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Alien³

Herstellungsland:USA (1992)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Science-Fiction
Alternativtitel:Alien 3
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,22 (162 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Einst war der Planet Fiorina 16 eine gigantische Strafkolonie. Inzwischen wurde der ungastliche, kalte Stern evakuiert - bis auf eine kleine Schar Ex-Sträflinge, die es vorzogen, dort zu bleiben. Eines Tages werden sie durch die Notlandung eines kleinen Raumgleiters aus ihrem täglichen Trott gerissen: Einzige Überlebende der Besatzung ist eine Frau: Lieutenant Ellen Ripley. Schon ist ein von der Erde angeforderter Rettungstrupp unterwegs, um sich um Ripley zu kümmern, da stellt sie fest, daß der Raumgleiter noch einen weitaus unangenehmeren Gast eingeschleust hat! Da es auf Fiorina keine Waffen gibt, muß das Alien diesmal mit Mut, List und Tücke zur Strecke gebracht werden. Doch das ist nur das geringste Problem, wie sich bald zeigt: Ripley stellt fest, daß in ihrem Körper ein Alien-Baby heranwächst... (20th Century Fox)

eine kritik von argamae:

Nachdem ich bereits einmal angefangen habe, dieses Review zu schreiben, wurde es durch eine im Halbdunkel meiner Wohnküche falsch gedrückte Tastenkombination von mir gelöscht (natürlich ohne vorher ein einziges Mal auf "Speichern" geklickt zu haben). Das war ziemlich ärgerlich, da ich bereits ein wenig in wohlfeile Formulierungen investiert hatte. Mit Vorgeschichte und Background zur Entstehung von ALIEN³ wollte ich einleiten, mit diesem unglaublichen Durcheinander aus einem halben Dutzend Drehbuchschreiber, mehreren Regisseuren (die alle wieder gingen, bevor es überhaupt losging) und ständigen Einmischungen von Schlipsträgern der Führungsetage von 20th Century Fox. Aber aus Frust habe ich das jetzt gestrichen. Stattdessen gehe ich schlicht nur auf das Endprodukt ein (in meinem Fall übrigens der knapp eine halbe Stunde längere, 2003 veröffentlichte "Assembly Cut", nicht die Kinofassung) - und Frust ist da ein perfekter Motivator, der sich in allen Facetten dieser zweiten Fortsetzung widerspiegelt.

Am Ende hat der junge David Fincher ("Sieben", "Fight Club") sich ködern lassen, ALIEN³ zu übernehmen. Doch zu keinem Zeitpunkt hatte er kreative Kontrolle über das Projekt, dessen Ende scripttechnisch noch nicht einmal feststand, als die Dreharbeiten begannen. Und diese Ziellosigkeit sieht man dem Endprodukt an.

Der erste Frust, der einen Vergötterer von ALIEN und ALIENS wie eine Faust in die Magengrube trifft, ist der Auftakt. Binnen der ersten Minuten wischt eine Crashlandung Corporal Hicks, Bishop und Newt aus dem Alienversum. Bämm. Einzig Sigourney Weaver als Ripley bleibt nun die Verbindung zu den Fährnissen, die man als Alien-Fan bereits durchlebt hat. Um sie herum taucht dann eine garstige Gruppe schwitzgesichtiger Knastbrüder und Psychos auf, die mit Charles S. Dutton (der ironischerweise auch privat schon im Gefängnis saß) als "Missionar" Dillon zumindest einen brauchbaren Darsteller haben. So sind dann die Szenen mit ihm und Ripley auch Glanzlichter in einem ansonsten dunklen, farblosen Alien-Film (im übertragenen wie realen Sinne). Lobend erwähnen möchte ich auch Charles Dance als Arzt Clemens, der neben Ripley und Dillon der einzige Sympathieträger ist.

Der zweite Frust ist, daß einem hier zunächst ein langatmiges "Intro", daß die Rekonvaleszens von Ripley thematisiert, den Wind aus den Segeln nimmt. Ein Hauch von Existenzialismus und religiösem Geschwafel durchweht diese Phase des Films und wirkt wie ein Fremdkörper in dem Film-Franchise. Auch eine Szene, in der die wie Mönche lebenden Knastis von ihren Trieben übermannt werden und Ripley zu vergewaltigen suchen, wirkte wie eine unbeholfene Untermauerung des absterbenden Schauplatzes und seiner desillusionierten Bewohner, die sich alsbald der dritten Alienhatz gegenüber sehen - und jedem einzelnen von ihnen wünscht man unverzüglich einen Facehugger in die Fresse.

Der dritte Frust wird durch die bereits damals äußerst mäßigen, ja geradezu schlechten Computereffekte ausgelöst. Das sie außerdem noch schlechter gealtert sind, ist nur die Feststellung des Offensichtlichen. Wenn das Alien miserabel in den Film hineinkopiert auftaucht, werde zumindest ich sofort aus der Immersion gerissen. Sobald aber animatronische Effekte das Ruder übernehmen, erkennt man einen Teil der Genialität des Alien-Designs und seine furchteinflößende Präsenz kann sich manifestieren.

Da es sich ja beim Ort der unheimlichen Fremdbegegnung um eine Strafkolonie handelt (die von außerordentlich laschen Wärtern "bewacht" wird, deren Anweisungen ohne Konsequenzen mißachtet werden können), besitzt der Großteil der handelnden Charaktere keine Waffen, mit denen dem Alien eingeheizt werden kann - hierzu werden Fallen improvisiert. Dieser Aspekt des wehrlosen, unbewaffneten Menschen gegen einen hochüberlegenen Jäger ist ein durchaus interessanter, der im Film aber leider nicht so gut zum Tragen kommt wie ich mir das gewünscht hätte. Es geht unter in wildem Herumgerenne durch gleichförmige, von Schwitzwasser tropfende oder glutgebadete Schächte und Röhren, in denen viele der Gefangenen durch ihre eigene Doofheit und ihre ständig zum Bersten angespannte Psyche dem Alien über dessen Klingenschwanz springen. Überhaupt ging mir der Schauplatz irgendwann auf die Nerven. Dieses farbreduzierte Spektrum (man hat subjektiv den Eindruck, mindestens zwei Drittel des Films seien nur in Braun oder Grau gedreht) und die auf Dreck, Rost und Schmuddel getrimmten Kulissen erschienen mir zu forciert und übertrieben (ein Trend, den später ALIEN: RESURRECTION noch fortsetzen sollte). Der allgemein geäußerte Wunsch, für den dritten Alien-Film eine neue Umgebung zu schaffen, erweist sich am Ende doch als krampfhafte Reinstallation der Kriechschächte und Abwassertunnel aus Scott's und Cameron's Meisterwerken. Und offenbart damit auch irgendwie allegorisch die Konzeptionslosigkeit der ganzen Produktion, da der Film einfach nicht weiß, was er sein will.

Und wie er enden will. Tatsächlich gab es eine längere Drehpause, bevor dann der Schluß nachgeschoben wurde. Man war sich in der Führungsriege unsicher, ob man Ripley nun sterben oder für ein weiteres Sequel überleben lassen sollte. So, wie das Finale dann gedreht wurde, erweist es sich allerdings als konsequent. Was versöhnlich klingt aus meinem Mund, habe ich doch kaum etwas Positives über ALIEN³ gesagt. Aber es gibt diese lobenswerten Punkte. Erwähnt habe ich bereits Weaver und Dutton, die mit ihren Figuren jede einzelne Szene tragen können und ihr Stärke und Intensivität verleihen. Wären sie nicht so gut, fiele dieser Film bei mir komplett unten durch. Die von Sigourney Weaver sehr gut umgesetzte "Verbindung" zum Alien kommt in nahezu jeder Szene, die sie mit dem Fremdwesen hat, ausdrucksstark zur Geltung. Auch denke ich, daß Fincher's Talent aus dem Drehbuch/Konzept das Bestmögliche herausgeholt hat - trotz der überwachungsartigen Begleitung durch 20th-Century-Fox. Tricktechnisch kann der Film immer da punkten, wo mit echten Modellen, Masken und Animatronik gearbeitet wurde. Spannend ist der dritte Teil phasenweise durchaus, wobei sich aber nie das vollendete Gefühl der Vorgänger einstellen will.

Nichtsdestotrotz wiegt die respektlose Behandlung der Vorgänger (ALIEN und ALIENS) äußerst schwer in meinen Augen. Das zwanghafte "Alles-anders-machen-als-bisher" gibt dem dritten Teil der Alien-Saga einen unangenehmen Beigeschmack. Mörder und Psychos als Protagonisten funktionieren hier nicht, da man nicht Bindungen aufbauen kann wie zu den Charakteren der beiden Vorgänger - und diese Bindungen sind nach meinem Dafürhalten unabdingbar, um die Horroraspekte des Films im Zuschauer emotional zur Entfaltung zu bringen. Mir jedenfalls gelang das nicht.

ALIEN³ ist ein schwacher Teil der Reihe. Potenzial wurde hier kriminell versaubeutelt. Wo ich ALIEN und ALIENS problemlos dutzende Male schauen kann, ist der Wiederholungswert hier äußerst gering. Ist der dritte Teil auch schlechter als RESURRECTION? Das zu beantworten bleibt einem demnächst folgenden Review von mir überlassen.

 

6/10
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Kommentare

06.02.2016 01:16 Uhr - Clemens
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Eine interessant zu lesende Kritik zu einem echten Härtefall.
Ich persönlich werde mit "Alien³" durchaus warm, die Atmosphäre, Schauspieler (Weaver wie gewohnt, Dutton & Dance) und die gesunde Dosis Härte stimmen. Zudem sehe ich den Punkt mit dem Alles-anders-als-vorher-Prinzip nicht ganz so streng. Die beiden Vorgänger waren jeder für sich sehr unterschiedlich in ihrer Machart: Teil zwei ein packendes, beinahe schon suggestives Action-Feuerwerk, das Original ein... ja, Original bezüglich klaustrophobischer Horror-Atmosphäre. Was soll man nun machen? Noch mal das Gleiche? Höher, schneller, weiter? Ich finde, das haben die Macher unterm Strich zufriedenstellend gelöst.

Das ändert jedoch nichts an der Klasse deiner Kritik, da sämtliche Begründungen gut erklärt werden - und ich einige durchaus nachvollziehen kann, auch wenn ich den Film mag. Z.B. die Sache mit den wahrlich unzureichenden Computer Effects, dem langweiligen Setting und dem einfallslosen, viel zu unübersichtlichen Kampf der Knastis gegen das Alien, als alle - wie du bereits geschrieben hast - scheinbar nur sinnlos in der Gegend herumrennen und sich fressen lassen.
So geht eine Kritik! Bravo!

06.02.2016 01:33 Uhr - Argamae
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06.02.2016 01:16 Uhr schrieb Clemens
Die beiden Vorgänger waren jeder für sich sehr unterschiedlich in ihrer Machart: Teil zwei ein packendes, beinahe schon suggestives Action-Feuerwerk, das Original ein... ja, Original bezüglich klaustrophobischer Horror-Atmosphäre. Was soll man nun machen? Noch mal das Gleiche? Höher, schneller, weiter? Ich finde, das haben die Macher unterm Strich zufriedenstellend gelöst.

Vielen Dank für die positive Resonanz. Natürlich waren die Vorgänger unterschiedlich (wie Du schon sagst: klaustrophobisches Horror-Movie und Action-Film), aber sie bauten aufeinander auf! Der zweite griff Elemente des Vorgängers auf und verwob die Geschichten schlußendlich.
ALIEN³ killt jede Verbindung gleich am Anfang und will dann nochmal so was ähnliches machen wie der Erstling: nur statt mit Ripley und Raumschiff-Crew jetzt mit Ripley und Arschlöchern.

06.02.2016 08:11 Uhr - dicker Hund
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Ich mochte die Knastumgebung mit ihren seltsamen Eigenheiten und auch die wilden Kamerafahrten. Dem Film kann ich so einiges abgewinnen. Um so interessanter war diese Kritik hier zu lesen! Und noch etwas: Diese Tastenkombinationsnummer ist mir auch schon passiert:-( So etwas sollte technisch gar nicht möglich sein. Manchmal hilft nicht einmal der "rückgängig"-Button...

06.02.2016 10:29 Uhr - Tom Cody
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Eine wirklich lesenswerte Rezension zu "ALIEN³". Stilsicher formuliert, sehr treffend analysiert und (trotz des "verlorenen" Intros) mit interessanten Background-Infos versehen.

Was die Bewertung des Films angeht, würde ich dir allerdings.....in allen Punkten zu 100% zustimmen! ;-) Ich kann mich noch erinnern, wie ein Bekannter damals völlig frustriert und wütend aus der Pressevorführung kam und nur noch schimpfte, dass der Film "alles kaputt gemacht hat, was "ALIENS" aufgebaut hat".

Ich denke, einer der größten Fehler, die man damals gemacht hat war, Hicks und Newt nach dieser unglaublichen Feuertaufe in "ALIENS" einfach so sterben zu lassen. Da gab es vorher z.B. eine wirklich gute Fortsetzung des "Dark Horse"-Comicverlages, die ca. 10 Jahre später spielte, in der Hicks ein ausgebrannter, stark vernarbter Ex-Soldat ist und Newt als Teenager in einem Heim festgehalten wird (Die beiden heißen im Comic lediglich "Wilkes" und "Billie"). Widrige Umstände führen sie wieder zusammen und alsbald sehen sie sich erneut den Aliens gegenüber. Als dann die Kacke so richtig am dampfen ist, taucht natürlich auch Ripley wieder auf. DAS wäre mal eine Fortsetzung gewesen (aus der man sogar problemlos eine Trilogie hätte basteln können). Selbst einige Designs aus Neill Blomkamps geplantem (gecanceltem???) ALIEN-Sequel zeigen, dass man sich hier dran orientiert hatte.

Ein mögliches Review zu "ALIEN RESURRECTION" von dir fände ich übrigens auch sehr interessant...

P.S. (Off Topic): Kennt hier vielleicht noch jemand das "ALIEN WAR"-Experience, welches man damals in London im Trocadero-Center erleben konnte? Ein wahnsinniges Gefühl, wenn z.B. in einem dunklen Gang 2 Meter vor dir im Stroboskop-Licht ein absolut realistisches ALIEN auftaucht und ein US Colonial Marine direkt NEBEN dir seine unglaublich laute Waffe abfeuert...Oder wenn man in einer stockdunklen "Fähre" sitzt und plötzlich , nicht ganz einen Meter neben dir, etwas im Dunkeln beginnt, sich aufzurichten... :-D :-D :-D

06.02.2016 11:06 Uhr - leichenwurm
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Ich gehöre auch zu der Minderheit (?) die dem dritten Teil so einiges abgewinnen können. Objektiv betrachtet gebe ich dir in der Aufzählung der ganzen Defizite recht. Mich persönlich haben sie aber nie so gestört, als das ich den Film deshalb nicht mehr mögen würde. Ganz im Gegenteil: das düstere setting, die trostlose Atmosphäre, die entfesselte Kamera, der morbide Soundtrack... alles Qualitäten die man dem Film trotz seiner problematischen Entstehungsgeschichte nicht absprechen kann. Des weiteren hat mich die Tatsache, daß Newt und Hicks gleich zu Beginn sterben irgendwie noch nie wirklich gestört... für mich war "Alien" irgendwie auch immer "Ripleys Geschichte", so daß mich die Fokussierung auf ihre Person nie gestört hat. Interessant finde ich noch den Vergleich zur später veröffentlichten "Special Edition" von "Alien 3" die als spezielle Langfassung wohl David Finchers Wunschfassung am nächsten kommt (ich weiß grad gar nicht genau ob diese Version der Directors Cut oder einfach "nur" eine verängerte alternativ Version ist). Wobei ich auch in dem Zusammenhang sagen muss, das mir die Kinofassung besser gefallen hat als die verlängerte/ alternativ-Version... Insgesamt wäre ich wohl bei 8 Punkten... ändert aber alles nix an der Tatsache, daß dein Review äusserst gelungen und lesenswert bleibt ;-)) !

Edit: grade nochmal nachgeschaut: die Special Edition von "Alien 3" basiert auf dem damaligen Rohschnitt... ist also kein Directors Cut... !

06.02.2016 11:22 Uhr - Insanity667
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Wieder einmal eine fundierte und überaus genial verfaste Rezension, Hut ab! Mit "Alien³" selbst hatte ich früher weniger Schwierigkeiten. Das dystopische Setting und die abgefuckten Charaktere (besonders "Morse") haben mir wirklich gut gefallen. Heute würde ich ihm aber auch nur noch 5, vielleicht 6 Punkte zugestehen, irgendwie ist der ganze Film bei mir persönlich schlecht gealtert, nicht nur die grottigen Effekte... "Resurrection" find' ich definitv besser!

06.02.2016 12:41 Uhr - NoCutsPlease
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Mensch, den habe ich vor Jahren zuletzt gesehen.
Ich weiß auf jeden Fall noch, dass er nicht an seine Vorgänger herangereicht hat, aber welche Punktzahl ich ihm geben würde...?

Dimetrodons 8/10-Review fand ich allerdings genauso gut nachvollziehbar wie dieses hier. Tolle Arbeit!

06.02.2016 15:13 Uhr - Argamae
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Schönen Dank bis hierhin für euer positives Feedback zu meinem Review und die zahlreichen Anmerkungen. Hierzu im Einzelnen:

06.02.2016 10:29 Uhr schrieb Tom Cody
Da gab es vorher z.B. eine wirklich gute Fortsetzung des "Dark Horse"-Comicverlages, die ca. 10 Jahre später spielte, in der Hicks ein ausgebrannter, stark vernarbter Ex-Soldat ist und Newt als Teenager in einem Heim festgehalten wird (Die beiden heißen im Comic lediglich "Wilkes" und "Billie"). Widrige Umstände führen sie wieder zusammen und alsbald sehen sie sich erneut den Aliens gegenüber. Als dann die Kacke so richtig am dampfen ist, taucht natürlich auch Ripley wieder auf. DAS wäre mal eine Fortsetzung gewesen (aus der man sogar problemlos eine Trilogie hätte basteln können).

Ja, das klingt in der Tat interessant - wobei ich besagten Comic nicht kenne.

Selbst einige Designs aus Neill Blomkamps geplantem (gecanceltem???) ALIEN-Sequel zeigen, dass man sich hier dran orientiert hatte.

Gott bewahre, bloß nicht der! (Wobei die Effekte sicher geil würden...) ;)

Ein mögliches Review zu "ALIEN RESURRECTION" von dir fände ich übrigens auch sehr interessant...

Danke, es folgt demnächst. Habe RESURRECTION gestern nochmal auf Bluray in der Langfassung gesichtet.

P.S. (Off Topic): Kennt hier vielleicht noch jemand das "ALIEN WAR"-Experience, welches man damals in London im Trocadero-Center erleben konnte? Ein wahnsinniges Gefühl, wenn z.B. in einem dunklen Gang 2 Meter vor dir im Stroboskop-Licht ein absolut realistisches ALIEN auftaucht und ein US Colonial Marine direkt NEBEN dir seine unglaublich laute Waffe abfeuert...Oder wenn man in einer stockdunklen "Fähre" sitzt und plötzlich , nicht ganz einen Meter neben dir, etwas im Dunkeln beginnt, sich aufzurichten... :-D :-D :-D

Kenne ich leider, LEIDER nicht! Klingt stark. Interessant ist, daß es ursprünglich Pläne gab, das Drehbuch in Richtung "Krieg gegen Aliens" zu trimmen. In diversen Versionen (ich meine, die stammten sogar aus der Feder von William "Neuromancer" Gibson) war von einer Art "kommunistisch motivierten" Liga im All die Rede, in deren Hände das Rettungsraumschiff aus ALIENS fällt. Hier sollte es zum Konflikt mit den Colonial Marines der Kernwelten kommen, während natürlich wieder ein Alien dazwischenfunkt. Auch eine Invasion der Erde durch die Aliens war angeblich im Gespräch. Ich kriege nur nicht mehr zusammen, von wem die Ideen stammten und zu welchem Zeitpunkt während der Entstehung von Alien³ sie entstanden.

Interessant finde ich noch den Vergleich zur später veröffentlichten "Special Edition" von "Alien 3" die als spezielle Langfassung wohl David Finchers Wunschfassung am nächsten kommt (ich weiß grad gar nicht genau ob diese Version der Directors Cut oder einfach "nur" eine verängerte alternativ Version ist). Wobei ich auch in dem Zusammenhang sagen muss, das mir die Kinofassung besser gefallen hat als die verlängerte/ alternativ-Version...

Die Langfassung nennt man "Assembly Cut", da es wohl weder irgendjemandes Wunschfassung war, sondern eben aus nicht verwendetem Material "zusammengebaut" wurde. Es war in der Tat auch die Fassung, die ich hier bewertet habe und sie gefällt mir etwas besser als die Kinofassung. Werde das im Review noch hinzufügen. Die Kinofassung wäre wohl nur auf 5/10 Punkte gekommen.

06.02.2016 16:44 Uhr - leichenwurm
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Deswegen schreib ich ja, dass die special edition einer möglichen Wunschfassung evtl. am nächsten kommt, nicht das sie eine ist ;-). Ich fand die dort auftauchende Idee, das ein Alien sich auch in einem bereits toten Wirtskörper (weiter-) entwickeln kann einfach zu befremdlich und im gesamtkontext der bis dahin aufgebauten Regeln rund um den Entwicklungszyklus des Aliens komplett unpassend... ;-) !

23.07.2016 09:55 Uhr - Cyberdyne
Für mich nicht mehr als eine Art "Lock up" im Weltraum. Hätte es den Film nicht gegeben, hätte man nichts verpasst. Die Story um den "Space Jockey" aus Teil 1 wurde erst mit Scotts Prequel fortgeführt. Das hätte ich mir schon 20 Jahre früher gewünscht! Cameron hat es immerhin geschafft, neue Akzente zu setzen (Alien-Queen etwa), aber dieser Film ist praktisch nur ein Lückenfüller und absolut belanglos.

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