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Eintrag: 21.12.2015

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Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe

(Originaltitel: L'Uccello dalle piume di cristallo)
Herstellungsland:Italien, Deutschland (1970)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Thriller
Alternativtitel:Bird with the Crystal Plumage, The
Bird with the Glass Feathers
Gallery Murders, The
Phantom of Terror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,13 (22 Stimmen) Details
inhalt:
Sam Dalmas, ein amerikanischer Schriftsteller wird in der Ewigen Stadt Rom Zeuge eines versuchten Mordes an einer jungen Frau in einer Kunstgalerie. Sam kann den Mord verhindern indem er den Täter in die Flucht schlägt. Nachdem die Polizei den Täter als Serienmörder deklariert und zunächst auch Sam für einen möglichen Tatverdächtigen hält beginnt dieser schließlich mit eigenen Ermittlungen. Doch der Killer bekommt Wind von Sams Intention ihn zu überführen und bedroht fortan dessen Leben und das seiner Freundin.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von dotd:

Mit das „Geheimnis Der Schwarzen Handschuhe“ oder besser ausgedrückt: „Der Vogel Mit Den Kristallfedern“ ist das Regiedebüt des legendären Dario Argento, der sich mit unsterblichen Klassikern wie „Profondo Rosso (1975)“, „Suspiria (1977)“ und anderen Titeln für immer in die Erinnerung der Genrefans verewigt hat.

Inzwischen habe ich mir etwas mehr Zeit gelassen und mich mit Dario Argento und seinen Werken beschäftigt, bin aber weit davon entfernt mich als einen Giallo Experten zu bezeichnen. Ich versuche so gut wie es mir möglich ist, diesen Klassiker zu beschreiben. Es ist ohne Zweifel einer der besten Filme von Argento und hat sich seinen Satus als zeitlosen Klassiker absolut verdient. Es handelt sich nicht nur um sein Regiedebüt, sondern auch um den ersten Teil der sogenannten „Tiertrilogy“, welche mit „Die Neunschwänzige Katze (1971)“  fortgesetzt wurde und mit „Vier Fliegen Auf Grauem Samt (1971)“ endete.  

Es geht um den amerikanischen Schriftsteller  Sam Dalmas, der Zeuge eines in der Kunstgalerie versuchten Mordes wird: Hinter einer Glasscheibe muss er mit ansehen, wie eine geheimnisvolle schwarz gekleidete Gestalt versucht, die junge Frau umzubringen. Auf der Suche nach dem Täter gerät nicht nur er, sondern auch seine Freundin im Fokus des Killers…

In seinem Debüt sind die Handschriften des Meisters bereits in einem relativ großen Umfang erkennbar. Neben den atemberaubenden Kamerafahrten, die eine Verbindung zwischen den Protagonisten und dem nächsten Aufenhaltsort für die Handlung darstellen, wird ebenfalls viel Wert auf die einzelnen Details aller Aufnahmen gelegt. Eine vergleichbare Szene ist in „Tenebre (1982)“ zu entdecken.  

Das exzellente Theme von Ennio Morricone ist perfekt und besticht durch einen gewohnt qualitativ hochwertigen Klang. Die von Argento ausgewählten Locations und damit verbunden Architekturen sind faszinierend und verleihen der beklemmenden Grundstimmung einen künstlerischen Anstrich. Die Kombination von Morricones Theme und den grandiosen Schauplätzen ist optimal und verschmelzen zu einer Einheit.

Der Gebrauch verschiedener Farbschablonen, welche so gut wie in all seinen Filmen zur Geltung kommt, ist auch hier präsent. Man muss kein Kunstexperte sein um zu erknennen, dass Er von Dieser extrem nachhaltig inspiriert wurde. Allerdings wird hier noch lange nicht in einem Ausmaß experimentiert, wie es in „Suspiria“ der Fall gewesen ist.

Der Aspekt, dass ein Gemälde bzw. ein Kunstwerk zur tödlichen Waffe werden kann, wenn es bei einer Person traumatische Erinnerungen auslöst ist auch hier von großer Bedeutung. Die Geschichte wird dem Zuschauer Stück für Stück serviert. Es ist ein Puzzle, dass nach jedem  weiteren Teil immer mehr von seinem intelligent aufgebauten Rätsel offenbart. Die Nahaufnahmen des Auges sind sehr gut eingefangen und überzeugen durch eine beeindruckende Detailvielfalt. Das Resultat ist einfach nur atemberaubend.

Der Zuschauer kann sich jederzeit mit dem Hauptprotagonisten auf der Suche begehen kann, da der Film einen durch die intensive Inszenierung direkt in das Geschehen mit reinzieht. Besonders wichtig ist der Punkt, dass die Hauptprotagnonisten immer wieder auf einen hervorstechenden Hinweis zurückkommen, um den Fall auflösen zu können. Um was es sich genau handelt, werde ich aber nicht preisgeben, da Kenner des Streifens bereits wissen, was konkret damit gemeint ist.

Die Hauptrolle , ist passend vergeben und treibt die Story, die Handlung und das damit verbundene Interesse auf die Spitze. Die authentische und sympathische Darstellung des Schriftstellers ist genau richtig, um die Aufmerksamkeit des Publikums aufrecht zu erhalten.  Auch der weibliche Part wird auf einer angenehmen Art und Weise präsentiert. Anstatt Sam Dalmas Begleiterin als einen nervtötenden Menschen zu beschreiben, der einem jede Sekunde auf die Nerven geht, ist bei Argento das Gegenteil. Sie wirkt in jeder Szene kompetent, selbstständig und glänzt wie der Rest des Casts duch eine überzeugende Performance. Letzendlich sind die Charaktere in Dario Argentos klassischen Werken nichts weiter als Schablonen, um die Handlung von Set Piece zu Set Piece voranzutreiben.

Ein weiterer Faktor, der dem Ganzen einen sehr gelungenen Spannungsbogen verleiht, ist neben den unheimlichen aber doch gleichzeitig schönen Locations der Aufbau der Geschichte. Es wird nie soviel verraten, dass man als Zuschauer sofort auf die Idee kommen könnte wer der Killer ist oder warum er diese Taten begeht. Die Hinweise werden hier stück für Stück angeboten und geben niemals zu viel Preis. Über den ganzen Film muss man stets überlegen, wohin die Spuren führen und in welchem Zusammenhang Diese mit den Tatorten stehen. Erst gegen Ende werden die Fragen nach dem wer und warum aufgedeckt. Genauso schafft man es, Suspense aufzubauen und passend über das Gesamtbild zu verteilen.

Die Heransgehendweise der zur Schau gestellten Morde ist für den Beitrag geauso bedeutend, wie alles andere auch. Die sexualisierung der Gewalt ist für Argentos Verhältnisse definitiv nicht ungewöhnlich, weil sich Diese in vielen seiner Schaffenswerke finden lässt.  Auf allzu explizite Details wird größtenteils verzichtet, dafür aber verstärkt auf effektive Ansätze gesetzt, die dem Beobachter dazu zwingen, sich den Rest der Grausamkeiten im Kopf vorzustellen. Die Andeutungen werden auf eine extrem wirkungsvolle Art und Weise eingesetzt und sorgen beim Zusehen für ein verstörendes Empfinden. Das Gezeigte artet in keiner Sekunde zum Selbstzweck aus. Es ist glasklar als Stilmittel zu identifizieren.

Die dichte Atmosphäre, die Dario Argento in seinen früheren Werken erschafft ist der Wahnsinn. Die Situationen, in denen die Opfer in den Fängen Killers geraten sind bedrückend und unterstreichen ein Gefühl der absoluten Ausweglosigkeit. Der Mörder wird hier in gewohnter Weise in schwarzer Kleidung dargestellt. Natürlich dürfen die schwarzen Handschuhe und das Rasiermesser auf keinen Fall vergessen werden. Die berühmte Fahrstuhlszene in „Dressed To Kill“, die bei der Veröffentlichung bereits für viel Gesprächsstoff sorgte, wurde stark von „Das Geheimnis Der Schwarzen Handschuhe“ beeinflusst. Etwas, was hier mehr als nur ersichtlich ist.

Fazit: „Das Geheimnis Der Schwarzen Handschuhe“ ist nicht nur das Regiedebüt, sondern auch eines der besten Schaffenswerke in der Laufbahn von Dario Argento. Für Einsteiger, die einen ersten Blick auf den außergewöhnlichen Stil werfen wollen, ist Dieser perfekt. Auch Diejenigen, die Lust auf einen guten Thriller haben und noch nie einen Argento gesehen haben, sind gut bedient. Ich vergebe 10/10 Punkte.

 

10/10
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Kommentare

14.02.2016 16:08 Uhr - NoCutsPlease
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Nachdem diese gute Review - warum auch immer - einst untergegangen ist, möchte ich doch noch was dazu schreiben.
Gelungene Arbeit und den Film sollte man sich auf jeden Fall mal geben, selbst wenn man mit dem Genre nur bedingt etwas anfangen kann.

15.02.2016 18:46 Uhr - DOTD
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WOW! Bin gerade überrascht, dass doch noch jemand die Kritik gelesen hat. Habe damit gerechnet, dass die Review nicht mehr beachtet wird, nachdem Diese ja wie du bereits sagtest untergegangen ist. Danke, dass du nochmal einen Blick darauf geworfen hast und natürlich auch für dein Lob.

16.02.2016 10:15 Uhr - NoCutsPlease
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Bitte, ich lese eigentlich so gut wie alle Texte hier.
Erfahrungsgemäß lesen mehr Leute die Reviews als letztlich Kommentare geschrieben werden. Ich wurde z.B. auch schon mehrfach von Leuten in Bezug auf Reviews von mir angeschrieben unter denen diejenigen aber nichts kommentiert haben.
Gelesen haben wird dieses hier auch der eine oder andere, aber ich fand es schon etwas schade, dass da bisher mal so gar nix stand.

16.02.2016 17:58 Uhr - DOTD
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Da hast du recht. Als einer von vielen Autoren erwarte ich nicht, dass mein eigenes Review als das Wichtigste überhaupt angesehen wird. Auf der anderen Seite freut es einem, wenn der eigene Arbeitsaufwand damit belohnt wird, dass er beachtet und kommentiert wird. Ob nun Lob, Kritik oder Verbesserungsvorschläge, es ist immer gut, wenn man Rückmeldung bekommt, ob der verfasste Text gut oder noch verbesserungswürdig ist.

17.02.2016 11:56 Uhr - NoCutsPlease
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DB-Helfer
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Außerdem ist dies hier ja kein wirklich unbekannter Titel, deshalb kann man schon mit der einen oder anderen Lesermeinung rechnen.
Selbst bei meinen zum Teil auch wirklich unbekannten Filmen haben sich mindestens mal zwei, drei Leute zu geäußert.

17.02.2016 18:19 Uhr - DOTD
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DB-Helfer
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Da hast du auch wieder recht. Es ist kein unbekannter Titel und ist vielen Genrefans bekannt. Gerade durch die Vorstellungen vieler User bekommen so manche Genrebeiträge endlich die Aufmerksamkeit, die Sie schon lange verdient haben.

16.06.2016 22:24 Uhr - cecil b
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Eine wirklich gute Review, die leider ein wenig untergangen ist!

17.06.2016 07:09 Uhr - DOTD
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DB-Helfer
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Danke für das Lob. Freut mich, dass dir die Review gefallen hat.

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