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Batman v Superman: Dawn of Justice

Originaltitel: Batman v Superman

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Fantasy, Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,97 (76 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Aus Angst vor den Taten eines gottgleichen Superhelden, nimmt sich Gotham Citys dunkler Rächer Metropolis’ hoch verehrtem Retter der Gegenwart an, während die Welt sich damit auseinandersetzt, welche Art von Superheld sie wirklich braucht. Während sich Batman und Superman im Krieg miteinander befinden, wartet schon eine neue Bedrohung, die die Menschheit in größte Gefahr bringt. (Warner Bros.)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von aquifel:

Ich hab es oft genug erwähnt: Ich bin kein Comiccrack. Aber wenn Comics, vor allem die großen beiden Verses, dann bin ich eher ein Marvel-Guy. Warum? Ich weiß es nicht. Eigentlich müsste mir DC mit dem wesentlich ernsteren Unterton besser gefallen, aber irgendwie mag ich dort nur Batman wirklich (Klischee, ich weiß). Bei Marvel mag ich Iron Man, Spiderman, Daredevil, die X-Men und andere. Und DC hat den, meiner Ansicht nach, lahmsten Superhelden überhaupt: Superman. Ich konnte den alten Verfilmung mit Christopher Reeve nix abgewinnen, Superman Returns (2006) fand ich doof... naja, Man of Steel war keine Glanztat aber ganz unterhaltsam.

Dieser Film hat mich, ähnlich wie Captain America Civil War (2016) dann aber doch gereizt. Einfach wegen Batman. Die ersten beiden von Tim Burton haben mir sehr gefallen, die Nolan Trilogie sowieso und da ich den Hass gegenüber Afleck eh noch nie nachvollziehen konnte, er ist ja ein solider bis sehr guter Schauspieler, je nach Rolle, war ich auch hier zuversichtlich, dass Batman es für mich rausreißen wird.

Aber erstmal zur Handlung. Nach "Man of Steel" kennt die ganze Welt Superman (Henry Cavill; Die Tudors). Bei einer erneuten Rettungsaktion von Lois Lane (Amy Adams; American Hustle) wird Superman aber in eine Falle gelockt und steht nun wie ein Mörder dar. Das alles sorgt dafür, dass die Welt an Superman zweifelt und ihn teilweise als Gefahr sieht.

Das trifft auch auf Batman (Ben Afleck; "Dogma") zu. Verbittert durch all das, was in Gotham und auch in Metropolis geschehen ist, werden seine Methoden brutaler und auch er kommt zu dem Schluß, dass Superman sterben müsse, BEVOR er sich gegen die Menschheit wendet. Da passt es sich gut, dass Lex Luthor (Jesse Eisenberg; Zombieland) gerade erst eine große Ladung Kryptonit bergen konnte. Doch Luthor plant selbst etwas.

Man merkt, es bleibt düster. Superman ist von Beginn an eher eine Figur in der Kritik: ist er ein Gott, ein Erlöser oder letzten Endes nur eine potentielle Gefahr für die Menschheit, da er für die Geschehnisse aus Man of Steel mitverantwortlich gemacht wird (nicht gänzlich zu Unrecht) und der Plot von Luthor ihn zusätzlich diskreditiert. Und siehe da, dieser nicht so strahlende Superman ist gleich viel interessanter. Seine menschliche, makelhafte Seite, kommt hier sehr stark zum Vorschein und macht aus dem langweiligen Strhalemann vergangener Filme (und Comics, wobei das subjektives Emfpinden sein mag) einen greifbaren Charakter.

Auch Batmans Charakter ist hier fast interessanter denn je. Aus dem dunklen Ritter, der nicht tötet, ist ein von der Schlechtheit der Welt zerfressener Rächer geworden, der die einstigen Ideale ein stückweit aufgibt, da er nur so noch etwas bewirken kann. Und er sieht in Superman eine Gefahr, denn wenn ihn die Zeit in Gotham eines gelehrt hat: Man kann fast niemandem Vertrauen.

Der Konflikt ist prinzipiell der selbe wie in "The First Avenger: Civil War": Stellen Superhelden eine Gefahr da, wenn man sie nicht überwacht? DC geht hier ein ganzes Stück weiter. Es geht nicht darum die Superhelden einer Institution zu unterstellen, sondern, da Supermans Machtpotential so enorm ist, ggf. sogar eine Waffe zu bauen, die ihn töten kann.

Hier wie da, und man muss beide Filme direkt vergleichen, ist es ernst, wobei ich "Batman v Superman: Dawn of Justice" über die gesamte Laufzeit als bedeutend dramatischer empfand. So klasse ich "Civil War" fand, so gut die lockeren Sprüche sich in das ernste Thema eingefügt haben, erst gegen Ende spitzt sich die Situation richtig zu (dann aber so richtig). Hier habe ich von Anfang an das Gefühl gehabt, dass das richtig hässlich enden wird. Kurzum: Der Atmosphärepunkt geht ganz klar an Dawn of Justice.

Action- und Effekttechnisch geben sich beide Filme nicht viel. Beide haben top Effekte, beide haben super inszenierte Action, wobei der große Showdown bei Dawn of Justice natürlich epischere Ausmaße annimmt. Cap und Bucky gegen Iron Man war vom Drama her natürlich klasse, aber vom Schauwert her war bei "Civil War" der Avengers-gegeinander-Kampf der Höhepunkt. Batman gegen Superman, der Kampf der viele sicher in diesen Film gelockt hat, kann sich auch sehen lassen und verläuft wesentlich ausgeglichener als man denken mag.

Machen wir uns aber nichts vor: Auch Dawn of Justice bietet, trotz noch düsterem und ernsterem Grundtenor, letztendlich nicht das Charakterdrama, das hätte eingebaut werden können, ohne den Blockbusterstatus zu vernachlässigen. Da wäre mehr noch interessanter gewesen, was vielleicht mit der Ultimate Edition noch kommt. Ausserdem ist Eisenberg als Lex Luthor meiner Ansicht nach enorm gewöhnungsbedürftig und irgendwie kann ich ihn nicht 100%ig ernst nehmen.

Interessant finde ich vor allem, von was dieser Film alles inspiriert ist, denn das kann man getrost als Clusterfuck bezeichnen. Es werden diverse Elemente aus "Der Tag an dem Superman starb" genommen, "The Dark Knight" von Frank Miller war ein großer Inspirationspool und dann wird auch noch Wonder Woman (Gal Gadot, The Fast & The Furious Reihe) eingeführt und die Grundsteine für die Justice League angedeutet. Eine ganze Menge und man merkt, dass DC ihr Extended Universe filmisch schnell umsetzen will, bevor das MCU uneinholbar ist. Eine Mammutaufgabe, die in meinen Augen aber sehr gut bewältigt wurde.

So oder so: Batman v Superman: Dawn of Justice ist ein düsterer, spannender und dramatischer Superheldenfilm, der nicht alle Potentiale vollkommen ausnutzt, aber hungrig auf mehr macht. Ist er besser als "The First Avenger: Civil War", der für mich bisher den stärksten Vertreter des MCU darstellt? Das liegt im Auge des Betrachters. Mir gefiel er leicht besser, gesehen haben sollten Fans von Superheldenaction aber beide. Ohne Frage.

9/10
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Kommentare

11.07.2016 20:14 Uhr - Harley Q.
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Sehr gute Review:-)

11.07.2016 20:30 Uhr - Aquifel
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Vielen Dank ;) Verstehe einfach nicht, weshalb viele so auf dem Film rumhacken. Nur weil er nicht von Marvel ist? Wegen Ben Afleck (der einen sehr guten job macht)? Oder weil sie zu beschränkt sind zu begreifen, dass die Szenen in denen Batman skrupellos tötet Alpträume sind?

11.07.2016 21:06 Uhr - Harley Q.
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11.07.2016 20:30 Uhr schrieb Aquifel
Vielen Dank ;) Verstehe einfach nicht, weshalb viele so auf dem Film rumhacken. Nur weil er nicht von Marvel ist? Wegen Ben Afleck (der einen sehr guten job macht)? Oder weil sie zu beschränkt sind zu begreifen, dass die Szenen in denen Batman skrupellos tötet Alpträume sind?

Sorry, mit Marvel kann ich fast gar nichts anfangen, außer mit Spiderman ( den Filmen von Raimi und den letzten Reboot), Fantastic 4 und Spawn. Aber bei den Avengers und den Guardians hat mir schon der Trailer gereicht. Null Interesse:-)
Zu dem Film: Ich kann dir deine Frage leider nicht beantworten, da er für mich einer der besten Superheldenverfilmungen ist:-)

11.07.2016 23:13 Uhr - naSum
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Habe sämtliche Reviews zu dem Film gelesen und versuche echt zu verstehen, warum man den gut findet, aber das entzieht sich mir irgendwie total.
Der Trailer hat echt was hergemacht und dann wurden Szenen umgeschnitten, mit schwächeren Dialogen versehen, etc....

Und die Charakterentwicklung in dem Film finde ich leider total an den Haaren herbeigezogen.

Achja, und wenn ich diese düstere Seite der hinterfragten und zu überwachenden Superhelden sehen möchte, greife ich doch lieber auf Watchmen zurück. Und da ist der COMIC absolut zu empfehlen!!


Dein Review gefällt mir im Gegensatz zum Film allerdings sehr gut ;)

12.07.2016 15:53 Uhr - JasonXtreme
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Gute Rezi, wie immer bei Dir ;) den Film geb ich mir erst wenn der DC rauskommt, ich bin aber mal gespannt, nachdem mit MAN OF STEEL nur so durchschnittlich zusagte

12.07.2016 17:12 Uhr - Aquifel
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Watchmen war sowieso großartig. Beste Comicverfilmung bisher.

12.07.2016 18:51 Uhr - naSum
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Aquifel, das sehe ich ebenso! Und der Comic ist nochmals um Lääääääängen besser!

12.07.2016 19:15 Uhr - Aquifel
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Comics lese ich so ziemlich gar keine^^

Aber nochmal zu Batman v Superman: Wenn jemand dem Film nichts abgewinnen kann -> kann ich nachvollziehen. Es gibt halt einiges an ungenutztem Potential (hoffe da auf die Ultimate Edition).

Leider gibt es aber viele, die dann nicht Watchmen auspacken, sondern immer wieder die Marvel Verfilmungen. Ich finde die unterhaltsam und mag auch viele von ihnen, aber Avengers als das Nonplusultra zu bejubeln und dann über Batman v Superman zu stänkern, als wäre er der letzte Rotz...

Bin ja mal gespannt, will bald mit ein, zwei Kumpels ne schöne Diskussionrunde über Comicverfilmungen starten. Nicht was ist besser oder schlechter, sondern einfach schauen, was gab es da in der Vergangenheit, wie sieht es aktuell aus und was bringt die Zukunft.

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