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dicker Hund
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Eintrag: 17.12.2015

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Rambo - First Blood

(Originaltitel: First Blood)
Herstellungsland:USA (1982)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Thriller
Alternativtitel:Rambo
Rambo I

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,34 (173 Stimmen) Details
inhalt:
John Rambo ist in einem Provinznest auf der Suche nach einem Kriegskameraden, mit dem er in Vietnam in einer Spezialeinheit gewesen war. Aber sein Freund ist bereits gestorben. Die Polizei hält den hochdekorierten Vietnam-Veteranen Rambo für einen Landstreicher und nimmt ihn fest. Polizeichef Teasle, der ihn auf der Wache quält und demütigt, ahnt nicht, dass er damit eine Lawine ins Rollen bringt: Rambos Instinkte werden wach. In einer atemberaubenden Aktion flieht er in die Berge. Teasle hetzt ihm den gesamten Polizeistab hinterher, doch Rambo ist ganz in seinem Element und lässt den Beamten keine Chance …
eine kritik von dicker hund:

"Rambo - First Blood" von 1982 ist kein Kriegsfilm, sondern eher ein Actiondrama über einen fehlintegrierten Vietnamveteranen. Ted Kotcheff war schon sehr erfahren, als er im Anschluss an eine zweijährige Pause nach "Die Bullen von Dallas" (1979) zum 16. mal für einen Spielfilm auf dem Regiestuhl Platz nahm. Sein Hauptdarsteller Sylvester Stallone war da schon umtriebiger und füllte dieselben zwei Jahre nach der ersten "Rocky"-Fortsetzung (ebenfalls 1979) mit Rollen in "Nachtfalken" und "Flucht oder Sieg" aus. Er brauchte auch keine Pause, denn mit seinen 36 Jahren war er noch völlig unverbraucht und in Bestform.

Diese wiederum ist für die krachige Action im Film auch vonnöten. Ob freihändiger Nahkampf, Stunts mit wechselnden Vehikeln, wild gemischter offensiver wie defensiver Waffeneinsatz oder schlichtes Survival-Training an der frischen Luft (ja, auch schon neun Jahre vor "Cliffhanger"), hier ist Ausdauer gefragt, wobei Stallone um keine Antwort darauf verlegen ist. Ansonsten gibt er sich zumeist wortkarg mit einem knappen, aber markigen Repertoire an Mimik. Als deutlich eloquenter kann man seinen Gegenspieler Sheriff Teasle beschreiben, gespielt von dem bis dahin überwiegend aus Serien wie "Denver-Clan" bekannten Brian Dennehy. So leicht wie im "South Park"-Kinofilm von den frechen Wintermützenträgern (mangels Identiät mit Brian Boitano) lässt er sich aber nicht von Rambo wegschicken- im Gegenteil! Er ist von Beginn an auf Eskalation aus, wie es als Parade-Negativbeispiel auf jeder Polizeischule vorgeführt werden könnte. Teilweise erscheint es leider schon übertrieben, wie "böse" der Sheriff und seine Mannschaft dargestellt sind. Wenn auch nicht alle über einen Kamm geschoren werden, ist die kriminelle Energie der Gesetzeshüter in einigen Szenen doch arg weit hergeholt. Selbst die Nationalgarde präsentiert sich als ein verblödeter Haufen.

Mit dieser Kritik hat es sich dann allerdings. Denn es stimmt nicht nur die Action in "Rambo - First Blood", hier funktioniert so ziemlich alles: Die Dialoge sind bis ins kleinste Detail ausgefeilt - allen voran jene zwischen den bereits genannten Akteuren, sowohl untereinander, als auch mit dem von dem alten Filmhaudegen Richard Crenna gespielten Colonel Trautman. Der Score überzeugt gleich im Intro mit Gitarre und sensiblen Streichern, um dann rasch mit dem wuchtigen Klavier-Leitmotiv aufzutrumpfen. Die Kamera fährt elegant über die idyllische Berglandschaft mit See, Wasserfall, Steinklippen und Nadelholz, wobei letzteres gekonnt zur grünen Hölle für die Sheriffs gewandelt wird, in welcher der in militärischer Tarnung hoffnungslos überlegene Protagonist ihnen mehr und mehr zusetzt. Die geschickte Vietnamparallele "Wald bringt Tarnung" sollte fünf Jahre später noch einmal viel schriller in "Predator" Verwendung finden. Der Wechsel aus diesem Set zurück in die auf einmal sinistre Kleinstadtkulisse ist da nicht weniger imposant, sobald die Fassaden des anfangs verschlafenen und friedlichen Örtchens einer bemerkenswert destruktiven Umgestaltung anheimfallen.

Vor diesem Hintergrund finden erstaunlich viele Horrorelemte (5/10) ihr Zuhause, bestehend aus in schäbigen Brauntönen gehaltenen Rückblenden, die schlaglichtartige Einblicke des traumatisierten Soldaten in die Vietcong-Folter geben (und von zukünftigen Filmen unzählige Male kopiert wurden). Die unwirtliche Umgebung tut - nicht nur durch Stallones im positiven Sinne erschreckende Präsenz - ihr Übriges hierzu. Gewaltdarstellungen (3/10) werden dagegen nur verhalten gezeigt; der recht niedrige Bodycount findet weitgehend im (Teil-) Off statt, was angesichts der Art und Weise der Inszenierung aber nicht weiter tragisch ist. Viel tragischer ist die Rolle, die Stallone verkörpert, was dem Film im diametralen Gegensatz zum Ruf der Reihe und dem Namen "Rambo" einen Hauch von Anspruch verleiht, dem sein Darsteller schauspielerisch zweifelsohne gewachsen ist. Sogar wenn er in einer Szene hüllenlos agieren muss, die Erniedrigung thematisiert (kein Sex: 1/10), bleibt seine Rolle überzeugend. Am Rande wird der Zuschauer mit der Idee konfrontiert, dass Medien auch in einer US-Demokratie das Potential haben, Träger von staatsgewalthöriger Propaganda zu sein.

Im Ergebnis ist dieser Film so hervorragend (9/10 Gesamtpunkten), dass er sich bei völligem Verzicht auf Humor (1/10) ein Finale voller ungebremstem Pathos leisten kann, ohne sich hierdurch - dank fehlendem Hurra-Patriotismus - der Lächerlichkeit preiszugeben. Er ist mit eingeschränkter Jugendfreigabe (FSK 16) problemlos erhältlich. 

9/10
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Kommentare

17.12.2015 08:32 Uhr - JasonXtreme
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Ordentliche Arbeit :D aber der Typ heißt TED Kotcheff, nicht Tod ;)

Wie immer haue ich bei RAMBO raus, dass mir eine Umsetzung nach der Romanvorlage von Morell lieber gewesen wäre. Das ändert nix daran, dass es ein guter Film wurde, der wohl so oft fehlinterpretiert und falsch ausgelegt wurde, wie kaum ein anderer. RAMBO selbst ist keine Ein Mann Armee und Killermaschine, sondern traumatisierter Ex-Soldat mit psychischen Problemen und körperlichen Spuren - und der Bodycount ist ja mal alles andere als herausragend :D was also aus dem Pseudonym RAMBO wurde im sprachgebrauch, das dürfte sich erst ab Teil 2 ableiten...

Wie gesagt ist das Buch halt leider völlig anders als der Film - nicht nur das alternative Ende, was man auch mittlerweile kennt. Im Buch gibts einen Bodycount der sich gewaschen hat, Rambo macht die ganze Stadt platt und Teasle steht ihm in nichts nach mit seinem Wahn ihn zu kriegen

17.12.2015 09:59 Uhr - dicker Hund
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Tja, wenn man so viel Horror schaut, sieht man irgendwann den Tod, wo gar keiner ist. Danke für den Hinweis! Ist editiert...

17.12.2015 12:11 Uhr - NoCutsPlease
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Tolle Arbeit, MC Big Dog! Kurzum: Zustimmung in allen Punkten.

Hier hat zudem Rotschopf David Caruso eine seiner ersten Rollen und Richard Crenna, der für mich immer so ein bisschen der optische Bruder von Richard Burton war, ist als Col. Trautman wahrlich in seiner Paraderolle unterwegs, obwohl ihm auch das Mitwirken in Charles-Bronson-Western und John-Candy-Komödien gut zu Gesicht stand.

17.12.2015 18:55 Uhr - Insanity667
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Sehr gute und anschauliche Arbeit zu einem der besten Actionfilme überhaupt, der aber leider nicht ganz an die Buchvorlage heranreicht. Ich fand die Fortsetzungen sehr unterhaltsam, aber ohne hätte sich die Welt auch weiter gedreht und man hätte Teil 1 ruhig konsequenter umsetzen können.

18.12.2015 00:09 Uhr - Punisher77
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Ich ziehe meinen Hut vor Dir, dicker Hund! Tolles Review mal wieder!

Die von Dir angemerkte Abwesenheit von Humor finde ich in diesem Film absolut begrüßenswert. Situationskomik oder flapsige Sprüche hätten diesem Film enorm geschadet, da sie die ernste Atmosphäre dieses Meilensteins, der von mir 10/10 gekriegt hätte, unnötig torpediert hätte. Ich finde es schade, dass man heute so viel mit Humor abfedern muss, weshalb mir "John Rambo" auch so gut gefallen hat - da gab´s zwar ein paar markige Sprüche, aber keine verharmlosenden Witze.

Trotzdem - großes Review!!!

18.12.2015 07:37 Uhr - dicker Hund
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Danke Euch dreien!

@ Punisher
Der Satz zum Humor ist so gemeint, dass ernsthaft pathetische Szenen anspruchsvoller umzusetzen sind als augenzwinkernde und diese hohe Hürde in "Rambo" genommen wurde.

18.12.2015 11:52 Uhr - Punisher77
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Oh, dann habe ich da etwas falsch verstanden. Sorry! Danke für die Aufklärung :-).

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