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Deadlight

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,33 (3 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Randall Wayne, ein zäher Vietnamveteran, muss Mitte der 80er Jahre in einer von Untoten besiedelten Kleinstadt in der Nähe Seattles um sein nacktes Überleben kämpfen. Die Städte sind zerbombt und geplündert, an jeder Ecke lauern Gefahren in Form von tiefen Abgründen und den Schatten. Die Schatten sind zombieähnliche Wesen, die sich nach einem Angriff auf Polen, wo es einen Chemieunfall gab, wie ein Virus auf der Welt verbreitet haben. Zug guter Letzt verliert er im Evakuierungsdurcheinander seine Frau mit Kind. Die Mission ist hiermit gegeben, mache dich auf die Suche und laufe dabei durch ein gnadenloses, mit Fallen gespicktes Endzeitszenario. ()

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von s.k.:

Würde „Deadlight“ nicht auf den Namen „Deadlight“ hören, es würde sich perfekt als actionreiche Spielkost fürs „The Walking Dead“-Franchise anbieten und eine – auch storymäßig - gute Genre-Alternative zu Telltales interaktiven Filmen bilden. Klar, das menschliche Drama des Comics, der gleichnamigen Serie und des schon genannten, storylastigen Light-Adventures fehlt ihm zuweilen, Horror-Flair hat es dafür noch und nöcher, und seine apokalyptische Kulisse kommt der von Robert Kirkman erschaffenen Endzeit-Welt sehr nahe. Optisch, akustisch wie spielmechanisch derart gelungen dass sich eigentlich so gut wie keine echten Kritikpunkte an diesem Sidescroll-Actioner finden lassen, der aufgrund seiner Spielweise nicht von ungefähr an „Another World“ oder „Flashback“ erinnert. Wenn dieser spielbare Horror bloss länger als nur mickrige 3 Stunden andauern würde… 

Als Randall Wayne durchstreift man die verwüstete US-Großstadt Seattle welche von Untoten - auch „Schatten“ genannt – überrollt wurde. Getrennt von anderen Überlebenden hat unser Held, der vor dem ganzen Unheil ein Ranger war, nur ein einziges Ziel: Seine Frau und seine Tochter wiederzufinden. Heerscharen von „Schatten“ und nicht minder gefährliche Paramilitär-Einheiten können und werden ihn dabei nicht aufhalten…

Kurz und knapp zusammengefasster Plot, welcher im Spiel trotzdem seine volle atmosphärische Wirkung erreicht, auch weil die Spielekamera beim Durchschreiten von Seattle mit reiner Bildersprache ihre eigene, beklemmende Geschichte erzählt. Menschenleere Straßen, überall herrenlose Fahrzeuge, verlassene Häuser, Leichen über Leichen… Ein von Zerstörung gezeichneter Ort in dem nur noch der Tod und eben die Zombies allgegenwärtig sind.

Level für Level passiert Randall diese Hölle auf Erden. Er schreitet von Haus zu Haus, klettert oder springt von Ebene zu Ebene, hangelt sich an Seilen und Kabeln entlang, öffnet verschlossene Türen mit der Wucht seines eigenen Körpergewichts. Und immer wieder versperren ihm die Schatten den Weg. Einzelne Exemplare werden mit der Axt umgehauen, im Notfall via Kopfschuss mit dem Revolver oder Schrottflinte erledigt, sofern es die spärlich vorhandene Munition erlaubt. Sind es zuviele geht noch die Flucht nach vorne, und wenn die verbrecherische Miliz „New Order“ uns per Helikopter jagt hilft nur noch eines: Rennen, rennen, rennen. Im späteren Spielverlauf leistet außerdem eine Zwille beim (Aus)Lösen von Mechanismen und eingepflochtenen Rätseln treue Dienste.
Die fürs Gamepad ausgelegte Steuerung ist gut durchdacht und mit etwas Übung gut beherrschbar, kann aber auch nach eigenem Belieben angepasst werden. Um einige Trial-and-Error-Momente wird man dennoch nicht herum kommen, weil immer wieder zeitkritische Situationen um schnelle Reflexe und pixelgenaue Sprünge bitten. Alles in allem halte ich „Deadlight“ trotz einiger kniffeliger Passagen für einen durchweg fairen Titel.

Die grafische Wiedergabe erfolgt über die Unreal3-Engine. Das Besondere hierbei ist dass die Engine zur Darstellung quasi-räumlicher 2D-Welten genutzt wird, was bei ihr eher selten der Fall ist, wo sie doch sonst hauptsächlich für richtige 3D-Landschaften und -Charaktere verwendet wird. Was die Leute von Tequila Works damit auf die Beine gestellt haben ist beeindruckend und schaurig zugleich. Mit vielen optischen Kunstgriffen und dem Spiel von Licht sowie Schatten erzeugen sie ein glaubwürdiges düsteres Szenario; die „Schatten“ sind wortwörtlich so zu beschreiben, man erkennt nur ihre schwarzen Umrisse und die blutgierig-roten Augen, sie laufen von beiden Seiten auf Randall zu, kommen aber auch direkt aus dem Bildhintergrund nach vorne angeschlurft. Ein sehr schöner räumlicher Effekt der auch vordergründige Objekte, Fahrzeuge und Gebäude miteinbezieht. Generell sind alle Levels in Sachen Landschaft sehr abwechslungs- und detailreich, wirken außerdem dank kleinerer wie größere Vorder-/Hintergrund-Animationen und –Bewegungen immerzu lebendig. Sehr imposant vor allem: Randalls Flashback, bei dem das gesamte Bild verzerrt, verdreht und durch Unschärfen und Farbübersättigung stark verfremdet wird. Begleitet wird dieser visuelle Alptraum durch einen mal schwermütigen, an anderer Stelle stark aufpeitschenden Soundtrack, während die Soundeffekte satt und/oder unheimlich aus den Boxen nach draußen dringen. Die ausschließlich englische Sprachausgabe passt, allenfalls der Stimmgeber des Protagonisten steigert sich für meinen Geschmack eine Spur zu sehr in die verantwortliche Rolle hinein. 

Fazit:
Ein sehr spannender und schön anzusehender Mix aus Jump’n Run, Schießereien, Gehaue und etwas Knobelei. Einzig ein wesentlich größerer Spielumfang wäre wünschenswert, ich selbst musste mich nach Jahren nochmal über nen zweiten Durchlauf davon überzeugen ob es wirklich so arg kurz ist wie ich meinte... Meine Erinnerungen haben mich nicht getrügt. :/
Da Steam „Deadlight“ regelmäßig für 2-3 Euro raushaut, kann ich nur zum Kauf raten. Für das kleine Geld ist dieses Spiel nicht zu teuer.

8/10
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