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Angertainment
Level 15
XP 3.893
Eintrag: 29.03.2016

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Spider Baby

(Originaltitel: Spider Baby or, The Maddest Story Ever Told)
Herstellungsland:USA (1968)
Genre:Horror, Komödie
Alternativtitel:Attack of the Liver Eaters
Cannibal Orgy, or the Maddest Story Ever Told
Jack Hill's Spider Baby
Liver Eaters, The

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Im abgelegenen Landhaus wohnte einst die Familie Merrye. Der im Ort unbeliebte Clan ist inzwischen Elternlos und so nahm sich der Hausverwalter Bruno der Kinder an. So gerne er sie auch auf den rechten Pfad bringen möchte, sie verfallen immer wieder in alte Muster und die inzestuöse leicht degenerierte Sippe erledigt aufkeimende Probleme auf ihre Art oder hinterlässt auch mal Tote nach einem Spielchen. Als eines Tages entfernte Verwandte auf das Grundstück kommen, um ihr Erbrecht einzufordern droht Bruno's Fürsorge um die Kids das Aus. Darüberhinaus gibt es da noch was im Keller, was es zu verbergen gilt...
eine kritik von angertainment:

Nein, es geht nicht um den Nachwuchs eines Marvel-Superhelden. Der Titel Spider Baby bezieht sich alleine auf das Spiel einer Figur, dass sie mit unliebsamen Gästen im Elternhaus treibt.

Im abgelegenen Landhaus wohnte einst die Familie Merrye. Der im Ort unbeliebte Clan ist inzwischen Elternlos und so nahm sich der Hausverwalter Bruno der Kinder an. So gerne er sie auch auf den rechten Pfad bringen möchte, sie verfallen immer wieder in alte Muster und die inzestuöse leicht degenerierte Sippe erledigt aufkeimende Probleme auf ihre Art oder hinterlässt auch mal Tote nach einem Spielchen. Als eines Tages entfernte Verwandte auf das Grundstück kommen, um ihr Erbrecht einzufordern droht Bruno's Fürsorge um die Kids das Aus. Darüberhinaus gibt es da noch was im Keller, was es zu verbergen gilt...

Jack Hill (The Terror, Foxy Brown, Pit Stop) präsentiert mit diesem Werk eine verstörende kleine Perle, die zu damaligen Zeiten mit Sicherheit ein paar Tabuthemen auf den Schirm gerufen hat. Anders als heutige Splattereffekt- oder TorturePorn-Kreationen galt es damals noch mit kunstvoller Inszenierung und einer kreativen Erzählform aufzufallen, um überhaupt vom Publikum wahrgenommen zu werden. Hill lieferte eigenst auch das Drehbuch zum vorliegenden Werk und konnte so die "maddest Story ever told" erzählen, so lautet nämlich sein Alternativ- bzw. Nebentitel. Das der Film in SW gehalten ist, lag damals an den für solche Produktionen üblichen Budgets. Der Regisseur schafft es allerdings gekonnt, sich diesen Umstand zu nutze zu machen und setzt die Figuren toll in Szene. Besonders der Unterschied zwischen dem grellen Tageslicht und dem Unterschied, sobald es gen Keller geht - hier ist dann alles schön düster.

Darstellerisch gibt es hier einen inzwischen sehr bekannten Sid Haig (Haus der 1000 Leichen) als einer der verstörten Sprosse der Sippe. Noch sehr jung, aber keineswegs anders als man ihn erwartet darf er hier den degenerierten knurrenden Sohnemann geben während die beiden Schwestern durch eher unbekanntere Darstellerinnen daherkommen. Dies ist aber kein Urteil über ihr Schauspiel, denn beide überzeugen mit ihrer Verstörtheit und können dies fast ohne Worte versprühen. Die titelgebende Figur verkörpert durch Jill Banner (Weekend of Fear) ist allerdings das Glanzstück, denn ihr Wahn und das perfide Spinnen-Spielchen gleichwohl ihrer lasziven Art lässt den kranken Einfluss spüren und sie geht in der Rolle auf. Der Hausverwalter wird von Lon Chaney dargestellt, welcher als einzig normale Person versucht, das Chaos im Haus in Grenzen zu halten und die mordlüsternde Brut im Zaum zu halten.

Die erzählerische Art ist sympathisch aufgezogen und kommt in einer "Die Geschichte wird mir eh keiner glauben, aber ich war dabei"-Manier, was wunderbar als Einstieg funktioniert. Gleichzeitig greift dies aber dem Ende ein wenig vorweg und auch Teile der Geschichte ergeben nicht wirklich Sinn, da der Erzähler diese nicht wissen kann. Dies schmälert aber nicht den Gesamteindruck und wird durch die Kreativität ausgeglichen. Alles wird schön ruhig erzählt und für die damaligen Verhältnisse wirklich crazy, wenn man bedenkt dass der Film bereits 1964 gedreht, aber erst später vermarktet werden konnte. Dennoch ist der Film zu keiner Minute langweilig geworden und bietet immerhin 1967 ein Potpourri aus Inzest, Kannibalsimus und Humor im Gewand eines Familiendramas. Der humoristische Anteil kommt irgendwie daher, dass man trotz der tödlichen Absichten der Geschwister auf deren Seite steht und die geldgierigen Verwandten als Feindbild sieht.

Macht irgendwie Spaß.

7/10
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Kommentare

29.03.2016 13:08 Uhr - NoCutsPlease
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Spider Baby, Spider Baby! Macht, was immer ein Spider Baby macht... ;-)

Interessanter Angerview zu einem mir bislang unbekannten Titel. Bekannterweise sind die späten 60er horrortechnisch nicht zu verachten, auch wenn sie eben anders geartet als spätere Genrevertreter sind.

Sid Haig und seine frühen Minirollen ("Point Blank", "James Bond 007 - Diamantenfieber") sind immer wieder einen Blick wert.

29.03.2016 20:10 Uhr - cecil b
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Definitiv interessante Review. Den Film möchte ich jetzt mal sehen!

30.03.2016 07:10 Uhr - Angertainment
2x
DB-Helfer
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@NoCuts & Cecil:
Freut mich, wenn ich da mal einen Nischentitel entdeckt habe den Ihr noch nicht kanntet.

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