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kokoloko
Level 8
XP 816
Eintrag: 13.10.2017

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Mission: Impossible - Rogue Nation

Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Thriller
Alternativtitel:Mission: Impossible 5
Mission: Impossible 5 - Rogue Nation
Mission: Impossible V
Mission: Impossible V - Rogue Nation

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,11 (19 Stimmen) Details
inhalt:
Nachdem das Pentagon die IMF (Impossible Mission Force) aufgelöst hat, ist Ethan Hunt ohne jegliche Unterstützung der Regierung dem geheimnisvollen „Syndikat“ auf der Spur. Im ersten Teaser als „Anti-IMF“ bezeichnet, erweist es sich bald als sein bislang mächtigster Gegner. Oberstes Ziel der gefährlichen internationalen Untergrundorganisation aus hochqualifizierten Spezialagenten ist es, die ehemaligen Mitglieder der IMF auszulöschen und durch skrupellose Anschläge eine neue Weltordnung zu schaffen.
eine kritik von kokoloko:

Mission Impossible: Rogue Nation

So, hier ist das Ding. Als Vorwort, um eventuell kommenden Vorwürfen, die meine Meinung als ohnehin hinfällig darstellen würden, zuvor zu kommen, eben meine Vorgeschichte mit der "Mission Impossible"-Reihe:

Teil 1 habe ich zugegebenermaßen nur vor x Jahren mal Nachts auf deutsch innem Hotel gesehen und kann mich bis auf das absurd unrealistische Finale, die ikonische Laser-Szene und ein, zwei Stellen nicht mehr wirklich erinnern, fand dieses kultige Agentending aber durchaus unterhaltsam, recht spannend oder gar intelligent, gut gespielt und charmant, würde aus dem Stehgreif wohl so 8/10 vergeben.
Den viel gescholtenen zweiten Teil habe ich dann auch nur einmal vor ewiger Zeit gesehen und da ich von Woo immer noch keinen der Actionklassiker kenne fand ich das alles garnicht so schlimm wie immer getan wird, zwar schlechter und kein toller Film, aber ich denke so 6-7/10 wären vermutlich auch heute noch drin, ka.
Dann aber: Teil 3 ist für mich ziemlich perfektes Popcorn-Action-Blockbusterkino mit schön hirntotem McGuffin als einzige Motivation und nem coolen Cruise und den bis dato neuesten Teil, "Phantom Protocoll" möchte ich dann erneut als Hauptgrund nennen, warum ich den hier überhaupt gesehen habe, denn diese neue Richtung der Reihe hat mir einfach gut gefallen: Ich feier Pegg, der Film war lustig, charmant, clever, voller geiler Action, hatte ne gute Mixtur aus handgemachter Action und CGI-Zeugs, Cruise passt immer noch perfekt in die Rolle, die Szene im Kreml war richtig cool, das Hochhaus sowieso, das Finale war unerwartet hart und roh, hat mir alles sehr gut gefallen, 8,5/10. Um es also festzuhalten: Ich würde mich auf jeden Fall als Fan der Reihe bezeichnen, ich mag den Cast und das prinzipielle Genre ohnehin und Anti-Cruise bin ich auch nicht.

Und dann kam also Teil 5. Und wieder war Pegg dabei und den feier ich und wieder sah das sehr nach der Schiene des 4. Teils aus, also spontan in Essen in die wunderbar altmodische und stilvolle Lichtburg gegangen, in den oberen Rang, vor der riesigen Leinwand, tolles Kino.... - und somit das Highlight des Abends bereits vor dem Filmbeginn erlebt.

Die vielgehypte und gelobte Irrsinnsaktion mit Cruise und dem Flugzeug ist in der Tat eindrucksvoll und absolut wahnsinnig, Hut ab dafür, doof nur dass das hier nicht das pompös inszenierte Überfinale ist, sondern einfach mal direkt die erste Szene des Films, der Mini-Opener. Nen kleinen Lacher gabs und gut gemacht ist das, aber imho hat man das Potential hier direkt ziemlich verbraten, abgesehen von üblichen Flaws wie dem Unrealismus und "in letzter Sekunde schaffen", aber gut, das gehört halt dazu und ist in dem Moment auch noch ok.
Das Intro hat mich dann bereits Schlimmes fürchten lassen, denn ein trailerartiger Zusammenschnitt des eigenen Films als Intro für eben jenen wirkte irgendwie sehr lieblos und dahingerotzt, aber gut. Die obligatorische Antagonisteneinführung folgt dann auf durchaus stilsichere Weise, nur dass man ganz am Anfang direkt DEN oberbösen Antagonisten sieht und nicht nur irgendeinen Handlager! Macht relativ wenig Sinn und ist imho auch ziemlich antiklimaktisch. ABER. GUT.

Was von da an folgt hat mit diversen Problemen zu kämpfen, von denen aber drei besonders sauer aufstoßen:

1. Spannung/Story/Pacing: Der Plot ist dermaßen konstruiert und auf seine Twist-Wirkung aus, dass man über die Hälfte des Films gegen ein gesichtsloses Etwas einer Organisation kämpft, deren Aktionen wenig beeindruckend sind und das hat dafür gesorgt dass zumindest ich zu keiner Sekunde mitgefiebert habe, weil es mir einfach völlig egal war, was mit denen passiert. Man hat ein einzelnes Gesicht und das wars, aber die Ziele des Bösewichten liegen stets im Dunkeln, was genau das soll oder die machen weiß ich nicht und juckt mich wenig, demnach verlieren die Protagonisten auch allesamt an Bedeutung bei ihren Aktionen. Laaaangweilig. Schlimmer aber noch sind die Auflösungen einiger Spannungsmomente, man kennt das: Gruppe versucht irgendwas im letzten Moment unter Zeitdruck oder so hinzukriegen, irgendwas geht schief, mega spannend, dann, durch irgendeine unerwartete Hilfe, Deus ex Machina, oder nen intelligenten Kniff oder so klappt es dann, oder aber es wird ganz dramatisch und klappt trotzdem nicht. Wie wird es hier gemacht, wie ist hier die Auflösung? Well, es wird erst gesagt wie wichtig das Zeitlimit und alles ist, dann klappt es aber TROTZDEM einfach. Kein Kniff, nix, es geht einfach trotzdem. Nicht nur dass Cruise hier locker unlängst tot wär und man die "Rettung" vorher ins Auge gerieben kriegt dass jegliche Überraschung vorweggenommen wird, nein, die ganze Szene um die es geht ist unlogisch, dumm, unspannend und furchtbar aufgelöst.

2. Logik: Ok, ok, klar, es gehört zu der Reihe und in dem Genre allgemein dazu dass die Helden "mehr" aushalten als normal, nicht so wirklich getroffen werden und irrsinnige phsysikalische Stunts hinlegen, aber das hier ist einfach deutlich zu viel des Guten, weil Cruise überlebt einfach A L L E S! Ja, das meine ich so, Beispiele gefällig: Fällt mit gut 200km/h vonnem Motorrad? Pff, etwas Staub im Gesicht, gut ist. Wird von 3 MPs in einem engen Gang auf ~5m Distanz abgeballert? Nicht EINE Kugel trifft. CRASHT MIT EINEM AUTO MEGA UND ÜBERSCHLÄGT SICH MEHRFACH, ganzes Auto kaputt? NICHTMAL EIN BLUTSPRITZER! Im Ernst, wenn er wenigstens stark blutend und kaputt im Auto liegen würde, ich würd nix sagen, aber SO? Das passt einfach auf keine Kuhhaut mehr, nimmt jeden Realismus und schlimmer noch: Warum soll mich dann irgendwas kümmern das ihm passiert, wenn er eh ALLES überleben kann? Wenn unser Held quasi unzerstörbar ist, wieso soll ich dann noch nen Fick geben ob er gejagdt wird oder fast irgendwo runterfällt?

3. Originalität/Inszenierung/Antagonist: Hier kommt dann so ziemlich der Todesstoß für all die, die das bisher irgendwie alles schlucken konnten: Der Film wirkte auf mich einfach dauerhaft wie die B-Movie-Version seiner selbst: Der Antagonist ist ein rollkragenpullovertragender Maulwurffreak 101 aus dem Buch für originelle Kriminelle und hat zwar durchaus Stil und unangenehmen Perv-Faktor und ist auch sehr gut gespielt, nur sind Motivation und Plan der letzte Bullshit und einfallsreich ist anders. Die Inszenierung hat ne Standardscore und keine tollen Kamerawinkel oder Schnitte, viel schlimmer aber dass man fast jede der Szenen bereits so oder so ähnlich schonmal gesehen hat, nur in besser und spannender. Da rede ich jetzt vorallem von der Opernszene, die einfach in jedem zweiten modernen James Bond spannender und besser gespielt ist, zumal hier erneut jegliche Angst vor der Konsequenz des Misserfolgs fehlt. Last but not least waren die Schauplatzwechsel noch nie so gimmicky wie hier und die Technik-Features erst recht nicht, weil alles muss natürlich hyper und uuh gadgety sein, dazu obligatorisch um die ganze Welt gereist, was storymäßig nur kaum Sinn ergibt und in Teil 4 auch deutlich opulenter eingefangen wurde.

Die "guten" Aspekte liegen dann also wie bereits erwähnt in der durchaus cleveren Auflösung, die die Story insgesamt noch überdurchschnittlich durchdacht und gut macht, wenn auch gleichzeitig konstruiert und eben am Anfang die ganze Zeit unspannend, eine durchaus unerwartet ruppige Nahkampfactionszene, ein cooler Plan zum Ende hin sowie die Tatsache dass die Action nicht total zerschnitten und kaputt gemacht wurde, sondern durchaus cool und eindrucksvoll inszeniert ist - das wars dann.
Ein grauenhafter Film ist es also nicht geworden, nur ein absolut überflüssiger, belangloser und deutlich schäwcherer, als erwartet. Der schlechteste Teil der Reihe mit Sicherheit, da Stil, Humor, Intelligenz, Story und somit auch einfach der Effekt der Action ab gehen. Die Witze sind flach, unlustig und verbraucht, das "Cruise-Girl" fand ich nicht so heiß, die Story ist zusammengeschustert aus oft gesehenen Versatzstücken, ne, das war einfach nix.

Die "Mission Impossible"-Reihe war ja im Endeffekt schon immer die actionlastigere, dümmere, oberflächlichere und stillosere Variante von "James Bond" - mit diesem Teil wurde die These endgültig bewiesen, denn der Trailer zu "Spectre" war das beste, das ich auf der Leinwand gesehen habe. Craig tritt dezent Arsch, reist um die Welt, löst den Fall, tötet den charismatischen Bösewicht und das ist audiovisuell fantastisch eingefangen. Cruise ist laut und pseudolustig, überlebt jedes noch so blei- oder materialhaltige Ultrastuntdebakel, schlüpft von Logikloch zu Logikloch und hat dabei n "cooles" Team an austauschbaren Nebencharakteren, mit wenig witzigen Sidekicks. Knappe 5/10 Defibrillatoren, die kein Metall sind

5/10
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Kommentare

13.10.2017 19:24 Uhr - tschaka17
4x
User-Level von tschaka17 6
Erfahrungspunkte von tschaka17 546
Kann dir leider so gar nicht zustimmen. Hab den 2015 im Kino gesehen und war schwer begeistert.
Du hast durchaus Recht, dass der Film seine Vorgänger mehr oder weniger kopiert. Allerdings offen und mit Augenzwinkern. MI: 5 schaut sich fast wie ein Best-Of der anderen Teile. Dass die Story konstruiert wirkt und am Rande der Logik agiert ist bei dem Genre wohl normal, stört mich aber eigentlich nicht. Man weiß ja, worauf man sich einlässt.
Der Film ist handwerklich vorzüglich gemacht und die Motorradverfolgungsjagd mit eine der genialsten Chase-Szenen überhaupt für mich.
Deinen Bezug zu James Bond kann ich aber gut teilen. Und der Crash mit dem Moped wo er aufsteht ist schon arg OP ;)

Deine Rezi gefällt mir trotzdem sehr gut und ist anschaulich geschrieben. Man wertet eben Dinge manchmal total anders. Deine Meinung ist absolut nicht hinfällig, würde mir wünschen, dass viel mehr Leute ihre Ansichten so gut begründen und untermauern!

14.10.2017 18:11 Uhr - kokoloko
1x
User-Level von kokoloko 8
Erfahrungspunkte von kokoloko 816
Viel mehr Lob als diesen Kommentar, gerade von jemandem mit gänzlich anderer Meinung, kann man kaum kriegen - danke dir!

15.10.2017 13:12 Uhr - Amazzavampiri
1x
Ich fand den fünften Teil auch am besten. Die Mission Impossible Filme sind genau so, wie die neuen James Bond Filme eigentlich sein sollten.

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