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Universal Soldier: Day of Reckoning

Herstellungsland:USA (2012)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Action, Horror, Science-Fiction,
Thriller, Mystery
Alternativtitel:Universal Soldier: A New Dimension
Universal Soldier 4
Universal Soldier IV: Tag der Abrechnung
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,57 (76 Stimmen) Details
inhalt:
Vermummte Männer setzen John (SCOTT ADKINS) außer Gefecht. Hilflos muss er mit ansehen, wie einer von ihnen seine Maske abnimmt, sich als Luc Deveraux (JEAN-CLAUDE VAN DAMME) zu erkennen gibt und seine Frau und seine Tochter kaltblütig ermordet. Obwohl von schwersten Alpträumen geplagt, schwört der wieder genesene John Rache und macht Jagd auf den vermeintlichen Killer. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf Hinweise auf ein mysteriöses Programm, das sich Universal Soldier nennt. Immer weiter arbeitet er sich an die Killer heran – ahnt aber nicht, er auf eine falsche Fährte gelockt wird: Teil eines größenwahnsinnigen Plans des Abtrünnigen Andrew Scott (DOLPH LUNDGREN), der die Universal Soldiers befreien und mit ihnen die Weltmacht übernehmen will.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von inferis:

"Da sind Monster im Haus."

John erwacht in seinem Schlafzimmer, seine Tochter hat ihn geweckt. "Da sind Monster im Haus", sagt sie. John steht auf und verspricht nachzusehen. Doch zuerst geht er ins Bad und wäscht kurz sein Gesicht. Dann begibt er sich in die Küche, doch als er die Tür öffnet, sieht er drei vermummte Gestalten vor sich. Einer von ihnen hält ein Brecheisen und er schlägt zu. Nach einigen Hieben werden John's Frau und seine Tochter in die Küche gezerrt. Einer der Einbrecher zieht eine Waffe und nimmt seine Maske ab. Er erschießt zuerst die Frau und nach kurzem zögern richtet er die Waffe auf die Tochter...

John erwacht nun in einem Krankenhaus. Ein FBI Agent fragt ihn nach den Ereignissen in dieser Nacht. An irgendetwas anderes kann er sich auch nicht erinnern. Der Agent zeigt ihm ein Foto von einem Mann. Es ist derjenige, der ihn überfallen hat. Er ist der Mörder seiner Familie. Er ist Luc Devereaux (Jean Claude Van Damme).

Universal Soldier ist schon immer eine sehr brutale und blutige Reihe gewesen, die aber schon recht schnell von einem eigentlich recht vielversprechend Weg abgekommen ist. Hier hätte ein Franchise von herrlich bescheuerten hochglanz B-Movies entstehen können. Hat es aber nicht. Also gab es eine Reihe von mehr oder weniger erfolgreichen Low Budget und Fernsehfilmen. Doch dann kam mit Regeneration ein Quasi-Reboot, das man als ein Comeback zählen kann. Mehr als solide Action, die Rückkehr von Van Damme und Lundgren in den Hauptrollen und deren Kampf gegeneinander konnte Fans überzeugen. Zumindest für eine Direct-to-Video Umsetzung und einen Film der beiden Actionhelden (besonders Lundgren) in zu dieser Zeit. Und der Streifen war wohl auch ein recht ansehnlicher Erfolg, den bald darauf folgte auch schon Day of Reckoning. Dieser steuert in eine komplett andere Richtung als die anderen Teile. Doch ist das auch gut?

Nun, eigentlich schon. Scott Adkins übernimmt diesmal die Hauprolle (YES) und Lundgren ist natürlich der Schurke. Aber auch Van Damme ist diesmal scheinbar der Bösewicht, etwas gewöhnungsbedürftig, aber das führt zumindest zu einem Kampf zwischen Van Damme und Adkins. Das ist auch eine grandiose Idee, den bei beiden habe ich immer wieder einen Gedanken: Armer Stuntman. Ich bin mir fast schon sicher das Van Damme vielleicht einen Stuntman in der Kickboxer über den Jordan geschickt hat und auch bei Adkins mache ich mir um seine Gegner Sorgen (zumindest wenn er enfesselt wird, wie hier im großen Finale). Die Kämpfe der beiden sind meist top choreographiert und wenn sie richtig in Szene gesetzt werden, versteht man, warum sie so viele Fans haben. Und hier ist zum Glück beides der Fall.

Die Story ist, zumindest für mich, eine angenehme Überraschung. Es gibt immer wieder falsche Fährten und die Wahrheit wird erst am Ende offenbart. Die Story ist hier eher als düsterer und extrem brutaler Psychothriller angelegt. Hier wird aber auch eine Menge Abwechslung in Sachen Action geboten. Es gibt Verfolgungsjagden, Prügeleien und Schießereien (leider wird bei CGI-Splatter mal wieder kein Blut auf den Wänden und Boden gezeigt und auch manche Verletzungen sind nicht völlig überzeugend) und sogar einen Kampf mit Macheten. Besonders die Verfolgungsjagden und die späteren Kämpfe sind sehr gut gelungen.

Aber gehen wir zu den Negativ Punkten über, den die gibt es hier auch. Es ist immer schade wenn Van Damme wenig genutzt wird in einem Film. Aber ihn als Schurken nicht öfter zu zeigen ist schon fast ein Verbrechen (auch wenn das später natürlich relativiert wird, also sein Schurkentum) und leider ist die Auflösung der Story am Ende doch etwas simpler, als ich mir erhofft habe. Es gibt zwar einige nette Wendungen und es ist recht interessant erzählt, aber es wirkt manchmal so als würde man sich die Vorgeschichte oder eine Nebenhandlung in Spielfilmlänge zum nächsten Teil ansehen. Das hat aber vor allem mit dem neuen UniSol Projekt zu tun und dem neuen Protagonisten. Richtig genervt hat mich aber das grelle aufleuchten und Summen bei den Psychedelischeren Szenen (denn hier gibt es nicht nur Action, sondern, wie bereits erwähnt, auch Psychothriller und leichte Horrorelemente). Es hat micht echt etwas genervt. Und macht den Film zu einem absoluten No Go für Epileptiker bzw. Menschen die PRobleme mit flackernden grellen Lichtern haben.

Fazit: Ordentlicher, etwas anderer B-Movie Actionkracher der überraschend hochwertig wirkt. 

8/10
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Kommentare

25.07.2020 21:52 Uhr - The Machinist
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Liest sich insgesamt als etwas schlechter wie deine abschließenden 8 Punkte, womit zumindest ich im Kontext dessen mit deiner gut geschriebenen Kritik einer Meinung bin.
Der Experimentalfilm-Touch steht ''Day of Reckoning'' sehr gut und erinnert fast mehr an einen Tsukamoto als an ''Universal Soldier''. Daraus ergibt sich aber auch die teils wirre Handlung, die irgendwie den nötigen Drive aus den knüppelharten Action-Sequenzen nimmt. Wäre selbst mit 7 Punkten dabei: Gerade der gewalttechnisch richtig üble Showdown, in dem sich Adkins durch stroboskopdurchflutete Korridore voller Wachmänner schlachtet, ist mir bis heute in Erinnerung geblieben.
Ist ein cooler Film, der sich was traut. Ich selbst tendiere allerdings eher zu den recht ähnlich gelagerten Genre-Krachern ''Hardcore Henry'' und ''Upgrade''.

26.07.2020 08:14 Uhr - sonyericssohn
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Den hab ich nie gesehen. War nach -Regeneration- raus, da die Reihe mir nichts mehr gab.
Schön verfasste Kritik, aber nix mehr für meinen Gusto ;-)

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