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Eintrag: 06.06.2016

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Der Hauch des Todes

(Originaltitel: The Living Daylights)
Herstellungsland:Großbritannien (1987)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Thriller
Alternativtitel:James Bond 007 - Der Hauch des Todes

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,90 (25 Stimmen) Details
inhalt:
Der neue Bond – gefährlicher denn je. "Tod den Spionen" heißt das finstere Projekt, das jemand im KGB ersonnen hat, um das internationale Gleichgewicht zu erschüttern. Als erstes soll die Doppel-Null-Abteilung ausgelöscht werden. Doch Superagent 007 vereitelt eine Katastrophe. KGB-Überläufer Koskov informiert den britischen Geheimdienst über die angeblichen Drahtzieher des Mordkomplotts und lockt James Bond damit nach Afghanistan und direkt vor die Läufe von Waffenhändler Whitaker und seiner Killermaschine Necros. In den aufregendsten Action-Minuten der letzten Filmjahre schlägt Bond jedoch gegen den schurkischen Plan unerbittlich zurück.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                 JAMES BOND 007 - DER HAUCH DES TODES

Mit Im Angesicht Des Todes (1985) gab Roger Moore seine Abschiedsvorstellung als James Bond. Vielleicht ein wenig zu spät, denn der damals 58jährige Moore war definitiv zu alt für die Rolle des 007. Also begann die fieberhafte Suche nach einem Nachfolger, die – wie immer - von der Presse befeuert wurde, die potenzielle Bond – Darsteller im Wochentakt benannte. So soll z.B. der Australier Mel Gibson (Lethal Weapon – Zwei Stahlharte Profis, 1987) ebenso im Gespräch gewesen sein wie Sam Neill (Jurassic Park, 1993), mit dem immerhin Probeaufnahmen gemacht wurden. Auch Pierce Brosnan wurde für die Rolle ins Auge gefasst. Da Brosnan vertraglich an die TV – Serie Remington Steele gebunden war, konnte er die Rolle des Bond nicht annehmen, so dass Timothy Dalton das Rennen machte – man wollte ihn bereits für Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1968) haben, doch damals dachte Dalton, er sei zu jung für die Rolle.

Für Daltons Bond – Einstand schrieben Richard Maibaum, der 007 – Stammdrehbuchautor, und Produzent Michael G. Wilson ein Drehbuch, das in den ersten Minuten auf der Ian Fleming – Kurzgeschichte The Living Daylights basiert, dann aber eine eigenständige Richtung einschlägt. Der Bezug zum Titel wird durch Bonds Aussage „I must have scared the living daylights out of her“hergestellt, während es in der deutschen Fassung heißt, dass die (vermeintlich) feindliche Scharfschützin „bestimmt den Hauch des Todes“ gespürt hat, womit eine Brücke zum deutschen Titel geschlagen wurde.

Neben Timothy Dalton gab es weitere Neuzugänge: Maryam d´ Abo (White Nights – Die Nacht Der Entscheidung, 1984), die ursprünglich nur als Partnerin für Probeaufnahmen mit Pierce Brosnan engagiert worden war, erhielt den Zuschlag als neues Bondgirl. Jeroen Krabbe (The Punisher, 1989) spielte den Gehilfen des eigentlichen Bondschurken, dargestellt von Joe Don Baker (Der Große Coup, 1973). Mit John Rhys – Davies verfügte der Film über ein weiteres prominentes Cast – Mitglied, das u.a. durch Steven Spielbergs Jäger Des Verlorenen Schatzes (1981) bekannt geworden war. Mit Desmond Llewelyn als Q war der einzige Schauspieler an Bord, der 007 - von zwei Einsätzen abgesehen – von Anfang an begleitet hatte, und Robert Brown hatte die Rolle des M auch mehr als einmal gespielt. Und auch Walter Gotell war ein alter Bekannter: Seine Figur General Gogol kannte man bereits aus James Bond 007 – Filmen wie Der Spion, Der Mich Liebte (1977)  und Octopussy (1983).

Die Regie des Films übernahm John Glen, der sämtliche James Bond 007 seit 1981 gedreht hatte. Das Budget des Films betrug die für damalige Verhältnisse astromomische Summe von 40 Millionen Dollar. Gedreht wurde in London, Wien, Gibraltar und Marokko. 

In Der Hauch Des Todes soll James Bond (Timothy Dalton) dem KGB – General Georgi Koskov (Jeroen Krabbe) zur Flucht in den Westen verhelfen, da er über wichtige Informationen über General Leonid Pushkin (John Rhys – Davies) verfügen soll. Die Flucht nach England gelingt zunächst, doch kurz nach seiner Ankunft wird Koskov entführt. Bond stellt eigene Ermittlungen an und erfährt, dass Koskov mit dem in Tanger lebenden Waffenhändler Brad Whitaker (Joe Don Baker) zusammenarbeitet, der mit KGB – Geld Opium in großem Stil kaufen will. Hilfe bekommt Bond dabei nicht nur von seinem Kollegen Saunders (Thomas Wheatley), sondern auch von Koskovs Freundin, der Cellistin und vermeintlichen Auftragskillerin Kara Milovy (Maryam d´ Abo) …

Der Hauch Des Todes ist nach den vielen eher humorvollen Roger Moore – Bonds eine erfrischende Rückkehr zu den Wurzeln der Filmserie, denn Timothy Dalton ist – ähnlich wie Sean Connery - ein erfreulich ernster, harter Bond, obwohl sein 007 – Einstand (wie Connerys 007 - Filme) natürlich nicht frei von Humor ist. Außerdem ist Dalton ein guter Schauspieler, wie es vor ihm Connery und nach ihm Daniel Craig war. Im Gegensatz zu  Moore, der selbst zugab, keineswegs der größte Schauspieler aller Zeiten zu sein, bietet Timothy eine mimische Bandbreite, wie man sie von einem 007 – Darsteller nicht unbedingt erwarten konnte. Dalton überzeugt nicht nur in den Actionszenen, sondern auch in den Sequenzen mit der attraktiven Maryam d´ Abo, in denen er den romantischen Liebhaber spielt, oder in den Szenen mit seinen pedantischem Kollegen Saunders, in denen Dalton eine deutliche Gleichgültigkeit gegenüber seinem Job zeigt. Dalton zeigt alles – Sehnsucht, Frust, Verliebtheit … und Aggressivität – z.B., wenn er einen Luftballon mit der Aufschrift Smiert Spionem , einem zentralen Motiv des Films, zerdrückt...ein wahnsinnig starker Moment! Schauspielerisch war Timothy Dalton ein enormer Gewinn für die James Bond 007 – Reihe und es ist wirklich jammerschade, dass er nur zwei Bond – Filme machte.

Aber nicht nur Dalton überzeugt(e) in seiner Rolle. Obwohl Maryam d´ Abos Rolle eher undankbar ist und (auf den ersten Blick) eines braven Hausmütterchens entspricht, füllt sie diesen Part perfekt aus, zumal die Figur später doch noch mehr Profil entwickelt. Trotzdem kann man bemängeln, dass ihre Figur – im Vergleich zu Bondgirls wie Pussy Galore (Honor Blackman) oder Anya Amasova (Barbara Bach) -  emanzipatorisch gesehen ein deutlicher Rückschritt ist. Hierbei könnte aber auch die Entscheidung eine Rolle spielen, auf die Krankheit AIDS zu reagieren, weshalb Bond, der sonst jede Frau vernascht hat, die nicht bei „drei“ auf den Bäumen war, hier erstaunlich monogam agiert.

Auf der Gegenseite brillieren Jeroen Krabbe und Joe Don Baker. Krabbe bietet eine überzeugende Leistung als schmieriger Überläufer, für den das Wort Opportunist erfunden wurde, und auch Baker punktet in der Rolle des großen Schurken, der – im Gegensatz zu seinem Ruf – noch nicht einmal eine militärische Laufbahn hinter sich gebracht hat.

Auch in den Nebenrollen ist Der Hauch Des Todes gut besetzt. Neben dem unverwüstlichen Desmond Llewelyn, der wieder einmal eine tolle Darstellung als Q gibt, überzeugen auch Robert Brown und Walter Gotell in den ihnen angestammten Rollen. Einen weiteren Pluspunkt verdient die niedliche, attraktive Caroline Bliss als Miss Moneypenny, die gut in die Serie passt und bei der es schade ist, dass sie nur in zwei Bond – Filmen zu sehen war.

Aber was wäre ein James Bond  - Filme ohne bahnbrechende Actionszenen? Was Action angeht, zieht John Glen – wie auch in den meisten „ruhigen“ Szenen des Films – alle Register seines Könnens und macht vielen aktuellen Actionfilm – Regisseuren etwas vor. Schon die Auftaktsequenz mit ihren Fallschirmsprüngen und der ausladenden Verfolgungsjagd erfüllt alle Ansprüche, die man an gehobene Actionkost haben kann. Darüber hinaus gibt es immer wieder abwechslungsreich inszenierte Actionszenen mit z.T. haarsträubenden Stunts in der Tradition der Serie, die in einen hervorragenden Showdown gipfeln. Obwohl sämtliche Actionszenen spektakulär sind und erkennen lassen, warum das Budget des Films 40 Millionen Dollar betrug, sind sie erfreulich bodenständig – hier gibt es keine explodierenden Kugelschreiber, Laserstrahlen oder Ausflüge ins All. Selbst der mit allerlei Gadgets ausgestattete Aston Martin V8 Vinage wirkt trotz aller Gadgets relativ bodenständig, wenn man die Moore – Bonds bedenkt. Trotzdem, oder gerade deshalb gehört die Actionszene, in der der Aston Martin zum Einsatz kommt, zu den Highlights des Films.

Der Hauch Des Todes gehört zu den besten Bond – Filmen überhaupt und ist ein absolutes Highlight der Serie mit einem Hauptdarsteller, der sich wieder an den Wurzeln der Serie orientiert.

9/10
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Kommentare

07.06.2016 00:15 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 20
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 8.898
Tolle Kritik in deinem typischen Stil und mit vielen interessanten Hintergrundinfos Punisher. Dalton ist mein liebster Bond Darsteller und ich finde es auch sehr schade, dass er nur in zwei Teilen 007 verkörpert hat. Besonders Lizenz zum Töten ist ein großartiger Film bei dem fast alles stimmt. In Hot Fuzz liefert Timothy Dalton übrigens auch eine tolle Performance als Bad Guy.

07.06.2016 08:22 Uhr - JasonXtreme
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Erstklassige Arbeit! Und Dalton ist für mich nach Connery auch der beste Bond gewesen. Craig ist auch gut, aber eben anders und aktueller. Moore mag ich sehr gern, auch seine Bonds sind gut, aber er ist halt eher der klamaukige

07.06.2016 17:51 Uhr - Punisher77
2x
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Vielen Dank euch Zweien!
Dalton war wirklich ein toller Bond. Schade, dass sich da irgendwelche Rechtsstreitigkeiten so lange hingezogen haben, so dass Dalton irgendwann keinen Bock mehr hatte zu warten.

@Horace:
"Hot Fuzz" finde ich super und gebe Dir voll und ganz Recht - Dalton als Bad Guy ist unschlagbar!

@Jason:
Hast Recht, es gibt auch etliche gute Moore-Bonds wie "Der Spion, Der Mich Liebte" und "In Tödlicher Mission", die ich super finde, "Moonraker" war mir dagegen zu klamaukig, wenn auch recht unterhaltsam. Aber dass Moore der "Spaß-Bond" war, passte gut zu ihm.

07.06.2016 18:34 Uhr - Dr. Jones
Mein mich zu erinnern das seinerzeit auch Gerald McRaney ( Simon & Simon ) auch als Bond kurz im Gespräch war .

Eine richtig fiese Agentenrolle hatte T. Dalton später auch in " The Rocketeer " grandios gespielt . Wirklich schade das er nur 2 Bonds gedreht hat . Ich glaube auch das sich T. Dalton damals eher als Bühnen und Theaterschauspieler gesehen hat als ein dauerhafter Bond Darsteller .

Ja und Roger Moore war halt der Bond der Siebziger . Passt wie'n Faustschlag in die Terence Hill und Bud Spencer Ära ;)

Geschmeidig zu lesen dein Review.

Der Bond Song kam im übrigen von " A-ha"





07.06.2016 20:42 Uhr - sonyericssohn
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Erfahrungspunkte von sonyericssohn 6.759
Geile Kritik zu einem der besten (neuen) Bonds. Kann mich leider mit Craig gar nicht anfreunden und fand Brosnan madig. Sagte ich irhendwann schon mal so in der Art. Dalton hätte in meinen Augen weitermachen können und auch sollen...

@Dr. Jones
Den Song fand und find ich sehr geil ! Hatte ihn mir danals auf ner Single zugelegt. Lief rauf und runter. Runter klang aber komisch... ;-)

https://m.youtube.com/watch?v=de2rBeWNgFo

07.06.2016 21:58 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank, Dr. Jones und Sony.

@Dr. Jones:
Der Spencer/Hill-Vergleich ist gar nicht mal so verkehrt, was die Ära angeht. Den Song hab ich völlig vergessen - muss dabei aber zugeben, dass ich den ziemlich grottig finde :-(

08.06.2016 22:17 Uhr - sonyericssohn
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So, jetz hosd den Dreg im Schachtal ! Hab mir heute den Streifen wieder mal ansehen müssen. Auf Grund deiner Kritik. Der Film is sooo geil !

09.06.2016 21:32 Uhr - Punisher77
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Freut mich sehr, dass mein Review Dich dazu gebracht hat, Dir den Film mal wieder anzusehen. Ich gönne mir den Film auch immer mal wieder , zusammen mit "Lizenz Zum Töten".

09.06.2016 22:03 Uhr - sonyericssohn
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Erfahrungspunkte von sonyericssohn 6.759
Lizenz zum Töten ist für mich ein Bond der etwas aus der Reihe tanzt. Hat diesen -gewollten- Racheaspekt. Ungewohnt aber toll. Nut ein wenig Bond untypisch. Macht ja nix ;-)

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