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Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung

(Originaltitel: Star Wars: Episode I - The Phantom Menace)
Herstellungsland:USA (1999)
Standard-Freigabe:FSK 6
Genre:Abenteuer, Action, Fantasy,
Science-Fiction
Alternativtitel:Star Wars: Episode I - The Beginning
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,43 (127 Stimmen) Details
inhalt:
Rund 30 Jahre vor den Ereignissen das original Star Wars Films nimmt die Legende ihren Anfang. Im Mittelpunkt von Episode 1 steht der Sklavenjunge Anakin Skywalker, ein Kind mit außergewöhnlichen Kräften. Als Anakin sich auf eine schicksalhafte Reise macht, weiß er nicht, dass ihm eine dunkle Zukunft als Darth Vader bevorsteht. Obi-Wan Kenobi, legendärer Jedi-Ritter der Star Wars Trilogie, tritt als entschlossener Schüler des Jedi-Meisters Qui-Gon Jinn auf. Sein Gegenspieler ist Palpatine, der ehrgeizige Senator der Republik, besser bekannt als der teuflische Imperator. Es ist die Zeit, in der Jedi-Ritter machtvolle Friedenshüter einer umkämpften Galaxis sind und eine junge Königin mit aller Kraft für das Wohl ihres Volkes eintritt. Eine Zeit überschattet von einer dunklen Macht, die nur auf den richtigen Moment wartet, um vernichtend zuzuschlagen.
eine kritik von laughing vampire:

Nachtrag: Folgende Kritik war als Aprilscherz gedacht. Der Film bekäme von mir nicht einmal zwei Punkte. Bitte mit einer Portion Ironie lesen.

Es ist an der Zeit, endlich mal eine Lanze zu brechen für eines der genialsten und visionärsten Werke der Filmgeschichte. Die Rede ist von "Star Wars Episode I: The Phantom Menace" aus dem Jahr 1999 -- ein oft verkannter und mißverstandener Eintrag in der epischen Saga, und meiner Meinung nach deren bester.

Bei diesem Film begab sich Meisterregisseur George Lucas zum ersten Mal seit "Episode IV" aus dem Jahr 1977 wieder in den Regiestuhl. Völlig zurecht kritisierte er immer wieder die Bedeutung des Regiejobs, denn eigentlich ist der Regisseur nur ein ganz kleiner, unwichtiger Bestandteil einer Filmproduktion. Dennoch mußte Lucas die unschöne Erfahrung machen, daß zu viel Freiheit und zu wenig Kontrolle zu mittelmäßigen Produktionen wie "The Empire Strikes Back" führen kann, dem wohl schlechtesten und von Lucas ebenfalls oft kritisierten Star-Wars-Film. "Return of the Jedi" konnte zwar wieder einiges retten, sorgten hier doch die knuffigen Ewoks als Sympathieträger, aber Lucas erkannte, daß er selbst wieder die Zügel in die Hand nehmen mußte.

Im Vorfeld von "Episode I" veröffentlichte Lucas anno 1997 die alte Trilogie in aufgefrischter Form. Dies war bitter notwendig, denn die veralteten, handgemachten Effekte erschwerten es dem modernen Zuschauer, im Star-Wars-Universum abzutauchen. Mithilfe modernster Computer-Tricktechnik konnte Lucas zum Glück einiges retten, so sehen etwa die Weltraumschlachten dank ihrer Grunderneuerung viel moderner und besser aus als früher. Dennoch war noch lange nicht alles getan, denn es konnte ja z.B. kaum sein, daß am Ende von Episode VI der unbekannte Schauspieler Sebastian Shaw als Jedi-Geist auftauchte. Leider war Hayden Christensen anno '97 noch zu jung, aber die DVD-Veröffentlichungen von 2004 ersetzten Shaw dank modernster Computertechnik endgültig durch Christensen. Es gibt immer noch viele Störfaktoren bei den alten Filmen, die auch die Neuerungen der Bluray-Ausgaben von 2011 nicht beheben konnten, daher hoffe ich sehr auf eine weitere Grundüberholung bei den kommenden UHD-Veröffentlichungen. Hoffentlich wird etwa die Yoda-Puppe auch hier durch eine moderne CGI-Animation ersetzt.

Zurück zu Episode I: Endlich war es Lucas durch die fortgeschrittene Tricktechnik der 90er-Jahre also möglich, seine Visionen, die er immer schon mit sich trug, entsprechend umzusetzen. Und dieser Film schöpft aus dem Vollen: Es wummst und kracht an allen Ecken und Enden, und manchmal glaubt man fast, daß das, was man sieht, echt ist.

Zur Geschichte: Die beiden Jedi-Knights Qui Gon Jinn und Obi Wan Kenobi landen auf dem Planeten Tattooine und finden dort den kleinen technikbegeisterten Sklavenjungen Anakin Skywalker -- ihr wißt schon: der spätere Darth Vader!! --, der eine besonders hohe Konzentration sogenannter Midi-Chlorians in seinem Blut hat und deshalb der "Auserwählte" sein muß. Sie helfen ihm, sich aus seiner Sklaverei (der Sklaventreiber ist ein besonders fieses und toll animiertes Alien) zu befreien, um ihn zum Jedi ausbilden zu können. Doch sie haben die Rechnung ohne den bösen Darth Maul gemacht! Unterdessen sind Prinzessin Amidala und das ulkige Alien Jar Jar Binks vom Planeten Naboo ebenfalls an Bord, denn die böse Handelsföderation treibt ihr Unwesen...

Episode I schafft es, eine packende Geschichte meisterhaft mit atemberaubender Action und tollen Effekten zu verknüpfen. Der Film rührt, unterhält (besonders witzig: Sympathieträger Jar Jar Binks!) und fesselt einen auch noch lange nach dem Abspann. Man möchte schließlich unbedingt wissen, wie es weitergeht: Wie wird aus diesem aufgestellten Jungen der böse Sith-Lord Darth Vader? Wie entwickelt sich die Handelsföderation zum Imperium? All dies wird in den folgenden, nicht minder gelungenen Filmen behandelt, die zum Glück ebenfalls voll und ganz auf CGI setzen, sogar noch etwas mehr, aber 1999 war man eben noch nicht so weit. Die Schuld ist also eindeutig bei der Technik zu suchen und nicht bei Visionär George Lucas.

Schauspielerisch gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln: Die weisen Jedi-Knights werden von Liam Neeson und Ewan McGregor überzeugend dargestellt, Nathalie Portman ist als Prinzessin hinreißend, und besonders der kleine Jake Lloyd als Anakin begeistert Jung und Alt. Schade, daß ihm keine größere Karriere vergönnt war. Aber Schauspieler sind bei George Lucas, ebenso wie Drehbuch, Regie und eigentlich alles Weitere zum Glück nur Nebensache, denn was wäre Star Wars, wenn die Technik nicht wäre? In erster Linie muß man also die Computer-Animateure loben, die diesen fantastischen Film überhaupt erst ermöglicht haben! Schade jedoch, daß zum Bedienen eines Computers immer noch Menschen notwendig sind, vielleicht gibt es bald ja Maschinen, die auch ohne uns tolle Filme herstellen. Lucas würde sich bestimmt freuen.

Episode I ist allen wahren Filmfans nur wärmstens zu empfehlen, ebenso wie die ganze Star-Wars-Reihe (abzüglich des eher mittelmäßigen Episode V, aber da muß man durch). Ein Film, an den man sich auch in 100 Jahren noch erinnern wird. Dann garantiert mit noch tollerer Technik.

10/10
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Kommentare

01.04.2016 14:53 Uhr - NoCutsPlease
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Aprilscherz?!

01.04.2016 15:50 Uhr - NICOTERO
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Ich vermute eben nicht! Der meint das ernst...;)

01.04.2016 15:59 Uhr - leichenwurm
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Pah... aber echt... "Episode V"... völlig daneben...! Es soll ja ein oder zwei fehlgeleitete Möchtegern-Cineasten geben die den "als besten Teil" abfeiern... aber die Lachen bestimmt auch über "Spaceballs" :-) !

01.04.2016 16:01 Uhr - Dimetrodon12
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Großartige Idee noch großartiger (jaja das Wort gibts nicht na und?!) umgesetzt! Thumbs Up!

Äähh ich meine natürlich eine gute und nachvollziehbare Kritik zu einem der Highlights der Star Wars Reihe ;-) .

01.04.2016 16:25 Uhr - F-Ready
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Made my day. ^^ Absolut gelungen, Kollege.

01.04.2016 16:43 Uhr - Insanity667
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Ja, ich bin ehrlich gesagt auch kein großer Fan der alten Trilogie und Episode V fand ich auch besonders daneben. Wie einige Hobby-Cineasten gerade diesen Murks als "Sci-Fi-Abenteuer Meilenstein" bezeichnen können, ist mir ein Rätsel. Episode I ist da um Längen besser... allerdings hätte ich hier gerne noch etwas mehr von Jar Jar gesehen. Der Typ rockt einfach nur, eine echte Ikone! Da können sich Luftpumpen wie Alec Guinness, Harrison Ford & Co gaaaanz weit hinten anstellen! ;) Formidable Kritik!

01.04.2016 17:53 Uhr - NICOTERO
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Ooooh jaaaa: JarJar hätte sogar einen eigenen Film verdient:)...
Wie damals die Ewoks "Kampf um Endor"! Ebenfalls ein verkanntes Meisterwerk...
Und jetzt ist mir sauschlecht =)

01.04.2016 18:33 Uhr - Laughing Vampire
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Noch besser: Ein Cross-Over zwischen den Ewoks und Jar Jar Bin!

01.04.2016 20:21 Uhr - MMorbius
01.04.2016 18:33 Uhr schrieb Laughing Vampire
Noch besser: Ein Cross-Over zwischen den Ewoks und Jar Jar Bin!


Also doch ein Aprilscherz? ;)

01.04.2016 21:13 Uhr - MovieManiac4Life
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Ich bin seehr erleichtert das es wirklich ein Aprilscherz war. Ich saß die ersten Absätze auf dem Sofa und habe geschrien ob du noch alle Latten am Zaun hast....bis ich es schliesslich
auch kapiert habe.....von da an war es ein Spass weiter zu lesen.
In meinem 34 jährigen Leben gelang es nur zwei Menschen mich am ersten April wirklich zu verarschen, erstens gelang es meiner Oma als ich 6 war und zweitens dir.
Für diese beachtliche Leistung und eine tolle Review.....Chapeau!!!! ;)

01.04.2016 21:59 Uhr - Laughing Vampire
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@MovieManiac4Life: Das ist mir ja mal eine Ehre! Ich dachte eigentlich, der Scherz sei ziemlich leicht zu durchschauen, insbesondere als ich angefangen habe, die Special Editions zu loben...

Ne, mit Verlaub: Der Film macht es einem in jeder Hinsicht quasi unmöglich, ihn zu mögen. Hab mir kürzlich die ganzen Star-Wars-Filme auch endlich mal angeschaut, und diesen hier fand ich mit Abstand am unerträglichsten. Die Kritik hier war auch nur eine spontane Idee. ;)

02.04.2016 14:35 Uhr - Obi Wan
Der 1. April ist nun (endlich) vorbei und deswegen kann das folgende nicht als Aprilscherz falsch verstanden werden.
Jar Jar Binks ist ein total gelungener, super sympathischer Protagonist der neuen Trilogie. Leider ist seine Screentime nur in Episode 1 von angemessener Länge. Jar Jar ist durch seine tollpatschige Art und seiner Sprache/Stimme (vor allem im englischen Originalton) der beste neue Charakter in Episode 1.

02.04.2016 15:18 Uhr - KarateHenker
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Sehr geil! Und irgendwie makaber, wenn man sich die zahlreichen 10/10-Bewertungen hier vor Augen führt - ich fürchte, dass es sich dabei nicht nur um Aprilscherze handeln dürfte... :-|

02.04.2016 17:15 Uhr - Laughing Vampire
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02.04.2016 14:35 Uhr schrieb Obi Wan
Jar Jar ist durch seine tollpatschige Art und seiner Sprache/Stimme (vor allem im englischen Originalton) der beste neue Charakter in Episode 1.

Woah, ernsthaft? Ich kenne den Film auch nur in der englischen OV, aber nerviger kann ein Charakter wirklich kaum sein.

02.04.2016 19:35 Uhr - kroenen77
1x
"...Dennoch mußte Lucas die unschöne Erfahrung machen, daß zu viel Freiheit und zu wenig Kontrolle zu mittelmäßigen Produktionen wie "The Empire Strikes Back" führen kann, dem wohl schlechtesten und von Lucas ebenfalls oft kritisierten Star-Wars-Film. "Return of the Jedi" konnte zwar wieder einiges retten, sorgten hier doch die knuffigen Ewoks als Sympathieträger, aber Lucas erkannte, daß er selbst wieder die Zügel in die Hand nehmen mußte."

-Hahaha...ich habe Tränen gelacht!

Dieser Aprilscherz ist wirklich gelungen!;-)

04.04.2016 07:37 Uhr - Obi Wan
02.04.2016 17:15 Uhr schrieb Laughing Vampire
02.04.2016 14:35 Uhr schrieb Obi Wan
Jar Jar ist durch seine tollpatschige Art und seiner Sprache/Stimme (vor allem im englischen Originalton) der beste neue Charakter in Episode 1.

Woah, ernsthaft? Ich kenne den Film auch nur in der englischen OV, aber nerviger kann ein Charakter wirklich kaum sein.


Der arme Jar Jar hat es auch wirklich nicht leicht, für die US-Zuschauer rassistisch...für die meisten Star Wars Fans nervig und infantil... das waren die Ewoks auch und trotzdem wurden sie geliebt - na ja, zumindest nicht gehasst. Ich kann doch hier nicht der einzige Fan von Jar Jar sein? Traut euch...

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