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Ant-Man

Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,24 (48 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Trickbetrüger Scott Lang (Paul Rudd) besitzt die unglaubliche Fähigkeit, auf winzige Körpergröße zu schrumpfen und gleichzeitig seine Kräfte zu vervielfachen. Gemeinsam mit seinem Mentor Dr. Hank Pym (Michael Douglas) muss Lang das Geheimnis um Pyms einzigartigen Ant-Man-Anzug vor einer gefährlichen Bedrohung beschützen und mithilfe eines spektakulären Raubzugs die Zukunft der ganzen Welt entscheiden. (Walt Disney Studios)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von aquifel:

Ich hab es ja schonmal erwähnt: Ich bin absolut kein Comic-Nerd. Ich hab durchaus nerdige Anflüge, aber eigentlich nie in Bezug auf die klassischen US Comics von Marvel, DC oder sonstwem. Trotzdem mag ich Comicverfilmungen. Meistens bieten sie kurzweilige Unterhaltung, tolle Effekte und einfach gutes Blockbuster-Feeling. Allerdings ist es in letzter Zeit auch sehr viel geworden. Das Marvel Cinematic Universe ist bis 2020 mit x Filmen durchgeplant (und das MCU umschließt nicht einmal alle Filme mit Marvel-Figuren), DC zieht inzwischen nach, es gibt etliche TV Serien (von Arrow über Daredevil bishin zu Gotham oder Agents of SHIELD) und, und, und.

Obwohl DC in der Regel düsterer ist, finde ich seltsamer Weise viele Marvel Figuren interessanter (wobei es bei DC zu sehr vielen Pendants gibt, oft sogar Figuren, die früher entstanden sind). Allerdings lässt mich der Hype mehr und mehr kalt. Fast alles dreht sich um die erweiterten Avengers. Und ich kann weder mit Captain America, noch dem unglaublichen Hulk (letzterem in Filmform) anfangen, was Iron Man und der durchaus coole Thor nicht rausreißen können.

Und nun steht mit Ant-Man ein weiterer Held an, der sich bald den Avengers anschließen wird. Doch Ant-Man ist erfrischend anders. Nicht anders im Sinne der Guardians of the Galaxy, die die etwas abgedrehteren Avenger sind.

Aber erstmal zur Geschichte. Henry Pym (Michael Douglas; Basic Instinct, The Game) erfährt 1989, dass S.H.I.E.L.D. seine bahnbrechendste Entdeckung, den Pym-Partikel, replizieren und für sich nutzen will. Der Physiker, als Original Ant-Man sogar Gründungsmitglied der Avenger, quittiert den Dienst und gründet seine eigene Firma. Doof gelaufen, denn sein Protege Darren Cross (Corey Stroll; Das Bourne Vermächtnis, Non-Stop) intrigiert ihn später aus der Firma raus, denn er möchte diesen Partikel für andere Zwecke nutzen.

Heute: Cross versucht immer noch den Partikel zu perfektionieren, damit er hinter das Geheimnis des Ant-Mans kommt und dies gegen Geld anderen zur Verfügung stellen kann. Pym bekommt durch seine Tochter Hope (Evangeline Lilly; Freddy vs. Jason, Der Hobbit 2 & 3) mit, dass Cross kurz vor dem Durchbruch steht. Nun braucht er einen neuen Ant-Man (da er zu alt ist), um dies zu verhindern. Ein Kandidat ist schnell gefunden: Der Elektroingenieur Scott Lang (Paul Rudd; Friends, Anchorman), der gerade frisch aus dem Gefängnis kommt.

Klassische Heldenstory halt, die in das MCU integriert ist (wird mit Spiderman und einigen anderen auch noch geschehen). Es gibt allerhand Anspielungen auf die Avengers, auf Iron Man/Stark Industries, etc. . Was Ant-Man für mich erfrischend aus der Masse hervorhebt sind vor allem drei Dinge:

Zum einen sind die Anekdoten sehr leicht verständlich und auch wenn der Film Teil des MCU ist, er ist noch nicht so stark in all das verwoben, dass man an einigen Stellen nicht mehr hinterherkommt, wenn man nicht entweder die Comics kennt oder alle Filme gesehen hat.

Zweitens ist Scott Lang ein sympathischer Held. Thor und Iron Man sind coole Säue, Cpt. America mir in den ersten zwei Filmen zu sehr der goody-two-shoes-Typ (soll ja in Civil War etwas anders sein, weshalb der mich dann doch sehr interessiert) und Hulk... nunja^^ Da finde ich Lang als Persönlichkeit durchaus ansprechender, auch wenn der Charakter hier natürlich noch nicht gerade große Tiefe erreicht. Irgendwie finde ich die "Support"-Charaktere der MCU-Avengers aber eh interessanter.

Und drittens, hier spielt Ant-Man seine größte Stärke aus, ist der selbstironische Unterton zu köstlich. Oft gibt es sozusagen "Gegenschnitte". Zum einen, wie das für Ant-Man bzw. yellowjacket wirkt (sehr spektakulär, groß und bombastisch, also wie bei den normalen MCU Filmen) und dann wie es für normale Menschen aussehen würde (dezent unspektakulär). Gerade im Showdown war das einfach zum Totlachen. Darüber hinaus sind die Anspielungen auf den Rest des MCU, wie Stark Industries, den Iron Man Anzug, die Averngers, etc., sehr humorvoll gemacht, so dass das nicht nur für Comicnerds ein Fest ist.

Das macht Ant-Man wirklich aus. Dass die Actionszenen und Effekte gut gemacht sind, darüber braucht man genauso wenig diskutieren, wie die Besetzung, die wirklich erstklassig gecastet ist. Wobei, eins will ich diesbezüglich loswerden: Paul Rudd ist hier in absoluter Bestform. Sein komödiantisches Talent haben wir schon oft gesehen, hier integriert er es hervorragend in ein Universum, das an sich sonst eher wenig mit seinen klassischeren Rollen zu tun.

Am Ende kann man Ant-Man nur lobend hervorheben im MCU. Er geht selbstironisch mit dem Superhelden-Wahn um, spielt sehr amüsant mit den Standards der Kinofilme und überzeugt in diesen gleichermaßen. Joa, so macht das MCU wirklich Spaß.

8/10
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Kommentare

08.06.2016 12:57 Uhr - FranticFox
2x
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Lustig, dass wir zeitgleich Reviews für aktuelle Marvel-Filme gepostet haben, und dann aus genau entgegengesetzten Blickwinkeln. Finde es schön, mal eine Rezension zu lesen, die aus der Sicht eines Filmfans ohne Bezug zu den Comics geschrieben wurde. Ich fand den Film auch top, sehr unterhaltsam und kann deine Argumente gut nachvollziehen, auch wenn ich im Gegensatz zu Dir sehr großer Fan der Captain-America-Filme bin. :)

09.06.2016 12:42 Uhr - NoCutsPlease
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Interessante Rezension ohne Fanboybrille - genau nach meinem Geschmack! :-)

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