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Agent Red - Ein tödlicher Auftrag

(Originaltitel: Agent Red)
Herstellungsland:USA, Kanada (2000)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Action, Thriller
Alternativtitel:Captured
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (9 Stimmen) Details
inhalt:
Der Kalte Krieg ist vorbei und die Russische Regierung hat sich dazu entschlossen eine tödliche Biowaffen-Probe zurück an die USA zu übergeben. Captain Matt Hendricks (Dolph Lundgren) hat den Auftrag die Probe per U-Boot zu überliefern. Jedoch wird dieses von Terroristen gekarpert, welche damit drohen die Biowaffe sowohl auf New York als auch auf Moskau loszulassen. Kann Hendricks sie stoppen bevor es zu spät ist?
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von pratt:

Hintergrund:

Zum Ende des letzten Jahrtausends war Dolph Lundgrens (Red Scorpion, Men of War) Karriere auf einem Tiefpunkt angelangt, er konnte zwar weiterhin Gagen von 1,000,000 $ und teilweise sogar mehr verlangen, musste dafür aber z. B. für Phoenician Entertainment und ähnlich "ruhmreiche" Filmschmieden arbeiten. Das erste schlechte Zeichen an 'Agent Red', ist die Tatsache, dass der Film ein Remake des Dudikoff-Films 'Crash Dive 2: Counter Measures' ist, welcher an sich schon einen eher zweifelhaften Ruf genießt. Die Dreharbeiten zu 'Agent Red' fanden im Dezember 1999, unter der Regie von Damian Lee (Abraxas, Moving Target) in Los Angeles statt. Der gesamte Film wurde für ca. 2,000,000 $ in etwas mehr als zwei Wochen runtergekurbelt. Nachdem die Produzenten das vorhandene Material gesichtet hatten, hielten sie es für nicht vermarktbar und ordneten drei Tage intensiver Nachdrehs durch Ghost-Regisseur Jim Wynorski (The lost Empire, Return of the Swamp Thing) an, zusätzlich wurde der Film durch einen massiven Einsatz von Stock-Footage Material "aufgewertet", teilweise wurden gesamte Szenen bzw. Sequenzen "recycelt". Der Film wurde in Deutschland zunächst auf Video und später auf DVD veröffentlicht, es existiert sowohl eine Uncut-Fassung, als auch eine um ca. zwei Minuten gekürzte FSK 16 Fassung.

Zum Film:

Der Film beginnt direkt mit Stock Footage Szenen aus 'Steel Sharks' und dem Mario van Peebles Film 'Solo', danach folgt eine komplette Szene aus 'Stormcatcher', der ca. ein Jahr vor 'Agent Red', ebenfalls mit Dolph Lundgren in der Hauptrolle, für Phoenician Entertainment gedreht wurde. Im Verlauf des Films folgen Aufnahmen aus 'Jagd auf Roter Oktober', 'Crimson Tide', 'Blown away', und eine weitere komplette U-Boot Sequenz aus 'Crash Dive 2'. Einen so massiven Einsatz von Stock-Footage-Szenen habe ich bisher selten bzw. gar nicht anderswo gesehen und so fragt man sich, wie schlecht das Ausgangsmaterial wohl gewesen sein mag, da ca. 40 Minuten durch nachgedrehte Szenen und Archivmaterial ausgetauscht wurden. Das Drehbuch hat riesige Logiklöcher und durch die massiven Änderungen, am Inhalt bzw. am Verlauf des Films wirkt er natürlich zum Teil zusammenhangslos und abgehackt, da z. B. Schauspieler aus einem anderen Film in diversen Szenen auftauchen. Des Weiteren wird von den körperlichen Folgen des Giftes gesprochen, nach einem Einsatz auf dem U-Boot wurden diese aber wohl "vergessen". Die Dialoge sind teilweise fast schmerzhaft mitanzuhören und es stellt sich die Frage, ob das am schlechten Drehbuch oder an den Darstellern liegt. Die schauspielerischen Leistungen im Film sind allesamt auf unterem Niveau, bis auf Dolph, der den Film und seine Entstehung wohl eher mit Humor genommen hat, so antwortet er in einer Szene des Films auf die Frage, ob er jemals von Agent Red gehört hat: 'Sounds like the title of a bad action movie.', doch auch er kann dieses Fiasko nicht vorm Untergang retten. In der zweiten Hälfte des Films, sind noch ein paar passable Actionszenen und kleinere Stunts im Innern des U-Boots zu sehen, darunter einige recht blutige Shoot-outs. Die Musik wurde auch aus anderen Filmen zusammengeschnipselt, passt aber größtenteils zu den jeweiligen Szenen.

Fazit: Der Film ist einfach schlecht und notdürftig mit Archivmaterial "aufgepimpt", macht daher aber fast schon wieder Spaß (So kann man z. B. raten aus welchem Film das Material stammt), er verfügt über einige, wenige halbwegs brauchbare Actionszenen und über Dolph Lundgren und das war's. Mit viel gutem Willen und Dolph-Bonus noch 4 von 10 Punkten (Review No. 7)

P.S. Für richtig gute Lacher kann ich den Audiokommentar von Regisseur Damian Lee auf der US-DVD empfehlen, der das ganze Projekt als mehr oder weniger hochwertig und stylisch „verkauft“.

Die Reviews beziehen sich immer auf die Originalfassung, niemals auf eine synchronisierte Fassung, die das Filmerlebnis in meinen Augen stark beeinflussen.

4/10
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Kommentare

19.02.2016 22:29 Uhr - oziboxer
1x
Gute Kritik pratt kann man so stehen lassen,da ich ein fan von dolph bin hab ich ihn meiner sammlung.aber leider ein nicht so guter film. die 16er mit den auffälligen schnitten ist sowieso für die tonne.

19.02.2016 23:18 Uhr - Pratt
DB-Helfer
User-Level von Pratt 23
Erfahrungspunkte von Pratt 11.738
Danke oziboxer, ja Dolph hat in seiner Karierre leider einige Patzer hingelegt, aber die meisten kann man aufgrund seiner Präsenz noch schauen, bei diesem war es schon (immer) ziemlich schwer ...

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