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Horace Pinker
Level 21
XP 9.043
Eintrag: 03.06.2016

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Masters of Horror - The Black Cat

Herstellungsland:USA, Kanada (2007)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Alternativtitel:Masters of Horror
Masters of Horror:The Black Cat
The Black Cat

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,67 (9 Stimmen) Details
inhalt:
E. A. Poe (Jeffrey Combs) hat zu wenig Geld, und er muss seine Leidenschaft als Poet an die Erwartungen des Verlegers anpassen.Er verzweifelt an dem Druck und trinkt sich in den Bankrott. Zu alle dem erkrankt seine Frau auch noch an Schwindsucht. Poe akzeptiert sein Schicksal nicht, und er kann seiner Wut nicht mehr Herr werden. Als er sich dann immer mehr betrinkt, verwischen sich seine Horrorgeschichten zunehmend gefährlich mit der Realität.
eine kritik von horace pinker:

The Black Cat ist die 11 Episode der 2. Masters of Horror Staffel. Wie bereits bei Dreams in the Witchhouse ist diesmal erneut Stuart Gordon (Fortress, Dolls) für die Regie verantwortlich. Der Schriftsteller Edgar Allan Poe lebt in Armut und zudem ist seine Frau Virginia schwer erkrankt. Um etwas Geld zu verdienen muss er dringend eine neue Geschichte verfassen, allerdings leidet er an einer Schreibblockade.

Zuschauern die mit Poes Biografie vertraut sind fällt sofort positiv auf, dass Gordon über die Materie Bescheid weiß und viele Ereignisse aus Poes Leben im Film Erwähnung finden, um nur einige Beispiele zu nennen wird hier Poes tatsächliche schwere Alkoholsucht, sowie die Tuberkuloseerkrankung seiner jungen Ehefrau Virginia, die tragischer Weise bereits im zarten Alter von 24 Jahren verstarb thematisiert. Zudem wurden auch andere tatsächliche historische Persönlichkeiten mit denen Poe im Kontakt stand, u.a. sein Verleger und der mit Edgar verfeindete Autor Rufus Griswold, gekonnt in die Handlung mit einbezogen. Dazu beigemischt werden Elemente aus Poes bekannter Kurzgeschichte „The Black Cat“ (deutscher Titel „Der schwarze Kater), wobei diese recht werkgetreu umgesetzt wurde und Kenner des zugrundeliegenden literarischen Textes bemerken, dass trotz einigen kleineren Abänderungen (so besitzt der Protagonist in Poes Werk z.B. noch einige zusätzliche Tiere, so u.a. einen Affen und einen Hund) alle Schlüsselszenen auch in der filmischen Umsetzung vorhanden sind und am Ende sogar die wortwörtlichen Dialoge aus dem Buch übernommen werden. Durch eingeschobene Imaginationen Poes (etwa wenn er sich vorstellt seinen Verleger zu erdrosseln) verschwimmt die Unterscheidung zwischen Realität und Fantasie, so das das Ende für die meisten auch recht überraschend sein dürfte. Ebenfalls ausgezeichnet gelungen sind die Kulissen und die Kleidung der Darsteller, so fühlt man sich tatsächlich ins Philadelphia des Jahres 1840 zurückversetzt. Ebenfalls passend ist die von Gordon verwendete Optik, so wirkt das Bild farbentsättigt und teilweise beinahe schwarz-weiß (ursprünglich sollte die Folge tatsächlich komplett in schwarz-weiß gedreht werden, dies wurde allerdings vom Sender verboten). Kontrastiert wird dies durch den Einsatz bestimmter Farben, die durch die monochrome Umgebung besonders hervorstechen, so etwa das leuchtende rot des Blutes oder die grünen Augen des Katers. Ebenfalls ausgezeichnete Arbeit leisten die Maskenbildner, denen es gelingt mithilfe einer künstlichen Nase und einer Perücke Hauptdarsteller Jeffrey Combs tatsächlich wie Edgar Allan Poe erscheinen zu lassen, so das er kaum wiederzuerkennen ist. Auch wenn der Fokus klar auf Poes psychischen Leiden liegt, werden auch einige blutige Szenen geliefert, welche von der KNB EFX Group kompetent umgesetzt wurden. Besonders herausstechend ist dabei eine Kopfspaltung, welche recht explizit und ekelerregend ausgefallen ist. Auch zu erwähnen ist der Score, welcher passend zur Filmhandlung von etwas melancholisch klingender Klaviermusik dominiert wird. Erwähnenswert ist auch noch die bemerkenswerte Tierdressur, so wurden in dem Film mehrer speziell trainierte Katzen eingesetzt.

Auch vor der Kamera kann die Umsetzung durchweg als gelungen angesehen werden. Besonders heraus sticht Jeffrey Combs (Re-Animator Trilogie, From Beyond) in der Rolle des Edgar Alla Poe. Er schafft es die verschiedenen Aspekte von Poes Persönlichkeit glaubwürdig zu verkörpern und die Figur so zum Leben zu erwecken.  Besonders herausstechend portraitiert er dabei Poes innere Zerrissenheit, welche er schon gekonnt durch seine Mimik deutlich macht, schafft es aber auch seinen Jähzorn sowie seine Betrunkenheit adäquat darzustellen. An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass ich etwaigen Interessenten dank Combs authentischen Südstaatendialekt dringend dazu rate sich den Film mit O-Ton anzusehen. Ihm zur Seite steht Elyse Levesque (The Originals, Transporter the Series) als Poes Ehefrau Virginia. Neben ihrem attraktiven Äußeren schafft sie es auch in der Charakterisierung ihrer Rolle zu überzeugen, wobei sie es schafft die Feinfühligkeit und Sensibilität sowie die tiefe Liebe zu Edgar deutlich zu machen. Auch schafft sie es die Symptome der Tuberkulose glaubwürdig zu verkörpern. Auch in der Nebenrollen agieren alle Akteure überzeugend und es sind keinerlei Totalausfälle zu vermelden.

In Deutschland erschien The Black Cat ungekürzt mit einer FSK 16 Freigabe.

Stuart Gordon ist hier ein kleines Meisterwerk gelungen, welches insbesondere Fans von Poes literarischen Oeuvre (den Autoren mit eingeschlossen) begeistern kann, allerdings auch für Zuschauer die sich bisher nicht mit dem Autor befasst haben spannende Unterhaltung liefert. Dafür vergebe ich 9/10 schwarzen Katzen.

 

Zusatzinfos zu Edgar Allan Poe: Poe wurde 1809 in Boston geboren. Bereits in seiner Kindheit hatte er es nicht leicht, da sein Vater die Familie im Stich ließ und seine Mutter verstarb als Edgar gerade einmal 2 Jahre alt war. Als Erwachsener widmete sich Poe der Schriftstellerei, so verfasste er neben seinen Kurzgeschichten auch Gedichte (u.a. Der Rabe), Essays und Literaturkritiken. Unglücklicherweise wurde er auch weiterhin von Schicksalsschlägen verfolgt, so hatte seine Frau Virginia eine schwache Konstitution und verstarb bereits mit Mitte 20. Durch die Krankheit seiner Frau in den Alkoholismus getrieben, hatte Poe zudem enorme finanzielle Schwierigkeiten, da er für den Verkauf seiner Geschichten nur geringe Geldbeträge erhielt. Hinzu kommt, dass seine Werke zu seinen Lebzeiten nur wenig Wertschätzung erfuhren und er von seinen literarischen Gegnern verleumdet wurde. 1849 verstarb Poe schließlich unter mysteriösen und bis heute ungeklärten Umständen, welche Anlass für wilde Spekulationen und Theorien sind. Nach seinem Tod begann sein Werk eine höhere Popularität zu erlangen und heute gilt Edgar Allan Poe als einer der klassischen Autoren der amerikanischen Literatur und seine Werke gehören zum Unterichtsstoff an amerikanischen Schulen. Zudem hatte er auch einen großen Einfluss auf das Horrorgenre (so berufen sich u.a. Autoren wie H.P. Lovecraft oder Stephen King auf sein Werk) und gilt zudem als Erfinder des modernen Detektivromans, der durch die Schöpfung seiner Figur Auguste Dupin (in den Kurzgeschichten The murders in the Mue Morgue, The Mystery of Marie Roget und The purloined letter) Arthur Conan Doyle zu der Erschaffung von Sherlock Holmes inspirierte.

9/10
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Kommentare

03.06.2016 09:02 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 14
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Da bleibt einer am Ball- gut so!

Die Folge hört sich reizvoll an. Als Alkoholiker konnte Combs ja schon einmal in "Castle Freak" üben;-)

03.06.2016 09:13 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 21
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 9.043
03.06.2016 09:02 Uhr schrieb dicker Hund
Da bleibt einer am Ball- gut so!

Die Folge hört sich reizvoll an. Als Alkoholiker konnte Combs ja schon einmal in "Castle Freak" üben;-)

Vielen Dank, es freut mich das ich dich abermals überzeugen konnte. Die Episode kann ich dir auch wärmstens empfehlen, insbesondere wenn du dich für Poes Geschichten begeistern kannst.

03.06.2016 10:36 Uhr - leichenwurm
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Diese Folge kenne ich bisher noch nicht. Hört sich aber interessant an. Könnte die Scharte wieder auswetzen, die der äusserst mittelmäßige "The Raven" mit John Cusak als Poe hinterlassen hat... ;-) ! Und mit namhaften Schriftsteller-Rollen kennt sich Jeffrey Combs ja aus... H.P. Lovecraft im Episoden-Horror-Schmuckstück "Necronomicon" war er ja auch schon... ;-) !

03.06.2016 15:37 Uhr - Horace Pinker
User-Level von Horace Pinker 21
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 9.043
03.06.2016 10:36 Uhr schrieb leichenwurm
Diese Folge kenne ich bisher noch nicht. Hört sich aber interessant an. Könnte die Scharte wieder auswetzen, die der äusserst mittelmäßige "The Raven" mit John Cusak als Poe hinterlassen hat... ;-) ! Und mit namhaften Schriftsteller-Rollen kennt sich Jeffrey Combs ja aus... H.P. Lovecraft im Episoden-Horror-Schmuckstück "Necronomicon" war er ja auch schon... ;-) !

Danke dir. Wenn du dich für Poe interessierst und außerdem Jeffrey Combs magst kannst du hier nicht viel falsch machen :) Übrigens gibt es hiervon auch eine Verleihversion, falls du erst mal für 1 Euro reinschnuppern willst.

03.06.2016 16:31 Uhr - Punisher77
1x
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Diese Folge der "Masters Of Horror"-Reihe gehört auch zu meinen Highlights. Ein Highlight ist auch Dein -wie immer- lesenswertes, informatives Review, das alle Aspekte enthält, die man braucht, um sich einen ersten Eindruck über den Film zu machen.
Sehr gut finde ich auch, dass Du Dir am Ende noch die Mühe gemacht hast, Infos über E.A. Poe zusammenzutragen - Hut ab!!!

03.06.2016 17:11 Uhr - Horace Pinker
User-Level von Horace Pinker 21
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 9.043
03.06.2016 16:31 Uhr schrieb Punisher77
Diese Folge der "Masters Of Horror"-Reihe gehört auch zu meinen Highlights. Ein Highlight ist auch Dein -wie immer- lesenswertes, informatives Review, das alle Aspekte enthält, die man braucht, um sich einen ersten Eindruck über den Film zu machen.
Sehr gut finde ich auch, dass Du Dir am Ende noch die Mühe gemacht hast, Infos über E.A. Poe zusammenzutragen - Hut ab!!!

Vielen Dank für das Lob, es freut mich das dir Review und Film gefallen haben. Besonders erfreulich finde ich auch, dass du meinen Nachtrag zu würdigen weißt, da ich mir nicht sicher war ob ich es etwas übertrieben habe. Die meisten Fakten waren mir aber auch schon bekannt, da ich mich privat schon seit längerem für Poe interessiere und auch im Rahmen meines Studiums mit seinen Kurzgeschichten zu tun habe.

03.06.2016 20:57 Uhr - cecil b
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Erfahrungspunkte von cecil b 5.978
Für mich zusammen mit the screwfly Solution vielleicht das Beste, was diese Serie zu bieten hatte!

Wieviel Herzblut in die Review geflossen ist! Du wirst der Folge gerecht, ich stimme dir zu! :)

Mir gefällt auch der Gedanke, dass Poe in dem Eigensinn einer Katze vielleicht seinen eigenen zerrissenen Eigensinn gesehen hat. :)

03.06.2016 21:14 Uhr - Horace Pinker
User-Level von Horace Pinker 21
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 9.043
03.06.2016 20:57 Uhr schrieb cecil b
Für mich zusammen mit the screwfly Solution vielleicht das Beste, was diese Serie zu bieten hatte!

Wieviel Herzblut in die Review geflossen ist! Du wirst der Folge gerecht, ich stimme dir zu! :)

Mir gefällt auch der Gedanke, dass Poe in dem Eigensinn einer Katze vielleicht seinen eigenen zerrissenen Eigensinn gesehen hat. :)

Vielen Dank für deinen Zuspruch :) Nach deiner Empfehlung hatte ich mich hier schon auf die Sichtung gefreut und ich muss sagen, dass meine Erwartungen diesmal vollends erfüllt wurden. Kleiner Tipp: Falls dich die Hintergründe zur Folge interessieren höre dir auf jeden Fall mal den Audiokommentar mit Jeffrey Combs und Stuart Gordon an (ist auf der Splendid DVD enthalten): Da wird viel interessantes zu Poes Leben und Werk, sowie zu den Hintergründen und der Entstehung der Folge gesagt. Unter anderem übrigens auch, dass man die schwarze Katze als Verkörperung von Poes inneren Dämonen ansehen kann ;). Übrigens ist die ursprüngliche Kurzgeschichte auch sehr empfehlenswert und es gibt sowohl in englischer Originalsprache als auch in deutscher Übersetzung eine Gesamtausgabe mit Poes gesammelten Prosawerken und Gedichten, welche ich dir, falls du dich für Literatur begeistern kannst, ebenfalls wärmstens empfehlen kann. Da sind einige Meisterwerke bei, neben seinen Gruselgeschichten übrigens auch einige gelungene Satiren.

03.06.2016 22:52 Uhr - cecil b
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@Horace Pinker.

"...Unter anderem übrigens auch, dass man die schwarze Katze als Verkörperung von Poes inneren Dämonen ansehen kann ;)...."

"Mir gefällt auch der Gedanke, dass Poe in dem Eigensinn einer Katze vielleicht seinen eigenen zerrissenen Eigensinn gesehen hat. :)"

Das meine ich. :)

Ich habe seine Kurzgeschichten. Als ich vor Jahren meine Review zu diesem Werk schrieb, hatte ich die Geschichte noch einmal gelesen, und einen Text über Poe dazu. Wie du weißt, wichtig für diesen Film.

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