SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Dying Light 2 [uncut] · Stay Human · ab 54,99 € bei gameware The Last of Us Part I · Erlebe das geliebte Spiel, mit dem alles begann · ab 73,99 € bei gameware

Stranger Things

Herstellungsland:USA (2016)
Genre:Horror, Drama, Thriller, Mystery
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,92 (26 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Nach dem Verschwinden eines Jungen treten in einer Kleinstadt geheime Regierungsexperimente, übernatürliche Kräfte und ein merkwürdiges kleines Mädchen zutage. (Netflix)

eine kritik von g-hot77:

"Stranger Things" ist eine Netflix-Serie aus der Feder von den Zwillingsbrüdern Matt und Ross Duffer, die bisher nur mit mit dem Thriller "Hidden" (2015) und Drehbüchern zu einigen "Wayward Pines"-Folgen auf sich aufmerksam gemacht haben. Möchte hier in diesem Review nicht zuviel verraten um diesem schönen Serienerlebnis nicht die ganze Spannung zu nehmen.

Die grobe Handlung:

In einer amerikanischen Kleinstadt in den 80ern, verschwindet ein kleiner Junge auf mysteriöse Art und Weise. Seine Mutter (hervorragend gespielt von Winona Ryder(, sein großer Bruder und seine drei besten Freunde suchen nach ihm. Schnell stellt sich heraus, dass sehr mysteriöse Dinge unter der Oberfläche der Kleinstadt-Fassade passieren. Nachdem auch noch ein weiteres, etwas älteres Mädchen verschwindet, mischen sich deren beste Freundin und der Sheriff mehr und mehr in die Suche ein, bis geheime Regierungsexperimente aufgedeckt werden. Mittdendrin taucht ein ubekanntes Mädchen mit kahlgeschorenem Schädel auf, dass anscheinend paranormale Fähigkeiten hat und irgendwie mit all dem zu tun hat.

Das Konzept:

Die Duffer-Brüder, die auch Regie führten, haben einen Genre-Mix geschaffen, der die moderne Serienlandschaft bereichert: Sie haben den Abenteuer-Spirit und die Coming-Of-Age-Elemente von Filmen wie "Die Goonies" und "Stand by Me" in einen Topf gegeben, haben das mit jeder Menge "Akte X"-Mysterien und Verswchwörungen aufgefüllt und es mit der Spannung und Science-Fiction-Note von Filmen wie "Alien" aufgekocht. Abgeschmeckt mit ein bisschen Drama, etwas Romantik und viel wahrer Freundschaft. Perfekt gecastete Schauspieler, liebevoll gezeichnete Charaktere und der modern-umgesetzte Flair einer 80er-Produktion runden das Ergebnis harmonisch ab.

Der Soundtrack ist perfekt auf die Stimmungen abgestimmt und untermalt immer passend im Hintergrund.

Neben dem ganzen übernatürlichem, dessen Hintergründe nach und nach immer mehr gelüftet wird, werden sehr schön die ganzen Beziehungen der Rollen ausgearbeitet. Es dreht sich viel um Liebe und Freundschaft, oberflächliche wie wahre, ohne jedoch die Spannung und das Abenteuer aus den Augen zu verlieren. Die Freunde des verschwundene Jungen sind herrlich gezeichnete Charaktere mit perfekten Besetztungen für diese Rollen.  

Die schauspielerischen Leistungen sind durch die Bank sehr gut. Winona Ryder mimt die Mutter des verschwundene Jungen am Rande des Verrücktwerdens perfekt und auch die ganzen Jungschauspieler machen einen wirklich guten Job. Ich denke wir werden einige von denen in anderen Rollen wiedersehen in der nächsten Zeit.

Die Staffel besteht aus 8 Folgen, die von Anfang bis Ende einen kontinuirlichen Spannungsbogen aufbauen. Mußte die Staffel unbedingt in zwei Tagen zu Ende schauen. Die Handlung ist zum Ende der Staffel mehr oder weniger abgeschlossen, läßt aber durch kleinen Quasi-Cliffhanger offen, ob es weiter geht. 

"Stranger Things" hebt sich durch seine eigene Machart und diesen harmomnischen Mix aus vielen Genres extrem von der breiten Masse der Serienlandschaft ab und hat mich echt überzeugt. Kann die Serie jedem empfehlen, sollte für jeden etwas dabei sein.

 

Fussnoten:

Die Goonies = Kultfilm aus den 80ern um eine Kinderbande die ein Abenteuer à la "Indiana Jones" erleben.

Stand by Me = Kultfilm aus den 80ern um vier junge Freunde die ein spannendes Abenteuer erleben, basierend auf einer Erzählung von Stephen King

Akte X = Kult-Serie aus den 90ern um übernatürliche Phönomene und die geheimen Verwicklungen staatlicher Behörden. Geburtsstunde des Mysterie-Genres.

Alien = Science-Fiction-Epos um die Menschheit bedrohende Lebensform aus dem Weltall.

9/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
die neuesten reviews
Kindermädchen,
TheMovieStar
7/10
Lou
Lou
Ghostfacelooker
Nina
Ghostfacelooker
Tanz
EvilCat
10/10
Pets
TheMovieStar
6/10
Born
Dr. Kinski
8/10
bewegte
McGuinness
7/10

Kommentare

23.07.2016 14:33 Uhr - Andman1984
3x
User-Level von Andman1984 6
Erfahrungspunkte von Andman1984 568
Wirklich eine sehr gute Serie. Sehr schöner Genremix. Hat mich wohlig an alte Spielberg und King-Verfilmungen erinnert. Hat viel von "ES", "Goonies" oder "E.T.". Aber hast du ja gesagt. Evtl. hättest du noch ein bisschen was über die Schauspieler erzählen können. Die Kinder spielen z.B. sehr gut, was keine Selbstverständlichkeit ist, da diese doch hin und wieder zu Overacting neigen. Aber war alles sehr stimmig. Allen voran die Darbietung der "11" Schauspielerin. Sehr stark. Allerdings ist die deutsche Synchronisation mal wieder unterirdisch. Wenn ich an die Szene mit winona denke, wo sie die Worte anhand eines Alphabets an der Wand zusammensetzt und das mit "R E N" statt "R U N" übersetzt wurde, musste ich echt lachen. Nicht nur weils grammatikalischer Schwachsinn ist. Also lieber im O-Ton schauen. Finde es auch gut, das die Staffel halbwegs abgeschlossen ist und das Ganze nur mit einem kleinen Cliffhanger endet. Sehr schöne Mysterieserie. Kann man empfehlen!

23.07.2016 21:06 Uhr - cecil b
2x
Moderator
User-Level von cecil b 19
Erfahrungspunkte von cecil b 7.384
Eine brauchbare Review, ja, aber etwas deutlicher könnte sie schon sein. ;)

"Sie haben den Abenteuer-Spirit und die Coming-Of-Age-Elemente von Filmen wie "Die Goonies" und "Stand by Me" in einen Topf gegeben, haben das mit jeder Menge "Akte X"-Mysterien und Verswchwörungen aufgefüllt und es mit der Spannung und Science-Fiction-Note von Filmen wie "Alien" aufgekocht."

Du erwartest ja geradezu dass der Leser all die benannten Filme und Serien gesehen hat. Das kannst du nicht einfach erwarten. Für manche Leser sind solche Aussagen einfach nicht brauchbar.

24.07.2016 03:02 Uhr - NICOTERO
2x
User-Level von NICOTERO 1
Erfahrungspunkte von NICOTERO 15
Perle von Serie

25.07.2016 08:30 Uhr - JasonXtreme
DB-Co-Admin
User-Level von JasonXtreme 13
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.545
Ich habe aktuell erst drei Folgen gesehen, aber das geht mir als 80er Fan natürlich rein wie Butter - superb gemacht bisher! Die Rezi finde ich zu knapp, nicht aussagekräftig und für solch ein großartiges Format nicht genug

25.07.2016 18:54 Uhr - Dissection78
2x
DB-Co-Admin
User-Level von Dissection78 15
Erfahrungspunkte von Dissection78 3.912
Eine richtig tolle Serie. Besonders gut gefällt mir hier die zuerst eher entschleunigt wirkende Machart. Der Aufbau der ersten Folgen ist durchaus langsam, ruhig, gemächlich, schleichend, und man ertappt sich ab und an bei der Frage, was das alles soll. Doch gerade dieses Im-Unklaren-lassen macht den Reiz aus. Man will wissen, wie es weitergeht.

Es werden viele Themen in einen Topf geschmissen und gut miteinander verrührt - von der typischen 80er-Kalter-Kriegs-Paranoia über Kinderabenteuer und Jugend- bzw. Coming-of-Age-Drama hin zu Monsterhorror, mit einer schönen Kleinstadt-Atmo, großartigem Score, liebevoller Ausstattung und hervorragenden Schauspielern (besonders die Leistung und das Charisma der beim Dreh gerade mal elfjährigen Millie Bobby Moore als mysteriöse "Elf" ist außergewöhnlich) gewürzt.

Was das Namedropping betrifft, so finde ich dies nicht sonderlich schlimm. Mag sein, dass einige User "Die Goonies", "Stand by Me", "ES" oder "Super 8" nicht kennen (Wem ist hier eigentlich "Akte X" und "Alien" unbekannt? ;)), aber "Stranger Things" wurde desöfteren mit diesen Werken verglichen und hatte sie teilweise zum Vorbild. Insofern kann man sie als Anhaltspunkte nennen. Ich bin sogar so frech und zähle noch andere Filme/Serien/Romane auf, die sich mir als Assoziationen aufdrängten, obwohl "Stranger Things" eine ganz eigene Stimmung hat. Da wären: "Hearts in Atlantis" und "Feuerkind" nach Stephen King, Spielbergs "E.T." und "Poltergeist", Joe Dantes "Explorers", Lynchs "Twin Peaks", Cronenbergs "Scanners" sowie die ein oder andere "Twilight Zone"-/"Outer Limits"-Folge :)

25.07.2016 19:03 Uhr - cecil b
Moderator
User-Level von cecil b 19
Erfahrungspunkte von cecil b 7.384
Die Fußnoten machen die Sache jetzt auch runder. :)

Natürlich ergeben Vergleiche einen Sinn, aber der Kontext ist ja immer ein anderer, und ich halte nicht viel davon, allzu elitär zu werden. Dass lässt sich nicht immer vermeiden, und ich schreibe auch oft Film-Latein, aber ein Review zu sehr darauf zu reduzieren, finde ich zu elitär, im Sinne der Filmfans. ;)

25.07.2016 23:30 Uhr - Dissection78
1x
DB-Co-Admin
User-Level von Dissection78 15
Erfahrungspunkte von Dissection78 3.912
Jap, die Fußnoten erleichtern einiges. Daumen hoch!

Cecil, Du hast recht. Wenn ein Review fast ausschließlich aus Querverweisen bestehen würde (überspitzt ausgedrückt), wäre es daneben. Der Autor hat aber nur "Die Goonies", "Stand by Me", "Akte X" und "Alien" genannt (letzteren Film sehe ich hier übrigens nur marginal), und das ist meines Erachtens nach noch in Ordnung. Dafür hätte besagter Autor ausführlicher und - wie Jason bereits äußerte - aussagekräftiger und weniger knapp rezensieren können. Da gibt vorliegende Serie einiges her (ich weiß ja, Du hast noch eine ellenlange Liste interessanter Filme abzuarbeiten, aber gib dieser Serie im nächsten Jahrzehnt trotzdem mal 'ne Chance ;))... trotz der in der Tat bestenfalls durchschnittlichen deutschen Synchro.

Ich sehe mich ganz und gar nicht als elitär. Ich hab 'ne "Inselbegabung", was ausgefallenere Werke und Meilensteine der etwas weiter zurückliegenden Filmgeschichte betrifft. Die mag ich, und da kann ich mir so ziemlich alles Relevante behalten. Allerdings, was neuere Hollywood-/Mainstream-Produktionen betrifft und/oder Comic-Verfilmungen, da darfst Du mich nicht fragen, da habe ich nullkommanull Prozent Ahnung von. Deswegen ist diese Plattform auf SB.com in meinen Augen so interessant. Man ergänzt sich. Schwarmintelligenz sozusagen. Deshalb finde ich hier manche Grabenkrämpfe so traurig und daneben. Da beteilige ich mich normalerweise nicht dran, es sei denn, es werden mMn extreme politische Positionen geäußert (egal welcher Couleur).

PS:
Mir ist in Folge 7 eine klitzekleine Parallele zu "Red Dawn" aufgefallen (Jason, wenn Du schon die ersten drei Folgen mochtest, wirst Du die folgenden Teile vielleicht sogar lieben), größere Parallelen zu Fred Dekkers "Monster Busters" schon etwas früher. Ach, und das olle "Tanz der Teufel"-Plakat (das ich auch in meiner Wohnung hängen habe) sowie der hübsche Ausschnitt aus Carpenters '82er-"The Thing" sind übrigens gleichfalls herzallerliebst.

PPS:
Möglicherweise bin ich dann doch ULTRA-elitär. Die Darstellerin von "Elf" heißt Millie Bobby Brown, nicht Millie Bobby Moore. Vielleicht hab ich in dem Zusammenhang an die "Halloween III"-Cutterin Millie Moore gedacht. Und "Halloween III" wiederum fällt ja in den Zeitraum, in dem "Stranger Things" spielt...
...ich seh' vielleicht nicht so aus, doch ich scheine in gewisser Weise tatsächlich ein Nerd zu sein :)

26.07.2016 08:39 Uhr - JasonXtreme
DB-Co-Admin
User-Level von JasonXtreme 13
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.545
Also diese "Vergleiche" finde ich persönlich sogar gut, weil sie verdeutlichen wem diese Serie gefallen könnte ;) so nach dem Motto "wenn sie Es und Goonies mochten..."

@ Dissection78
Ich nehme mal an wir haben das gleiche Geburtsjahr^^ und daher gehe ich auch mal davon aus, dass ich die Folgen lieben werde, gerade weil ich auf die besagten Dinge ebenso abfahre... ich bin gespannt, heute gehts weiter

26.07.2016 17:45 Uhr - cecil b
1x
Moderator
User-Level von cecil b 19
Erfahrungspunkte von cecil b 7.384
Dissection78: "Der Autor hat aber nur "Die Goonies", "Stand by Me", "Akte X" und "Alien" genannt (letzteren Film sehe ich hier übrigens nur marginal), und das ist meines Erachtens nach noch in Ordnung. Dafür hätte besagter Autor ausführlicher und - wie Jason bereits äußerte - aussagekräftiger und weniger knapp rezensieren können."

Cecil b:

"Natürlich ergeben Vergleiche einen Sinn, aber der Kontext ist ja immer ein anderer, und ich halte nicht viel davon, allzu elitär zu werden. Dass lässt sich nicht immer vermeiden, und ich schreibe auch oft Film-Latein, aber ein Review zu sehr darauf zu reduzieren, finde ich zu elitär, im Sinne der Filmfans. ;) "

Im Grunde genommen sehen wir dass offensichtlich sehr ähnlich, wenn nicht gleich. ;)

Wenn man an jeder Stelle alles für jeden erklären würde, dann wäre dass nicht mehr schön. Argentoeske, Giallo-typische, narrativ ungewöhnliche, Slasher-Like, Coming of Age, exploitative.....Spielereien sind automatisch ein wenig elitär, treffen sich in einem Universum, welches wir alle gerne entdecken und immer wieder aufsuchen. ;) Der Kontext macht es aus.

Wenn der Text eher knapp gehalten ist: " Dafür hätte besagter Autor ausführlicher und - wie Jason bereits äußerte - aussagekräftiger und weniger knapp rezensieren können.", und es sich um eine Serie handelt, denke ich da auch an die anderen Leser, die in längeren Texten mal was überspringen können, an dieser Stelle aber einen eher reduzierten Informationsgehalt haben. Ich versuche in 'unseren Universum' an viele zu denken, auch wenn es unmöglich ist, alles 'richtig' zu machen, und allen gerecht zu werden.

Deine Insel ist das, was ich Universum nenne. :)

Grabenkämpfe: Jeder Jeck lacht anders, im Weltweiten Netz ist dass besonders spürbar. Ich versuche da nach möglichkeit Blumen auf die Gewehre zu stecken, aber der berechtigten Kritik auch ihren Platz zu lassen. Freie Meinungsäußerung, Zusammenarbeit, die Art und Weise wie man mit Kritik umgeht, alles muss in einen Topf. Ich habe auch schon mehrmals Blumen auf Gewehre gesteckt, und habe Autoren 'in Schutz' genommen, die dann jegliche konstruktive und produktive Zusammenarbeit in den Wind geschossen haben. Dass ist in etwas so erfreulich, wie jemand der so schnell gehässig wird. Und die Möglichkeiten zu kommunizieren sind logischerweise reduziert. Das alles wird immer so sein. Aber wir werden uns immer wieder daran erinnern, dass wir alle immer wieder gerne die gleiche Insel besuchen wollen, in einem eigenen Parallel-Universum. :)

Ich freue mich darüber, dass der Autor nun so rücksichtsvoll war, die Fußnoten leserfreundlich zu setzen, und er so seinem Stil an dieser Stelle aber auch den anderen Lesern gerecht werden konnte. Er besucht die Insel, und wir sagen hallo. ;)

01.10.2017 15:11 Uhr - Präsident Clinton
1x
User-Level von Präsident Clinton 2
Erfahrungspunkte von Präsident Clinton 36
Sehr treffendes Review zu einer wunderbaren Serie.
Diese unglaubliche 80er-Atmosphäre hat mich wahrlich in ihren Bann gezogen, ich habe die erste Staffel auch an drei Abenden geschaut...

Nach der vierten Staffel soll ja Schluss sein, bis dahin hält die Serie hoffentlich ihr Niveau.
Ich freu mich :-).

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)