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Skyline

Herstellungsland:USA (2010)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Science-Fiction, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,98 (28 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Ohne jede Vorwarnung wird die Erde von gigantischen Raumschiffen attackiert. Mit riesigen High-Tech-Kampfmaschinen gehen die Außerirdischen systematisch auf Menschenjagd und ziehen eine Spur der Verwüstung durch alle wichtigen Großstädte der Welt. In Los Angeles sitzt der Werbefilmer Jarrod mit einigen Freunden in einem Hochhaus fest - entsetzt beobachten sie die Orgie der Zerstörung. Als die Angreifer sie ins Visier nehmen, beginnt ein dramatischer Kampf ums nackte Überleben ... (Universal Pictures)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von nivram:

Es gibt schlechte Filme, an denen sich wirklich nichts gutes finden lässt. Um die ist es in der Regel nicht weiter schade. Es gibt aber auch schlechte Filme, die durchaus gute Ansätze haben und um die es daher sehr wohl schade ist, wenn sie selbst den einfachen Auftrag "für circa 90 Miuten unterhalten" unterm Strich nicht zufriedenstellend erfüllen können.

"Skyline" gehört in letztere Kategorie. Da hätten wir eine Gruppe tapferer Aliens, die sich eines Tages aufmachen, die Erde (oder zumindest mehrere Großstädte) von diesen lästigen Homo Sapiens zu befreien. Anstatt einer Säuberung mit herkömmlichen Waffen gilt es jedoch, die Menschen zu ernten, um sie dann biologisch verträglich weiterzuverwenden. Diesem extraterristischen Recyclingkreislauf wollen so manche humanen Individuen aber nicht zustimmen, vor allem gilt dies für eine Gruppe Twentysomethings, welche sich nach einer Party im Luxuspenthouse von Terry (Donal Faison, der Schwarze aus "Scrubs") verschanzt haben. Mehr oder weniger unter der Führung von Jarrod (gespielt von Eric Balfour, dem Kerl, der im Remake vom texanischen Kettensägenmassaker als erster draufgehen durfte) versuchen die Überlebenden nun, ihren außerirdischen Häschern zu entkommen. Doch die scheinen unbesiegbar...

Der Beginn ist tatsächlich noch vielversprechend: Der Film lässt sich etwas Zeit, die Figuren vorzustellen, jedoch nicht so viel, dass es wirklich langweilig zu werden droht. DIes wäre fatal gewesen, da die Charaktere trotz schauspielerisch halbwegs netten Leistungen allesamt uninteressant und farblos daherkommen. Nach höchstens 20 Minuten beginnt der Alienangriff, bei dem die Aliens offenbar (zufällig oder absichtlich) sämtliche Personen mit halbwegs vernünftigem IQ erwischen, sodass wir uns mit den üblichen Knallchargen zufrieden geben müssen, die auch ziemlich bald abzählreimmäßig das Zeitliche segnen. Dabei finden sie immer noch Zeit, sich um ihre Privatprobleme zu kümmern.

Die nicht-in-Frieden-kommer sind zweifelsohne die versteckten Stars des Films. Nicht nur sind die Effekte für das geringe Budget mehr als ansehlich, vor allem das Desing von den kleineren Tentakelaliens sieht ziemlich cool aus und wird auch mehrfach zelebriert. Glücklicherweise hält sich die Wackelkamera stark in Grenzen und hält meistens drauf, wenngleich es dank PG-13 nicht allzu viel blutiges zu sehen gibt. Die wenigen Explosionen sind in Ordnung.

Zwischen den Auftritten der Alienbande stehen leider viele belanglose Dialoge, die die kaum vorhandene Story vorantreiben sollen. Zugegenermaßen wäre Daueraction aber auch etwas deplaziert gewesen, da der Film sich um eine Gruppe Zivilisten dreht, die kaum Möglichkeiten zur Gegenwehr hat. DIe meisten Actionszenen bestehen aus Fluchtszenen, nicht aus Kämpfen. Und neunzig Minuten langes Davonrennen wäre auf die Dauer auch ziemlich ermüdend, sowohl für die Filmmacher als auch für den Zuschauer.

Nun noch ein paar Worte zum Ende, das von sehr vielen Leuten als unfassbar mies kritisiert wird: Ich persönlich fand es gar nicht mal so schlecht, wie es viele machen. Der Film geht halt in den letzten zehn Minuten in eine Richtung, die sich ziemlich von den Minuten davor unterscheidet. Die Szene kurz davor, in der eines der bis dahin ach so unbezwingbaren Aliens plötzlich mit bloßen Händen (!) totgeprügelt wird, fand ich da schon um einiges zweifelhafter.

Fazit:

"Skyline" ist besser als sein Ruf. Aber das muss nicht heißen, dass er gut ist. Im Gegenteil, er ist schlecht. Aber er lässt mehrfach andeuten, dass er mit einem besseren Drehbuch und etwas mehr Arbeit ein äußerst unterhaltsamer Film hätte werden können. So ist es aber wieder einer dieser Filme für Abende, an denen nichts besseres in der Glotze läuft.

4/10
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Kommentare

06.04.2016 08:18 Uhr - JasonXtreme
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Danke - genau meine Meinung! Habe mir da einiges mehr erwartet damals.

06.04.2016 16:11 Uhr - hudeley
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Hab den damals morgens um 6 Uhr im Wake-Up-Kino bei uns in der Stadt gesehen. Fand den eigentlich relativ spannend. Aber bin mir sicher, dass eine Zweitsichtung diesen Eindruck ändern wird ;)

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