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Night Hunter

(Originaltitel: Avenging Force)
Herstellungsland:USA (1986)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Thriller
Alternativtitel:Nighthunter
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,77 (30 Stimmen) Details
inhalt:
Die rechtsradikale Organisation "das Pentangle" will mit Terror und blutvergießen, ihre Vorstellungen vom "reinen Amerika" realisieren. Der Politiker Larry Richards (Steve James), gerät in die Fänge der gewalttätigen Bastarde. Larry wehrt sich gegen die Machenschaften des Pentangle. Ex-C.I.A.-Agent Matt Hunter (Michael Dudikoff), hilft seinem Freund Larry sich und seine Familie gegen die Verbrecher zu schützen, leider vergebens. Somit beginnen die zwei Freunde einen Feldzug gegen die Nationalsozialisten...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                                             NIGHT HUNTER

Actionstar Michael Dudikoff hatte sich 1985 mit der Rolle des Joe Armstrong in der Cannon Group Inc.-Produktion American Fighter einen Namen gemacht. Neben den beiden weiteren Auftritten als amerikanischer Kämpfer, bzw. Ninja ist es vor allem der Actionfilm Night Hunter, der Dudikoff in der B-Actionfilm-Fangemeinde bekannt machte. Inszeniert wurde der Film, der eine Quasi-Fortsetzung von Invasion USA (1985) ist, in der Chuck Norris Dudikoffs Rolle gespielt hat, von Sam Firstenberg, der bereits den ersten American Fighter-Film gedreht hatte. Und da man schon mit der Wahl des Regisseurs bereits nach der Devise „Never change a winning team“ verfahren war, verpflichtete man auch Dudikoffs American Fighter-Partner Steve James für den Film. Weitere Mitglieder der Besetzung der vier Millionen Dollar teuren Produktion waren James Booth (1927-2005 / Zulu, 1964), John P. Ryan (1936-2007 / Runaway Train, 1985) und Marc Alaimo (Total Recall - Die Totale Erinnerung, 1990). Gedreht wurde Night Hunter in Louisiana und Kalifornien.

Matt Hunter (Michael Dudikoff) war einmal die Zierde des CIA, doch nach einem Bombenattentat, das seine Eltern das Leben kostete, verdingt er sich als Rancher. Außerdem unterstützt er seinen Freund Larry Richards (Steve James), der sich auf einen Sitz im Senat von New Orleans bewirbt. Da Richards schwarz ist, nimmt ihn die rassistische Terrororganisation Pentangle ins Visier …

Night Hunter ist ein ordentlicher B-Actionkracher und durchaus ein Highlight im filmischen Schaffen des Michael Dudikoff. Zwar bietet der Streifen keine besonders packende Story, dafür aber durch die merkwürdige Maskerade der Pentangle-Mitglieder den einen oder anderen unfreiwillig komischen Moment, aber Freunde harter, geradliniger B-Actionfilme kommen hier durchaus auf ihre Kosten.

Denn auch wenn der Night Hunter-Plot keinen Innovationspreis gewinnt, weiß er über weite Strecken solide zu unterhalten, auch wenn die eine oder andere Pause zwischen den Actionszenen etwas zu lang geraten ist, was bei einer Spieldauer von knapp 100 Minuten schon was heißen will. Aber wenn Regisseur Firstenberg die Kontrahenten von der Kette lässt, nimmt Night Hunter ordentlich Fahrt auf und macht das beste aus seinem nicht gerade üppigen Budget. Schon die erste ausufernde Actionszene während des Mardi Gras, in der jede Menge wild kostümierte Statisten und aufwändig geschmückte Fahrzeuge zum Einsatz kommen, ist schon mal ein guter Anfang und die danach stattfindende Konfrontation auf einem Schiff, die einige gewagte Kletter-Stunts enthält, ist eine gelungene Steigerung. Das Highlight des Films dürfte die Hetzjagd auf Matt Hunter sein, während der er sich – mit seiner kleinen Schwester Sarah (Allison Gereighty) im Schlepptau – in strömendem Regen durch einen Sumpf voller Pentangle-Mitglieder kämpfen muss. Erfreulich für Fans kompromisslos-harter Actionkost: Die Kämpfe im Sumpf folgen keiner ausgefeilten (und daher möglicherweise unrealistischen) Choreographie, sondern setzen auf rohe Gewalt, die zwar für heutige Sechzehnjährige „ok“ ist, aber dennoch nicht harmlos ist und damals – in den Achtzigerjahren – brutal genug für eine Indizierung war. Fans der gepflegten Old School-Action dürfte zusätzlich freuen, dass man nicht nur auf übertrieben wirklichkeitsfern choreographierte Kämpfe verzichtet hat, sondern auch jede Menge Kunstblut verspritzte und nicht davor zurückschreckte, auch Kinder (off screen) zu töten, damit Dudikoff auch eine ausreichende Legitimation hat, seine Gegner äußerst rustikal auseinanderzunehmen.

Michael Dudikoff macht auch als Matt Hunter eine gute Figur, deren Wirkung allerdings ein wenig von der etwas unpassenden deutschen Synchronstimme unterminiert wird … für Freunde des O-Tons dürfte dies jedoch ein geringfügiges Problem sein. Steve James macht sich ebenfalls gut in der Rolle des ambitionierten Politikers und harmoniert hier mit Michael Dudikoff ähnlich gut wie in American Fighter. John P. Ryan kann in seiner Rolle als Pentangle-Führer Akzente setzen, während der Rest der Besetzung solide bis zweckmäßig agiert.

Wie bereits erwähnt, ist Night Hunter allerdings nicht frei von Fehlern. So gehen die Pentangle-Mitglieder ihrer „Arbeit“ häufig in albernen Masken nach, die nicht gerade dazu geeignet sind, Respekt vor den selbsternannten Herrenmenschen zu haben. Hinzu kommt, dass der Spannungsbogen des Films nicht durchweg aufrecht erhalten werden kann und es daher zu der einen oder anderen Länge kommt. Was ebenfalls enttäuschend ist, ist das Ende des Films, das so offen ist, dass es eine Fortsetzung vermuten lässt – die aber leider nie kam. Da Night Hunter nur knapp 4,7 Millionen Dollar einspielte, dürfte man die Sequel-Pläne bei Cannon fallengelassen haben wie eine heiße Kartoffel.

Night Hunter ist kein Streifen für die besten (Action-)Filme dieser Welt. Trotzdem gehört er zu den besseren Beiträgen der Cannon Group Inc. und auch in der Filmographie des Michael Dudikoff gibt es weiß Gott schwächere Einträge. Wer einen soliden, ordentlichen B-Actionfilm aus den Achtzigerjahren sehen möchte, liegt hier nicht falsch.

7/10
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Kommentare

20.05.2020 20:26 Uhr - Pratt
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Tolles Review, klasse Film den ich noch deutlich höher ansiedeln würde, die brachialen/unstilisierten Kampf- bzw. Tötungsszenen sind gelungen. Für mich Dudikoffs bester Film und mindestens 'ne gute 8/10, müsste ich aber nochmal auffrischen.

20.05.2020 20:37 Uhr - sonyericssohn
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Fand den vor zig Jahren eigentlich ganz okay. Seit dem nie mehr gesehen. Irgendwie ist bei mir in Sachen Dackelkopf die Luft raus.

20.05.2020 20:44 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank für Eure Rückmeldungen!

@Pratt:
Ob er Dudiukoffs bester Film ist, weiß ich nicht - er ist jedenfalls gut, was auch auf die ersten beiden "American Fighter"-Filme zutrifft. Ich sehne mich so sehr nach (vernünftigen) DVD/Blu Ray-Veröffentlichungen von "Marine Fighter" und "Chain Of Command" - habe beide Filme leider nur geschnitten auf RTL (Anfang/Mitte der Neunziger) gesehen, bin mir aber sicher, dass beide Filme in den Uncut-Versionen auch heute noch überzeugen könnten.

@Sony
Kann ich nachvollziehen. Schade, dass aus Dudikoff nie richtig was geworden ist. Hab ihn vor Jahren mal bei `ner Autogrammstunde getroffen, und der war echt sympathisch, freundlich und charismatisch. Schade um ihn.

20.05.2020 20:56 Uhr - sonyericssohn
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Hab im Fernsehen mal ein Interview mit ihm gesehen zu dieser Serie mit ihm...glaub die hieß Cobra oder so ähnlich. Ein ulkiger Zeitgenosse der sich selbst nicht zu ernst nahm. Dann wurde es still um ihn. Wirklich schade daß der keine Chance bekam "groß" zu werden.

20.05.2020 21:02 Uhr - Horace Pinker
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Tolles und sehr interessantes Review Punisher. Ob Night Hunter was für mich ist weiß ich noch nicht so recht, kommt mal auf meine vielleicht Liste. Von Dudikoff kenne ich bisher nur den ersten American Fighter, den ich damals nicht sonderlich toll fand.

21.05.2020 08:33 Uhr - Pratt
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Ich mochte Dudikoff schon immer, ist aber eben auch der Nostalgiefaktor wenn man damit aufgewachsen ist. Des Weiteren finde ich 'River of Death', 'Platoon Leader' und 'Streethunter' noch gut gelungen, neben den von dir bereits erwähnten und den 'AF' Filmen natürlich. Und wenn man's mal abgedreht mag, kann man bein Albert Pyun's 'Radioactive Dreams' mal einen Blick riskieren, da gibt's einen völlig anderen Dudikoff, sein wirklicher Abstieg begann meiner Meinung nach mit der Royal Oaks Phase...

21.05.2020 08:53 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank für Euer nettes Feedback!

@Horace:
Wenn Dir "American Fighter" schon nicht so zusagte, weiß ich nicht, ob "Night Hunter" was für Dich ist.

@Pratt:
"Platoon Leader" gefällt mir auch, die anderen von Dir genannten Filme kenne ich leider noch nicht.

21.05.2020 13:43 Uhr - cecil b
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Auf deine Feder ist Verlass, Herr Punisher77. :)

22.05.2020 15:39 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank für das Lob, Cecil!

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