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Night of the Living Dead: Resurrection

Herstellungsland:Großbritannien (2012)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror
Bewertung unserer Besucher:
Note: 1,50 (2 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Im Jahr 2012 erheben sich die Toten aus ihren Gräbern und gieren nach dem Fleisch der Lebenden. Während Wissenschaftler noch spekulieren, was dieses Phänomen ausgelöst haben könnte, sind sich Theologen sicher: Es ist das Armageddon, wie es im Buch der Offenbarung angekündigt wurde. Die Städte werden von den Toten überrannt, die Zivilisation zerbricht und eine Familie sucht Schutz in einem isolierten Landhaus im westlichen Wales. Aber die größte Bedrohung lauert nicht draußen, sondern unter ihnen... (Edel Germany)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von chazzer:

Riecht ihr das auch? Ja, manchmal ist schon an den verwendeten Titeln etwas faul... Vorliegender Fall stinkt gerade zu zum Himmel. Night of the Living Dead: Resurrection ist nicht etwa eine Fortsetzung zu Romeros Klassiker. Nein, hier gibt es etwas ganz …zzzZZZ... Oh, wo war ich stehen geblieben? Ach ja, etwas neues. Das sucht man hier vergeblich.

Schauen wir uns kurz die Story an. Die ist dünner als dünn, eine Familie hat Schutz in ihrem Haus auf dem Land gefunden und versteckt sich dort vor den Zombies. Dass das natürlich nicht so bleibt und Gefahr unter ihnen lauert dürfte eingefleischten Horrorfans klar sein. Denn hier werden keine Bäume ausgerissen was eine vernünftige Story betrifft.

Soviel dazu, doch die „Qualität“ macht sich schon von Anfang an bemerkbar. Denn in bester Amateurmanier bekommt man ein paar Dumpfbacken Teenies zu Gesicht welche vor dem örtlichen Kiosk herumlungern und einen Waschlappen von Erwachsenen anpöbeln und diesen zwingen Bier zu kaufen. Lange Rede kurzer Sinn, im Kiosk lauern schon die ersten Zombies welche den Waschlappen beißen welcher sich ebenfalls durch einen Biss beim bösen Teenie bedankt. Der böse Mann wird nach seiner Attacke erstmal vermöbelt. Kurz darauf fährt ein farbiger Mann vorbei welcher die Jugendlichen vor dem gebissenen Freund warnt. Szenenwechsel, man sieht Ben (der farbige Mann) im Auto durch die Gegend fahren. Bis er in der Nacht über Landstraßen zu einem einsamen Haus kommt. „Aha!“ denke ich mir, jetzt kommt es bestimmt zur großen Neuinterpretation, denn das bisherige hat mich nicht wirklich überzeugt. Weit gefehlt, Ben wird erschossen und man darf die Schnarchnasen zum ersten mal sehen welche das Haus bewohnen. Auffällig hierbei ist der Vater (welcher neben der Waffe auch den vollen Durchblick hat und äußerst bizarre Augenbrauen) und sein Schwiegersohn (welcher ein richtiger Schlingel ist, denn dieser hat was mit beiden Töchtern der Familie am laufen). Der Rest der Familie besteht aus einem bettlägerigen, bibelfesten Großvater, einem Sohn, den beiden Töchtern und der Mutter. Also eine gesellige Runde... Mitnichten, die Figuren sind schon oft dagewesen und sind einmal mehr dummes Kanonenfutter. Denn dank des „genialen“ Twists erfahren wir das der Sohn schon vor Stunden gebissen wurde. Natürlich ist Hilfe sinnlos und so verwandelt er sich in den ersten Zombie in den eigenen vier Wänden. Der Schwiegersohn wird von ihm natürlich gebissen und so langsam gerät die Taktik sich zu verschanzen ins wanken. Umgebracht werden darf natürlich keiner von ihnen, mehr als einmal hört man das Superargument: „Sie sind Familie!“. Das Allheilmittel gegen die Untoten heißt also Familie statt eine Kugel zwischen die Augen. Doch das ist nicht alles, der Film will wirklich mehr sein als er eigentlich ist. Man setzt also nicht nur auf Nächstenliebe. Im späteren Verlauf beschließt der Vater nämlich mit dem Auto doch mal Hilfe zu holen. Neben den Zombies begegnen ihm mitten auf dem Feldweg bei kompletter Dunkelheit (!) eine Horde Jugendlicher. Diese haben natürlich nichts besseres zu tun als den alten aus dem Wagen zu zerren und mit dem geklauten Auto über seine Beine zu rollen. Im Vorfeld haut noch einer der Dumpfbacken raus dass das genauso wird wie Modern Warfare. Richtig peinlich wird es als die Bande am Haus der Familie ankommen und die Mutter einen Warnschuss aus der Schrotflinte abgibt. „Genau wie in CoD!“ ist der Ausruf eines Jugendlichen der sichtlich beeindruckt ist. Versteckte Gesellschaftskritik das Spiele gewalttätig machen oder gar das CoD dumm macht? Was auch immer der Grund war so einen Unsinn in den Film einzubauen, wirklich viel Sinn macht es nicht und lässt das Gesamtwerk noch lächerlicher aussehen als ohnehin schon. Der Schluss ist dann fast aus dem großen Vorbild abgekupfert... Neue Einfälle kann man hier mit der Lupe suchen.

Um uns nicht länger mit dem „Inhalt“ auseinanderzusetzen kommen wir zu den Zombies. Diese haben dank des offenkundig schmalen Budgets auch eine Sparmaske bekommen. Ein paar Kontaktlinsen und etwas Kunstblut im Gesicht machen noch keinen Zombie. Nö, das gefällt mir nicht auch wenn man das Budget vor Augen hat. Das haben ganz andere besser hinbekommen. Etwas handgemachten Gore gibt es zwar auch zu sehen aber das macht den Film nicht besser.

Night of the Living Dead: Resurrection kann man sich echt sparen. Schlechte Darsteller, blöde Story und Figuren runden das Bild ab. Hinzu kommen Zombies als Billigvariante. Muss man nicht gesehen haben und darf ruhig weiter in der Wühlkiste verweilen. Dort habe ich den Film mittlerweile schon häufiger gesehen. Investiert eure Zeit und Geld in die Klassiker des Genres.

1/10
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