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Monsters vs Aliens

Herstellungsland:USA (2009)
Standard-Freigabe:FSK 6
Genre:Animation, Kinderfilm, Komödie,
Science-Fiction
Alternativtitel:Monster und Aliens
Monsters vs. Aliens: An IMAX 3D Experience
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,25 (4 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Susan ist ein echtes kalifornisches Girl, das an nichts anderes als ihre bevorstehende Hochzeit denkt. Bis sie, ausgerechnet an dem Tag, der eigentlich der schönste ihres Lebens werden sollte, von einem Meteor getroffen wird. Macht nichts, denkt sie zunächst, wischt sich den Schmodder vom Hochzeitskleid und marschiert los. Doch auf den wenigen Metern bis zur Kirche passiert Unglaubliches: Susan schießt in die Höhe, und als sie vorm Altar ankommt, ist ihr Bräutigam da unten in ihren Augen nicht größer als eine Fliege! Kein Wunder, denn Susan misst inzwischen stolze 15 Meter. Schreiend flieht die Hochzeitsgesellschaft, während Susan vom sofort herbeigeeilten Militär eingefangen und in einem streng geheimen Regierungsgebäude festgehalten wird. Dort lernt Susan seltsame Mitgefangene kennen. Da ist beispielsweise Prof. Dr. Kakerlake, ein brillanter Wissenschaftler, der dem namengebenden Insekt wie aus dem Gesicht geschnitten ist, oder Missing Link - eine Kreuzung aus Affe und Fisch, der sich als Macho sondergleichen entpuppt. Liebenswert dagegen ist B.O.B., eine glibbrige, unzerstörbare blaue Masse mit nur einem Auge. Angst und Schrecken, wo immer sie sich blicken lässt, löst dagegen die 100 Meter große Larve Insektosaurus aus. Die vier begrüßen Susan, die nun Gigantika heißt, als Ihresgleichen: ein Monster! Die Tage der Gefangenschaft sind allerdings gezählt für die Monster-Bande, denn ein außerirdischer Roboter fällt auf der Erde ein und zieht eine Schneise der Verwüstung durchs Land. In seiner Verzweiflung bittet der Präsident den Befehlshaber der Monster, General K. O. Putsch, seine bunt gemischte Truppe gegen die Aliens antreten zu lassen. Jetzt heißt es: Monsters vs. Aliens - und es geht um nicht weniger als die Rettung des Planeten. Dreamworks-Chef Jeffrey Katzenberg bringt die gigantische Effekte-Show weltweit in ausgewählten Kinos auch in der spektakulären 3D-Technik auf die Leinwände. Pate für die unglaublichen, liebenswerten Monster-Kreaturen standen Hollywood-Stars wie Reese Witherspoon, Kiefer Sutherland und Seth Rogen. Ein Kinospaß, nicht von dieser Welt! (Paramount DVD Cover)

eine kritik von argamae:

Netflix sei dank kann ich nun ein paar der Animationsfilme nachholen, die mir seinerzeit entgangen sind oder für die ich nicht genug Interesse aufbrachte, um sie mir im Kino anzuschauen. MONSTERS VS ALIENS ist so einer. Aus der Dreamworks-Schmiede. Im Gegensatz jedoch zu Pixar ist nicht alles Gold, was dort gehämmert wird.

Rein thematisch schaut MONSTERS VS ALIENS erstmal so aus, als könne er sicher punkten. Ich meine, hey, Monster und Außerirdische, die sich gegenseitig bekämpfen? Das ist doch was für Papi's Nachtisch! Erzählt wird primär die Story von Susan, einer lebensfrohen, oberflächlichen Kalifornierin, für die nichts wichtiger ist als die Hochzeit mit einem windbeuteligen TV-Meteorologen, der sich zu Höherem berufen fühlt. Weil aber zig Sonnensysteme entfernt der schurkige Gallaxhar für Seinesgleichen einen neuen Planeten sucht und die Erde ins Visier nimmt, wird die Hochzeit im wahrsten Sinne des Wortes von einem hochenergetischen Gesteinsbrocken überschattet - einem Trümmer von Gallaxhars Heimatwelt, der Susan auf den Kopf fällt. Dies führt zu großen Veränderungen in Susans Leben. Sehr großen. Sie erlangt nämlich durch Einfluß der Energie Riesengröße und wird ihrem beschaulichen Leben entrissen, um sich unter anderen "Monstern" wiederzufinden, die von der Regierung geheimgehalten werden. Natürlich dauert es nicht lange, bis Gallaxhars Angriffe auf die Erde "Team Monster" auf den Plan rufen...

Doch leider bzw. zum Glück ist das Thema ja nicht alles. Die Substanz muss stimmen, doch hier wurde leider von Dreamworks kein Gold verarbeitet, sondern Bronze. Der Inhalt bleibt nämlich ebenso stumpf wie der Humor dieses Animationsspektakels, dessen Zielgruppe nie so richtig klar wird. Während die technische Seite der Animation guter Standard ist (bewährte Dreamworks-Qualität), bleibt es erzählerisch etwas grotesk und fremdartig - und nicht wegen der Monster und Aliens. Alles ist etwas zu infantil, etwas zu schrill, etwas zu grobmotorisch und gerade beim Humor etwas zu gewollt. Zwar können ein paar Gags durchaus zünden, gerade wenn es Seitenhiebe oder Anspielungen auf Genre-Streifen sind (etwa die Tonfolge aus CLOSE ENCOUNTERS, die der Präsident zur Begrüßung von Gallaxhars Roboter auf einem Keyboard spielt oder aber die Riege der Monster, die aus klassischen Horror- und Sci-Fi-Filmen abgeleitet ist), aber viele werden dann wieder zu holzhammerartig verabreicht, um bei Erwachsenen mehr als ein müdes Schmunzeln hervorzurufen. Kinder könnte das actionreiche Geschehen und der kunterbunte Klamauk aber durchaus begeistern.

Dazu kommt, daß mir auch der ganze Grafikstil nicht besonders gefallen hat. Sicherlich eine Geschmacksfrage, aber auf diese dünnen Hälse mit den übergroßen Köpfen stehe ich nicht so. Die Charaktere sind allesamt zu klischeehaft und albern. Potenzial für eine etwas differenzierter dargestellte Protagonistenriege wäre meiner Meinung nach vorhanden gewesen. Zum Beispiel könnte der konservative Hardliner-General, der schon den Namen W.R. Monger (lautmalerisch, "Kriegstreiber") trägt, im weiteren Verlauf durchaus etwas kritischer dargestellt werden und nicht ganz so offensichtlich zum väterlichen Kriegshelden mutieren. Auch Erzschurke Gallaxhar hat zuviel von einer Schießbudenfigur und kann somit auch nicht mehr sein als ein Abziehbild gängiger, megalomaner Weltraumbösewichte.

Alles in allem zündet also MONSTERS VS ALIENS nicht so richtig bei mir, da am Ende auch die Moral von der Geschicht', wenngleich sympathisch, alt und bekannt ist. Formal bleibt es ein durchaus anschaubares und vor allem rasantes Animations-Abenteuer, aber zu einem echten Knaller - der jung wie alt mitnimmt und blendend unterhält - reicht es leider vorne und hinten nicht. Und so entpuppt sich zwar eines der Riesenmonster als etwas anderes, als der Film zuende ist, doch aus diesem Animations-Fast-Food wird kein Drei-Gänge-Menü. Als absoluter Animationsfan kann ich daher nicht zufrieden sein.

5/10
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Kommentare

29.01.2016 20:54 Uhr - UncleBens
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Ein Wort: Gut. Den Film kenne ich nicht, scheint aber auch nicht notwendig zu sein.

29.01.2016 21:59 Uhr - NoCutsPlease
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In der Tat wieder wortgewandt und mit authentischem Nachdruck formuliert - gewohnt argamaetisch!

Animationsfilme können großen Spaß machen, aber wenn sie nach dem austauschbaren Schema F laufen, hat man da als Erwachsener nicht unbedingt Lust drauf.

Und zu der XXXL-Inhaltsangabe: Paramount hält es da gelegentlich etwas zu ausführlich.

30.01.2016 01:40 Uhr - Argamae
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Wow. Da fühlt sich aber ein Mittvierziger geschmeichelt. Und ich habe ab heute auch mein ganz eigenes Adjektiv! ;)

Schönen Dank für das freundliche Feedback!

30.01.2016 10:48 Uhr - Insanity667
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Ich persönlich stehe auch auf Animationsfilme, allerdings fehlt vielen neueren Vertretern dieser Gattung das gewisse Etwas. Mit deinem tollen, zackigen und wortgewandten Review scheinst du ja auf einen solchen gestoßen zu sein... Also offensichtlich kein Nachholbedarf.

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