt die Hauptrolle in diesem raffiniert konstruierten, spannenden Thriller - einen Reporter auf der rastlosen Suche nach der Wahrheit! Kann ein Bruderzwist tatsächlich ein Massaker an einer ganzen Familie auslösen? Reporter Garrett Smith (Bronson) geht dieser Frage in einem abgelegenen Ort in den Rocky Mountains nach - und stößt auf sehr viel ernstere Motive. Je näher er der finsteren Wahrheit kommt, desto mehr Licht bringt er in eine Verschwörung aus Habgier, Rache und religiösem Wahn. Aber kann er den Mord noch vollständig aufdecken, bevor ein "Rache-Engel" auch ihm eine tödliche Botschaft überbringt?
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                  DAS GESETZ IST DER TOD

Der deutsche Titel klingt gewohnt reißerisch und das Videocover zeigt Charles Bronson mit einer Schrotflinte, hinter sich eine Gruppe bewaffneter Männer und vor sich eine flüchtende Frau. Während der Titelsequenz ist die Figur eines Racheengels zu sehen. Das alles lässt auf einen weiteren Selbstjustiz – Actionfilm im Death Wish – Stil schließen, aber das ist Das Gesetz Ist Der Tod weiß Gott nicht. Stattdessen ähnelt der Streifen einem betulichen TV – Krimi.

In dem abermals von J. Lee Thompson inszenierten Streifen geschieht in einer Kleinstadt in Colorado ein Massaker an einer Mormonenfamilie. Der Reporter Garret Smith (Charles Bronson) stellt Nachforschungen an und gerät dabei an zwei verfeindete Brüder. Aber kann eine Rivalität zwischen zwei Brüdern wirklich der Grund für ein derart grausames Verbrechen sein? Trotz eines Anschlags auf sein Leben ermittelt Smith weiter und deckt ein gewaltiges Komplott auf …

Das Gesetz Ist Der Tod erschien in Deutschland nur auf Video – im Kino hätte der Film nicht den Hauch einer Chance gehabt. Der Streifen ähnelt eher einem Fernsehkrimi und zwar zu einer Zeit, in der es ein Abstieg war, wenn ein Kinostar auf einmal für´s Fernsehen arbeitete (Heute – im Zeitalter von Serien wie Breaking Bad, Dexter, Homeland  oder Sons Of Anarchy – ist es eher umgekehrt). 

Zunächst einmal plätschert die Handlung – ähnlich wie in Ein Mann Wie Dynamit und Der Mordanschlag - ohne großartige Überraschungen vor sich hin und die Auflösung des Films ist meilenweit vorhersehbar. Auch das Milieu der Mormonen, in dem der Film spielt, wird nicht richtig genutzt. Man erfährt viel zu wenig über den Glauben und die Sitten der Mormonen, so dass dieser inhaltliche Hintergrund des Films beliebig wirkt.

Das wiederum äußerst schmale Budget lässt zudem keine großartigen Schauwerte zu. Hier und da gibt es eine (extrem) kurze Verfolgungsjagd zu sehen, zur Mitte des Films gibt es eine etwas längere Schießerei und in ein paar Szenen darf Bronson die Fäuste schwingen. Das war´s dann aber auch schon. 

Bronson selbst liefert eine allenfalls routinierte schauspielerische Leistung. Es ist zwar erfrischend, ihn mal nicht in der Rolle des rächenden Normalbürgers oder des einzelgängerischen Cops zu sehen, aber seine Performance als Reporter ist allenfalls eine Pflichterfüllung. Der deutschen Zeitschrift Video Plus erzählte Bronson im Vorfeld der Veröffentlichung von Das Gesetz Ist Der Tod, wie sehr er seinen Vertrag mit Cannon bereue und dass er es satt habe, immer in den gleichen Filmen eingesetzt zu werden. Aber mit seinem nächsten Film sollte er seinen Deal mit Cannon erfüllt haben.

In den USA kam Das Gesetz Ist Der Tod noch in die Kinos, wo er gerade mal drei Millionen Dollar einspielte. Das dürfte nicht einmal das Budget des Films gewesen sein. Damit hatten Cannon einen weiteren Flop mit einem Charles Bronson – Film gelandet und dennoch brachten sie schon im nächsten Jahr ein weiteres Bronson – Vehikel in die Kinos.

5/10

5/10
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Kommentare

06.12.2015 05:21 Uhr - Tom Cody
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Sehr gelungene Kritik zu diesem (anscheinend) extrem schwachen Bronson-Film.
Nach dem durchaus gelungenen "Murphy's Gesetz" (der ja auch von dir dementsprechend in deiner vorherigen Review gewürdigt wurde) war wohl bei Bronson so langsam die Luft raus und die Karriere näherte sich allmählich ihrem Ende. Immerhin hat er im nächsten Jahr für "Cannon" dann doch noch seinen, mMn letzten guten Film herausgehauen - "Kinjite - Tödliche Tabus".
Da "Das Gesetz ist der Tod" damals schon so miese Kritiken bekam, habe ich mir diesen offensichtlichen Langweiler auch nie angesehen.

06.12.2015 09:55 Uhr - dicker Hund
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Aufschlussreiche und angenehm kompakt gehaltene Lektüre zu einem "Finger weg"- Produkt.

06.12.2015 10:27 Uhr - Insanity667
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Und wieder voll ins schwarze getroffen! Mensch, ich würde ja fast sagen, du hast 'n Lauf! Ist aber Käse, die Qualität stimmt bei dir ja seit eh und je, was man von Bronsons Filmen ja scheinbar nicht immer behaupten kann! Der hier ist komplett an mir vorübergegangen, was anscheinend zu verschmerzen ist. Dein Review ist trotzdem (wie immer) Oberliga! :)

06.12.2015 14:14 Uhr - NoCutsPlease
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Von mir bekommt der Film vielleicht ein Pünktchen mehr, aber ansonsten trifft es dein Review sehr gut.
Bronson wirkt hier ziemlich lustlos, mit Ausnahme von ein paar kleinen Höhepunkten ist eher beschauliches TV-Krimi-Niveau angesagt und der Showdown ist auch recht lahm. Schade, denn der Anfang mit der Ermordung der Familie ist schon recht packend geraten.

06.12.2015 20:55 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank für Eure netten Rückmeldungen! Freue mich sehr über Euer Feedback!

Dass Bronson so lustlos wirkt, kann ich ihm angesichts von Filmen wie "Das Gesetz Ist Der Tod" nicht verübeln, wobei man aber auch sagen muss, dass es "Cannon" waren, die seine Karriere mit "Death Wish II" noch mal ordentlich gepusht haben - und seine Gage war ja auch nicht von schlechten Eltern. Und der Anfang des Films verspricht in der Tat mehr als der Film dann letztendlich verspricht.

Trotzdem ist Charles Bronson nach wie vor einer meiner Lieblingsdarsteller, auch wenn er eher Typ war als "echter Schauspieler". Trotzdem hat er eine Menge gute Filme gemacht, die auch heute noch sehenswert sind...wie eben "Murphys Gesetz".

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