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Der Kult - Die Toten kommen wieder

(Originaltitel: The Veil)
Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Mystery
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Dreißig Jahre nach dem Massen-Selbstmord einer religiösen Sekte kehrt Sarah (Lily Rabe), die einzige Überlebende, an den Ort des Geschehens zurück. Zusammen mit der Journalistin Maggie Price (Jessica Alba) und einem Filmteam will sie den Hintergründen dieser grausigen Tragödie um Sekten-Guru Jim Jacobs (Thomas Jane) auf die Spur kommen. Die Ereignisse, die bei der damals fünfjährigen Sarah ein Trauma auslösten, haben ihren Schrecken nicht verloren. Denn was das Team um Maggie enthüllt, ist beängstigender, als sie es sich in ihren schlimmsten Alpträumen vorstellen könnte.
eine kritik von angertainment:

Und schon geht es wieder weiter mit Unterhaltung von Blumhouse Productions, dem Produktionsstudio welches letztes Jahr besonders aktiv gewesen ist und u.A. Titel wie Town that dreaded Sundown, Insidious 3, The Visit und Sinister 2 produzierte.

Dieses Mal gibt es kein Remake oder ein (Pre-)Sequel eines vorhandenen Franchise, sondern eine frische Idee um einen Gläubiger-Kult, dessen Mitglieder allesamt tot von der Polizei aufgefunden werden. Alle, bis auf ein einzelnes kleines Mädchen, welches aber durch Erinnerungslücken weder weiss was da los war noch den Grund warum sie alleine übrig blieb. Der Film setzt an diesem Punkt ein und führt uns 2 Dekaden später mit einem Kamera-Team zurück an den Ort, wo die Sekte gelebt hat. Um ihrer Erinnerung zu helfen wird die Überlebende mitgenommen und bekommt auch just nach dem Eintreffen schon merkwürdige Visionen.

Um hier einen Eyecatcher mit zuliefern, gibt es Jessica Alba als Kopf der Kameratruppe und um die Dramatik auszubauen wurde für die tragende Rolle der Überlebenden Lily Rabe (American Horror Story) gecastet. Alba spielt relativ blass und kann darstellertechnisch meiner Meinung nach Rabe nicht das Wasser reichen, zum Glück wird die Mädelsdoppelspitze dann aber noch zusätzlich durch einen gut aufgelegten Thomas Jane (Punisher, Thursday, Give 'em Hell Malone) unterstützt. Dieser spielt den angehimmelten Führer des zu Tode gekommenen Kultes und der darf in Rückblenden und gefundenen Tapes seine überlegene und gefährlich anmutende Präsenz zum Besten geben.

Das Drehbuch stammt von Robert Ben Garant, welcher bisher eher ein Garant für kurzweilige Komödien war (entschuldigt diesen Wortwitz, Steilvorlage!) Von ihm stammen beispielsweise die Drehbücher zu Nachts im Museum, Babynator, Herbie - Fully loaded und Balls of Fury, von daher ist es für mich überraschend düster geworden und konnte mich überzeugen, auch wenn alles leicht "zusammengeklaubt" scheint. Die Regie übernahm Phil Joanou, vielleicht schon mal gehört im Bezug auf Spiel auf Bewährung oder dem Independent-Short Punisher: Dirty Laundry. Hier lernte man wihl auch die Zusammenarbeit mit Thomas Jane schätzen, der darin seine ehemalige Rolle als Frank Castle wiederbeleben durfte.

Der Hergang ist dann relativ vorhersehbar bzw. zeigt die üblichen Fragmente eines Haunted-House-Films. Das Setting im moorigen dreckigen Waldstück ist schön finster und undurchsichtig. Es gibt einige kurze drastische Gewalteruptionen, die ich aber nicht weiter erläutern kann um dem Zuschauer nicht den Spaß zu verderben. Der Zuschauer wird stimmig aber eben nur Stück für Stück in die Hiotnergründe eingeführt, wie es dazu kommen konnte. Inszenatorisch kein Meilenstein und auch das Budget schien reglementiert, kann aber in seinem Rahmen alle Facetten bieten. Die Laufzeit beträgt knappe 90 Minuten und ist damit weder langatmig noch zu knapp ausgebaut.

Kann man sich durchaus mal ansehen, alleine wegen Jane, der wirklich gut spielt und mich kurzzeitig an den Prediger aus Die Nacht des Jägers (Robert Mitchum) erinnerte, und das soll schon was heissen. Wer allerdings etwas völlig frisches sehen möchte ist hier fehl am Platze, da es dann doch viele Elemente bereits schon mal woanders gab. Wer einen deftigeren Film über eine Sekte sehen möchte, könnte vielleicht eher mit Jugface was anfangen.

6/10
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Kommentare

18.02.2016 14:57 Uhr - JasonXtreme
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Also der hier juckt mich gerade wegen Thema Sekte und ollen Thomas Jane - danke für die Rezi :-) Jug Face klingt auch ganz witzig!

18.02.2016 18:14 Uhr - dicker Hund
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Mal sehen... Review ist jedenfalls schön informativ.

19.02.2016 10:47 Uhr - Insanity667
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Klingt ganz interessant, eben auch wegen Thomas Jane... Klasse rezensiert, wie immer! :D Wird wohl mal bei Gelegenheit gesichtet!

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